Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Entwicklungspsychologie

Die Rolle des Vaters in der kindlichen Entwicklung. Einblick in historische und aktuelle Perspektiven

Titel: Die Rolle des Vaters in der kindlichen Entwicklung. Einblick in historische und aktuelle Perspektiven

Bachelorarbeit , 2019 , 40 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bianca Schreyer (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese umfassende Analyse beleuchtet die entscheidende Rolle des Vaters in der Entwicklung eines Kindes, ein Thema, das in der wissenschaftlichen Forschung lange Zeit von der Bedeutung der Mutter überschattet wurde. Ziel dieses Beitrags ist es, die Evolution der Vaterrolle von einem primären ökologischen Versorger zu einer integralen Figur in der emotionalen und psychologischen Entwicklung des Kindes zu untersuchen. Besonderes Augenmerk wird auf die Auswirkungen der Vaterabwesenheit, bedingt durch Kriege, Trennung oder Tod, gelegt. Der Artikel beleuchtet die historischen Ursprünge dieses Forschungsbereichs während des Zweiten Weltkriegs und führt die Leser durch die verschiedenen Phasen der Forschung, die die Auswirkungen der Vaterlosigkeit auf Jungen und Mädchen unterschiedlich bewerten. Dieser Beitrag liefert nicht nur einen historischen Überblick, sondern betrachtet auch, wie sich veränderte Familienbilder und Rollenvorstellungen auf das Aufwachsen ohne Vater auswirken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Psychoanalyse nach Sigmund Freud

2.1. Instanzenmodell – Es, Ich und Über-Ich

2.2. Psychosexuelle Entwicklung

3. Die Funktion des Vaters

3.1. Der reale Vater

3.2. Der symbolische Vater

3.3. Der imaginäre Vater

3.4. Entwicklung der Vaterrepräsentanz

4. Triangulierungstheorie

4.1. Präödipale Triangulierung

4.1.1. Mentalisierung

4.1.2. Spiegelung

4.1.3. Symbolisierung

4.1.4. Die Notwendigkeit des väterlichen Spiels

4.2. Einfluss der Aggression auf die Ich- und Über-Ichentwicklung der Tochter

4.3. Identifizierung

4.4. Ödipale Triangulierung

4.5. Entwicklung der weiblichen Geschlechtsidentität

4.5.1. Kern-Geschlechtsidentität

4.5.2. Geschlechtsrolle

4.5.3. Geschlechtspartner-Orientierung

5. Beziehungen vaterloser Töchter

6. Zusammenfassung

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht aus psychoanalytischer Sicht die Bedeutung des abwesenden Vaters für die psychosoziale Entwicklung der Tochter. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Auswirkungen des fehlenden väterlichen Objekts auf die Ich-Entwicklung, die Geschlechtsidentität sowie die Fähigkeit zur Aggressionssteuerung der Tochter.

  • Psychoanalytische Grundlagen (Instanzenmodell & psychosexuelle Entwicklung)
  • Die Funktion des Vaters im Dreiecksverhältnis (Triangulierung)
  • Entwicklung psychischer Repräsentanzen und Mentalisierungsfähigkeit
  • Auswirkungen väterlicher Abwesenheit auf Identitätsbildung und Aggression
  • Besonderheiten in den Beziehungen vaterloser Töchter

Auszug aus dem Buch

3.2. Der symbolische Vater

Der symbolische Vater ist das Bild oder Prinzip des Dritten, welches dem Kind unabhängig von dem realen Vater von Anfang an vermittelt wird und großen Einfluss auf die triadische Beziehungserfahrung des Kindes hat. Dabei beschränkt sich die Existenz des Dritten nicht auf die körperliche Präsenz des leiblichen Vaters.

Der symbolische Vater kann auch als Vater in der Mutter beschrieben werden. So wie der Vater körperlich in der Mutter war, um das Kind zu zeugen, muss er auch psychisch in ihr repräsentiert sein um dem Kind von Geburt an eine triadische Struktur zu vermitteln. Hat die Mutter die trianguläre Struktur verinnerlicht, kann sie den Vater psychisch als von ihr (im positiven Fall) begehrtes aber getrenntes Objekt präsentieren und sieht das Kind als gemeinsam hervorgebrachtes Drittes aus der Zweierbeziehung. Lacan Bezeichnet die Verankerung des familiären Beziehungsdreiecks in der psychischen Struktur der Mutter als strukturale Triade, die eine existentielle Voraussetzung für eine gesunde, psychische Struktur des Kindes darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Vernachlässigung der Vaterrolle in der Forschung und stellt das Ziel der Arbeit vor: die Untersuchung der Auswirkungen väterlicher Abwesenheit auf Töchter.

