Impression Management (IM) befasst sich mit der bewussten Manipulation des Eindrucks, den Personen ihren Interaktionspartnern von sich vermitteln. In der
vorliegenden Arbeit werden zunächst die Grundthesen beschrieben, die zur Entwicklung der IM-Theorie geführt haben und daran anschließend, die in Einstellungsinterviews genutzten IM-Taktiken erläutert. Die Forschungsinhalte, - ergebnisse und Betrachtungsebenen einzelner Studien zu IM in
Einstellungsinterviews werden anhand eines integrativen Strukturmodells dargestellt, diskutiert und gegenübergestellt. Dabei wurden eine Reihe möglicher situationaler und interindividueller Faktoren identifiziert, die sich in unterschiedlicher Weise auf die Intervierwerbeurteilung auswirken können. Beim Vergleich der verschiedenen Studien zeigen sich daher, neben konvergenten, auch einige
diskrepante Ergebnisse, welche möglicherweise auf die unterschiedlichen Operationalisierungen, Betrachtungsebenen und Definitionen von IM in Einstellungsinterviewsituationen zurückzuführen sind.
Inhaltsverzeichnis
- Impression Management
- Impression Management in Einstellungsinterviews
- Die Impression Management Theorie
- Die Impression Management Taktiken
- Impression Management in Einstellungsinterviews
- Das Einstellungsinterview
- Diskursanalyse zu IM in Interviews
- Personenvariablen des Bewerbers
- Direkte und indirekte Instruktionen zur Nutzung von IM-Taktiken
- Einfluss von Interviewformaten auf IM-Taktiken
- Genutzte IM-Taktiken
- Einfluss auf die Wahrnehmung des Interviewers
- Einfluss auf die reale Arbeitsleistung und den Berufserfolg
- Resümee
- Literatur
- Abkürzungsverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über die Erforschung des Impression Managements (IM) im Kontext von Einstellungsinterviews. Sie analysiert die grundlegenden Prinzipien der IM-Theorie, beschreibt verschiedene IM-Taktiken und beleuchtet die Ergebnisse von Studien, die den Einsatz von IM in Einstellungsinterviews untersucht haben. Dabei werden die komplexen Interaktionen zwischen Bewerber, Interviewer und Interviewsituation sowie deren Auswirkungen auf den Erfolg des Bewerbungsprozesses betrachtet.
- Die Entwicklung und Bedeutung der IM-Theorie
- Die gängigsten IM-Taktiken in Einstellungsinterviews
- Die Auswirkungen von IM-Taktiken auf die Interviewer-Wahrnehmung
- Der Einfluss von IM-Taktiken auf die reale Arbeitsleistung und den Berufserfolg
- Die Rolle von situativen Faktoren und Personenvariablen im Rahmen von IM
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Impression Management-Theorie ein und erläutert ihre theoretischen Grundlagen, die aus dem symbolischen Interaktionismus hervorgegangen sind. Der zweite Abschnitt widmet sich den verschiedenen Impression Management-Taktiken, die in Einstellungsinterviews eingesetzt werden. Im dritten Kapitel wird das Einstellungsinterview als sozialer Interaktionsprozess genauer betrachtet und die Diskursanalyse von IM-Taktiken in diesem Kontext beleuchtet. Es werden verschiedene Studien zum Einsatz von IM-Taktiken in Einstellungsinterviews vorgestellt und deren Ergebnisse im Detail analysiert. Dabei werden Faktoren wie Personenvariablen des Bewerbers, direkte und indirekte Instruktionen zur Nutzung von IM-Taktiken, der Einfluss von Interviewformaten auf IM-Taktiken und die Wahrnehmung des Interviewers betrachtet.
Schlüsselwörter
Impression Management, Einstellungsinterview, Interview-Performance, soziale Interaktion, Personenvariablen, Interviewformat, Bewerberverhalten, Wahrnehmung des Interviewers, Arbeitsleistung, Berufserfolg.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Impression Management in einem Vorstellungsgespräch?
Impression Management bezeichnet die bewusste Steuerung des Eindrucks, den ein Bewerber beim Interviewer hinterlassen möchte, um seine Chancen auf die Stelle zu erhöhen.
Welche Taktiken nutzen Bewerber beim Impression Management?
Zu den Taktiken gehören Selbstdarstellung (Hervorheben eigener Erfolge), Einschmeicheln (Komplimente an den Interviewer) und Rechtfertigungen für frühere Misserfolge.
Beeinflusst Impression Management die Beurteilung des Interviewers?
Ja, Studien zeigen, dass geschicktes Impression Management oft zu besseren Bewertungen führt, unabhängig davon, ob die tatsächliche Qualifikation höher ist.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen IM-Taktiken und späterem Berufserfolg?
Die Forschungsergebnisse sind diskrepant: Während IM im Interview hilft, korreliert es nicht zwingend mit der tatsächlichen Arbeitsleistung nach der Einstellung.
Welche Rolle spielen Interviewformate beim Impression Management?
In unstrukturierten Interviews ist der Spielraum für IM-Taktiken größer, während strukturierte oder situative Interviews darauf abzielen, solche Einflüsse zu minimieren.
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- Bachelor of Science Said Giancoli (Autor), 2009, Impression Management in Einstellungsinterviews, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142087