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Mediation. Grundlagen, Ziele, Techniken

Title: Mediation. Grundlagen, Ziele, Techniken

Seminar Paper , 2009 , 30 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Rebecca Krämer (Author)

Social Work
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Konflikte sind Teil des menschlichen Lebens und werden nicht selten durch das Zusammentreffen von unterschiedlichen Denk- und Handlungsweisen und das vielfältige Spektrum an Persönlichkeiten, Interessen und Formen der Lebensbewältigung, aus welchen unsere Gesellschaft erwächst, hervorgerufen. Wesentlich in diesem Kontext ist die Grundposition einzunehmen, Konflikte zunächst einmal als etwas Positives zu betrachten und nicht von vorneherein mit negativen Assoziationen in Verbindung zu bringen. Indessen ist die Erkenntnis, dass nicht die Existenz des Konflikts an sich die Problematik darstellt, sondern die Art und Weise, wie die Individuen mit diesem umzugehen pflegen, hervorzuheben. Bei ineffizientem Umgang kann sich der Konflikt nicht selten zu einem dynamischen Prozess entwickeln, der zumeist eine Eskalationsdynamik aufweist. Dabei kann der Disput zu Beeinträchtigungen innerhalb der Beziehungen führen oder sogar die Lebensqualität des Einzelnen massiv einschränken. Falls diese Folgeerscheinungen ersichtlich werden, ist eine Lösung des Konflikts obligat. Als eine bedeutende Option eine Problembehebung herbeizuführen, ist die Mediation herauszukristallisieren, welche ich in meiner Seminararbeit vorstellen möchte.
Diese beleuchtet zunächst einmal die Wesensmerkmale und die Grundlagen der Mediation, welche durch das Darlegen ihrer geschichtlichen Entstehung, einer Definition und ihrer Prinzipien erreicht wird. Da sich um diese Prinzipien viele Diskussionen und Dispute entwickelt haben, möchte ich auf diese noch näher eingehen und mich mit diesen kritisch auseinandersetzen. Innerhalb dieser wissenschaftlichen Arbeit werden des Weiteren die Rolle des Mediators und der Mediationsverlauf thematisiert. Anschließend möchte ich die Einbettung des Mediationsverfahrens in die Soziale Einzelfallhilfe darstellen. Letztlich werde ich den Blick auf die Anwendung der Mediation in meinem Praxisfeld lenken. Hier möchte ich vor allem meine persönliche Vision einer verbesserten Rollenbesetzung des Mediators in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung vorstellen und die Vorteile diesbezüglich hervorheben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Wesensmerkmale und Grundlagen der Mediation

2.1 Die geschichtliche Entstehung der Mediation

2.2 Definitionen der Mediation

2.3 Wichtige Prinzipien der Mediation

2.3.1 Prinzip der Freiwilligkeit

2.3.2 Das Prinzip der Neutralität

2.3.3 Das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit

2.3.4 Prinzip der Informiertheit

2.3.5 Prinzip der Vertraulichkeit

3 Aufgaben des Mediators

3.1 Ethische Grundsätze der Mediation

4 Verlauf der Mediation

4.1 Phase I: Die Einleitungsphase

4.2 Phase II: Sichtweisen der einzelnen Konfliktparteien

4.3 Phase III: Konflikterhellung / Vertiefung

4.4 Phase IV: Problemlösung / Entwurf von Lösungen

4.5 Phase V: Übereinkunft

5 Techniken der Mediation im Überblick

6 Theoretische Grundlagen

6.1 Das Harvard-Konzept

6.1.1 Trenne Sache und Person

6.1.2 Konzentriere Dich auf Interessen nicht auf Positionen

6.1.3 Entwickle Optionen zum beiderseitigen Vorteil

6.1.4 Bewerte Optionen nach objektiven Kriterien

6.2 Der Transformationsansatz

7 Anwendungsfelder

8 Einbettung in die soziale Einzelfallhilfe:

9 Theorie- Praxis- Transfer

9.1 Die Anwendung der Mediation in meinem Praxisfeld

9.2 Vision

10 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mediation als ein Verfahren der Konfliktlösung und ihre Relevanz sowie Anwendungsmöglichkeiten innerhalb der Sozialen Arbeit, insbesondere im Kontext der Arbeit mit Menschen mit Behinderung.

  • Grundlagen, Wesensmerkmale und Prinzipien der Mediation
  • Phasenmodell des Mediationsverlaufs
  • Theoretische Fundierung (Harvard-Konzept und Transformationsansatz)
  • Einbettung der Mediation in die soziale Einzelfallhilfe
  • Anwendung in der Praxis sowie Vision einer verbesserten Rollenbesetzung für Menschen mit Behinderung

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Prinzip der Freiwilligkeit

Als grundlegende Voraussetzung für die Durchführung eines Mediationsverfahrens gilt indes immer die freiwillige Teilnahme der Parteien. Dieses Verfahrenskriterium setzt primär voraus, dass die Parteien ohne äußeren Zwang bereit sind, das Verfahren durchzuführen, und befähigt werden, es jederzeit auch ohne Einigung zu beenden, ohne dass dies mit Nachteilen für sie verbunden wäre. Das Freiwilligkeitsprinzip ist vor allem in dem Anliegen, zwischen den Parteien eine weitestgehende offene Verhandlungsatmosphäre zu schaffen begründet. Ohne diese Gewährleistung wäre es wesentlich schwieriger zu erreichen, dass sich die Beteiligten auf die elementare Voraussetzung des Mediationsverfahrens einlassen und tatsächlich selbst die Verantwortung für das Verfahren und die Konfliktlösung übernehmen. Es wäre dann häufig das Fehlen der notwendigen Motivation ersichtlich, wodurch sie nicht in der gebotenen Weise unbeschwert, konstruktiv, kreativ und mit einem ausgeprägten Einigungswillen verhandeln würden.

