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Die Pflege von Menschen mit psychischen Erkrankungen und der Umgang mit selbstverletzendem Verhalten in der Ausbildung zur Pflegefachkraft

Titel: Die Pflege von Menschen mit psychischen Erkrankungen und der Umgang mit selbstverletzendem Verhalten in der Ausbildung zur Pflegefachkraft

Unterrichtsentwurf , 2023 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Annabell Liebetrau (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit der vorliegenden Hausarbeit soll versucht werden, die folgende These zu beweisen: Wenn Schüler:innen zu professionellen Pflegefachkraft ausgebildet werden sollen, so muss der Umgang in der Betreuung von Menschen mit selbstverletzenden Verhaltensweisen reflektiert und stärker in den unterrichtlichen Fokus gestellt werden. Dazu wird zu Beginn eine Unterrichtsreihe im Umfang von sechs Unterrichtsstunden aus einer Lernsituation zum Themengebiet "Pflege von Menschen mit psychischen Erkrankungen" vorgestellt.

Ziel dieser sechs Unterrichtsstunden ist es, die Borderline-Persönlichkeitsstörung neu zu thematisieren, die medizinethischen Prinzipien nach Beauchamp und Childress, sowie das Reflexionsmodell nach Marianne Rabe zu wiederholen und anschließend anzuwenden und den International Council of Nurses ebenfalls neu zu thematisieren. In der vorliegenden Hausarbeit ist eine ausgewählte Doppelstunde detailliert dargestellt. Dazu wird eine ausführliche Analyse der Sachstruktur des Unterrichtsgegenstandes durchgeführt und an ausgewählten Stellen kritisch reflektiert. Es folgt eine didaktische Reduktion mit den Überlegungen zur methodischen Gestaltung der Doppelstunde. Anschließend wird die Auswahl des Unterrichtsgegenstandes durch die didaktische Analyse nach Klafki legitimiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Übersicht der Unterrichtsreihe

2.1 Tabellarische Darstellung der Unterrichtsreihe

2.2 Artikulationsschema zur ausgewählten Doppelstunde

3. Sachanalyse

4. Didaktische Reduktion und methodische Überlegungen

5. Didaktische Analyse

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser didaktischen Hausarbeit ist es, darzulegen, wie Auszubildende in der Pflege für den professionellen und ethisch reflektierten Umgang mit Menschen mit selbstverletzendem Verhalten sensibilisiert werden können, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, die Bedeutung ethischer Reflexionskompetenz in der Arbeit mit dieser vulnerablen Patientengruppe zu beweisen.

  • Borderline-Persönlichkeitsstörung und deren Auswirkungen auf die Pflege
  • Medizin-ethische Prinzipien nach Beauchamp und Childress
  • Anwendung des Reflexionsmodells nach Marianne Rabe
  • Fallorientiertes Arbeiten als didaktische Methode
  • Reflexion von Machtpotenzialen und Asymmetrien in der Pflegebeziehung

Auszug aus dem Buch

Zur Borderline-Persönlichkeitsstörung

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist „eine Persönlichkeitsstörung, die von instabilen zwischenmenschlichen Beziehungen, instabilem Selbstbild und instabilen Affekten sowie deutlicher Impulsivität geprägt ist.“ (Reuter & Schäfer, 2019, S. 1189) Durch die Impulskontrollstörung kann es zu Abhängigkeitsproblemen und/oder Essstörungen kommen. Weitere Merkmale der Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typus sind extreme Stimmungsschwankungen und Wutausbrüche bis hin zu starkem Aggressionsverhalten in Situationen, in denen die Betroffenen die Kontrolle über sich selbst verlieren.

Oft kommt es zu selbstverletzendem Verhalten in Form von Kratzen, Zufügen von Hautschnitten oder Verbrennungen. Dafür gibt es zwei Hauptursachen: viele Betroffene beschreiben das Gefühl der inneren Leere und empfinden ihren eigenen Körper als fremd (Depersonalisation). Selbstverletzendes Verhalten hilft den Patientinnen und Patienten sich selbst zu spüren und die eigene Identität wiederzufinden. Zweitens können Betroffene es nicht ertragen allein zu sein und tun alles Notwendige dafür, dass die Menschen um sie herum bei ihnen bleiben und sich um sie zu kümmern (vgl. Reuter & Schäfer, 2019, S. 1189; vgl. Zimmerman, 2021).

