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Förderung zum Sporttreiben von sportfremden Kindern und Jugendlichen durch den Schulsport

Titel: Förderung zum Sporttreiben von sportfremden Kindern und Jugendlichen durch den Schulsport

Hausarbeit , 2020 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Erhan Kök (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage: "Was kann der Schulsport leisten, um die sportfernen Kinder und Jugendliche zu einem Sporttreiben zu motivieren?" Um diese Fragestellung zu beantworten, wird zunächst auf theoretische Grundlagen der Sozialisation im Sport eingegangen. Dadurch soll ein Einblick in Sozialisationsprozesse im Sport gewährt werden. Auch das Selbstkonzept im Sport spielt hierfür eine Rolle.

Außerdem soll durch empirische Befunde anhand des Vereinssports erarbeitet werden, welche Kinder und Jugendliche sportlich aktiv sind und welche eher weniger. Mögliche Gründe für das Fernbleiben von sportlicher Aktivität bestimmter Personengruppen sollen beleuchtet werden, um anschließend Lösungsansätze für den Schulsport zu formulieren.

Die Sozialisation ist "der Prozeß der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt. Vorrangig thematisch ist dabei die Frage, wie der Mensch sich zu einem gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt bildet". In einer weiteren Definition wird sich weniger auf das Individuum, sondern eher auf die sozialen Interaktionen bezogen. Bei dieser Definition geht es um das Zusammenleben von Menschen, die dabei ausgetauschten und kultivierten Erfahrungen und Fertigkeiten und das geteilte Wissen. Beide dieser Definitionen basieren auf interaktionalen Sozialisationstheorien, welche seit den 1960er Jahren einen Eingang in die Sozialisationsforschung gefunden haben. Die interaktionalen Sozialisationstheorien befassen sich mit den Spannungsverhältnissen zwischen den vorherrschenden sozialen Strukturen und der eigenständigen individuellen Persönlichkeit. Sozialisationsprozesse können geplant und beabsichtigt werden, jedoch finden sie häufig auch unbewusst statt. Zudem finden diese Prozesse lebenslang statt.

In dieser Arbeit soll es speziell um die sportbezogenen Sozialisationsprozesse gehen. Die Körper- und Bewegungssozialisation umfassen Bewegungstätigkeiten, die gesellschaftlich als Sport definiert werden. Es werden hierfür verschiedenste Bewegungstätigkeiten in Betracht gezogen. Hierzu zählen unter anderem explorative, spielerische, expressive, impressive und instrumentelle Bewegungstätigkeiten. Kinder und Jugendliche erwerben durch diese Formen der Bewegungstätigkeit Körper- und Bewegungserfahrungen, welche den Zugang zu Sporttätigkeiten eröffnen und auch die zukünftige Zuwendung zum Sport beeinflussen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlage

2.1 Sozialisation im Sport

2.2 Selbstkonzept im Sport

3. Wer findet den Weg in den Sportverein und wer nicht?

4. Erklärung zur Sportbeteiligung von unterrepräsentierten Gruppen

4. 1 Kulturelle Differenzen

4. 2 Sozioökonomische Ungleichheit

4.3 Ethnische Diskriminierung

4.4 Geschlechtertypisierung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten des Schulsports, Kinder und Jugendliche, die sportfern sind, zu regelmäßiger sportlicher Aktivität zu motivieren. Dabei werden theoretische Grundlagen beleuchtet, empirische Daten zur Sportbeteiligung analysiert und Barrieren für unterrepräsentierte Gruppen identifiziert, um daraus gezielte Handlungsansätze für den schulischen Kontext abzuleiten.

  • Sozialisation im Sport
  • Selbstkonzept durch sportliche Aktivität
  • Empirische Analyse der Sportvereinsbeteiligung
  • Barrieren für unterrepräsentierte Gruppen
  • Förderungsmöglichkeiten durch den Schulsport

Auszug aus dem Buch

4. 1 Kulturelle Differenzen

Die Kultur prägt die Wahrnehmungen, Orientierungen und Handlungen menschlicher Kollektive und führt zu jeweils eigenen, kollektiv geteilten Weltbildern und Lebensstilen. Die kulturellen Werte und Normalitätsmuster können sich durchaus auch auf sportliche Aktivitäten und auf Interaktionen im Sport auswirken. Mit Blick auf Zuwanderer kann also die Kultur des Herkunftslandes kulturelle Differenzen aufweisen, die sich unter anderem auf Erziehungsziele, Geschlechterverhältnisse, Familienformen, religiöse Werte und Traditionen beziehen. Personen mit Migrationshintergrund und ihre Kinder könnten daher unweigerlich in einen Werte- und Identitätskonflikt geraten, sofern sich die neuen Anforderungen der Aufnahmegesellschaft von den gewohnten Bedingungen der Herkunftsgesellschaft unterscheiden. Diesen Prozess kann man als Aufwachsen zwischen „zwei Welten“ bezeichnen. Es verlangt besondere Integrationsprozesse, die oft von Unsicherheiten, Spannungen und Konflikten begleitet sein können und mit zahlreichen negativen Begleiterscheinungen wie zum Beispiel Identitätskrisen, Angst, Stress oder Gewaltbereitschaft einhergehen könnten. Diese negativen Begleiterscheinungen können dafür sorgen, dass die betroffenen Personen den Kontakt zu Sportvereinen meiden (vgl. Mutz, 2018, S. 81ff.).

