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Projektteams in Organisationen, die Arbeitsform in modernen Unternehmen

Ein Team ist mehr als die Summe seiner Mitglieder

Titel: Projektteams in Organisationen, die Arbeitsform in modernen Unternehmen

Essay , 2009 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtschaftsing. Karin Ulrich (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1 Einleitung
Unternehmen und Organisationen müssen sich heute in einer globalisierten Umwelt mit zum Teil völlig veränderten und neuen Herausforderungen ökonomisch bewähren und gesellschaftlich in zunehmenden Maße auch legitimieren.
Der kontinuierlich steigende Wettbewerbsdruck und die immer kürzer werdenden Produktions- und Projektzyklen zwingen die Unternehmen ihre Arbeitsabläufe permanent zu optimieren oder gänzlich anders zu gestalten.
Heute werden in Projekten viele Aufgaben erledigt, die in einer klassischen hierarchischen Organisation nicht mehr zu bewältigen sind. Hierarchien lösen Aufgaben, die immer wiederkehren, Projekte eher solche, die einmalig und immer wieder neu sind. Eine Projektorganisation macht vor allem dann Sinn, wenn Aufgaben und Problemstellungen vorliegen, die in der Organisationsform der funktionalen Gliederung oder wie Luhmann sagt, der „funktionalen Differenzierung“ , wie z.B. entlang der Wertschöpfungskette Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing und Verwaltung, nicht mehr wirklich zu bewältigen sind. Wenn gleichzeitiges Denken, fachübergreifende Überlegungen, Verknüpfen unterschiedlicher Logiken, das Herstellen von ganzheitlichen Sichtweisen, oder einfach ausgedrückt, neue Problemlösungen gefordert sind, hat es sich immer wieder als zweckdienlich erwiesen auf das uralte Prinzip Gruppe zurückzugreifen.
Im folgenden werde ich versuchen, mich mit den Grundannahmen der Systemexistenz und des Systemerhalts, im besonderen mit der Fragestellung: „Was ist zu tun, um ein Projektteam im hierarchischen Unternehmenskontext stark und leistungsfähig zu machen?“ näher auseinandersetzten. Dabei gilt es im ersten Teil die beiden Systemarten „Organisation“ und „Team“ mit Hilfe der Luhmann´schen Vokabeln zu differenzieren und im zweiten Teil die praktischen Anforderungen an eine erfolgreiche Teamentwicklung zu skizzieren. Abschließen werde ich mit einer Reflexion des Gelernten in Bezug auf meine frühere Tätigkeit als interne Teamberaterin eines IT-Systemhauses. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Organisation und Team – Zwei unterschiedliche Systemtypen

3 Teamentwicklung: Der Weg zur reifen, arbeitsfähigen Gruppe

3.1 Der Schlüssel zu einem starken Team: Dazu zwei zentrale Aspekte

3.1.1 Die Zugehörigkeit – Die Grenze eines Teams

3.1.2 Abgrenzung und Verknüpfung von Team und Organisation

4 Abschließende Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spannungsvolle Beziehung zwischen Projektteams und der übergeordneten Organisationsstruktur. Ziel ist es, unter Anwendung systemtheoretischer Grundannahmen zu analysieren, wie Projektteams innerhalb hierarchischer Unternehmenskontexte leistungsfähig agieren können, ohne den notwendigen Anschluss an die Organisation zu verlieren.

  • Differenzierung von Organisation und Team als Systemtypen
  • Die Bedeutung von Grenzziehung und Teamentwicklung
  • Herausforderungen der internen Beratung in Organisationen
  • Reflexion über die Kopplung von Projektteams an Linienstrukturen

Auszug aus dem Buch

Organisation und Team – Zwei unterschiedliche Systemtypen

Das Bilden und Entwickeln von Teams in hierarchisch ausgebildeten Systemen ist keine leichte Aufgabe, denn Organisation und Team mögen einander schon von ihrem Grundcharakter her nicht, sie sind zudem zwei ganz unterschiedliche Systemtypen.