2. Psychoanalyse nach Sigmund Freud: Dieses Kapitel erläutert das Instanzenmodell (Es, Ich, Über-Ich) und die psychosexuellen Entwicklungsphasen als theoretische Basis für das Verständnis der weiteren Ausführungen.

3. Die Funktion des Vaters: Hier werden die drei Funktionen des Vaters – real, symbolisch und imaginär – definiert und deren Bedeutung für die Entwicklung der Vaterrepräsentanz diskutiert.

4. Triangulierungstheorie: Dieses zentrale Kapitel analysiert den Übergang von der Zweier- zur Dreierbeziehung, psychologische Konzepte wie Mentalisierung und Spiegelung sowie deren Einfluss auf die psychische Reifung.

5. Beziehungen vaterloser Töchter: Das Kapitel reflektiert, wie die Abwesenheit des Vaters die Partnerwahl und die Beziehungsgestaltung erwachsener Frauen beeinflussen kann.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die Notwendigkeit der Vaterrolle für die trianguläre Entwicklung und die psychische Stabilität.

7. Ausblick: Der Ausblick fordert eine verstärkte fachliche Aufmerksamkeit auf die Problematik vaterloser Töchter und die Implementierung präventiver Beratungsansätze.

Schlüsselwörter

Psychoanalyse, Vaterrolle, abwesender Vater, Triangulierung, Geschlechtsidentität, Ich-Entwicklung, Mentalisierung, Aggressionssteuerung, Identifizierung, Tochterentwicklung, Mutter-Kind-Dyade, Entwicklungspsychologie, Objektbeziehung, Vaterrepräsentanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die psychosozialen Auswirkungen, die das Fehlen des Vaters auf die Entwicklung einer Tochter hat, wobei psychoanalytische Konzepte im Zentrum stehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Es werden die Themen väterliche Abwesenheit, Identitätsbildung, Geschlechtsrollenentwicklung, Triangulierungsprozesse und die psychoanalytische Ich-Entwicklung behandelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein fehlender Vater das psychische Wachstum der Tochter, ihre Beziehungsfähigkeit zu Partnern und ihre interne psychische Repräsentanz beeinflusst.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse psychoanalytischer Ansätze (u.a. Freud, Lacan, Mahler, Fonagy) und deren Anwendung auf die konkrete Fragestellung.

Welche Schwerpunkte bietet der Hauptteil?

Im Hauptteil stehen die verschiedenen Vaterfunktionen, die Bedeutung der ödipalen Triangulierung und der Einfluss der väterlichen Präsenz bzw. Abwesenheit auf die Ich- und Über-Ichentwicklung der Tochter im Fokus.

Welche Keywords beschreiben das Werk am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Psychoanalyse, Vaterkomplex, Identitätsbildung, Triangulierung und Bindungstheorie charakterisieren.

Wie beeinflusst der "symbolische Vater" das Kind?

Der symbolische Vater wirkt als Prinzip eines „Dritten“, das die Symbiose zwischen Mutter und Kind auflöst und so eine gesunde Auseinandersetzung mit der Außenwelt ermöglicht.

Was bedeutet der Begriff "Triangulierung" in diesem Kontext?

Triangulierung beschreibt den notwendigen Prozess, in dem das Kind die exklusive Zweierbeziehung zur Mutter verlässt und das väterliche Element als weiteres Objekt in sein psychisches Erleben integriert.

Warum ist die "Mentalisierung" laut Arbeit wichtig?

Mentalisierung ermöglicht es dem Kind, psychische Zustände (Gedanken, Gefühle) bei sich selbst und anderen zu verstehen, was maßgeblich durch funktionierende Bindungserfahrungen zu den Eltern geprägt wird.

Welche spezifischen Risiken werden für "vaterlose Töchter" identifiziert?

Es werden Risiken wie eine erschwerte Loslösung von der Mutter, Identitätsprobleme und eine potenzielle Fixierung auf unerfüllte Liebessehnsüchte bei der späteren Partnerwahl genannt.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle des Vaters in der kindlichen Entwicklung. Einblick in historische und aktuelle Perspektiven
Hochschule
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Note
1,3
Autor
Bianca Schreyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
40
Katalognummer
V1417744
ISBN (PDF)
9783346968081
ISBN (Buch)
9783346968098
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vaterabwesenheit Psychosoziale Entwicklung Geschlechtsidentität Triangulierung Psychosexuelle Entwicklung Vaterrepräsentanz Instanzenmodell Identifizierung Beziehungen vaterloser Töchter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bianca Schreyer (Autor:in), 2019, Die Rolle des Vaters in der kindlichen Entwicklung. Einblick in historische und aktuelle Perspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1417744
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  40  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum