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Kopftuch bei Grundschulkindern in Deutschland und Österreich. Eine Analyse der gesetzlichen Regelungen im Kontext von Religionsfreiheit und Menschenrechten

Titel: Kopftuch bei Grundschulkindern in Deutschland und Österreich. Eine Analyse der gesetzlichen Regelungen im Kontext von Religionsfreiheit und Menschenrechten

Hausarbeit , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Sozialpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit soll sich mit der Fragestellung beschäftigen, welche gesetzlichen Regelungen zum Tragen des Kopftuches bei Grundschulkindern in Deutschland und Österreich gelten. Wäre ein gesetzliches Verbot mit der Religionsfreiheit und den Menschenrechten zu vereinbaren? Wenn ja, wie könnte eine solche Einschränkung begründet werden? In fast allen westlichen Ländern ist das Kopftuch in der Politik eine wiederkehrende Thematik. Diese Arbeit beschränkt sich auf die Länder Österreich und Deutschland.

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in drei Abschnitte. Zunächst wird definiert, was das Kopftuch ist und welche Bedeutung es hat. Der zweite Abschnitt gibt einen Überblick über die gesetzlichen Regelungen der beiden Länder sowie einen Einblick in die im Gesetz verankerte Religionsfreiheit. Abschließend wird ein Vergleich zwischen den Regelungen in Deutschland und Österreich gezogen. Die Frage nach den Gemeinsamkeiten und den Unterschieden wird dort beantwortet. Die Grundlagen dieser wissenschaftlichen Arbeit werden hauptsächlich aus dem Koran, dem deutschen Grundgesetz und der österreichischen Verfassung bezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Kopftuch

2.1 Einordnung im Koran

2.2 Verschiedene Arten der Verschleierung

3. Deutschland

3.1 Einleitung

3.2 Das Grundgesetz

3.3 Religionsfreiheit im Grundgesetz

3.4 Umsetzung der Religionsfreiheit im Schulrecht

3.5 Regelung zum Tragen des Kopftuches bei Grundschulkindern

3.6 Diskussion zum Tragen des Kopftuches bei Grundschulkindern

4. Österreich

4.1 Einleitung

4.2 Das Bundes-Verfassungsgesetz

4.3 Religionsfreiheit in Österreich

4.4 Regelung zum Tragen des Kopftuches bei Grundschulkindern

4.5 Diskussion zum Tragen des Kopftuches bei Grundschulkindern

5. Vergleich Deutschland Österreich

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie gesellschaftspolitische Diskussionen zum Kopftuchverbot an Grundschulen in Deutschland und Österreich unter besonderer Berücksichtigung der Religionsfreiheit.

  • Religiöse und kulturelle Einordnung des Kopftuchs.
  • Vergleichende Analyse der verfassungsrechtlichen Grundlagen in beiden Ländern.
  • Darstellung der aktuellen Gesetzeslage in Österreich sowie der Debatten in Deutschland.
  • Untersuchung der Vereinbarkeit eines Kopftuchverbots mit Menschenrechten und elterlichem Erziehungsrecht.

Auszug aus dem Buch

3.3 Religionsfreiheit im Grundgesetz

Artikel 4 Grundgesetz:

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Die Religionsfreiheit ist im Grundgesetz fest verankert. Sie gehört zu den traditionsreichsten Grundrechten. Diese gesetzlichen Regelungen gelten für alle Menschen, die in der Bundesrepublik Deutschland leben. Die Neutralität des Staates schließt jede Religion ein. Die Ausgrenzung oder Favorisierung bestimmter Religionen sind verfassungswidrig. Jeder Mensch darf seine Religion auf legale Weise in der Form ausleben wie er oder sie es möchte. Zusätzlich zu der Religionsfreiheit aus dem GG haben Eltern nach § 1 des Gesetzes über die religiöse Kindererziehung (KErzG) ein religiöses Erziehungsrecht. Eltern entscheiden über den Glaubensweg ihres Kindes. Außerdem bestimmen die Eltern, wie oft das Kind ein religiöses Haus besucht und wie stark der Glaube ausgelebt wird. Nach der Vollendung des vierzehntens Lebensjahres können Jungen und Mädchen in Deutschland über ihre Religion selbst entscheiden. Mit Erreichen dieses Alters wird man religionsmündig. Zudem dürfen sie entscheiden, in welchem Maße sie sich an religiöse Vorschriften halten möchten. Mit dem Erreichen des zwölften Lebensjahres dürfen Kinder nicht gegen ihren Willen religiös erzogen werden (vgl. §5 KEerzG).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Verschleierung bei Kindern und Definition der Fragestellung hinsichtlich der Gesetzeslage in Deutschland und Österreich.