Hierarchie differenziert durch Funktionsstellen und integriert durch formalisierte Regeln und Bündelung durch übergeordnete Funktionen. Eine Bürokratie beispielsweise ist meist in Autoritätsebenen untergliedert. Am unteren Ende stehen die Büros, die mit den Klienten zu tun haben. Ihre Funktion besteht darin, die Umweltkomplexität mittels Klientenkommunikation im Hinblick auf das bürokratische System zu erfassen. Das Ausfüllen eines Formulars z.B. reduziert die Umweltkomplexität auf eine systemische Komplexität, die wiederrum vom System zu verbindlichen Entscheidungen verarbeitet und umgewandelt werden kann. Dem gegenüber differenziert Gruppe oder Team nach Personen, die zugehörig sind und integriert über Emotionen auf gleicher Ebene. Teams müssen, damit sie zum Team werden eine Grenze ziehen und darin, ich nenne es einmal, ein Eigenleben entfalten wie übrigens Organisationen in einem größeren Kontext auch.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck in einer globalisierten Wirtschaft und begründet, warum projektbasierte Gruppen heute eine notwendige Ergänzung zur klassischen funktionalen Hierarchie darstellen.

2 Organisation und Team – Zwei unterschiedliche Systemtypen: Dieses Kapitel erläutert die fundamentalen Unterschiede zwischen Organisationen als regelbasierte Systeme und Teams als beziehungsorientierte Einheiten.

3 Teamentwicklung: Der Weg zur reifen, arbeitsfähigen Gruppe: Das Kapitel beschreibt den Prozess der Teambildung sowie die Notwendigkeit von Grenzziehung und kontinuierlicher Entwicklung als Voraussetzung für Leistungsfähigkeit.

3.1 Der Schlüssel zu einem starken Team: Dazu zwei zentrale Aspekte: Hier werden die Identitätsstiftung durch Zugehörigkeit sowie die Dynamik der Grenzziehung zwischen Team und Organisation vertieft.

3.1.1 Die Zugehörigkeit – Die Grenze eines Teams: Fokus auf der Identitätsbildung eines Teams durch die Grenzziehung zu anderen Einheiten und die Konsequenzen von personeller Fluktuation.

3.1.2 Abgrenzung und Verknüpfung von Team und Organisation: Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen verschiedenen Logiken von Team und Organisation und der Notwendigkeit von Aushandlungsprozessen.

4 Abschließende Reflexion: Die Autorin reflektiert ihre beruflichen Erfahrungen als interne Beraterin unter Anwendung der systemtheoretischen Perspektive und hinterfragt bisherige Beratungsansätze.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Projektteam, Organisation, Hierarchie, Teamentwicklung, Grenzziehung, Organisationskultur, Leistungsfähigkeit, Systemerhalt, Interne Beratung, Soziale Systeme, Gruppendynamik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der systemtheoretischen Betrachtung von Projektteams innerhalb moderner Organisationen und den daraus resultierenden Spannungsfeldern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Teamentwicklung, den Unterschieden zwischen hierarchischen Organisationen und agilen Teams sowie der Herausforderung der systemischen Koppelung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Projektteams im Unternehmenskontext stark und leistungsfähig gemacht werden können, während gleichzeitig die notwendige Verbindung zur Organisation gewahrt bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein systemtheoretischer Ansatz gewählt, insbesondere unter Rückgriff auf die Terminologie von Niklas Luhmann, kombiniert mit einer praxisorientierten Reflexion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die strukturellen Unterschiede zwischen Organisationen und Teams, beschreibt die Phasen der Teamentwicklung und diskutiert die Balance zwischen Abgrenzung und Anschlussfähigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Systemtheorie, Organisationskontext, Teamentwicklung und Grenzziehung definieren.

Warum ist die Abgrenzung eines Teams von der Organisation ambivalent?

Einerseits ist die Abgrenzung notwendig für eine eigene Identität und Leistungsfähigkeit, andererseits kann eine zu starke Isolation dazu führen, dass die Anschlussfähigkeit an die übergeordnete Organisation verloren geht.

Welche Rolle spielt der "Schonraum" bei der Teamentwicklung?

Der Schonraum ist eine notwendige Phase der Anfangsentwicklung, in der das System Zeit benötigt, um eigene Normen und Werte zu entwickeln, bevor es voll arbeitsfähig ist.

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Details

Titel
Projektteams in Organisationen, die Arbeitsform in modernen Unternehmen
Untertitel
Ein Team ist mehr als die Summe seiner Mitglieder
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Soziologie)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,7
Autor
Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtschaftsing. Karin Ulrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
11
Katalognummer
V142062
ISBN (eBook)
9783640519231
ISBN (Buch)
9783640520770
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Team Teamentwicklung Führen von Systemen Oganisation Niklas Luhmann Sytemtheorie soziales System
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtschaftsing. Karin Ulrich (Autor:in), 2009, Projektteams in Organisationen, die Arbeitsform in modernen Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142062
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Leseprobe aus  11  Seiten
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