Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Histoire globale - Protohistoire, Antiquité

Die Stellung der Frau in der Antike. Zurückgezogene Athenerinnen, vermögende Römerinnen und starke Spartiatinnen

Ein GRIN-Sammelband

Titre: Die Stellung der Frau in der Antike. Zurückgezogene Athenerinnen, vermögende Römerinnen und starke Spartiatinnen

Recueil , 2023 , 74 Pages

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Éditeur), Vanessa Anderson (Auteur), Katrin Hilgenberg (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Dieser Sammelband beinhaltet fünf Hausarbeiten.

In der ersten Arbeit soll die Fragestellung, wie das Leben einer Frau im klassischen Athen aussah, erörtert werden. Die dazu aufgestellte These lautet: "Das Leben der Frauen im klassischen Athen war von Separation und Zurückgezogenheit geprägt." Die Ausführungen beziehen sich dabei ausschließlich auf Athenerinnen aus der Oberschicht.

Die zweite Arbeit setzt einen speziellen Fokus auf die Situation einer Witwe in dieser Zeit. Das Thema umfasst somit soziokulturelle, normative, religiöse und zu großen Teilen auch rechtliche Aspekte des Lebens als Hinterbliebene. Der zeitliche Rahmen der Klassik wurde ausgewählt, um die rechtliche und soziale Gerechtigkeit der noch jungen Demokratie zu überprüfen und um die Stellung der Witwe in dieser besonders langzeitig prägenden Ära am Beginn eines Veränderungsprozesses zu betrachten.

Um römische Frauen als Investorinnen und Unternehmerinnen zur Zeit des Prinzipats geht es im dritten Text. Bildeten Frauen, die über eigene Vermögenswerte verfügten und einer gewerblichen Tätigkeit nachgegangen sind, die Ausnahme in einer patriarchalischen Gesellschaftsordnung und inwieweit wurde der Gelderwerb von Frauen in der römischen Gesellschaft akzeptiert? Die Quellenlage ist dabei etwas schwierig, denn wir finden nur sehr wenige Belege dafür, dass Frauen der Oberschicht in bestimmten Berufen vertreten waren und ihre Involvierung in Geschäfte meisterhaft verschleiern konnten.

Der vierte Text befasst sich mit einer Sonderrolle im antiken Rom: den Vestalinnen. Wer waren die vestalischen Jungfrauen? Wie sah ihr Leben aus? Und wieso genossen sie eine solche gesellschaftliche Sonderrolle?

Der fünfte Text richtet den Fokus schließlich auf Sparta: Das Ziel der Arbeit besteht darin, die Ziele der Mädchenerziehung in der Polis Sparta zu ergründen. Es sollte insbesondere die Frage geklärt werden, ob die Erziehung der Emanzipation oder der Anpassung der Mädchen dienen sollte. Damit verbunden ist die These, dass es den Spartiaten bei der Erziehung der Mädchen nie darum ging, diese zu emanzipieren, sondern lediglich darum, sie an die Werte der Gesellschaft und an ihre zukünftigen Pflichten heranzuführen. In diesem Zusammenhang soll die besondere Rolle der Spartiatin bagatellisiert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Das Leben der Frau im klassischen Athen

1 Einleitung

2 Junge, unverheiratete Frauen

3 Verheiratete Frauen

4 Alte Frauen

5 Resümee

Die Stellung der Witwe im antiken Athen von Vanessa Anderson

1 Einleitung

2 Die gesellschaftlich-rechtliche Stellung der athenischen Frau

3 Das weibliche Erbrecht im antiken Griechenland

4 Die Witwe

5 Fazit

Römische Frauen als Investoren und Unternehmer zur Zeit des Prinzipats

1 Einleitung

2 Die Stellung der Frauen in der römischen Gesellschaft

3 Römische Frauen als Bankiers?

4 Ziegeleien und Baustoffbranche

5 Handwerk und Gewerbe

6 Fazit

Frauen in der römischen Religion. Eine Einführung in den Kult der vestalischen Jungfrauen

1 Einleitung

2 Entstehungsgeschichte der Vestalinnen

3 Die Rolle des pontifex maximus im Leben der Vestalinnen

4 Captio – Eintritt in das Priesteramt

5 Dreißigjährige Dienstzeit einer Vestalin

6 Das Privileg des innerstädtischen Begräbnisses

7 Fazit

Anpassung oder Emanzipation?