2. Das Kopftuch: Erläuterung der religiösen Wurzeln im Koran sowie Differenzierung der verschiedenen Formen der Verschleierung.

3. Deutschland: Untersuchung der verfassungsrechtlichen Grundlagen und der politischen Debatte um ein mögliches Kopftuchverbot an Grundschulen.

4. Österreich: Analyse der österreichischen Gesetzgebung, insbesondere des gesetzlichen Kopftuchverbots an Grundschulen, und der damit verbundenen Diskussionen.

5. Vergleich Deutschland Österreich: Gegenüberstellung der rechtlichen Situation, der Altersgrenzen und der gesellschaftspolitischen Ansätze in beiden Ländern.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der rechtlichen Unterschiede und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Kopftuchverbot, Religionsfreiheit, Grundgesetz, Österreich, Deutschland, Grundschule, Islam, Verschleierung, Kinderrechte, Erziehungsrecht, Rechtslage, Diskriminierung, Hidschab, Verfassungsrecht, Debatte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die gesetzlichen Regelungen und die politische Diskussion zum Tragen von Kopftüchern an Grundschulen im Rechtsvergleich zwischen Deutschland und Österreich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Religionsfreiheit, das elterliche Erziehungsrecht, staatliche Neutralität im Bildungswesen sowie die religiöse Interpretation der Verschleierung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, welche gesetzlichen Regelungen in den beiden Ländern gelten und ob ein gesetzliches Verbot mit der Religionsfreiheit und den Menschenrechten vereinbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine rechtsvergleichende Methode basierend auf einer literaturgestützten Analyse verfassungsrechtlicher Texte und aktueller politischer Debatten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Es werden die Grundlagen des Korans, die spezifischen Rechtsordnungen (Grundgesetz und B-VG) sowie die konkrete Umsetzung und Diskussion in den Schulsystemen der beiden Länder bearbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kopftuchverbot, Religionsfreiheit, Grundgesetz, Rechtsvergleich, Grundschule und Erziehungsrecht.

Wie unterscheidet sich die Rechtslage in Österreich von der in Deutschland?

Während in Österreich seit 2019 ein konkretes gesetzliches Kopftuchverbot bis zum 10. Lebensjahr an Grundschulen besteht, wird in Deutschland über ein solches Verbot unter dem Aspekt der verfassungsrechtlichen Neutralität lediglich diskutiert.

Welche Rolle spielt die Religionsmündigkeit?

In beiden Ländern werden Kinder ab dem 14. Lebensjahr als religionsmündig betrachtet, was bedeutet, dass sie selbst über ihr religiöses Bekenntnis entscheiden können, was bei der Debatte um Verbote für jüngere Kinder zentral ist.

Warum gibt es in Deutschland bisher kein gesetzliches Verbot?

Ein isoliertes Verbot nur für muslimische Kopftücher würde vermutlich am Grundsatz der staatlichen Neutralität scheitern, da gleiche Symbole anderer Religionen ebenfalls berücksichtigt werden müssten.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kopftuch bei Grundschulkindern in Deutschland und Österreich. Eine Analyse der gesetzlichen Regelungen im Kontext von Religionsfreiheit und Menschenrechten
Hochschule
Fachhochschule Münster  (Sozialwesen)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V1419844
ISBN (PDF)
9783346973870
ISBN (Buch)
9783346973887
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kopftuch Schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Kopftuch bei Grundschulkindern in Deutschland und Österreich. Eine Analyse der gesetzlichen Regelungen im Kontext von Religionsfreiheit und Menschenrechten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1419844
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Leseprobe aus  15  Seiten
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