Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Musicología - Otras

Das Musiktheater als Bühne für übernatürliche Kräfte. Purcells "Dido and Aeneas" und Händels "Alcina"

Título: Das Musiktheater als Bühne für übernatürliche Kräfte. Purcells "Dido and Aeneas" und Händels "Alcina"

Tesis (Bachelor) , 2020 , 34 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Felix Haberland (Autor)

Musicología - Otras
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Affektverwendung in Henry Purcells und Georg Friedrich Händels musikdramatischem Werk anhand ausgesuchter Opern. Spezifiziert werden diese Studien des Affekts allerdings über eine genaue Betrachtung bestimmter Figuren, die in die Handlung einer Oper eindringen und diese sogar verändern: die Rede ist von übernatürlichen Kräften. Unter dem Eindruck von Mythologie und beflügelt durch verbreitete epische Erzählungen ist das Interesse des barocken Musiktheaters an der Magie in einem breiten Maße zu vermerken. Die Betrachtung der musikalischen Miteinbeziehung von magischen Wesen aus der mythologischen oder epischen Welt eines Librettos in eine Oper ist das Hauptaugenmerk dieser Arbeit. Bevor detaillierte Studien zur Affektverwendung in Bezug auf magische Wesen im barocken Musiktheater angestellt werden, behandelt diese Arbeit zunächst die Präsenz von Magie in der antiken Mythologie sowie in epischen Erzählungen der Neuzeit. Ein besonderes Augenmerk ist darauf zu richten, wie im Musiktheater die Magie beleuchtet wird und inwieweit Figuren wie Zauberer in die Erzählung hinzugefügt wurden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Anmerkungen zur Thematik

1.1. Forschungsstand

2. Magie in historischen Erzählungen

3. Henry Purcell und die englische Oper

3.1. Dido and Aeneas - Entstehungsgeschichte, Inhalt und Spannungsverhältnis der Dido und der Zauberin

3.2. Musikalische Besonderheiten und die Verwandlung zu einer magischen Oper

4. Georg Friedrich Händel und das Musiktheater

4.1. Alcina – Entstehungsgeschichte, Inhalt und besondere Figurenkonstellationen

4.2. Musikalische Besonderheiten und die Transformation zu einer Zauberoper

5. Spannungsverhältnis und interpretatorischer Vergleich beider Opern

5.1. Interpretation zweier Arien der Hauptpersonen unter Berücksichtigung der Harmonik (Purcell)

5.2. Interpretation zweier Arien der Hauptpersonen unter Berücksichtigung der Harmonik (Händel)

5.3. Interpretatorischer Vergleich aller Szenen

6. Zur Rezeption der Zauberopern

6.1. Inszenierung von Henry Purcell – Dido and Aeneas

6.2. Inszenierung von Georg Friedrich Händel - Alcina

7. Fazit – Das Musiktheater als Bühne für übernatürliche Kräfte?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und musikalische Umsetzung von Affekten übernatürlicher Wesen, insbesondere von Zauberinnen, in Henry Purcells Oper Dido and Aeneas und Georg Friedrich Händels Oper Alcina. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Komponisten mythologische und epische Stoffe in ein musikdramatisches Werk integrieren und durch spezifische Affektgestaltungen wie das furioso-Motiv oder das Lamento charakterisieren.

  • Die Rolle der Magie in barocken Opernlibretti im Kontext antiker Mythologie
  • Vergleichende Analyse der psychologischen Tiefe der Frauenfiguren bei Purcell und Händel
  • Die Funktion der Zauberin als Gegenspielerin und ihr Einfluss auf die musikalische Struktur
  • Einfluss von Epik und höfischer Vorstellung auf die dramaturgische Gestaltung
  • Modernes Regieverständnis bei der Inszenierung übernatürlicher Elemente

Auszug aus dem Buch

3.2. Musikalische Besonderheiten und die Verwandlung zu einer magischen Oper

Dido and Aeneas vereint mehrere Stile. So stellt sich durch den Wunsch des Auftraggebers Josias Priest, der selbst Tanzmeister war und um Tanzeinlagen in der Oper bat, der französische Stil des Balletts heraus (Triumphtanz der Dido im Chaconnerhythmus, phantastischer Hexentanz).

Purcell sieht in der Partitur für seine Oper lediglich einen Streicherapparat von 2 Violinen, Viola und Basso continuo (inklusive Laute und Cembalo) vor und bestreitet damit hauptsächlich sein instrumentales Klanggebilde. Mit diesem Instrumentalensemble gestaltet Purcell auch seine Ouvertüre, welche stark an jene Orchesterouvertüren des am Hof des französischen Königs Louis XIV. tätigen Jean-Baptiste Lully erinnert. Weitere Instrumente wie Pauken und Gonge treten nur frei hinzu und untermauern das Wirken der Zauberin und ihren Hexen. Vokale Rollen sind jene der Dido, Königin von Karthago (Sopran), Aeneas, trojanischer Prinz (Tenor/Bariton), Belinda, Didos Vertraute bzw. Schwester (Sopran), Zweite Gefolgin der Dido (Mezzosopran), Sorceress/Zauberin (Mezzosopran), erste und zweite Hexe (Sopran), Matrose (Sopran/Tenor) und der Chor (SATB), die durch Rezitative, Accompagnatos und Arien den vokalen italienischen Stil symbolisieren.