Nach meinem Erachten stellt dieses Prinzip der Freiwilligkeit den wohl strittigsten Punkt innerhalb der Mediation dar. Einerseits ist dieses Prinzip immens wichtig, da es wie bereits oben skizziert, die Voraussetzung dafür darstellt, dass die Medianten sich überhaupt ernsthaft auf eine Vermittlung einlassen können. Anderseits geht hiermit aber sogleich auch die Frage einher, ob es eine reine Freiwilligkeit überhaupt gibt, beziehungsweise wo sich die Grenze zum Zwang ziehen lässt. Zur Beantwortung dieser diffizilen Fragestellung möchte ich mich in meinen weiteren Ausführungen vor allem auf Angelika Iser beziehen, die sich sehr kritisch damit auseinandersetzt und sie aus mehreren Perspektiven beleuchtet. Damit einhergehend ist es nicht minder relevant auch die Literatur und die Praxis ganz allgemein zu berücksichtigen, in der zu diesem Prinzip ein ganzes Spektrum an Positionen gefunden werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Konflikten ein und verortet die Mediation als hilfreiche Methode der Problembehebung sowie als zentrales Thema der Arbeit.

2 Die Wesensmerkmale und Grundlagen der Mediation: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung der Mediation, liefert verschiedene Definitionen und diskutiert kritisch die fünf zentralen Prinzipien.

3 Aufgaben des Mediators: Hier werden das Rollenspektrum des Mediators sowie die ethischen Grundsätze, die das professionelle Selbstverständnis leiten, dargestellt.

4 Verlauf der Mediation: Es wird das fünfstufige Phasenmodell nach Besemer vorgestellt, welches eine strukturierte Orientierung im Mediationsprozess bietet.

5 Techniken der Mediation im Überblick: Dieses Kapitel verweist auf die Vielfalt an Techniken, die Mediatoren in den unterschiedlichen Phasen einsetzen können.

6 Theoretische Grundlagen: Hier werden zwei wesentliche Ansätze – das Harvard-Konzept und der Transformationsansatz – detailliert erläutert und kritisch betrachtet.

7 Anwendungsfelder: Es wird ein Überblick über die breite Anwendbarkeit der Mediation in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen gegeben.

8 Einbettung in die soziale Einzelfallhilfe: Das Kapitel verknüpft die Mediation mit dem Fachbereich der Sozialen Arbeit und hebt die Übereinstimmung der Ansätze hervor.

9 Theorie- Praxis- Transfer: Die Autorin reflektiert die Anwendung der Mediation in ihrem eigenen Praxisfeld bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderung und formuliert eine zukunftsorientierte Vision.

10 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der Relevanz der Mediation für die Soziale Arbeit und einem Appell zur Integration entsprechender Kompetenzen in helfende Berufe.

Schlüsselwörter

Mediation, Konfliktlösung, Soziale Arbeit, Einzelfallhilfe, Harvard-Konzept, Transformationsansatz, Neutralität, Freiwilligkeit, Eigenverantwortlichkeit, Menschen mit Behinderung, win-win-Lösung, Mediationsverlauf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Methode der Mediation und deren Anwendungsmöglichkeiten, speziell im Kontext der Sozialen Arbeit und der Arbeit mit Menschen mit Behinderung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Grundlagen und Prinzipien der Mediation, der methodische Ablauf in fünf Phasen sowie die theoretische Fundierung durch das Harvard-Konzept und den Transformationsansatz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Mediation als wertvolle Ressource für die Soziale Arbeit aufzuzeigen und insbesondere zu untersuchen, wie Menschen mit Behinderung aktiv als Mediatoren in Konfliktlösungsprozesse eingebunden werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist eine Seminararbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Verknüpfung dieser theoretischen Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen aus einem spezifischen Praxisfeld basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Prinzipien und des Ablaufs der Mediation, die theoretische Unterlegung der Methode, deren Integration in die Soziale Arbeit sowie den Transfer in die eigene Berufspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mediation, Konfliktlösung, Soziale Arbeit, win-win-Lösung und Eigenverantwortlichkeit geprägt.

Wie unterscheidet sich der Transformationsansatz vom Harvard-Konzept?

Während sich das Harvard-Konzept stark auf sachbezogenes Verhandeln und Interessen fokussiert, bezieht der Transformationsansatz zusätzlich die Bedürfnisse, Gefühle und die langfristige Beziehungsentwicklung der Beteiligten stärker ein.

Welche Herausforderung sieht die Autorin bei der Mediation in ihrem eigenen Arbeitsfeld?

Eine zentrale Herausforderung ist die Problematik, dass die neutralen Rollen des Mediators schwer einnehmbar sind, wenn dieser gleichzeitig als Begleiter/Betreuer für die Klienten tätig ist.

Was umfasst die Vision der Autorin für zukünftige Mediationsprozesse?

Die Vision ist, dass Menschen mit Behinderung selbst als Mediatoren agieren, um eine Mediation „auf gleicher Augenhöhe“ zu ermöglichen und deren Kompetenz wertschätzend zu nutzen.

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Details

Title
Mediation. Grundlagen, Ziele, Techniken
College
University of Cooperative Education Villingen-Schwenningen
Grade
1,9
Author
Rebecca Krämer (Author)
Publication Year
2009
Pages
30
Catalog Number
V142176
ISBN (eBook)
9783640537945
ISBN (Book)
9783640552252
Language
German
Tags
Mediation Grundlagen Ziele Techniken Thema Mediation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Krämer (Author), 2009, Mediation. Grundlagen, Ziele, Techniken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142176
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