Wie kam das Ermächtigungsgesetz zustande? Welche Vorteile brachte es dem deutschen Führer Hitler ein? Wieso war dieses Gesetz so gefährlich? Wie konnte Hitler so mächtig werden?
Die Hausarbeit, welche mit der hermeneutischen Methode erarbeitet wurde, thematisiert den Zeitraum zwischen 1918 und 1933 in Deutschland. Dieser längere Zeitraum ergibt sich daraus, dass zunächst für das Thema wichtige Teile der Weimarer Verfassung und ihre Entstehung genauer beleuchtet werden. Die Hausarbeit ist in vier Hauptkapitel unterteilt, die den Prozess der Machtergreifung chronologisch abarbeiten. Dabei können so gerade die Prozesse, die zur Entstehung der Herrschaft der Nationalsozialisten führten, besser nachvollzogen werden. Die Kenntnisse über die Weimarer Verfassung geben eine theoretische Grundlage, um die Tragweite und Folgen des Ermächtigungsgesetzes und seiner Vorgänger (z.B. Reichstagsbrandverordnung) vollends darzustellen. Anschließend soll bei dem Grundlagen-Teil der Arbeit genauer auf die unmittelbare Entwicklung des Ermächtigungsgesetzes und die daran gekoppelte Machtübernahme der Nationalsozialisten, eingegangen werden. Das Kapitel die "Entwicklung bis zur Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes" wurde zusätzlich in vier Teile gegliedert, die den "Weg zum Ermächtigungsgesetz" detaillierter darlegen. Hierbei wird der Fokus auf die Ziele Adolf Hitlers und die Verhandlungen zwischen der NSDAP und der Zentrumspartei gelegt, da es bei historischen Forschungen bereits Diskussionen gegeben hat, ob das Zentrum das Ermächtigungsgesetz hätte verhindern können. Diese Theorie wird in der Hausarbeit dargelegt und die Problematik erörtert. Gegen Ende dieser Arbeit wird die These aufgestellt, weshalb das Ermächtigungsgesetz nicht hätte verhindert werden können. Abschließend folgen zwei Kapitel über die Themen des Inkrafttretens und der Folgen des Ermächtigungsgesetzes.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Scheitern der Weimarer Republik
3. Entwicklung bis zur Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes
3.1 Die Machtergreifung Hitlers
3.2 Reichstagsbrand und Reichstagsbrandverordnungen
3.3 Ziele und Absichten der Regierung Hitler
3.4 Das Zentrum und die Verhandlungen mit Hitler
4. Inkrafttreten des Ermächtigungsgesetzes
5. Folgen des Ermächtigungsgesetzes
6. Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit den historischen Voraussetzungen und dem Prozess, der im Jahr 1933 zur Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes und damit zur Etablierung der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland führte.
- Analyse des Scheiterns der Weimarer Verfassung
- Untersuchung der politischen Machtübertragung an Adolf Hitler
- Bewertung der Rolle des Reichstagsbrandes und der Notverordnungen
- Erörterung der Verhandlungen zwischen der NSDAP und dem Zentrum
- Reflektion der Auswirkungen auf die deutsche Staatsordnung
Auszug aus dem Buch
3.2 Der Reichstagsbrand und die Reichstagsbrandverordnung
Ein weiteres Mittel zu Hitlers Machtergreifung lieferte der bis heute nicht aufgeklärte Reichstagsbrand am 27.02.1933. Einige Historiker gehen davon aus, dass Hitlers Anhänger den Reichstagsbrand selbst inszeniert haben, damit Hitler seine Macht ausbauen und weitere Notverordnung entlassen konnte. Andere wiederum sagen, dass es der holländische Rätekommunist Marinus van der Lubbe sei, der sich auch später selbst für diese Tat stellte. Mit der Stellung von Marinus van der Lubbe konnte man zur damaligen beweisen, dass die kommunistischen Parteien hinter dem Reichstagsbrand steckten. Die daraus resultierende Notverordnung, welche zum „Schutz von Volk und Staat“ dienen sollte, galt zur Abwehr gegen kommunistische, staatsgefährdende Gewaltakte. Dieser Schachzug erwies sich rückblickend als besonders entscheidender Punkt fürs Hitlers Machtübernahme.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur Entstehung des Ermächtigungsgesetzes und der methodischen Vorgehensweise.
2. Das Scheitern der Weimarer Republik: Analyse der strukturellen Schwächen der Weimarer Verfassung und des politischen Umfelds bis 1933.
3. Entwicklung bis zur Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes: Darstellung der chronologischen Ereignisse von der Regierungsbildung bis zu den Verhandlungen mit dem Zentrum.
4. Inkrafttreten des Ermächtigungsgesetzes: Untersuchung der parlamentarischen Sitzung, der Abstimmungsbedingungen und der Rolle der Oppositionsreden.
5. Folgen des Ermächtigungsgesetzes: Erörterung der Auswirkungen des Gesetzes auf die Gewaltenteilung und die Machtstellung Hitlers.
6. Schluss: Synthetische Zusammenfassung der Faktoren, die Hitler den Weg zur Diktatur ebneten.
Schlüsselwörter
Ermächtigungsgesetz, Nationalsozialismus, Adolf Hitler, Weimarer Republik, Machtergreifung, Reichstagsbrand, Reichstagsbrandverordnung, Zentrum, Verfassung, Diktatur, Notverordnung, Reichstag, Politik, Geschichte, Deutschland
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den historischen Prozess der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 mit einem Fokus auf das Ermächtigungsgesetz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Schwächen der Weimarer Demokratie, die Rolle der Nationalsozialisten bei der Ausschaltung politischer Gegner und der Einfluss des Reichstagsbrandes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu klären, wie es Hitler ermöglicht wurde, das Ermächtigungsgesetz zu forcieren und die demokratische Staatsordnung systematisch zu untergraben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer hermeneutischen Methode zur Erschließung historischer Quellen und Zusammenhänge im Zeitraum 1918 bis 1933.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Verfassungsbedingungen, die Ereignisse der Machtübernahme und die konkreten Verhandlungen zum Ermächtigungsgesetz.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Ermächtigungsgesetz, NSDAP, Weimarer Verfassung, Reichspräsident und Gleichschaltung.
Warum spielte die Zentrumspartei eine so entscheidende Rolle bei der Verabschiedung des Gesetzes?
Hitler benötigte eine Zweidrittelmehrheit im Reichstag, um das Gesetz zu verabschieden, die er nur durch die Unterstützung oder Stimmenthaltung des Zentrums erreichen konnte.
War das Ermächtigungsgesetz rechtlich gesehen legal?
Das Gesetz wurde formal in einem parlamentarischen Prozess verabschiedet, jedoch unter Bedingungen der massiven Einschüchterung und Manipulation, was dessen Legalität historisch und moralisch fragwürdig macht.
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- Artur Barabas (Author), 2017, Das Ermächtigungsgesetz 1933. Das Scheitern der Weimarer Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1420449