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Sprachkontakte des Französischen in Québec

Besiedlungsgeschichte, Kolonialherrschaft, Besonderheiten des "francais québécois", Anglizismen bzw. der Einfluss der anglophonen Umwelt auf die französische Sprache

Title: Sprachkontakte des Französischen in Québec

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics for the subject French - Pedagogy, Literature Studies
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[...] Im Folgenden beschäftigt sich diese Arbeit mit den Besonderheiten des kanadischen Französisch. Hierbei werden die Sprachelemente, wie die Morphologie, die Semantik, der Wortschatz und der Syntax analysiert, um einen Einblick in die heutige Form des „Francais québécois“ zu bekommen.
Der Hauptteil der Arbeit beschäftigt sich mit der anglophonen Beeinflussung auf die französische Sprache im Laufe der Jahre.
Da die Anglizismen im „Francais québécois“ eine unterschiedliche Form haben und auch verschiedenen Ursprungs sind, ist es unabdingbar, die einzelnen Erscheinungsformen getrennt
voneinander zu betrachten. Auf den verschiedenen Ebenen der Sprachforschung( semantisch, lexikalisch, phonetisch, morphologisch, syntagmatisch) werden die einzelnen Entlehnungen
dargestellt und anhand von Beispielen belegt.
Diese Arbeit wird sich im Folgenden aber ausschließlich mit Anglizismen auseinandersetzen, da die englischen Entlehnungen das Sprachbild des „Francais québécois“ am stärksten prägen.
Andere Entlehnungen, wie den Ameriandismen, die vorwiegend im Sprachbereich der Flora und Fauna auftreten, sowie den Spracheinflüssen der italienischen Sprache werden nicht berücksichtigt, werden an dieser Stelle der Vollständigkeit halber aber genannt.
Die Arbeit hat den Anspruch sich differenziert und ausführlich mit den Anglizismen zu beschäftigen und diese genauer darzustellen.
Zum Abschluss der Arbeit wird versucht, einen Ausblick der Sprachentwicklung des „Francais québécois“ zu geben und Tendenzen, die man in der Zukunft erwarten kann, aufzuzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Daten und Informationen zur Provinz Quebec

2.1 Aktuelle Sprachverteilung in der Provinz Quebec

3. Geschichte Quebecs von der Entdeckung bis 1763

4. Die Sprachenfrage in der Kolonialherrschaft

4.1 „La Révolution tranquille“

4.2 „Office de la langue francaise“(OLF)

5. Besonderheiten des kanadischen Französischen

5.1 Bewahrung der älteren Sprachstufe

5.2 Aussprache

5.3 Morphologie

5.4 Syntax

5.5 Wortschatz

6. Entlehnungen aus dem Englischen( Anglizismen)

6.1 « Anglicismes lexicaux »

6.2 « Anglicismes d’attraction »

6.3 « Anglicismes faux amis »

6.4 « Anglicismes de maintien »

6.5 « Anglicismes sémantiques »

6.6 « Anglicismes de culture »

6.7 « Anglicismes syntagmatiques »

6.8 « Anglicismes de prononciation »

6.9 « Anglicismes morphologiques »

6.10 « Anglicismes typographiques »

6.11 « Anglicismes de marque »

7. Fazit/ Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Sprachentwicklung des Französischen in der kanadischen Provinz Quebec unter dem Einfluss der anglophonen Umgebung. Dabei liegt der Fokus darauf, wie historische Gegebenheiten und der ständige Sprachkontakt zur Herausbildung und Bewahrung spezifischer Merkmale des „Francais québécois“ geführt haben.

  • Historische Siedlungsentwicklung in Quebec ab 1608
  • Entwicklung der Sprachpolitik unter britischer Kolonialherrschaft
  • Analyse linguistischer Besonderheiten (Phonetik, Morphologie, Syntax, Wortschatz)
  • Systematik und Einordnung verschiedener Typen von Anglizismen
  • Rolle von Institutionen wie dem OLF bei der Normierung der Sprache

Auszug aus dem Buch

5.2 Aussprache

Die grammatikalischen und lexikalischen Erneuerungen aus dem Mutterland erreichten Kanada zwar beispielsweise über Schulgrammatiken, diese enthielten jedoch kein Kapitel zur Aussprache, was nicht weiter verwunderlich ist, da es sich ja um muttersprachlichen Unterricht handelte. Deshalb ist vor allem in der Lautung/ Phonologie der Sprache ein älterer französischer Sprachstand bewahrt worden. Entweder sind diese älteren bewahrten Sprachelemente in Frankreich völlig aus dem Gebrauch gekommen, oder sie werden nur noch volkssprachlich oder regional verwendet.

Beispiele:

Die fortwährende Aussprache von auslautendem , in Wörtern wie: [sas, gens, ceux]

und für oi in Wörtern wie: [moi, toi etc.]

