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Soziale Herkunft: Ein entscheidender Faktor auf dem Bildungsmarkt? Bourdieus Kapitaltheorie

Title: Soziale Herkunft: Ein entscheidender Faktor auf dem Bildungsmarkt? Bourdieus Kapitaltheorie

Term Paper , 2012 , 10 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Keno Dietrich (Author)

Sociology - Miscellaneous
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Die vorliegende Arbeit ist als theoretisches Grundgerüst zur Erforschung von Bildungsungleichheiten am ersten Bildungsübergang der BRD zu verstehen. Als theoretische Basis dient hierbei die Ungleichheitstheorie Pierre Bourdieus sowie die auf Raymond Boudon zurückgehende Unterscheidung zwischen primären und sekundären Effekten der sozialen Herkunft. Aus Platzgründen ist der Rückgriff auf empirisches Material nicht möglich. Die zum Schluss, aus der Theorie heraus, formulierten
Hypothesen bieten lediglich erste Überlegungen, die der weiteren Erforschung am empirischen Material bedürfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Pierre Bourdieu: Ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital

2.1 Das symbolische Kapital

2.2 Habitus, sozialer Raum und soziale Felder

3 Primäre und sekundäre Effekte sozialer Herkunft

4 Hypothesengenerierung

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung von Bildungsungleichheiten am ersten Bildungsübergang in der Bundesrepublik Deutschland unter Rückgriff auf die Ungleichheitstheorie von Pierre Bourdieu sowie die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Herkunftseffekten nach Raymond Boudon.

  • Grundlagen der Kapitalformen nach Pierre Bourdieu (ökonomisches, kulturelles, soziales und symbolisches Kapital).
  • Analyse des Habitus-Konzepts und dessen Bedeutung für soziale Positionierungen im sozialen Raum.
  • Unterscheidung und Wirkweise von primären und sekundären Herkunftseffekten bei Bildungsentscheidungen.
  • Formulierung theoretischer Hypothesen zur intergenerationalen Vermittlung von Bildung.
  • Diskussion institutioneller Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf Bildungsungleichheiten.

Auszug aus dem Buch

Pierre Bourdieu: Ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital

In Anlehnung an die Ungleichheitstheorien von Karl Marx und Max Weber löst sich Pierre Bourdieu in seiner Theorie der sozialen Ungleichheiten von der Fixierung auf die rein ökonomische Kapitalansicht. Er erweitert den marxschen Kapitalbegriff um zwei weitere Oberkategorien: Das kulturelle und das soziale Kapital, denn „Es ist nur möglich, der Struktur und dem Funktionieren der gesellschaftlichen Welt gerecht zu werden, wenn man den Begriff des Kapitals in all seinen Erscheinungsformen einführt, (...).“ (Bourdieu 2005, S. 50; H.i.O.)

Unter ökonomischem Kapital versteht Bourdieu, ähnlich dem klassischen marxschen Verständnis, in erster Linie Eigentum und Vermögen. Es zeichnet sich durch eine hohe Transformierbarkeit in Geld aus und „lässt sich unter bestimmten Voraussetzungen auch aus den beiden anderen Kapitalarten bilden.“ (Maaz 2006, S. 55)¹

„Ökonomisches Kapital garantiert für sich alleine genommen noch keine Machtposition bzw. keine Machtposition mehr: erst dann, wenn es mit den beiden anderen Kapitalformen einhergeht, kann jemand wirkliche Macht ausüben. Diese beiden anderen Kapitalformen nennt Bourdieu das kulturelle Kapital und das soziale Kapital.“ (Treibel 2006, S. 229)

Bezüglich des kulturellen Kapitals unterscheidet Bourdieu zwischen:

• inkorporiertem

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Bildungsungleichheit ein und stellt die theoretische Basis durch Bourdieu und Boudon vor.

2 Pierre Bourdieu: Ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital: Hier werden die verschiedenen Kapitalformen definiert, die für die soziale Ungleichheit und Machtverteilung maßgeblich sind.

2.1 Das symbolische Kapital: Dieses Kapitel erläutert, wie das Gesamtkapital innerhalb eines Feldes als Status bzw. Machtfaktor fungiert.

2.2 Habitus, sozialer Raum und soziale Felder: Hier wird der Habitus als vermittelndes Element zwischen Sozialisation und gesellschaftlicher Positionierung im sozialen Raum erklärt.

3 Primäre und sekundäre Effekte sozialer Herkunft: Dieses Kapitel differenziert zwischen langfristigen Kompetenzunterschieden und kurzfristigen Entscheidungsunterschieden am Bildungsübergang.

4 Hypothesengenerierung: Basierend auf den vorherigen Theorien werden drei Hypothesen zur intergenerationalen Bildungsvermittlung, zum Statuserhalt und zur institutionellen Steuerung aufgestellt.

5 Fazit und Ausblick: Eine zusammenfassende Einschätzung der untersuchten Effekte und ein Ausblick auf die empirische Überprüfbarkeit der Thesen.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Soziale Herkunft, Pierre Bourdieu, Primäre Herkunftseffekte, Sekundäre Herkunftseffekte, Ökonomisches Kapital, Kulturelles Kapital, Soziales Kapital, Symbolisches Kapital, Habitus, Rational-Choice-Theorie, Soziale Felder, Bildungsübergang, Statuserhalt, Institutionelle Rahmenbedingungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Explikation von Bildungsungleichheiten beim Übergang von der Grundschule in weiterführende Schulformen in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu, die Wirkungsweise von Bildungsentscheidungen nach Boudon sowie der Einfluss von Habitus und sozialen Feldern auf den Bildungserfolg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein theoretisches Grundgerüst für die Erforschung der Bildungsungleichheit zu schaffen und Hypothesen zu formulieren, die durch empirische Studien weiter untersucht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Herleitung verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse soziologischer Fachliteratur, insbesondere die Theorien von Pierre Bourdieu und Raymond Boudon, um Hypothesen zur Entstehung von Bildungsungleichheit zu generieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Kapitalformen, des Habitus-Konzepts sowie der Unterscheidung von primären und sekundären Herkunftseffekten, gefolgt von konkreten Hypothesen für weiterführende Forschung.

Welche Schlüsselwörter kennzeichnen die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Bildungsungleichheit, Kapitalformen, Habitus, primäre und sekundäre Herkunftseffekte sowie der soziale Raum.

Warum unterscheidet Bourdieu zwischen verschiedenen Kapitalformen?

Bourdieu erweitert den marxschen Kapitalbegriff, da er für eine umfassende Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse über reinen ökonomischen Besitz hinaus auch kulturelle und soziale Kapitalressourcen für notwendig hält, um Machtpositionen zu erklären.

Worin besteht der theoretische Unterschied zwischen primären und sekundären Herkunftseffekten?

Primäre Effekte beziehen sich auf das unterschiedliche Leistungsniveau aufgrund der Herkunft, während sekundäre Effekte die unterschiedlichen Bildungsentscheidungen trotz gleicher Leistungen beschreiben.

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Details

Title
Soziale Herkunft: Ein entscheidender Faktor auf dem Bildungsmarkt? Bourdieus Kapitaltheorie
College
University of Bremen
Grade
1,3
Author
Keno Dietrich (Author)
Publication Year
2012
Pages
10
Catalog Number
V1419097
ISBN (PDF)
9783346972057
Language
German
Tags
soziale herkunft faktor bildungsmarkt bourdieus kapitaltheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Keno Dietrich (Author), 2012, Soziale Herkunft: Ein entscheidender Faktor auf dem Bildungsmarkt? Bourdieus Kapitaltheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1419097
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