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My Home is My Castle. Die Rückverlagerung von Auslandsproduktion nach Deutschland

Title: My Home is My Castle. Die Rückverlagerung von Auslandsproduktion nach Deutschland

Master's Thesis , 2009 , 82 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Martina Lütkewitte (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Verlagerung von ausländischen Produktionsstätten deutscher Unternehmen zurück an ihren Heimatstandort. Nach einer kurzen Einordnung dieser Entwicklung in den thematischen und historischen Kontext werden zunächst mögliche Motive für eine Verlagerung ins Ausland betrachtet und einander gegenübergestellt. Im Anschluss werden verschiedene Gründe für die darauffolgende zweite Standortentscheidung, die Verlagerung zurück nach Deutschland, ausführlich analysiert und sowohl mit empirischen Forschungsergebnissen als auch mit Erfahrungsberichten betroffener Unternehmen untermauert. Darauf aufbauend werden Maßnahmen empfohlen, um eine Wiederholung dieser Fehler zu vermeiden und derart wichtige strategische Entscheidungen durch ausführliche Beratung und Informationsbeschaffung gründlicher vorzubereiten und gewissenhafter zu treffen. Den Abschluss bildet eine Diskussion von Alternativen zur Verlagerung, die eine neue Wahrnehmung und Wertschätzung der Potentiale des deutschen Heimatstandortes aufzeigt. Immanent erfolgt eine aktuelle Bewertung der Marke „Made in Germany“.

This paper studies the shift by German companies to relocate external production facilities back to Germany. After an explanation of the background of this recent development and a synopsis of academic research already completed, the possible motives for transferring production to another country are examined and contrasted. Following this, an extensive analysis of reasons for the subsequent second “location decision”, being the decision to return to Germany, supported by results of empirical research as well as field reports of affected companies is conducted. Consequently, several recommendations are proposed regarding policies and measures to be employed in order to avoid costly mistakes, to thoroughly prepare for such an important strategic decision and to reach it conscientiously. Building on that, alternatives to the relocation of production facilities are discussed, showing a new perception and appreciation of the potential of Germany as a business location. Immanently, a critical evaluation of the brand “made in Germany” in the global competitive marketplace is carried out.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Warum ins Ausland? – Verlagerung des Produktionsstandortes

2.1 Wie fing es an? – Vorgeschichte der Internationalisierung

2.2 Wer verlagert? – Charakterisierung typischer Verlagerer

2.3 Warum wird verlagert? – Motive für die Produktionsverlagerung

2.4 Wohin wird verlagert? – Favorisierte Zielregionen

3 Warum zurück nach Deutschland? – Rückverlagerungsgründe

3.1 Qualität

3.2 Kosten

3.2.1 Lohn

3.2.2 Schnittstellenmanagement

3.2.3 Logistik und Transport

3.2.4 Unterschätzung der Komplexität

3.3 Personal

3.4 Kultur und Sprache

3.5 Lokale Anpassung

3.6 Standortwahl

3.7 Netzwerke

3.8 Gesetzeslage

3.9 Wirtschaftskriminalität

3.10 Weitere Aspekte

4 Was hätte man besser machen können? – „Lessons learned“

4.1 Informationsbeschaffung und Beratung

4.2 Standortwahl

4.3 Personal

4.4 Kultur

4.5 Wirtschaftskriminalität

4.6 Weitere Aspekte

5 Alternativen zur Verlagerung

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit analysiert die Rückverlagerung von ausländischen Produktionsstätten deutscher Unternehmen an ihren Heimatstandort. Sie untersucht die Gründe für das Scheitern des vorherigen Auslandsengagements und beleuchtet die Motive sowie strategischen Herausforderungen, die zu der zweiten Standortentscheidung führen, um Handlungsempfehlungen für eine fundierte Vorbereitung zukünftiger Entscheidungen abzuleiten.

  • Analyse der Motive und Herausforderungen bei der Produktionsverlagerung ins Ausland
  • Untersuchung der spezifischen Rückverlagerungsgründe (z.B. Qualität, Kosten, Komplexität)
  • Bewertung der Rolle von Personal, Kultur, Sprache und Wirtschaftskriminalität bei Standortentscheidungen
  • Ableitung von "Lessons learned" zur strategischen Optimierung der Standortwahl
  • Diskussion von Alternativen zur Verlagerung und Stärkung des Standorts Deutschland

Auszug aus dem Buch

3.1 Qualität

„In den Verlagerungsländern ist offensichtlich nicht gegeben, was in Bezug auf Deutschland gemeinhin als starker Standortvorteil gilt: hohe Produktqualität“, so bringt Römer (2007: 49) den Rückverlagerungsgrund Nr. 1 (genannt von 43% der befragten Unternehmen – Kinkel, Lay 2004b: 9; Gelbrich, Greipl, Müller 2005: 100; siehe auch Hirsch-Kreinsen) auf den Punkt (Schulte 1999: 2; Müller 1996; Fleisch et al. 2004: 9; Hölper 2008; Specht, Lutz 2007: 45). Zu diesem Ergebnis kamen auch Kinkel, Lay und Maloca (2004: 30) in ihrer Untersuchung der Rückverlagerungsgründe von 69 betroffenen Unternehmen im Zeitraum von 2001 bis 2003 (siehe Tabelle 1).