Es handelt sich hierbei um eine, bis zur Französischen Revolution als Standard anerkannte Aussprache, die im kanadischen Französisch bis dato weiterlebte.

Das Festhalten am

Im Neufranzösisch wurde das durch <é> ersetzt.

für oi in Wörtern wie: [poignet, poignée]

Es handelt sich hierbei um eine Aussprachevariante, die seit dem 17. Jahrhundert sukzessiv aus dem Standard verschwand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet Quebec als einzigartiges Sprachphänomen und definiert das Ziel der Arbeit, die Sprachentwicklung des „Francais québécois“ historisch und linguistisch zu analysieren.

2. Grundlegende Daten und Informationen zur Provinz Quebec: Dieses Kapitel liefert geografische und demografische Rahmendaten über die Provinz Quebec und skizziert die aktuelle Verteilung der Muttersprachen.

3. Geschichte Quebecs von der Entdeckung bis 1763: Der Abschnitt behandelt die Entdeckungsgeschichte durch Jacques Cartier sowie die Besiedlung durch französische Pioniere bis zur britischen Eroberung.

4. Die Sprachenfrage in der Kolonialherrschaft: Dieses Kapitel analysiert die rechtliche Situation der französischen Sprache unter britischer Herrschaft, inklusive der Auswirkungen der Quebec-Akte und der „Révolution tranquille“.

5. Besonderheiten des kanadischen Französischen: Hier werden die sprachlichen Eigenheiten untersucht, die auf die Bewahrung älterer Sprachstufen in Phonetik, Morphologie, Syntax und Wortschatz zurückzuführen sind.

6. Entlehnungen aus dem Englischen( Anglizismen): Es erfolgt eine detaillierte Klassifizierung verschiedener Arten von Anglizismen, die das „Francais québécois“ durch den Sprachkontakt mit dem anglophonen Umfeld geprägt haben.

7. Fazit/ Schlussbemerkung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Rolle des „Office de la langue francaise“ (OLF) bei der Sprachpflege und Normierung.

Schlüsselwörter

Francais québécois, Sprachkontakt, Quebec, Anglizismen, Kolonialgeschichte, Sprachwissenschaft, Sprachpolitik, Siedlungsgeschichte, Linguistik, Normierung, Office de la langue francaise, Zweisprachigkeit, Sprachentwicklung, Dialektologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Zustand des Französischen in der kanadischen Provinz Quebec, insbesondere im Kontext der ständigen Sprachkontakte mit der anglophonen Mehrheit in Nordamerika.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Siedlungsgeschichte, der rechtliche Status der Sprache während der britischen Kolonialherrschaft, die linguistischen Besonderheiten des „Francais québécois“ sowie der Einfluss von Anglizismen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung des kanadischen Französisch als isoliertes Sprachphänomen zu erklären und darzulegen, wie sich die Sprache durch externe Einflüsse, aber auch durch interne Bewahrungsprozesse, geformt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-sprachwissenschaftliche Methode, um Sprachentwicklungen in Bezug auf ihre Siedlungsgeschichte und politische Rahmenbedingungen zu kontextualisieren, ergänzt durch eine linguistische Analyse spezifischer Sprachmerkmale.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert zum einen die archaischen Merkmale der Sprache, die aus dem 17. Jahrhundert bewahrt wurden, und zum anderen die systematische Kategorisierung von Entlehnungen aus dem Englischen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie „Francais québécois“, „Sprachkontakt“, „Anglizismen“ und „Sprachpolitik“ geprägt.

Welche Rolle spielt das „Office de la langue francaise“ für die Sprache in Quebec?

Das OLF agiert als zentrale Institution zur Normierung des Französischen in Quebec, mit dem Ziel, die Sprache gegen die angloamerikanische Dominanz zu stärken und eine verbindliche Norm zu etablieren.

Warum werden im Text Begriffe wie „faux amis“ oder „lexikalische Anglizismen“ differenziert betrachtet?

Die Differenzierung ist notwendig, da Anglizismen im „Francais québécois“ unterschiedlich entstehen und sich in ihrer Form sowie ihren Auswirkungen auf das Sprachbild stark voneinander unterscheiden.

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Details

Title
Sprachkontakte des Französischen in Québec
Subtitle
Besiedlungsgeschichte, Kolonialherrschaft, Besonderheiten des "francais québécois", Anglizismen bzw. der Einfluss der anglophonen Umwelt auf die französische Sprache
College
Technical University of Berlin
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V142196
ISBN (eBook)
9783640511044
ISBN (Book)
9783640510870
Language
German
Tags
Sprachkontakte Französischen Québec Besiedlungsgeschichte Kolonialherrschaft Besonderheiten Anglizismen Einfluss Umwelt Sprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2006, Sprachkontakte des Französischen in Québec, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142196
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