Grundvoraussetzung für einen gelingenden Sportunterricht in heterogenen Klassen ist, dass sensibel mit den Kulturdifferenzen umgegangen wird. Die Lehrkräfte sollten im besten Fall informiert und offen gegenüber diesen kulturellen Differenzen sein. Hierfür sind ein offener Austausch und der Abbau von Vorurteilen von hoher Bedeutung. Anstatt diese kulturellen Differenzen zu ignorieren oder gar negativ zu behaften, sollte nach Möglichkeiten geschaut werden, auf spielerische Art und Weise einen Nutzen daraus zu ziehen. Hierfür könnte man zum Beispiel vorschlagen, dass jeder ein Sportspiel aus seinem Kulturkreis in der Klasse vorstellt und diese dann mit der Hilfe der Lehrkraft an den Schulsport angepasst werden und gemeinsam gespielt werden. Mit solchen Annäherungen könnte man versuchen, Vorurteile abzubauen und situationsbedingt benachteiligten Schülerinnen und Schülern eine Plattform zu bieten, in der sie aufgehen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der Motivation sportferner Kinder und Jugendlicher für sportliche Aktivitäten innerhalb des Schulsports ein.

2. Theoretische Grundlage: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Mechanismen der Sozialisation im Sport sowie die Auswirkungen sportlicher Aktivität auf das Selbstkonzept von Individuen.

3. Wer findet den Weg in den Sportverein und wer nicht?: Auf Basis empirischer Studien wird der Organisationsgrad in Sportvereinen unter Berücksichtigung von Migrationshintergrund, Geschlecht und sozialer Schicht analysiert.

4. Erklärung zur Sportbeteiligung von unterrepräsentierten Gruppen: Hier werden zentrale Barrieren wie kulturelle Differenzen, sozioökonomische Faktoren, Diskriminierung sowie Geschlechtertypisierungen identifiziert und aus einer Schulsportperspektive betrachtet.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen theoretischen und empirischen Befunde zur unterrepräsentierten Sportbeteiligung zusammen und plädiert für den Schulsport als Integrationssprungbrett durch Kooperationen mit Sportvereinen.

Schlüsselwörter

Sozialisation im Sport, Schulsport, Sportvereine, Migrationshintergrund, Selbstkonzept, Motivation, sozioökonomische Ungleichheit, ethnische Diskriminierung, Geschlechtertypisierung, Körpersozialisation, sportferne Jugendliche, Sportpädagogik, Integrationsprozesse, Bildungschancen, AID:A Studie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Kinder und Jugendliche, die sportfern sind, durch den Schulsport motiviert werden können, aktiv Sport zu treiben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Sozialisation im Sport, das Selbstkonzept, empirische Befunde zur Vereinsbeteiligung sowie Barrieren wie kulturelle Unterschiede, soziale Schichten und Diskriminierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Lösungsansätze für den Schulsport zu entwickeln, um sportfernen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu regelmäßiger Bewegung und idealerweise zu Sportvereinen zu erleichtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche sowie einer Analyse quantitativer, empirischer Daten aus der AID:A-Studie (2009).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen der Sportsozialisation, das "Exercise-and-Self-Esteem"-Modell, empirische Erhebungen zum Organisationsgrad in Sportvereinen und Herausforderungen wie Diskriminierung und Ungleichheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlüsselwörter sind Schulsport, sportferne Jugendliche, Sozialisation, Migrationshintergrund, Sportverein, Diskriminierung und soziale Ungleichheit.

Welche Rolle spielt das Selbstkonzept bei der sportlichen Aktivität?

Sportliche Aktivität kann laut dem "Exercise-and-Self-Esteem"-Modell das Selbstkonzept verbessern, indem körperliche Fitness die Selbstwirksamkeit stärkt, was wiederum das physische und globale Selbstkonzept positiv beeinflusst.

Warum sind Mädchen mit Migrationshintergrund besonders im Vereinssport unterrepräsentiert?

Die Autorin hebt hervor, dass tradierte Geschlechterrollen sowie Erziehungsvorstellungen im Elternhaus dazu führen, dass Mädchen seltener an sportlichen Freizeitaktivitäten in Vereinen teilnehmen und häusliche Umgebungen bevorzugen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Förderung zum Sporttreiben von sportfremden Kindern und Jugendlichen durch den Schulsport
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,7
Autor
Erhan Kök (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V1417541
ISBN (PDF)
9783346968999
ISBN (Buch)
9783346969002
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialisation im Sport Schulsport Sportdidaktik Förderung von sportfernen Kindern und Jugendlichen Selbstkonzept Sport und Kultur Soziale Ungleichheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Erhan Kök (Autor:in), 2020, Förderung zum Sporttreiben von sportfremden Kindern und Jugendlichen durch den Schulsport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1417541
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Leseprobe aus  14  Seiten
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