Die Ziele der Mädchenerziehung in Sparta von Katrin Hilgenberg

1 Einleitung

2 Quellenkapitel

3 Sportliche und intellektuelle Ausbildung – Ein Überblick über die Mädchenerziehung in Sparta

4 Anpassung oder Emanzipation? – Eine Untersuchung der Ziele der Mädchenerziehung in Sparta

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Dieser Sammelband untersucht die soziale, rechtliche und wirtschaftliche Rolle der Frau in verschiedenen antiken Gesellschaftsformen, wobei der Fokus auf den Spannungsfeldern zwischen weiblicher Eigenständigkeit, gesellschaftlicher Erwartungshaltung und den restriktiven Rahmenbedingungen der damaligen Zeit liegt.

  • Die gesellschaftliche Separation und rechtliche Vormundschaft der Frau im klassischen Athen.
  • Herausforderungen und Überlebensstrategien von Witwen in der attischen Polis.
  • Wirtschaftliche Partizipation und unternehmerische Tätigkeiten römischer Frauen in der Zeit des Prinzipats.
  • Religiöse Sonderrollen und das Leben der vestalischen Jungfrauen im antiken Rom.
  • Erziehungsziele, Bildung und gesellschaftliche Anpassung junger Frauen im spartanischen System.

Auszug aus dem Buch

Die Stellung der Frauen in der römischen Gesellschaft

In der älteren Forschungsliteratur findet sich häufig die These, dass römische Frauen aus der Oberschicht im Vergleich zu ihren griechischen Zeitgenossinnen gleichberechtigt mit dem Mann waren. Tatsächlich waren die römischen Frauen im Gegensatz zu ihren griechischen Zeitgenossinnen relativ frei und emanzipiert, wenn auch nicht in der Art und Weise wie wir das aus unserer Gegenwart kennen und schon gar nicht gleichberechtigt mit den Männern. Der antike Historiker Cornelius Nepos sah am Ende der Republik „den Hauptunterschied zwischen römischen und griechischen Frauen darin, dass letztere üblicherweise in ihrem Haus eingeschlossen blieben, während die Römerinnen ihre Ehegatten in die Häuser anderer Männer begleiteten“.

Die Freiheiten der Römerinnen setzten sich aus ihren Rechten zusammen, die im Folgenden näher erläutert werden. Ein Mensch in der Antike wurde weniger als Einzelperson, sondern als Teil des häuslichen oder politischen Verbandes, in dem er lebte, beurteilt. Auch die rechtliche Stellung einer jeweiligen Person (in diesem Fall die der Frauen) ergab sich aus der Stellung der Familie, bzw. des Familienoberhauptes. Mit Blick auf die Menschen zur Zeit des römischen Prinzipats nahm die römische Frau in der Gesellschaftsordnung der Oberschicht einen angesehen aber wohldefinierten Platz ein und hatte von der Gesellschaft Aufgabenbereiche zugeordnet bekommen, die sie erfüllen musste.

Dies galt allerdings nicht nur für die Frauen, sondern ebenso für die Männer, oder um es mit den Worten des Historikers Geza Alföldy zu beschreiben: „Jeder war einer Kollektivmoral verpflichtet und musste, um gesellschaftlich anerkannt zu werden, die Anforderungen dieser Ethik erfüllen“. Daher wurde die Frau vor allem als Gefährtin und Ergänzung zu ihrem Ehemann gesehen, die aber als Mitarbeiterin des Mannes und als Herrin des Hauses bei allen wichtigen Entscheidungspunkten, die die Familie betraf, mit eingebunden wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

Das Leben der Frau im klassischen Athen: Die Arbeit beleuchtet die strikte Separation der Frau im privaten und öffentlichen Raum Athens und analysiert die verschiedenen Lebensphasen vom Kindesalter bis zur Ehe.

Die Stellung der Witwe im antiken Athen: Diese Untersuchung widmet sich der prekären rechtlichen und sozialen Lage verwitweter Frauen und zeigt auf, dass Wiederheirat oft der einzige Ausweg aus Armut und Abhängigkeit war.

