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Kolonialpolitische Strategien des Deutschen Reiches im Zeitalter des Imperialismus

Título: Kolonialpolitische Strategien des Deutschen Reiches im Zeitalter des Imperialismus

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2008 , 67 Páginas , Calificación: 1,8

Autor:in: Stephan Porath (Autor)

Historia de Alemania - 1848, Imperio alemán, Imperialismo
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Die Zeiten deutsch-imperialer Bestrebungen sind längst vorbei. Trotzdem erfreut sich das Thema gerade in den letzten Jahren wieder wachsender Beliebtheit. Müsste man nicht annehmen, in den vergangenen neunzig Jahren nach dem Verlust der letzten deutschen
Schutzgebiete wäre deren Geschichte in zahllosen Arbeiten längst aufgearbeitet worden?
Mitnichten, denn gerade in Zeiten wachsender Globalisierung ist die Thematik der deutschen Kolonialgeschichte aktueller und beliebter denn je. Johannes Paulmann beschreibt in der im Juni erschienenen Ausgabe der ZfG die Kolonialgeschichte als Vorgeschichte der Globalisierung. Er bemerkt ferner, dass gerade
in der heutigen Zeit, die durch schnelllebige Entwicklungen weltweit gekennzeichnet ist, der Wunsch nach Informationen über vorangegangene imperiale Zeitalter merklich gestiegen ist.
Mit der Rückschau auf die europäische Kolonialherrschaft und die damit verbundene Prägung vieler Teile der Erde in politischem, gesellschaftlichem und kulturellem Sinn, lässt sich sowohl das damalige Verhalten der Mächtigen, als auch die aktuelle Politik in
Teilen besser nachvollziehen. Gerade vor dem Hintergrund der neu erwachsenden, postimperialen Versuche, Einflusssphären nach dem Kalten Krieg zu halten und neue Abhängigkeiten zu schaffen, lohnt ein Blick in die Geschichte des europäischen Imperialismus und der damit verbundenen Kolonialpolitik.
Während frühere Analysen europäischer und damit auch deutscher Kolonialpolitik die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Motive des Wunsches nach imperialen Großreichen zu erklären versuchten, so befasst sich die jüngere Forschung auch öfter mit den kulturellen, sozialen oder umweltpolitischen Aspekten der kolonialen Politik.
Die Literaturrecherche zu dieser Arbeit erwies sich deshalb als äußerst ergiebig. Sämtliche Pläne, Reden, Briefwechsel, Verträge oder Protokolle der damaligen Kaiser, der Regierung, der Reichskanzler, der Abgeordneten, Beamten oder des Militärs sind in
diversen Nachschlagewerken nachzulesen. Hinzu kommt noch eine große Anzahl an Sekundärliteratur zu den unterschiedlichsten Gesichtspunkten der deutschen Kolonialpolitik im Zeitalter des Imperialismus.
Aber was führte schließlich zu jenem denkwürdigen 24. April des Jahres 1884, an dem das Deutsche Reich in die Reihe der Kolonialmächte aufstieg?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fachwissenschaftliche Begriffsklärung

2.1 Imperialismus

2.1.1 Definition

2.1.2 Etappen

2.2 Kolonialismus

2.2.1 Kolonie

2.2.2 Schutzgebiet

2.2.3 Kolonialpolitik

3. Kolonialpolitische Strategien im Deutschen Reich

3.1 Ablehnung der Kolonialidee zu Beginn des Deutschen Reiches

3.2 Gründe der strategischen Wende seit Mitte der achtziger Jahre des 19. Jh.

3.2.1 Die Auswanderungsproblematik des Deutschen Reiches im 19. Jh.

3.2.1.1 Auswanderungsbewegungen im 19. Jh.

3.2.1.2 Einwanderung im Auswanderungsland: Von „Ruhrpolen“ und Wanderarbeitern

3.2.2 Wirtschaftliche Motive für die koloniale Ausbreitung durch das Deutsche Reich

3.2.2.1 Das Zeitalter des Imperialismus als Frühphase der Globalisierung

3.2.2.2 Die Zeit schwerer Wirtschaftskrisen der siebziger Jahre des 19. Jh.

3.2.2.3 Orientierung an der englischen Handelspolitik als Weg aus der Krise

3.2.3 Der Einfluss von Parteien und Kolonialgesellschaften auf die Kolonialpolitik des Deutschen Reiches

3.2.4 Kolonialpolitik als Mittel zur Befriedung des öffentlichen Dranges nach internationalem Ansehen

4. Außenpolitische Strategien in der Kolonialpolitik des Deutschen Reiches

4.1 Die Machtkonstellation am Ende des 19.Jh.

4.2 Von der Friedenssicherung in Europa bis zum Streben nach Weltgeltung – außenpolitische Zielsetzungen der Kolonialpolitik im Spannungsfeld der Weltpolitik

4.2.1 Ausgewählte Problemlagen in der Zeit Bismarcks

4.2.2 Ausgewählte Problemlagen in der Zeit Caprivis

4.2.3 Ausgewählte Problemlagen in der Zeit Hohenlohes

4.2.4 Ausgewählte Problemlagen in der Zeit Bülows

5. Umsetzung der Kolonialpolitischen Strategien am Beispiel der „Musterkolonie Togo“

5.1 Inbesitznahme und Verwaltung

5.2 wirtschaftliche Entwicklung und Bedeutung für das Deutsche Reich

5.3 Berichterstattung, Meinungsbildung und Propaganda im Sinne des Reiches

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und die Hintergründe der kolonialpolitischen Strategien des Deutschen Reiches im Zeitalter des Imperialismus. Dabei wird analysiert, wie sich die offizielle Haltung der Reichsregierung, maßgeblich geprägt durch verschiedene Kanzler von Bismarck bis Bülow, wandelte und welche ökonomischen, sozialen sowie außenpolitischen Motive diesen Wandel bedingten.

