Diese Hausarbeit hat eine umfassende und strukturierte Analyse des Dramas „Die Bürger von Calais“ von Georg Kaiser zum Ziel. Zu diesem Zweck wird nach den typischen,
textanalytische Leitfragen vorgegangen, die nacheinander abgearbeitet werden. Dabei fließen auch Beobachtungen von Literaturwissenschaftlern partiell ein. Zum Schluss wird in einer kurzen Zusammenfassung reflektiert, in wie weit die herausgearbeiteten Auffälligkeiten der einzelnen Bereiche gemeinsame Muster verfolgen, um einen angeschnittenen Interpretationsansatz zu versuchen.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- Analyse nach Leitfragen
- 2 Analyse nach Leitfragen
- 2.1 Was?
- 2.2 Wann?
- 2.3 Wo?
- 2.4 Wer?
- 2.5 Wie?
- 2.5.1 Satzbau
- 2.5.2 Bildlichkeit
- 2.5.3 Sprechverhalten
- Zusammenfassender Interpretationsansatz
- Literaturverzeichnis
- Primärliteratur
- Sekundärliteratur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit zielt auf eine umfassende und strukturierte Analyse des Dramas „Die Bürger von Calais“ von Georg Kaiser ab. Die Analyse erfolgt anhand typischer textanalytischer Leitfragen, die nacheinander abgearbeitet werden. Dabei werden auch Beobachtungen von Literaturwissenschaftlern teilweise integriert. Abschließend wird in einer kurzen Zusammenfassung reflektiert, inwieweit die herausgearbeiteten Auffälligkeiten der einzelnen Bereiche gemeinsame Muster verfolgen, um einen angeschnittenen Interpretationsansatz zu versuchen.
- Die historische Grundlage des Dramas und die Abweichungen von der historischen Vorlage.
- Die Rolle der Zeit im Drama und die symbolische Bedeutung der Tageszeit.
- Die Bedeutung der Handlungsstruktur und die Spannung zwischen historischem Stoff und dramatischer Gestaltung.
- Die Sprache und das Sprechverhalten der Figuren im Drama.
- Die Frage nach der moralischen Entscheidung der Bürger von Calais und die Bedeutung des siebten Freiwilligen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik der Hausarbeit ein und beschreibt den Fokus auf die Analyse des Dramas „Die Bürger von Calais“. Sie erläutert die methodische Herangehensweise, die sich auf textanalytische Leitfragen stützt, und die Einbeziehung von Literaturwissenschaftlichen Beobachtungen. Die Einleitung deutet auch auf eine anschließende Zusammenfassung hin, die die Ergebnisse der einzelnen Analysen zusammenführen soll.
2 Analyse nach Leitfragen
2.1 Was?
Dieser Abschnitt analysiert die Handlung des Dramas, indem er Schlüsselpunkte und die außertextuellen Hintergründe beleuchtet. Die Zusammenfassung der Handlung umfasst die Versammlung der gewählten Bürger, die Bekanntgabe der Forderung des englischen Königs, die freiwillige Meldung der Bürger, das Losverfahren mit den blauen Kugeln und die letztliche Begnadigung der Stadt durch die Geburt eines Sohnes der französischen Königin.
Der Abschnitt verweist zudem auf die historische Grundlage des Dramas, nämlich die Episode aus dem „Hundertjährigen Krieg“ im Jahr 1347. Er stellt die Vorlage dar, eine Chronik, die die Vorgänge in Calais nach einer Belagerung beschreibt. Es werden jedoch auch signifikante Unterschiede zwischen dem Drama und der historischen Vorlage aufgezeigt, zum Beispiel die Frist bis zum Morgengrauen, die den siebten Freiwilligen ermöglicht, die Begnadigung durch die Geburt eines Sohnes im Gegensatz zur Geburt einer Tochter in der historischen Vorlage und die Rolle der französischen Königin bei der Vermittlung.
Die Analyse zeigt, wie der historische Stoff als Rahmen für die Handlung dient, während die dramatische Gestaltung durch die Einführung des siebten Freiwilligen und die Hinauszögerung der Entscheidung eine zusätzliche Dimension erhält. Die Rolle des siebten Freiwilligen wird als entscheidend für die Entwicklung des Dramas dargestellt, da er einen Entscheidungsfindungsprozess erforderlich macht.
2.2 Wann?
Dieser Abschnitt befasst sich mit der Zeit im Drama und argumentiert, dass sie als „Gegenwart im Gewand der Historie“ dargestellt wird. Die Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von etwa vierundzwanzig Stunden, beginnend mit der Ankunft des englischen Königs in Calais und endend mit dem „Grau des frühen Morgens“ des folgenden Tages. Der Zeitrahmen wird in drei Akte unterteilt: den ersten Akt am Morgen, den zweiten Akt am späten Nachmittag und den dritten Akt am Morgen des Folgetages.
Der Abschnitt analysiert die begrenzte Darstellung der Vorgeschichte und des Ausblicks in der Handlung. Die Ereignisse, die die Situation vor dem Drama bilden, werden nur kurz geschildert, und ein Ausblick auf die weitere Entwicklung fehlt. Die Handlung konzentriert sich auf diese ein Tag umfassende Zeitspanne.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es im Drama „Die Bürger von Calais“?
Das Drama von Georg Kaiser behandelt die moralische Entscheidung von sieben Bürgern, sich für das Überleben ihrer Stadt zu opfern.
Welche historische Vorlage nutzte Georg Kaiser?
Die Handlung basiert auf einer Episode aus dem Hundertjährigen Krieg im Jahr 1347, weicht aber in Details (wie der Rolle des siebten Bürgers) ab.
Was ist die Bedeutung des siebten Freiwilligen?
Der siebte Freiwillige macht ein Losverfahren notwendig und verzögert die Entscheidung, was die dramatische Spannung und moralische Tiefe erhöht.
Wie wird die Zeit im Drama dargestellt?
Die Handlung erstreckt sich über ca. 24 Stunden und wird als „Gegenwart im Gewand der Historie“ beschrieben.
Wie endet das Drama im Vergleich zur Geschichte?
Im Drama erfolgt die Begnadigung durch die Geburt eines Sohnes der Königin, während in der Historie eine Tochter geboren wurde.
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- Romy Knobel (Author), 2008, Eine Analyse von 'Die Bürger von Calais' von Georg Kaiser, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141979