Römische Frauen als Investoren und Unternehmer zur Zeit des Prinzipats: Der Beitrag arbeitet heraus, wie römische Frauen – trotz patriarchaler Strukturen – aktiv am Wirtschaftsleben teilnahmen und ihr Vermögen gewinnbringend investierten.

Frauen in der römischen Religion. Eine Einführung in den Kult der vestalischen Jungfrauen: Das Kapitel erläutert die religiöse und gesellschaftliche Ausnahmestellung der Vestalinnen, deren Leben zwischen lebenslanger Keuschheit und großer öffentlicher Ehre stand.

Anpassung oder Emanzipation? – Die Ziele der Mädchenerziehung in Sparta: Die Analyse hinterfragt kritisch, inwieweit die spartanische Mädchenerziehung tatsächlich zur Emanzipation führte oder primär der Anpassung an staatliche eugenische Ziele diente.

Schlüsselwörter

Antike, Frauengeschichte, Athen, Sparta, Römische Gesellschaft, Oikos, Rechtliche Stellung, Witwenrecht, Vestalinnen, Mädchenerziehung, Wirtschaftsbeteiligung, Emanzipation, Geschlechterrollen, Patriachat, Sozialgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Sammelband grundsätzlich?

Das Werk bietet eine wissenschaftliche Übersicht zur Lebensrealität von Frauen in verschiedenen Epochen und Regionen der Antike, wobei der Schwerpunkt auf den rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Texte?

Die Arbeit gliedert sich in Analysen zum häuslichen Leben in Athen, zum Status von Witwen, zur unternehmerischen Tätigkeit römischer Frauen, zu religiösen Priesterämtern in Rom und zur Bildungspolitik im antiken Sparta.

Was ist das primäre Ziel der verschiedenen Untersuchungen?

Ziel ist es, die Rolle der Frau jenseits gängiger Klischees zu untersuchen und sowohl Spielräume für Autonomie als auch strukturelle Diskriminierungen innerhalb der antiken Gesellschaften wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Texte stützen sich primär auf die Auswertung antiker Primärquellen sowie die kritische Auseinandersetzung mit der modernen Forschungsliteratur zu sozial- und rechtsgeschichtlichen Fragestellungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich detailliert der täglichen Lebenspraxis, rechtlichen Abhängigkeiten (wie der Vormundschaft) sowie den Möglichkeiten zur wirtschaftlichen Teilhabe für Frauen in Athen, Rom und Sparta.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geschlechterrollen, Oikos, Emanzipation, soziale Stratifikation und antike Erziehungssysteme charakterisiert.

Welche Rolle spielt die "Manus-freie Ehe" für die wirtschaftliche Macht römischer Frauen?

Die Manus-freie Ehe ermöglichte es Frauen, rechtlich unabhängiger (sui juris) zu agieren, was die Voraussetzung dafür war, eigenes Vermögen zu verwalten und in Bereichen wie dem Investitions- oder Bankwesen tätig zu werden.

Warum stand die spartanische Mädchenerziehung nicht im Dienst der Emanzipation?

Die Forschung zeigt, dass die physische und intellektuelle Ausbildung in Sparta vor allem der Tauglichkeit als Mutter und der Stabilität des kriegerischen Staates diente, jedoch nicht das Ziel einer individuellen Befreiung der Frau verfolgte.

Fin de l'extrait de 74 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Stellung der Frau in der Antike. Zurückgezogene Athenerinnen, vermögende Römerinnen und starke Spartiatinnen
Sous-titre
Ein GRIN-Sammelband
Auteurs
GRIN Verlag (Hrsg.) (Éditeur), Vanessa Anderson (Auteur), Katrin Hilgenberg (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
74
N° de catalogue
V1420097
ISBN (ebook)
9783346972538
ISBN (Livre)
9783346972545
Langue
allemand
mots-clé
klassisches Athen Rolle der Frau Rolle der Frau Antike Stellung der Frau Antike Athenerin Römerin Spartanerin Spartiatin Vestalinnen vestalische Jungfrauen pontifex maximus Prinzipat Priesterin Vesta Frauen in Sparta Mädchenerziehung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
GRIN Verlag (Hrsg.) (Éditeur), Vanessa Anderson (Auteur), Katrin Hilgenberg (Auteur), 2023, Die Stellung der Frau in der Antike. Zurückgezogene Athenerinnen, vermögende Römerinnen und starke Spartiatinnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1420097
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  74  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint