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Integration von Habit Reversal Training und Personenzentrierter Pflege. Reduktion von Aggressionen bei Menschen mit Demenz

Titel: Integration von Habit Reversal Training und Personenzentrierter Pflege. Reduktion von Aggressionen bei Menschen mit Demenz

Seminararbeit , 2023 , 23 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Altenpflege, Altenhilfe
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Habit Reversal Training (HRT) in Kombination mit personenzentrierter Pflege zur Bewältigung von Aggressionen, die bei Menschen mit Demenz infolge von sensorischer Überlastung auftreten können. Anknüpfend an die Theorien von Tom Kitwood, die die Würde und Individualität von Menschen mit Demenz hervorheben, werden innovative Wege zur Verbesserung ihrer Lebensqualität erkundet. Zentral ist dabei die Anpassung von Pflegeansätzen an die spezifischen Bedürfnisse und Gewohnheiten der Betroffenen, wobei HRT hilft, emotionale Gewohnheiten zu identifizieren und zu verändern.

Diese Arbeit leistet einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung von Pflegetheorien und Praktiken, indem sie die Effektivität von HRT in der Demenzpflege hervorhebt und neue Perspektiven für die Behandlung aggressiven Verhaltens bietet. Sie unterstreicht die Bedeutung einer individualisierten, würdevollen Pflege und fördert die Integration von therapeutischen und pflegerischen Ansätzen zur Unterstützung von Menschen mit Demenz und Pflegefachkräften.

Die Unterkapitel beleuchten den theoretischen Rahmen und relevante Aspekte im Detail. Zunächst wird das Krankheitsbild der Demenz mit Fokus auf Morbus Alzheimer beschrieben, gefolgt von einer Analyse der Gewohnheiten und Routinen im neuropsychologischen Kontext. Die personenzentrierte Pflege nach Tom Kitwood wird ebenfalls ausführlich behandelt.

Im Bereich der Pflege von demenziell Erkrankten gewinnt die Personenzentrierung zunehmend an Bedeutung. Ansätze, die auf den Theorien von Tom Kitwood basieren, betonen die Würde und Individualität von Menschen mit Demenz, um ihre Lebensqualität zu verbessern und ihre Fähigkeiten zu erhalten. Ein zentraler Aspekt ist das Phänomen des Overloads, das zu Frustration, Angst und Aggression führen kann.

Das Habit Reversal Training (HRT) bietet einen vielversprechenden Ansatz, um Aggressionen bei Overload zu reduzieren. Basierend auf dem Habit Loop-Konzept von Charles Duhigg zielt HRT darauf ab, emotionale Gewohnheiten zu erkennen und zu modifizieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Demenz

2.2 Habit Reversal Training und Routinen

2.3 Personenzentrierte Pflege bei Menschen mit Demenz nach Tom Kitwood

3. Anwendung des Habit Reversal Trainings und der personenzentrierten Pflege zur Reduktion von Aggression durch Overload bei Morbus Alzheimer

3.1 Erkennen individueller Bedürfnisse und Trigger auf Grundlage der Personenzentrierten Pflege

3.2 Entwicklung alternativer Verhaltensweisen zur Reduktion von Aggressionen bei Morbus Alzheimer als Reaktion auf Overload

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, wie die Prinzipien der personenzentrierten Pflege nach Tom Kitwood mit dem Habit Reversal Training (HRT) kombiniert werden können, um bei Demenzpatienten durch Overload verursachte Aggressionen präventiv zu reduzieren und deren Lebensqualität zu verbessern.

  • Analyse der neurobiologischen Grundlagen von Gewohnheiten und Routinen bei Demenz.
  • Integration des Habit Reversal Trainings zur Verhaltensmodifikation bei Aggressionen.
  • Anwendung der personenzentrierten Pflege als essenzielles Fundament der Interaktion.
  • Entwicklung von Strategien zur Identifikation individueller Auslöser (Trigger) von Überlastungssituationen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Erkennen individueller Bedürfnisse und Trigger auf Grundlage der personenzentrierten Pflege

In der Pflege von Menschen mit Morbus Alzheimer spielt die Identifizierung individueller Bedürfnisse und Triggern eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Aggressionen. Diese Bedürfnisse können von Patient*in zu Patient*in stark variieren und hängen von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich ihrer Persönlichkeit, ihres Krankheitsverlaufs und ihrer individuellen Lebensgeschichte. Daher ist es von großer Bedeutung, dass Pflegekräfte und Angehörige ein tiefgreifendes Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse jedes Einzelnen entwickeln.

