Eine gut geplante Sequenz und Stunde kann dabei helfen, die Stunde/Sequenz effektiver zu gestalten und das Erreichen der Ziele zu erleichtern. Aus diesem Grund möchte ich in der vorliegenden Arbeit meine Sequenz- und Stundenplanung im Fach Werte und Normen in einem 12. Jahrgang vorstellen. Das übergeordnete Thema dieser Planung ist „Tod und Sterben“ mit besonderem Bezug auf die Sterbehilfe. Tod und Sterben werden alle Menschen, früher oder später, betreffen, weshalb es wichtig ist, die Schüler:innen auf dieses Thema zu sensibilisieren und Ihnen den Umgang damit zu erleichtern. Des Weiteren sollen die Schüler:innen auf die Sterbehilfe aufmerksam gemacht werden, welche zum immer mal wieder in den Fokus rückt. Dabei möchte ich im Folgendem genauer auf die Lerngruppe und deren Zusammensetzung eingehen und mich dann der Grobplanung der Unterrichtssequenz widmen. Nach dieser Grobplanung werde ich mich der vorletzten Stunde, also der Vertiefungs- /Transferstunde widmen, die ich detailliert geplant habe. Nach dieser Detailplanung begründe und reflektiere ich mein Vorgehen und führe eine philosophische Analyse sowie Einordnung durch.
Das Lernziel dieser Stunde ist, dass die Schüler:innen ihre Meinung argumentativ begründen können und ihr Verhalten im Zusammenhang mit dem Thema Sterbehilfe reflektieren. Die vorrangig geförderte Kompetenz in dieser Stunde ist die Diskussionskompetenz. Die Schüler:innen lernen anhand der Debatte eine Meinung mit Argumenten zu begründen und über das Thema der Sterbehilfe zu diskutieren. Wichtig ist, dass die Schüler:innen nicht nur über die Thematik diskutieren, sondern auch im Nachhinein ihr Verhalten reflektieren können. Eine der zentralsten Kompetenzen, die durch den Ethikunterricht gefördert werden sollen, ist die des Argumentierens, welche in dieser Stunde vorrangig gefördert wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Angaben zur Lerngruppe
3 Grobplanung einer Unterrichtssequenz
3.1 geförderte Kompetenzen
3.2 Skizzierung der Planung
4 Detailplanung einer Unterrichtsstunde
4.1 geförderte Kompetenzen/Lernziel
4.2 Skizzierung der Stundenplanung
5 Begründung des methodisch-didaktischen Vorgehens und des Materials
5.1 Begründung des Vorgehens
5.2 Reflexion von Schwierigkeiten und Alternativen
6 Philosophische Analyse und Einordnung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine strukturierte Unterrichtssequenz und eine spezifische Detailplanung für das Fach "Werte und Normen" in einer 12. Jahrgangsstufe zu entwickeln, um Schülerinnen und Schüler auf ethisch fundierte Weise für die Thematik "Tod, Sterben und Sterbehilfe" zu sensibilisieren und ihre Diskussions- sowie Urteilskompetenz zu fördern.
- Didaktische Planung einer Unterrichtssequenz zum Thema Sterbehilfe
- Methodische Umsetzung durch ein Rollenspiel (Debatte)
- Förderung der Urteils- und Diskussionskompetenz in der Sekundarstufe II
- Reflexion der rechtlichen Grundlagen und philosophischen Aspekte der Sterbehilfe
- Einsatz von Präkonzepterhebung und Fragenparkplätzen zur dynamischen Unterrichtsgestaltung
Auszug aus dem Buch
3.2 Skizzierung der Planung
Zunächst gibt es in der Sequenz eine Einführungsstunde in das Thema Sterben. Diese beginnt mit dem einer Karikatur die sich „die letzte Tupperparty“ nennt, mit dem sich die Schüler:innen selber das Thema älter werden und sterben erarbeiten. Nach diesem gemeinsam erarbeiteten Einstieg möchte ich den Schüler:innen einen Einblick in die Sequenz geben, da es mir super wichtig ist, dass diese verstehen, wo sie am Ende der Sequenz stehen sollte und was diese können sollten. Dieses würde ich anhand einer Bausteinabbildung darstellen, sodass klar wird, dass die verschiedenen Unterrichtsstunden aufeinander aufbauen. Für diese Stunde erstelle ich ein Arbeitsblatt, in dem ich mir die von Zimmermann vorgestellte Präkonzepterhebung zu Nutze mache. Ich möchte in diesem Vorgang wissen, ob die Schüler:innen schon Berührungspunkte mit dem Thema hatten und inwieweit diese sie zuvor schon geprägt haben, z.B. das älter werden der Oma, das Lügen der Mama über ihr Alter, etc. Mein Fokus liegt dabei darauf, herauszufinden, ob das Thema Sterben für die Schüler:innen negativ konotiert ist oder ob sie dem Thema offen gegenüber stehen, um selber festzustellen, wie ich mit den Schüler:innen das Thema erarbeiten kann, um mein Vorgehen notfalls anzupassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Themas "Tod und Sterben" im Fach Werte und Normen und definiert das Ziel der Arbeit, eine praxisnahe Unterrichtssequenz für die 12. Jahrgangsstufe zu planen.
