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Diskriminierungskritische Bildung. Diskriminierungserfahrungen im Kontext Schule

Titre: Diskriminierungskritische Bildung. Diskriminierungserfahrungen im Kontext Schule

Travail de Projet (scientifique-pratique) , 2023 , 32 Pages , Note: 1,0

Autor:in: I. Engin (Auteur)

Pédagogie - Intégration
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Résumé Extrait Résumé des informations

Vor dem Hintergrund der Bedeutung von Diskriminierungserfahrungen im Kontext Schule und den damit einhergehenden, maßgeblichen Einflüssen auf Kinder- und Jugendentwicklung untersucht diese Arbeit Formen der Diskriminierung. Der Diskriminierungsbegriff wird im Kontext der Schule skizziert und anhand eines Diskriminierungsfalls herausgearbeitet und reflektiert. Hierfür wird zunächst der Begriff Diskriminierung definiert und verschiedene Erscheinungsformen und Arten der Diskriminierung erläutert. Unter den Erscheinungsformen finden sich die interaktionelle, die institutionelle und die strukturelle Diskriminierung, während unter den Arten der Rassismus, Klassismus, Sexismus und Ableismus im Vordergrund steht. Diese Erscheinungsformen werden dann in einen schulischen Kontext eingebettet. Hierauf folgt eine schulische Fallbeschreibung, die untersucht und eingeordnet wird. Im Anschluss findet sich die Fallreflexion, die Bedingungen durchleuchtet, die die Diskriminierung in der Schule moderieren. Den Abschluss bilden fallspezifische Interventionsstrategien, worauf ein Ausblick folgt.

Der Artikel drei des deutschen Grundgesetzes soll der deutschen Bevölkerung als Schutz vor Diskriminierung dienen. Trotzdem werden systematisch benachteiligte Gruppen innerhalb der Gesellschaft häufig mit verschiedenen Diskriminierungsformen konfrontiert. Die Folgen dieser Erfahrungen können schwerwiegend sein. Sie haben einen großen Einfluss auf das Leben der Betroffenen. Auf Benachteiligung oder gar Ausgrenzung können sie in bestimmten Lebensbereichen stoßen. Dies schließt Bereiche ein, wie den Bildungszugang oder den beruflichen Werdegang, in verschiedenen Institutionen. Die Folgen von Diskriminierungserfahrungen können sich auch in der mentalen Gesundheit der Betroffenen widerspiegeln, besonders für Kinder und Jugendliche im Entwicklungsalter.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist eigentlich Diskriminierung?

3. Strukturelle, institutionelle und interaktionelle Diskriminierung im Kontext der Schule

4. Diskriminierungskritik – Wo setzt sie an?

5. Fallbeschreibung aus dem Kontext Schule

6. Falleinordnung – um welche Formen der Diskriminierung geht es?

7. Fallreflexion – welche Bedingungen moderieren die Diskriminierung?

8. Fallspezifische Interventionsstrategien

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Diskriminierungsformen im schulischen Kontext, indem sie theoretische Konzepte wie interaktionelle, institutionelle und strukturelle Diskriminierung mit einer konkreten Fallbeschreibung aus dem Schulalltag sowie einer anschließenden Reflexion und Interventionsplanung verknüpft, um eine diskriminierungskritische Perspektive auf Bildungseinrichtungen zu schärfen.

  • Grundlagen und Definitionen zu verschiedenen Diskriminierungsformen (Rassismus, Klassismus, Sexismus, Ableismus)
  • Analyse von Diskriminierungsstrukturen im Kontext Schule
  • Fallbasierte Untersuchung aus der Perspektive einer Lehrkraft
  • Reflexion der Rolle der Schulleitung bei Diskriminierungsvorfällen
  • Entwicklung fallspezifischer Interventionsstrategien

Auszug aus dem Buch

5. Fallbeschreibung

Während meiner Anstellung als Vertretungslehrerin an einer städtischen Realschule bot sich mir die Gelegenheit, Einblicke in verschiedene Unterrichtsstunden meiner Kolleginnen und Kollegen zu erhalten. In diesem Kontext begleitete ich an einem bestimmten Tag einen erfahrenen Kollegen, Herrn Müller (Name geändert), der über die Zeit durch wiederholte rassistische Äußerungen aufgefallen war. Zunächst folgen einige Hintergrundinformationen zum Lehrpersonal und anschließend folgt die Fallbeschreibung. Es handelt sich um eine Bildungseinrichtung, die in einem sozial benachteiligten Stadtviertel als Brennpunktschule fungiert. Diese Schule ist von einem erheblichen Lehrermangel betroffen und liegt in einem Einzugsgebiet, das hauptsächlich von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund besucht wird.