Die individuellen Bedürfnisse von Menschen mit Morbus Alzheimer spielen eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Aggressionen. Aggressives Verhalten kann eine Reaktion auf Overload sein, was durch eine Überstimulation oder Überforderung der Sinne und des Gehirns ausgelöst wird. Overload tritt auf, wenn Menschen mit Morbus Alzheimer Schwierigkeiten haben, sensorische Reize zu verarbeiten und Informationen zu filtern. Dies kann zu Frustration, Stress und einer Überlastung des kognitiven Systems führen, was sich in aggressivem Verhalten äußern kann (van der Linde et al. 2016).

Die personenzentrierte Pflege und das Habit Reversal Training (HRT) bieten Ansätze, um individuelle Bedürfnisse und Triggern zu erkennen und auf Overload bedingte Aggressionen zu reagieren. Durch eine sorgfältige Beobachtung und Analyse können Pflegekräfte und Angehörige mögliche Trigger identifizieren, die Aggressionen auslösen können. Triggern können externe Reize wie laute Geräusche, ungewohnte Umgebungen oder eine überfüllte Raumgestaltung sein. Sie können aber auch interne Faktoren wie Hunger, Durst oder körperliches Unwohlsein umfassen (van der Linde et al. 2016).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der personenzentrierten Pflege bei Demenz und führt das Habit Reversal Training als innovativen Ansatz zur Reduktion von aggressiven Verhaltensweisen durch Overload ein.

2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel liefert eine fachliche Grundlage zum Krankheitsbild Demenz, den neuropsychologischen Mechanismen von Routinen sowie dem Konzept der personenzentrierten Pflege nach Kitwood.

3. Anwendung des Habit Reversal Trainings und der personenzentrierten Pflege zur Reduktion von Aggression durch Overload bei Morbus Alzheimer: Hier wird die praktische Verbindung der Konzepte beschrieben, inklusive der Identifikation individueller Trigger und der gezielten Entwicklung alternativer Verhaltensmuster.

4. Fazit: Das Fazit resümiert das Potenzial der integrierten Behandlungsmethode und betont die Notwendigkeit weiterführender empirischer Studien zur Wirksamkeit dieses Ansatzes.

Schlüsselwörter

Demenz, Morbus Alzheimer, Habit Reversal Training, HRT, Personenzentrierte Pflege, Tom Kitwood, Aggression, Overload, Routinen, Gewohnheiten, Lebensqualität, Verhaltensmodifikation, Neuropsychologie, Prozedurales Wissen, Pflegepraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht einen neuartigen, integrativen Therapieansatz für demenziell erkrankte Menschen, um durch Überlastung (Overload) bedingte Aggressionen mittels Habit Reversal Training und personenzentrierter Pflege zu mindern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Demenzforschung, die neuropsychologischen Hintergründe von menschlichen Gewohnheiten (Habit Loop) und die theoretischen Konzepte der personenzentrierten Pflege.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Strategien aufzuzeigen, wie Pflegekräfte durch das Erkennen individueller Trigger und die Etablierung neuer, adaptiver Routinen belastende Aggressionszustände präventiv reduzieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die eine systematische Literaturanalyse durchführt, um Konzepte aus der Verhaltenspsychologie und Pflegewissenschaft zu einem neuen Modell zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der praktischen Anwendung, insbesondere der Identifikation individueller Patientenbedürfnisse und der systematischen Umsetzung von Alternativrouten zur Verhaltensänderung bei Morbus Alzheimer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Demenz, Habit Reversal Training, personenzentrierte Pflege, Aggressionsprävention und prozedurales Lernen.

Welche Rolle spielt die Fallstudie von E.P. für das Argument des Autors?

Die Fallstudie belegt, dass auch bei gravierenden Schädigungen des deklarativen Gedächtnisses prozedurales Wissen und somit Gewohnheiten erhalten bleiben, was die Wirksamkeit des Trainings bei Demenzpatienten theoretisch legitimiert.

Wie unterscheidet sich die "maligne Sozialpsychologie" von der "positiven Patientenarbeit"?

Die maligne Sozialpsychologie identifiziert schädliche Kommunikationsmuster und Interaktionen in der Pflege, während die positive Patientenarbeit darauf abzielt, die verbliebenen Ressourcen und Stärken des Patienten aktiv zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Integration von Habit Reversal Training und Personenzentrierter Pflege. Reduktion von Aggressionen bei Menschen mit Demenz
Hochschule
Hochschule Ravensburg-Weingarten  (Fakultät für Soziales)
Veranstaltung
Gerontologische Pflege
Note
1,8
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
23
Katalognummer
V1421869
ISBN (PDF)
9783346978806
ISBN (Buch)
9783346978813
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demenz Pflege Habit Reversal Therapie Tom Kitwood Personenzentrierte Pflege Gewohnheitspsychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Integration von Habit Reversal Training und Personenzentrierter Pflege. Reduktion von Aggressionen bei Menschen mit Demenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1421869
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Leseprobe aus  23  Seiten
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