2 Angaben zur Lerngruppe: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturelle und leistungsbezogene Zusammensetzung der Lerngruppe, die aus 18 leistungshomogenen Schülerinnen und Schülern besteht.
3 Grobplanung einer Unterrichtssequenz: Es werden die didaktischen Ziele der Sequenz dargelegt, geförderte Kompetenzen definiert und ein tabellarischer sowie grafischer Überblick über den Sequenzverlauf gegeben.
4 Detailplanung einer Unterrichtsstunde: Hier erfolgt die konkrete methodisch-didaktische Ausarbeitung einer ausgewählten Unterrichtsstunde, fokussiert auf die Diskussionskompetenz mittels einer fiktiven ARD-Debatte.
5 Begründung des methodisch-didaktischen Vorgehens und des Materials: Dieses Kapitel liefert die fachdidaktische Begründung für den Einsatz des Rollenspiels und reflektiert mögliche Schwierigkeiten bei der Durchführung sowie alternative Lösungsansätze.
6 Philosophische Analyse und Einordnung: Die Arbeit schließt mit einer philosophischen und rechtlichen Einordnung der verschiedenen Formen der Sterbehilfe (Tötung auf Verlangen, Suizidbeihilfe, etc.) ab.
Schlüsselwörter
Sterbehilfe, Werte und Normen, Ethik, Unterrichtsplanung, Diskussionskompetenz, Urteilskompetenz, Sekundarstufe II, Rollenspiel, Suizidbeihilfe, Präkonzepterhebung, Lebensende, Argumentation, Didaktik, Medizinalethik, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit fokussiert sich auf die didaktische Planung einer Unterrichtssequenz im Fach Werte und Normen zum Thema Tod, Sterben und Sterbehilfe für die 12. Jahrgangsstufe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen und ethischen Aspekte der Sterbehilfe, die Entwicklung der Argumentationsfähigkeit sowie die Sensibilisierung für ein gesellschaftlich relevantes Grenzthemen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern durch eine strukturierte Planung zu befähigen, ethische Dilemmata am Lebensende zu verstehen und ein begründetes Urteil zu fällen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Unterrichtsgestaltung basiert primär auf dem rollenpädagogischen Konzept der Debatte (Rollenspiel) sowie einer fachwissenschaftlichen Einordnung der Sterbehilfe-Problematik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Grob- und Detailplanung, die Begründung des methodischen Vorgehens sowie eine kritische Reflexion und eine abschließende philosophische Einordnung der Materie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird charakterisiert durch Begriffe wie Sterbehilfe, Urteilskompetenz, Debatte, Werte und Normen, Sekundarstufe II und ethische Fallbeispiele.
Wie werden introvertierte Schülerinnen und Schüler einbezogen?
Durch den Einsatz von Beobachtungsbögen während der Debatte erhalten auch nicht aktiv diskutiere, introvertierte Schülerinnen und Schüler eine strukturierte Teilhabeaktivität.
Warum wird ein Fragenparkplatz eingesetzt?
Der Fragenparkplatz dient zur fortlaufenden Sammlung von Unklarheiten während der Sequenz, um so dem Lehrer zu ermöglichen, den Unterrichtsfluss und die Inhalte den Bedürfnissen der Klasse anzupassen.
- Arbeit zitieren
- Lisa Bulczak (Autor:in), 2023, Unterrichtsentwurf zum Thema Tod und Sterbehilfe (12. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1418737