Das Lehrpersonal der Schule weist im Durchschnitt ein fortgeschrittenes Alter auf. Innerhalb des Kollegiums zeigten sich lediglich zwei Lehrkräfte mit türkischem Migrationshintergrund. Andere ethnische Hintergründe waren in diesem Kollegium nicht präsent, ebenso wenig wie Lehrpersonen mit erkennbaren körperlichen Beeinträchtigungen. In Bezug auf nicht offensichtliche Merkmale wie sexuelle Orientierung wurde im Lehrerzimmer keine Diskussion vermerkt. Im Verlauf von Gesprächen im Lehrerzimmer fielen wiederholt abwertende und herabsetzende Äußerungen auf. Bei genauer Betrachtung offenbarten sämtliche dieser Äußerungen einen rassistisch diskriminierenden Charakter. Kolleginnen und Kollegen äußerten regelmäßig ihren Unmut über vermeintliche Defizite in den Deutschkenntnissen von Schülerinnen und Schülern oder deren Eltern. Zudem wurden Fähigkeiten, die unabhängig von der Nationalität sind, mit der ethnischen Herkunft oder kulturellen Identität in Verbindung gebracht. In den Pausen wurde wiederholt über Spekulationen bezüglich Schülerinnen mit Kopftuch angeregt, ob diese möglicherweise Sekten beigetreten seien oder einem vermeintlichen Zwang unterlägen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz von Diskriminierungserfahrungen im Bildungsbereich ein, thematisiert die Folgen für Kinder und Jugendliche und stellt die Zielsetzung der Arbeit dar.

2. Was ist eigentlich Diskriminierung?: Hier werden der Diskriminierungsbegriff definiert sowie verschiedene Formen wie Rassismus, Klassismus, Sexismus und Ableismus theoretisch erläutert.

3. Strukturelle, institutionelle und interaktionelle Diskriminierung im Kontext der Schule: Das Kapitel differenziert zwischen interaktionellen, institutionellen und strukturellen Ebenen der Diskriminierung und beleuchtet deren Auswirkung im schulischen Umfeld.

4. Diskriminierungskritik – Wo setzt sie an?: Dieser Abschnitt erörtert Lösungsansätze und Interventionsmöglichkeiten, wie etwa Beschwerdestellen und das Konzept des Diversity Managements, um Diskriminierung entgegenzuwirken.

5. Fallbeschreibung aus dem Kontext Schule: Die Autorin beschreibt exemplarisch einen beobachteten Diskriminierungsfall durch einen Kollegen an einer Realschule und die Reaktionen des Umfelds.

6. Falleinordnung – um welche Formen der Diskriminierung geht es?: Hier erfolgt die analytische Einordnung des geschilderten Falls in die verschiedenen zuvor erarbeiteten theoretischen Kategorien der Diskriminierung.

7. Fallreflexion – welche Bedingungen moderieren die Diskriminierung?: Die Reflexion vertieft die Bedingungen, wie Hierarchien oder Lehrermangel, die ein diskriminierendes Klima an der Schule begünstigen.

8. Fallspezifische Interventionsstrategien: Abschließend werden konkrete Handlungsoptionen abgeleitet, um Diskriminierung im schulischen Alltag präventiv und interventiv zu begegnen.

9. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer ganzheitlichen, inklusiven Schulkultur und einer aktiven Vorbildrolle des Lehrpersonals.

Schlüsselwörter

Diskriminierung, Schule, Rassismus, Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, Interaktionelle Diskriminierung, Institutionelle Diskriminierung, Strukturelle Diskriminierung, Migrationshintergrund, Schulkultur, Diversity Management, Kompetenzentwicklung, Fallanalyse, Präventionsstrategie, Schulleitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Diskriminierungsformen im schulischen Kontext sowie den Möglichkeiten, diesen durch diskriminierungskritische Bildungsarbeit zu begegnen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen zählen die theoretische Definition verschiedener Diskriminierungsarten, deren Erscheinungsformen in Schule und Bildung sowie Möglichkeiten der Intervention und Prävention.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die verschiedenen Ebenen von Diskriminierung (interaktionell, institutionell, strukturell) zu schaffen und aufzuzeigen, wie wichtig ein ganzheitliches, inklusives Handeln im schulischen Alltag ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen kasuistischen Ansatz, indem sie ein Fallbeispiel aus der beruflichen Praxis (eine Fallbeschreibung durch eine Lehrkraft) theoretisch einordnet und kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Diskriminierungsbegriffs, die Analyse von Diskriminierungsstrukturen, eine detaillierte Fallbeschreibung aus einer Schule sowie deren Einordnung und Reflexion.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Diskriminierungskritik, Inklusion, Bildungsgerechtigkeit, institutionelle Strukturen und Schulkultur.

Wie reagiert die Schulleitung in dem beschriebenen Fallbeispiel?

Die Schulleitung reagiert sehr zurückhaltend, spielt den Vorfall herunter und verweist auf das bevorstehende Ruhestandsalter des betroffenen Kollegen, anstatt konsequent zu intervenieren.

Welche Rolle spielt die "interaktionelle Diskriminierung" in der Fallbeobachtung?

Sie zeigt sich durch das individuelle diskriminierende Handeln von Herrn Müller, etwa in Form von rassistischen Beleidigungen gegenüber einem Schüler und abwertenden Äußerungen über dessen Herkunft.

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Résumé des informations

Titre
Diskriminierungskritische Bildung. Diskriminierungserfahrungen im Kontext Schule
Université
University of Duisburg-Essen
Note
1,0
Auteur
I. Engin (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
32
N° de catalogue
V1421937
ISBN (PDF)
9783346977953
ISBN (Livre)
9783346977960
Langue
allemand
mots-clé
Diskriminierung Diskriminierungskritik Schule Bildunswissenschaften Erziehungswissenschaften Rassismus im Schulkontext in Schulen Brennpunkt Brennpunktschule Bildung Lehrkräfte Schüler
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Citation du texte
I. Engin (Auteur), 2023, Diskriminierungskritische Bildung. Diskriminierungserfahrungen im Kontext Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1421937
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Extrait de  32  pages
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