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Die staatliche Einwirkung an den Theatern der DDR

Título: Die staatliche Einwirkung an den Theatern der DDR

Trabajo Escrito , 2014 , 19 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Bettina Walkenhorst (Autor)

Teatrología, danza
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Die Hausarbeit beleuchtet hauptsächlich die Rolle des Theaterschauspielers in der DDR und untersucht hierzu, inwieweit der Staat in die künstlerischen und kulturellen Bereiche eingreift. Es wird der Frage nachgegangen, ob Schauspieler im Laufe ihrer Tätigkeit den Staat als diktierendes Organ wahrnehmen und sich aufgrund dessen in ihrer kreativen Tätigkeit eingeschränkt fühlen. Diesbezüglich werden weitere Autobiografien und Ausschnitte aus Interviews von Theaterschauspielern zugrunde gelegt, um verschiedene Erfahrungen des Theaterlebens in der DDR Zeit zu vergleichen.

Die Hausarbeit beginnt mit der sofortigen Wiederbelebung des Theaters direkt nach dem Ende des Krieges. Hauptsächlich wird erörtert, wie sich das Verhältnis zur sowjetischen Besatzungsmacht gestaltet. In den nachfolgenden Punkten wird zum einen die Kulturpolitik der DDR näher beleuchtet. Was wird von den Theatern erwartet und welche Richtlinien gibt es für das künstlerische Wirken? Welche Entwicklung nehmen die kulturpolitischen Ziele im Laufe der Jahrzehnte? Zum Anderen rücken die Auswirkungen, die diese Zielvorgaben mit sich bringen, in den Fokus. Wie funktionierte die Überwachung der zentral vorgegebenen Aufgaben?

Ein wesentlicher Ansatz dabei ist, welche Einschränkungen die staatliche Kontrolle mit sich bringt. Im vierten Punkt werden die Annehmlichkeiten, die der Theaterberuf trotz allem mit sich bringt, beschrieben. Das anschließende Fazit nimmt die Fragestellung noch einmal auf und fasst die Erkenntnisse zusammen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beginn der ostdeutschen Theaterszene

3. Theater als Organ der zentralen Staatsführung

3.1. Entwicklung der staatlichen Theaterpolitik

3.2. Auswirkungen der staatlichen Kontrolle

4. Privilegien der Theaterkünstler

5. Fazit

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

6.1. Quellenverzeichnis

6.2. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themenschwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen staatlicher Kontrolle und künstlerischer Freiheit am Theater in der DDR. Basierend auf autobiografischen Quellen und zeitgenössischen Veröffentlichungen wird analysiert, wie die Kulturpolitik der SED auf Theaterschaffende einwirkte, inwieweit diese ihre künstlerische Arbeit entfalten konnten und welche Privilegien als Instrument der staatlichen Lenkung dienten.

  • Entwicklung und Instrumentalisierung des DDR-Theaters durch die Staatspartei SED
  • Die direkte staatliche Einflussnahme auf Spielpläne und Inszenierungskonzepte
  • Umgang von Theaterschaffenden mit Repressionen und Zensur in der DDR
  • Die Rolle der DDR-Theater als Orte der kulturellenIdentitätsstiftung und Identifikation
  • Bedeutung von Gastspielreisen und materiellen Privilegien bei der Kontrolle von Kulturschaffenden

Auszug aus dem Buch

3.2. Auswirkungen der staatlichen Kontrolle am Theater

Die Ideale des Staates sollen den Zuschauern von der Bühne herab vermittelt werden. Durch die Vielzahl der Theater und die subventionierten Eintrittspreise soll ein breites Publikum in die Theatersäle gelockt werden. Damit die Theatermacher ihren Auftrag erfüllen, unterliegen sowohl die Spielpläne als auch die Stellenbesetzungen staatlicher Kontrolle. Größtenteils ist das Geschick der Intendanten gefragt, ob der Antrag ein Stück aufführen zu dürfen, angenommen oder abgelehnt wird. Immer wieder werden den Theatermachern Steine in den Weg gelegt. Vor allem die Berliner Theater steht besonders im Fokus der Partei. Auch wenn ein Stück genehmigt ist und die Proben laufen, kann es passieren, dass irgendetwas den Argwohn erregt. Einige Male setzt die Partei Stücke nach wenigen Aufführungen ab. Die DDR Führung verleiht dem Theater einen hohen Stellenwert in seiner Kulturpolitik und macht es zu seinem Instrument, dennoch ist man sich der Macht der Theatermacher durch die Öffentlichkeit bewusst.

Das epische Theater Brechts passt nicht in die Konzeptvorstellung der Partei. So wird in den 1960iger Jahren hart gegen diese Schule durchgegriffen. Besonders trifft es den Autor Heiner Müller und den Regisseur Tragelehn nach der Premiere „Die Umsiedlerin“ 1961. Das Stück wird sogleich als „reaktionäres Machwerk“ verboten. Heiner Müller wird aus dem Autorenverband ausgeschlossen. Dem Regisseur verpflichtet man zur Arbeit in der Fabrikproduktion. Tragelehn, der das Stück an der Studentenbühne probt, kann nichts politisches Falsches an dem Stück finden. Im Rückblick beurteilt er die Geschehnisse wie folgt: „Wir hatten gedacht: Wenn man dafür ist, braucht man nichts verschweigen. Das war naiv.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der staatlich gelenkten Theaterarbeit in der DDR ein und umreißt die Forschungsfrage nach den Einflussmöglichkeiten des Staates auf die künstlerische Praxis.

