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Georg Elser. Motive, Vorgehen und Folgen seines Hitler-Attentats

Título: Georg Elser. Motive, Vorgehen und Folgen seines Hitler-Attentats

Trabajo Escrito , 2020 , 27 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Katharina Schneider (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
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Diese Arbeit behandelt folgende Forschungsfragen: Wer war Georg Elser, dieser einfache Schreiner von der Schwäbischen Alb, der früher als die meisten anderen die Gefahr, die von Hitler und seinem Regime ausging, erkannte? Wie kam es, dass er den Entschluss fasste zu handeln, als der Rest der Deutschen mit dem Regime mitlief oder schwieg? Wurde er vom Britischen Geheimdienst zu dieser Tat instrumentalisiert? Hatte er den Anschlag im Auftrag der Nazis begangen, damit diese ihn für Propagandazwecke nutzen konnten? Oder war er tatsächlich ein Einzeltäter gewesen?

Neben den Motiven Elsers, seinem Vorgehen und den Folgen seiner Tat soll sich diese Arbeit mit dem langen, steinigen Weg Elsers in das öffentliche Bewusstsein der Deutschen befassen. Wenn überhaupt die Rede von Elser war, dann waren es wilde Gerüchte oder Falschmeldungen. Diese verschiedenen Gerüchte und Lügen über den Hitler-Attentäter aus der Nachkriegszeit werden dargelegt und anschließend wird analysiert, aus welchem Grund es so viele Jahre dauerte, bis der Widerständler seinen angemessenen Platz in der Geschichte fand.

Es gilt anzumerken, dass der Schwerpunkt dieser Arbeit auf den späteren Diskussionen rund um Elsers Attentat und seinem langen Weg zu Rehabilitierung liegt. Aus diesem Grund werden nur die Schlüsselmomente Elsers Leben aufgeführt, die ihn schlussendlich zu seiner Tat brachten.

Im didaktischen Teil der Arbeit wird diskutiert, inwiefern es sinnvoll ist, den Widerständler Georg Elser im Geschichtsunterricht zu behandeln. Hier soll deutlich werden, welche Schlüsse SchülerInnen (SuS) aus seinem Leben ziehen können und was solch eine Thematik sie für ihre Gegenwart und Zukunft lehren kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition „Widerstand“

3. Ausgangssituation im „Dritten Reich“

3.1 Die Zerstörung der Demokratie

3.2 Württemberg nach der „Machtübernahme“

4. Georg Elsers Leben

4.1 Georg Elsers Leben vor dem Attentat

4.2 Elsers Entscheidung zum Attentat

4.3 Georg Elsers Leben nach dem Attentat

5. Analyse des langen Wegs zur Rehabilitierung des Hitler-Attentäters

5.1 Die späte Anerkennung Georg Elsers

5.2 „Attentatshausen“

5.3 Ist die Heroisierung Elsers berechtigt?

6. Didaktischer Teil

6.1 Didaktische Überlegungen: Was können die SuS aus dem Leben Elsers lernen?

6.2 Einordnung in den Bildungsplan

7. Fazit

8. Literatur und Internetquellen

8.1 Literatur

8.2 Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für die verzögerte historische Anerkennung des Hitler-Attentäters Georg Elser und analysiert, warum seine Tat nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland lange Zeit auf Ablehnung oder Gerüchte stieß, anstatt als Widerstand gegen das Unrechtsregime gewürdigt zu werden.

  • Biografie und Motivation von Georg Elser als Einzeltäter.
  • Analyse der Nachkriegsdarstellungen und Mythen über den Anschlag.
  • Die langwierige Rehabilitierung Elsers im öffentlichen Bewusstsein.
  • Diskussion über die moralische Legitimität und Heroisierung von Elsers Tat.
  • Didaktische Möglichkeiten zur Vermittlung von Georg Elsers Leben im Schulunterricht.

Auszug aus dem Buch

5.1 Die späte Anerkennung Georg Elsers

Die ersten beiden Jahrzehnte nach Kriegsende bezeichnet Matheus Hagedorny als „verlorene Jahrzehnte für die Anerkennung Georg Elsers“54. Sie waren geprägt von wilden Gerüchten und Falschmeldungen über den Hitler-Attentäter, wenn überhaupt die Rede von ihm war.55

Während ein Großteil der Menschen der Nazi-Propaganda Glauben schenkte, dass Elsers Attentat eine Auftragsarbeit des britischen Geheimdienstes gewesen sei, vermuteten andere eine Art „zweiten Reichstagsbrand“. Dieser solle, ähnlich wie der erste (siehe Kapitel 3) von den Nationalsozialisten inszeniert worden sein, um den Zorn der Menschen, in diesem Fall gegen England, zu reizen. Zudem glaubten einige Leute, dass die Nationalsozialisten das Attentat dafür haben nutzen wollen, um den zuvor bereits existierenden Mythos über Hitlers Unverletzbarkeit und seiner angeblichen „Begünstigung zur Vorsehung“56 zu stärken.