Aus einer Übersichtsarbeit des Deutschen Ärzteblatts lässt sich entnehmen, dass Deutschland mit einer Lebenszeitprävalenz von 25 – 35 % von zumindest einmaligem, nicht auf Suizid ausgerichteten selbstverletzendem Verhalten (NSSV) unter Jugendlichen zu den Ländern innerhalb Europas mit den höchsten Prävalenzraten gehört (vgl. Plener et al., 2018, S. 23). Durch die extremen Verhaltensweisen der Betroffenen, sowie durch das in dem Syndrom zugrundeliegende Verhalten, hohe Anforderungen an die versorgende Umwelt zu stellen, werden Pflegefachpersonen in der professionellen und adäquaten Betreuung von Patientinnen und Patienten mit einem Borderline-Syndrom stark gefordert (vgl. Traxler, Jensen &Thiel, 2006, S. 145). Aufgrund vorhandener Unterschiede innerhalb des Umgangs mit dieser Patientenklientel werden verschiedene Umgangsstile des betreuenden Teams offensichtlich. Der Zusammenhalt des betreuenden Teams wird belastet, da die Patientinnen und Patienten aufgrund der spezifischen Beziehungsstörungen in der Lage sind Teams auseinanderzubringen bzw. zu spalten. Der Zusammenhalt des Teams und die professionelle Reflexion in Form von Supervisionen und kollegialer Beratung sind daher besonders wichtig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die These, dass der professionelle Umgang mit selbstverletzendem Verhalten stärker in den Unterricht integriert werden muss, und skizziert den Aufbau der didaktischen Hausarbeit.

2. Übersicht der Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel stellt die Einbettung der Unterrichtsreihe in das Lernfeld 11 des Lehrplans dar und definiert die zu entwickelnden Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler.

3. Sachanalyse: Hier werden das Krankheitsbild der Borderline-Persönlichkeitsstörung sowie die ethischen Prinzipien nach Beauchamp und Childress fachlich fundiert analysiert.

4. Didaktische Reduktion und methodische Überlegungen: Dieses Kapitel erläutert die methodische Planung, insbesondere den Einsatz von Blitzlicht, Fallarbeit und Videosequenzen zur Aktivierung der Lernenden.

5. Didaktische Analyse: Anhand des Modells von Klafki wird der Bildungsgehalt der Unterrichtsinhalte auf seine Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung hin reflektiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der ethischen Reflexion für die Pflegeausbildung zusammen und bekräftigt die Forderung des Autors nach einem stärkeren Fokus auf dieses Thema im Unterricht.

Schlüsselwörter

Pflegeausbildung, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Selbstverletzendes Verhalten, Ethische Reflexion, Prinzipienethik, Beauchamp und Childress, Marianne Rabe, Fallarbeit, Professionelle Distanz, Patientenwohl, Pflegeethik, Unterrichtsgestaltung, Menschenwürde, Autonomie, Machtpotenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die didaktische Planung und theoretische Fundierung einer Unterrichtsreihe zum Thema „professioneller Umgang mit Menschen mit selbstverletzendem Verhalten“ für Pflegefachkräfte in der Ausbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Borderline-Persönlichkeitsstörung, medizin-ethische Prinzipien sowie Methoden der ethischen Fallreflexion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu belegen, dass für eine professionelle Ausbildung der Umgang mit selbstverletzendem Verhalten zwingend reflektiert und stärker unterrichtlich fokussiert behandelt werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden methodisch das fallorientierte Arbeiten und das Reflexionsmodell nach Marianne Rabe angewendet, um ethische Grenzsituationen im Pflegealltag für Auszubildende greifbar zu machen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert fachlich das Krankheitsbild und die ethischen Rahmenbedingungen, bevor er die methodische Planung der Unterrichtsstunden, inklusive Fallbeispiel und Videosequenzen, detailliert darlegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Pflegeethik, Borderline-Diagnostik, Reflexionskompetenz und fallorientierte Lehrmethodik charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Fallsituation von "Lena Bitter"?

Die Fallgeschichte dient als reales Anschauungsobjekt, um an ihr die verschiedenen ethischen Prinzipien und das unprofessionelle Verhalten einer Pflegekraft kritisch zu analysieren.

Warum wird im Unterricht mit Videosequenzen gearbeitet?

Das Video soll den Schülern eine andere Perspektive eröffnen, die emotionale Betroffenheit fördern und den Realitätsbezug der ethischen Fallanalyse erhöhen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Pflege von Menschen mit psychischen Erkrankungen und der Umgang mit selbstverletzendem Verhalten in der Ausbildung zur Pflegefachkraft
Hochschule
Universität Erfurt  (Erfurt School of Education)
Note
1,0
Autor
Annabell Liebetrau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
25
Katalognummer
V1419662
ISBN (PDF)
9783346976147
ISBN (Buch)
9783346976154
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Didaktik Ethik Pflege Unterrichtsentwurf Generalistische Pflegeausbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annabell Liebetrau (Autor:in), 2023, Die Pflege von Menschen mit psychischen Erkrankungen und der Umgang mit selbstverletzendem Verhalten in der Ausbildung zur Pflegefachkraft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1419662
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Leseprobe aus  25  Seiten
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