Harmonische Besonderheiten treten bei Purcells Dido and Aeneas besonders bei den Arien auf, die gerade der geplagten Protagonistin Dido eine musikalische Untermalung leisten: der ground bass ist eine kleine Basslinie und immer wiederkehrend in einem Musikstück. Vor allem die Klage der Dido (Didos Lament –> ‚When I am laid in Earth’) korrespondiert mit einer stets redundierenden Bassfigur. Die Transformation der Oper Purcells zu einer magischen Oper verläuft auf mehreren Ebenen. Durch die Kulisse einer dunklen Höhle wird die Erscheinung der Sorceress verortet, die durch Zauberei ihr Unwesen als böse Magierin treibt und ihre tiefe Abneigung zur Königin ausdrückt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Anmerkungen zur Thematik: Einführung in die Fragestellung zur Rolle von Zauberwesen und Affektverwendung im barocken Musiktheater.

2. Magie in historischen Erzählungen: Beleuchtung der mythologischen Ursprünge und literarischen Vorbilder für Zauber und Magie in der Antike und Neuzeit.

3. Henry Purcell und die englische Oper: Analyse von Purcells Leben und seinem Zugang zur Operngattung, unter besonderer Betrachtung von Dido and Aeneas.

4. Georg Friedrich Händel und das Musiktheater: Überblick über Händels Schaffen und seine spezielle Behandlung magischer Frauenfiguren, insbesondere in der Oper Alcina.

5. Spannungsverhältnis und interpretatorischer Vergleich beider Opern: Musiktheoretischer Vergleich der Affektdarstellung anhand zentraler Arien bei Purcell und Händel.

6. Zur Rezeption der Zauberopern: Analyse moderner Inszenierungen und filmischer Umsetzungen beider Werke im Hinblick auf deren performative Magiedarstellung.

7. Fazit – Das Musiktheater als Bühne für übernatürliche Kräfte?: Abschließende Zusammenfassung über die Kontrolle der Magie durch menschliche Emotionen und die unterschiedlichen kompositorischen Ansätze.

Schlüsselwörter

Barockoper, Affektenlehre, Zauberin, Dido and Aeneas, Alcina, Henry Purcell, Georg Friedrich Händel, Musiktheater, Mythologie, Lamento, Furioso-Affekt, Opernregie, Ground Bass, Opernrezeption, Magie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Henry Purcell und Georg Friedrich Händel in ihren Opern magische Wesen und deren übernatürliche Kräfte musikalisch darstellen und welche Rolle der Affekt dabei spielt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Buch?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung von Magie in die antike Mythologie, die musikalische Strukturierung von Zauber- und Klageszenen sowie die psychologische Charakterisierung von Frauenfiguren in barocken Opern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist ein affektiver und interpretatorischer Vergleich der musikalischen Bezugnahme zur Magie bei Purcell und Händel und die Untersuchung, inwiefern diese Komponisten das Bild der Zauberin psychologisch umdeuten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine musikwissenschaftliche Analyse, die historische Quellen, theoretische Schriften der Barockzeit sowie Notenbeispiele der untersuchten Arien und Accompagnati kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Entstehungsgeschichte von Purcells Dido and Aeneas und Händels Alcina, die detaillierte harmonische Analyse ihrer Schlüsselszenen und eine vergleichende Betrachtung ihrer Inszenierungen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Analyse?

Wesentliche Begriffe sind Affekt, Lamento, Furioso, Ground Bass, Magie, Opera seria, psychologische Psychologisierung und musikalische Rhetorik.

Wie unterscheidet sich Händels Darstellung der Zauberin von der Purcells?

Während Purcell die Zauberin Sorceress als konventionelles Sinnbild für absoluten Hass und Bedrohung konzipiert, dekonstruiert Händel die Figur der Alcina zu einer leidenden, verlassenen Frau, deren Magie hinter ihren menschlichen Gefühlen zurücktritt.

Welche Rolle spielt die moderne Inszenierung in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert eine BBC-Produktion von Dido and Aeneas und das Festival Aix-en-Provence 2015 bei Alcina, um zu zeigen, wie Regisseure versuchen, die "unsichtbare" Magie des Barock für ein modernes Publikum visuell erlebbar zu machen.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Musiktheater als Bühne für übernatürliche Kräfte. Purcells "Dido and Aeneas" und Händels "Alcina"
Universidad
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Musikwissenschaft)
Curso
Abschlussarbeit
Calificación
2,0
Autor
Felix Haberland (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
34
No. de catálogo
V1419741
ISBN (PDF)
9783346976758
ISBN (Libro)
9783346976765
Idioma
Alemán
Etiqueta
Musikwissenschaft Historische Musikwissenschaft Barock Musiktheater Affekt Magie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Felix Haberland (Autor), 2020, Das Musiktheater als Bühne für übernatürliche Kräfte. Purcells "Dido and Aeneas" und Händels "Alcina", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1419741
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  34  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint