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Sexualität und geistige Behinderung

Unter besonderer Berücksichtigung sexueller Gewalt

Titel: Sexualität und geistige Behinderung

Diplomarbeit , 2009 , 114 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Maria-Isabel Maronn (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit widmet sich folgenden Fragestellungen:
Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich bei der Entwicklung der eigenen Sexualität für Menschen mit geistiger Behinderung?
Lässt sich ein Zusammenhang zwischen geistiger Behinderung und dem Opferstatus bezüglich sexueller Gewalt herstellen?
Inwiefern wird das Recht auf die selbstbestimmte sexuelle Auslebung und die sexuelle Gewalt im Zusammenhang mit Menschen mit geistiger Behinderung in der Gesetzgebung thematisiert?
In welcher Weise geht die Pädagogik auf die Situation der Jugendlichen mit geistiger Behinderung ein?
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird die Situation von Menschen mit geistiger Behinderung auch im Hinblick auf die Entwicklung ihrer Sexualität behandelt, und es wird der Bezug zwischen geistiger Behinderung und sexueller Gewalt hergestellt. Die Auseinandersetzung mit den vorangegangenen Fragestellungen bedarf im Vorfeld der Beschäftigung mit anderen Themenbereichen, die innerhalb des strukturellen Verlaufs der Arbeit dargestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Persönliche Motivation