Seith (2008) berichtet vom Plüschtierhersteller Steiff, der motiviert durch niedrige Kosten seine Produktion nach China verlagerte, dort aber mit massiven Qualitätsproblemen konfrontiert wurde und feststellen musste, dass China „für Premiumprodukte […] einfach nicht kalkulierbar“ (ibid.) ist.

Abgesehen von der eigentlichen Herstellung eigener Produkte lassen sich aufgrund der niedrigen Lohnkosten in China beispielsweise auch beim Einkauf von Vorprodukten aus lokaler Fertigung erhebliche Einsparungen realisieren (Holtbrügge, Puck 2008: 132f.). Hier ist allerdings Vorsicht im Bezug auf die Qualität der Produkte geboten und es sind hohe Ausgaben im Qualitätsmanagement nötig (Dierig 2008), um nicht im schlimmsten Fall einen wichtigen Auftrag nicht erfüllen zu können (Schulte 2002: 196).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Tendenz deutscher Unternehmen, zuvor ins Ausland verlagerte Produktionen wieder nach Deutschland zurückzuführen, und skizziert die Problematik bei der Erforschung dieses Phänomens.

2 Warum ins Ausland? – Verlagerung des Produktionsstandortes: Dieses Kapitel betrachtet die historischen Hintergründe der Internationalisierung sowie die treibenden Motive, wie Kostenreduktion, Markterschließung oder Zugang zu Know-how, die zur Verlagerung in ausländische Standorte führen.

3 Warum zurück nach Deutschland? – Rückverlagerungsgründe: Hier werden die vielfältigen Gründe für das Scheitern von Auslandsengagements analysiert, wobei Faktoren wie mangelnde Qualität, unterschätzte Kosten und Komplexität, Personalfragen sowie kulturelle Barrieren detailliert untersucht werden.

4 Was hätte man besser machen können? – „Lessons learned“: Dieses Kapitel bietet eine strategische Aufarbeitung, wie Unternehmen durch bessere Informationsbeschaffung, fundierte Standortwahl und Personalstrategien Fehlentscheidungen bei der Internationalisierung vermeiden können.

5 Alternativen zur Verlagerung: Es werden Optimierungspotenziale am Heimatstandort diskutiert und Alternativen aufgezeigt, wie durch Kooperationen und moderne Managementansätze Wettbewerbsvorteile ohne Verlagerungsrisiken erzielt werden können.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Standortentscheidungen ganzheitlich und unter Berücksichtigung dynamischer Rahmenbedingungen zu treffen, wobei stetige Veränderung als dauerhafter Prozess begriffen wird.

Schlüsselwörter

Rückverlagerung, Internationalisierung, Standort Deutschland, Produktionsverlagerung, Supply Chain Management, Qualitätsmanagement, Outsourcing, Insourcing, Strategisches Management, Fachkräftemangel, Interkulturelle Kompetenz, Globalisierung, Kosteneffizienz, Standortentscheidung, Made in Germany.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rückverlagerung von Produktionsstätten deutscher Unternehmen aus dem Ausland zurück nach Deutschland und analysiert die Gründe für diesen Prozess.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Arbeit deckt die Motive der ursprünglichen Verlagerung, die Gründe für das Scheitern im Ausland, die Herausforderungen bei der Rückverlagerung sowie strategische Empfehlungen zur Standortplanung ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die "unsichtbaren" oder oft verschwiegenen Rückverlagerungsgründe systematisch zu analysieren und Handlungsempfehlungen zu geben, um Fehlentscheidungen bei künftigen strategischen Standortfragen zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der vorhandenen Managementliteratur, empirische Studien (insbesondere des Fraunhofer ISI) sowie die Auswertung von Fallbeispielen und eigenen Erfahrungsberichten.

Welche Themen behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die Motive der Verlagerung, die vielfältigen Gründe für die Rückkehr (z.B. Qualitätsprobleme, unterschätzte Kosten, kulturelle Schwierigkeiten) und leitet daraus "Lessons learned" sowie Alternativen zur Verlagerung ab.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rückverlagerung, Standortentscheidung, Globalisierung, Outsourcing, Wettbewerbsfähigkeit und Standort Deutschland geprägt.

Warum spielt das Thema "Qualität" eine so große Rolle für die Rückverlagerung?

Qualität ist oft der meistgenannte Grund für eine Rückverlagerung, da viele Unternehmen feststellen müssen, dass der als deutscher Standortvorteil geltende hohe Qualitätsstandard im Ausland nicht ohne massiven Mehraufwand oder Zusatzkosten zu erreichen ist.

Was besagt das "Standortparadoxon" im Kontext der Arbeit?

Das Standortparadoxon beschreibt den Widerspruch, dass trotz einer global vernetzten Wirtschaft die spezifische Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens oft weiterhin stark von der regionalen Einbindung und lokalen Netzwerken am Heimatstandort abhängt.

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Details

Title
My Home is My Castle. Die Rückverlagerung von Auslandsproduktion nach Deutschland
College
University of Paderborn  (Management)
Course
-
Grade
1,2
Author
Martina Lütkewitte (Author)
Publication Year
2009
Pages
82
Catalog Number
V141815
ISBN (eBook)
9783640514090
ISBN (Book)
9783640515127
Language
German
Tags
Rückverlagerung Auslandsproduktion Relocation Heimatstandort Standortdebatte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Lütkewitte (Author), 2009, My Home is My Castle. Die Rückverlagerung von Auslandsproduktion nach Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141815
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