Nach Kriegsende meldeten sich verschiedene vermeintliche und wahrhaftige Zeitzeugen, die erzählten wie Elser im Auftrag der Nationalsozialisten sein Attentat vollzogen habe. Zu diesen Zeitzeugen gehörten vor allem Überlebende aus den Konzentrationslagern, in denen Elser gesessen hatte und ehemalige SS-Männer.57

Ein Grund für die vielen Gerüchte, dass Elser im Auftrag des NS-Staates gehandelt habe, könnte folgender sein: Während seiner Haft in den Konzentrationslagern genoss Elser verschiedene Privilegien, da er als Sonderhäftling des „Führers“ galt. So war es ihm beispielsweise gestattet zu schreinern und Zither zu spielen. Mithäftlinge hatten seine Haftbedingungen offensichtlich mitbekommen und fühlten sich so in ihrer Theorie der Inszenierung des Attentats vom Bierbraukeller bestätigt.58

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Gründen für die späte historische Anerkennung Georg Elsers und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Definition „Widerstand“: Dieses Kapitel erläutert den Begriff des Widerstands im NS-Staat und zeigt dessen vielschichtige Erscheinungsformen und Motive auf.

3. Ausgangssituation im „Dritten Reich“: Es wird die historische Lage nach 1933 analysiert, insbesondere die Zerstörung der Demokratie und die Gleichschaltung in Württemberg.

4. Georg Elsers Leben: Dieses Hauptkapitel detailliert Elsers Biografie, seine Motivation zum Attentat sowie seinen Leidensweg nach der Tat bis zur Ermordung im KZ Dachau.

5. Analyse des langen Wegs zur Rehabilitierung des Hitler-Attentäters: Das Kapitel untersucht die jahrelange Stigmatisierung Elsers durch Falschmeldungen und die spätere langsame Revision seines Bildes in der Öffentlichkeit.

6. Didaktischer Teil: Hier wird diskutiert, wie Elsers Lebensgeschichte sinnvoll im Geschichtsunterricht eingesetzt werden kann und wie sie mit dem Bildungsplan korrespondiert.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Kontroverse um Georg Elser als umstrittenen Helden zusammen und betont die Bedeutung multiperspektivischer Betrachtungen.

8. Literatur und Internetquellen: Dieses Kapitel listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetrecherchen auf.

Schlüsselwörter

Georg Elser, Attentat, Bürgerbräukeller, NS-Regime, Widerstand, Rehabilitierung, Einzeltäter, Erinnerungskultur, Nationalsozialismus, Geschichtsunterricht, Württemberg, Widerstandsrecht, Erinnerung, Geschichtsbewusstsein, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Person Georg Elser und den Gründen, warum es jahrzehntelang dauerte, bis er als Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime gesellschaftlich anerkannt und historisch gewürdigt wurde.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Die Schwerpunkte liegen auf Elsers Biografie, der Analyse der in der Nachkriegszeit verbreiteten Falschmeldungen und Gerüchte, der kontroversen Diskussion über die moralische Bewertung seines Alleingangs sowie der didaktischen Aufarbeitung für den Geschichtsunterricht.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Dokuments?

Die Hauptfrage lautet: Warum dauerte es so lange, bis der Hitler-Attentäter Georg Elser seinen angemessenen Platz in der Geschichte fand?

Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Zeitzeugnissen, Vernehmungsprotokollen und zeitgeschichtlichen Diskursen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit dargelegt?

Der Hauptteil analysiert die Lebensgeschichte Elsers, die ideologischen Hintergründe der NS-Zeit sowie intensiv den Prozess der Rehabilitierung, wobei insbesondere die Mythen um eine vermeintliche NS-Inszenierung des Attentats entkräftet werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Georg Elser, Widerstand, Erinnerungskultur, NS-Regime, Rehabilitierung und Geschichtsunterricht aus.

Warum wurde Elsers Tat in der Nachkriegszeit oft als NS-Propaganda verleumdet?

Viele Menschen wollten ihr eigenes Nichtstun während des Nationalsozialismus nicht hinterfragen; die Anerkennung einer Einzeltat durch einen "einfachen Schreiner" hätte die eigene Scham und Passivität zu deutlich offengelegt.

Welche Rolle spielt der sogenannte "Dresdner Historikerstreit" in der Arbeit?

Der Streit dient als Beispiel für die Debatte darüber, inwiefern die Heroisierung Elsers aufgrund der bei seinem Attentat getöteten Unbeteiligten moralisch gerechtfertigt oder problematisch ist.

Warum war der Ort "Königsbronn" besonders lange belastet im Zusammenhang mit Elser?

Die Einwohner litten unter der Stigmatisierung als "Attentatshausen" und der Verfolgung durch die Gestapo, was dazu führte, dass die Tat des Mitbürgers über Jahre hinweg totgeschwiegen wurde.

Wie trägt der didaktische Teil zur Relevanz der Arbeit bei?

Der Autor zeigt auf, dass Elser aufgrund seiner einfachen Herkunft eine hohe Nahbarkeit für Schüler besitzt und als Beispiel für bürgerliche Verantwortung in einer Demokratie dienen kann.

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Detalles

Título
Georg Elser. Motive, Vorgehen und Folgen seines Hitler-Attentats
Universidad
University of Education Ludwigsburg
Calificación
1,7
Autor
Katharina Schneider (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
27
No. de catálogo
V1419472
ISBN (PDF)
9783346975041
ISBN (Libro)
9783346975058
Idioma
Alemán
Etiqueta
Hitler Anschlag Hitler Attentat Südwesten Widerstand Georg Elser Nationalsozialisten Nazis Propaganda
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Schneider (Autor), 2020, Georg Elser. Motive, Vorgehen und Folgen seines Hitler-Attentats, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1419472
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