1.2. Inhaltlicher und struktureller Überblick

2. Geistige Behinderung

2.1. Definitionen der geistigen Behinderung

2.2. Ursachen geistiger Behinderung

2.2.1. Pränatale Ursachen geistiger Behinderung

2.2.2. Perinatale Entstehung geistiger Behinderung

2.2.3. Postnatale Entstehung geistiger Behinderung

2.3. Das soziokulturelle Umfeld und geistige Behinderung

2.3.1. Einstellungen gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung

2.3.2. Möglichkeiten zur Veränderung der Einstellungen gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung

2.4. Leitideen der Geistigbehindertenpädagogik

2.4.1. Normalisierungsprinzip

2.4.2. Empowerment

2.4.3. Integration und Inklusion

2.4.3.1. Integration

2.4.3.2. Inklusion

2.5. Grundrecht auf Sexualität

2.6. Zusammenfassung

3. Sexualität

3.1. Definitionen

3.2. Das Sexualverhalten und seine Entwicklung

3.2.1. Die Entwicklung der drei Ebenen des Geschlechts

3.2.2. Die Entwicklung der sexuellen Orientierung

3.2.2.1. Biologie und sexuelle Orientierung

3.2.2.2. Umwelt und sexuelle Orientierung

3.3. Pubertät und die mit ihr einhergehenden Entwicklungsaufgaben

3.3.1. Veränderungen des Körpers sowie des Gemütszustands

3.3.2. Die Entwicklung der eigenen Identität sowie der mit ihr einhergehenden sexuellen Identität

3.4. Zusammenfassung

4. Sexualität und geistige Behinderung

4.1. Die Besonderheiten der Entwicklung der eigenen Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung

4.2. Behinderung und ihr Einfluss auf das sexuelle Erleben

4.3. Zusammenfassung

5. Sexuelle Gewalt

5.1. Definitionen

5.2. Täterprofile im Bereich der mit Körperkontakt einhergehenden sexuellen Gewalt

5.3. Das Verhalten des Opfers während eines sexuellen Übergriffs

5.4. Folgen für die Opfer sexueller Gewalt

5.4.1. Psychosomatische Folgen

5.4.2. Psychische sowie psychosoziale Folgen

5.5. Verstöße gegen die sexuelle Selbstbestimmung in Deutschland

5.6. Zusammenfassung

6. Sexuelle Gewalt und geistige Behinderung

6. 1. Forschungsergebnisse

6.2. Beziehung zwischen geistiger Behinderung und Opferstatus

6.3. Strafrechtliche Verfolgung

6.4. Verbindung zwischen geistiger Behinderung und der Beurteilung strafrechtlich zu verfolgenden Verhaltens

6.4.1. Verfassung des Opfers

6.4.2. Position des Opfers

6.5. Selbstbestimmung und das Sexualstrafrecht

6.6. Zusammenfassung

7. Prävention sexueller Gewalt bei Menschen mit geistiger Behinderung

7.1. Begründung einer speziell für Menschen mit geistiger Behinderung ausgerichteten Prävention sexueller Gewalt

7. 2. Sexuelle Gewalt als Thema in der Sexualerziehung

7.3. Prävention sexueller Gewalt in Institutionen

7.4. Rückfallprävention in der Psychotherapie

7.5. Zusammenfassung

8. Sexualerziehung für Menschen mit geistiger Behinderung: pädagogische Konsequenz

8.1. Begründung einer Sexualerziehung für Menschen mit geistiger Behinderung

8.2. Verschiedene Ansätze der Sexualerziehung

8.3. Themenbereiche der interaktiv-kommunikativen Sexualerziehung

8.4. Zusammenfassung

9. Reflexion und Interpretation

9.1. Diskriminierung von Menschen mit geistiger Behinderung

9.2. Geistige Behinderung und Schwierigkeiten in der sexuellen Entwicklung

9.3. Sexuelle Gewalt und geistige Behinderung

9.3.1. Geistige Behinderung und Opferstatus

9.3.2. Rechtslage zur sexuellen Gewalt und der selbstbestimmten Sexualität in Bezug auf Menschen mit geistiger Behinderung

9.4. Die interaktiv-kommunikative Sexualerziehung als pädagogische Konsequenz aus den Lebensumständen von Menschen mit geistiger Behinderung

9.5. Prävention sexueller Gewalt an Menschen mit geistiger Behinderung – Forderungen

10. Fazit

11. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der sexuellen Entwicklung von Menschen mit geistiger Behinderung und analysiert den Zusammenhang zwischen geistiger Behinderung und dem Risiko, Opfer sexueller Gewalt zu werden. Ziel ist es, pädagogische Ansätze, insbesondere die Sexualerziehung und Präventionsmaßnahmen, unter Berücksichtigung der speziellen Lebensumstände und Bedürfnisse dieser Personengruppe zu beleuchten.

  • Entwicklung von Sexualität und sexueller Identität bei Menschen mit geistiger Behinderung
  • Analyse des Opferstatus und strafrechtliche Aspekte sexueller Gewalt
  • Bedeutung von Empowerment, Inklusion und dem Normalisierungsprinzip
  • Konzeptionen der Sexualerziehung als pädagogische Konsequenz
  • Präventionsstrategien in Institutionen und Rückfallprävention

Auszug aus dem Buch

Die Besonderheiten der Entwicklung der eigenen Sexualität bei Menschen mit geistiger Behinderung

Die Sexualität von Menschen mit geistiger Behinderung wird von vielen tabuisiert, da diese in der Gesellschaft als Wesen mit entweder zu starkem oder gar keinem sexuellen Trieb verkannt werden.149

Die Bildung dieser Vorurteile kann unter anderem auch in den Verständigungsweisen der Menschen mit geistiger Behinderung begründet liegen. Ist es den Menschen nicht mehr möglich, über die Sprache mit anderen in Kontakt zu treten, so wird die Kommunikation durch Körperkontakt gesucht, was oft als sexueller Annäherungsversuch missgedeutet wird.150

Die allgemein verzögerte Entwicklung von Menschen mit geistiger Behinderung lässt auch auf deren später eintretende sexuelle Entwicklung schließen; damit einhergehend ist ein verzögertes Auftreten des Schamgefühls sehr wahrscheinlich. Viele Jugendliche mit geistiger Behinderung verhalten sich folglich ihrem eigenen Körper gegenüber auch in der Öffentlichkeit sehr frei, was von ihren Mitmenschen als sehr störend empfunden wird.

Die sexuelle Reifung erlebt dagegen bei der Mehrheit der Menschen mit geistiger Behinderung im Vergleich zu den Menschen ohne Behinderung keine Verzögerung. Dies verdeutlicht den großen Unterschied zwischen der körperlichen und der geistigen Entwicklung, wodurch die körperlichen Veränderungen von den Jugendlichen mit geistiger Behinderung als sehr irritierend wahrgenommen werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Themenwahl und gibt einen strukturellen Überblick über die Arbeit und ihre zentrale Forschungsfrage nach Sexualität und Gewalt bei Menschen mit geistiger Behinderung.

2. Geistige Behinderung: Dieses Kapitel definiert geistige Behinderung, beleuchtet ihre Ursachen sowie das soziokulturelle Umfeld und stellt zentrale Leitideen wie das Normalisierungsprinzip und Empowerment vor.