2. Beginn der ostdeutschen Theaterszene: Dieses Kapitel beschreibt den Wiederaufbau des Theaterbetriebs in der unmittelbaren Nachkriegszeit und die frühe kulturpolitische Instrumentalisierung durch die sowjetischen Besatzer.

3. Theater als Organ der zentralen Staatsführung: Hier wird die systematische Unterordnung der Theater unter die Ziele der SED sowie die spezifische Steuerung durch kulturpolitische Richtlinien und staatliche Aufsichtsorgane analysiert.

3.1. Entwicklung der staatlichen Theaterpolitik: Dieser Abschnitt erläutert die verschiedenen Phasen der DDR-Kulturpolitik von 1945 bis 1990 und die damit verbundenen ästhetischen sowie politischen Vorgaben.

3.2. Auswirkungen der staatlichen Kontrolle: Das Kapitel befasst sich mit der konkreten Zensurpraxis, dem Umgang mit „unbequemen“ Stücken und den negativen Folgen staatlicher Eingriffe für die betroffenen Theatermacher.

4. Privilegien der Theaterkünstler: Diese Sektion zeigt auf, wie der Staat durch die Vergabe von Privilegien und materiellen Vorteilen sowohl die Loyalität der Künstler sichern als auch deren Handlungsspielraum kontrollieren wollte.

5. Fazit: Die Zusammenfassung der Ergebnisse verdeutlicht, dass trotz weitreichender staatlicher Kontrolle eine künstlerische Eigensprache der Theatermacher möglich war und diese sich mit den Gegebenheiten arrangierten.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verarbeiteten Zeitzeugenberichte, Dokumentationen und wissenschaftlichen Sekundärliteratur zur DDR-Theaterlandschaft.

Schlüsselwörter

DDR-Theater, SED-Kulturpolitik, Staatliche Kontrolle, Sozialistischer Realismus, Inszenierungspraxis, Zensur, Theaterintendanten, Kulturschaffende, Künstlerische Freiheit, Gastspiele, Theatergeschichte, DDR-Alltag, Theaterausbildung, Spielplansteuerung, Sozialistischer Aufbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen staatlicher kulturpolitischer Lenkung durch die SED und der tatsächlichen künstlerischen Praxis an Theatern in der DDR.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der staatlichen Theaterpolitik, den Mechanismen der Zensur und Kontrolle sowie dem Einfluss von Privilegien auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Theaterschaffenden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Es soll herausgearbeitet werden, inwieweit Theaterkünstler staatliche Vorgaben wahrnahmen und wie diese Kontrolle den künstlerischen Alltag und die Inszenierungen beeinflusste.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer qualitativ-analytischen Methode, bei der vorwiegend autobiografische Erinnerungen von Zeitzeugen sowie zeitgenössische Fachpublikationen ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entstehung der Theaterszene nach 1945, die strukturelle Einbindung des Theaters als staatliches Instrument und die materiellen bzw. sozialen Privilegien der Künstler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Begriffe wie DDR-Theater, SED-Kulturpolitik, Zensur, Sozialistischer Realismus und künstlerische Freiheit.

Welche Rolle spielte das "epische Theater" von Bertolt Brecht in der DDR?

Obwohl Brecht ein zentraler Akteur war, passte seine epische Theaterform nicht immer in das rigide Konzept der Partei, was in den 1960er Jahren zu harten kulturpolitischen Konflikten führte.

Wie wurden Gastspielreisen von DDR-Schauspielern kontrolliert?

Reisen in den Westen wurden als Privileg gewährt, waren jedoch an strenge Auflagen gebunden, erforderten aufwendige bürokratische Anträge und wurden zur Überwachung der Loyalität genutzt.

Führte die staatliche Kontrolle im Theater immer zum Abbruch der künstlerischen Laufbahn?

Nein, die Untersuchung zeigt, dass Künstler trotz Zensur oft Wege fanden, sich anzupassen oder innerhalb der vorgegebenen Strukturen eine eigene künstlerische Sprache zu entwickeln.

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Detalles

Título
Die staatliche Einwirkung an den Theatern der DDR
Universidad
University of Hagen  (Kulturwissenschaften)
Calificación
2
Autor
Bettina Walkenhorst (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
19
No. de catálogo
V1420346
ISBN (PDF)
9783346977298
ISBN (Libro)
9783346977304
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erinnerungskultur Theater der DDR Schauspieler in der DDR Autobiographie Theaterlandschaft DDR gesellschaftliches Erinnern Leben in der DDR
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bettina Walkenhorst (Autor), 2014, Die staatliche Einwirkung an den Theatern der DDR, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1420346
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