3. Sexualität: Es erfolgt eine allgemeine Einführung in die menschliche Sexualität, ihre Definitionen, die Entwicklung des Sexualverhaltens sowie die Bedeutung von Adoleszenz und Identitätsfindung.

4. Sexualität und geistige Behinderung: Hier werden die spezifischen Entwicklungsschwierigkeiten und die Einflüsse von Behinderungen auf das sexuelle Erleben bei Menschen mit geistiger Behinderung thematisiert.

5. Sexuelle Gewalt: Dieses Kapitel widmet sich den Definitionen sexueller Gewalt, Täterprofilen sowie dem Verhalten und den Folgen für Opfer sexueller Gewalt im Allgemeinen.

6. Sexuelle Gewalt und geistige Behinderung: Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen geistiger Behinderung und einem erhöhten Risiko für den Opferstatus sowie die Problematik der strafrechtlichen Verfolgung.

7. Prävention sexueller Gewalt bei Menschen mit geistiger Behinderung: Das Kapitel begründet die Notwendigkeit spezieller Prävention und diskutiert Maßnahmen in Institutionen sowie die Rückfallprävention bei Straftätern.

8. Sexualerziehung für Menschen mit geistiger Behinderung: pädagogische Konsequenz: Es werden Ansätze und Themenbereiche der interaktiv-kommunikativen Sexualerziehung als pädagogische Antwort auf die Lebensumstände der Betroffenen dargelegt.

9. Reflexion und Interpretation: Eine kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Diskriminierung, den Schwierigkeiten der sexuellen Entwicklung und den Anforderungen an Prävention und Bildung.

10. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Dringlichkeit eines gesellschaftlichen Wandels für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit geistiger Behinderung.

11. Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Sexualität, geistige Behinderung, sexuelle Gewalt, Sexualpädagogik, Empowerment, Normalisierungsprinzip, sexuelle Selbstbestimmung, Inklusion, Opferstatus, Prävention, Sexualerziehung, Adoleszenz, Straftäter, Diskriminierung, Behindertenhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Sexualität von Menschen mit geistiger Behinderung und den damit verbundenen besonderen Herausforderungen sowie der Gefahr, Opfer sexueller Gewalt zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Sexualität, den gesellschaftlichen Einstellungen gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung, dem Schutz vor sexueller Gewalt und pädagogischen Konsequenzen durch Sexualerziehung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, die Situation von Menschen mit geistiger Behinderung im Kontext ihrer sexuellen Entwicklung zu verstehen und Wege aufzuzeigen, wie sexuelle Selbstbestimmung gefördert und Schutz vor Missbrauch institutionalisiert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Die Arbeit stützt sich auf heil- und sonderpädagogische Ansätze sowie Konzepte der Sexualpädagogik und bezieht rechtswissenschaftliche Perspektiven in Bezug auf das Strafrecht ein.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu geistiger Behinderung und Sexualität, die Analyse der spezifischen Problemlagen bei Gewalt gegen Menschen mit geistiger Behinderung sowie pädagogische Konzepte zur Prävention und Sexualerziehung.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Sexualität, geistige Behinderung, Empowerment, sexuelle Gewalt, Inklusion und Sexualerziehung.

Warum ist das "Normalisierungsprinzip" für diese Arbeit wichtig?

Es bildet die Basis für die Forderung, dass Menschen mit geistiger Behinderung ein Leben führen können, das sich in seinem Ablauf und seiner Qualität an den Bedingungen der Menschen ohne Behinderung orientiert.

Welche Rolle spielt die "Sexualerziehung" bei der Prävention?

Sexualerziehung dient nicht nur der Wissensvermittlung, sondern soll das Selbstbewusstsein stärken, um Gefahrensituationen besser zu erkennen und sich gegenüber Grenzüberschreitungen abzugrenzen.

Ende der Leseprobe aus 114 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sexualität und geistige Behinderung
Untertitel
Unter besonderer Berücksichtigung sexueller Gewalt
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,3
Autor
Maria-Isabel Maronn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
114
Katalognummer
V141903
ISBN (eBook)
9783640515509
ISBN (Buch)
9783640515240
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geistige Behinderung Sexualität sexuelle Gewalt geistige Behinderung Sexualität geistig behindert Sexualität geistige Behinderung sexuelle Gewalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria-Isabel Maronn (Autor:in), 2009, Sexualität und geistige Behinderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141903
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  114  Seiten
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