  • Einfluss wirtschaftlicher Krisen auf das koloniale Expansionsstreben
  • Die Rolle von Auswanderungsbewegungen und deren Steuerung durch Kolonialpolitik
  • Bedeutung von Machtkonstellationen und dem Streben nach Weltgeltung in der Außenpolitik
  • Praktische Umsetzung kolonialer Strategien am Beispiel der „Musterkolonie Togo“
  • Einfluss von Interessengruppen, Parteien und Lobbyismus auf die deutsche Kolonialpolitik

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1 Auswanderungsbewegungen im 19. Jh.

Über sechs Millionen Deutsche emigrierten zwischen 1820 und 1930. Nahezu 90 % von ihnen zog es dabei in die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Gründe für diesen massenhaften Weggang sind zahlreich und vielschichtig. Zum einen kam es im 19. Jahrhundert zum Übergang von der Agrargesellschaft zu Industriegesellschaft. Dieser Übergangsprozess war sowohl räumlich, als auch zeitlich gesehen uneinheitlich vonstatten gegangen. Das brachte Probleme mit sich, denn nicht überall stimmte die Anzahl der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte mit dem Arbeitsangebot überein. Deshalb kam es immer wieder zu Auswanderungsspitzen.

Während es in den frühen Jahren des 19. Jahrhunderts vornehmlich um das Interesse an den neuentdeckten Gebiete und Kulturen ging, so setzte in den dreißiger Jahren ein neuer Trend ein. Durch die vorherrschende Unterdrückung begann man, die überseeischen Gebiete als Ziel für Auswanderungen anzusehen. Etwa 100000 Menschen verließen seitdem jährlich die deutschen Lande, zumeist in Richtung Amerika.

In der ersten Zeit deutscher Auswanderung entschieden sich tausende deutscher Händler und Handwerker für den Weggang aus Deutschland. Sie ließen sich zumeist in britischen, französischen, portugiesischen oder spanischen Territorien nieder, um dort ihrer Tätigkeit nachzugehen.

Bis in das letzte Viertel des 19. Jh. beschränkte sich der Handel zumeist auf die europäischen Nachbarländer, nach 1850 vergrößerte sich der Welthandel jedoch zusehends. Da es bis zur zweiten Hälfte des 19. Jh. weltweit keinerlei deutsche Handelsstützpunkte und bis 1884 keine deutschen Territorien außerhalb des Reiches gab, zogen es viele Händler und Kaufleute vor, ihrem Heimatland den Rücken zu kehren, um in anderen Ländern ihre Geschäfte zu machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die aktuelle Bedeutung der deutschen Kolonialgeschichte vor dem Hintergrund einer zunehmend globalisierten Welt.

2. Fachwissenschaftliche Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Imperialismus und Kolonialismus und unterteilt den Imperialismus in verschiedene historische Phasen.

3. Kolonialpolitische Strategien im Deutschen Reich: Hier werden die Gründe für den Wandel von der anfänglichen Ablehnung kolonialer Bestrebungen hin zur aktiven Expansion durch das Kaiserreich untersucht.

4. Außenpolitische Strategien in der Kolonialpolitik des Deutschen Reiches: Dieses Kapitel analysiert das Spannungsfeld der internationalen Machtkonstellationen und die spezifischen Ziele der verschiedenen Reichskanzler.

5. Umsetzung der Kolonialpolitischen Strategien am Beispiel der „Musterkolonie Togo“: Anhand von Togo wird die praktische Umsetzung von Verwaltung, Wirtschaftsausbeutung und Propaganda in einer deutschen Kolonie detailliert dargestellt.

Schlüsselwörter

Imperialismus, Kolonialpolitik, Deutsches Reich, Togo, Weltgeltung, Auswanderung, Wirtschaftskrisen, Bismarck, Caprivi, Bülow, Schutzgebiete, Globalisierung, Handelsstützpunkte, Außenpolitik, Kolonialgesellschaften

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Motive, Strategien und außenpolitischen Zielsetzungen des Deutschen Reiches bei der Etablierung und Ausweitung seines kolonialen Besitzes im Zeitalter des Imperialismus.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentral sind die wirtschaftlichen Hintergründe, die Bedeutung der Auswanderungsproblematik für die Kolonialentscheidungen sowie der Einfluss von Interessengruppen und die Machtdynamiken zwischen den europäischen Kolonialmächten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Wandel der deutschen Kolonialpolitik von einer strikten Ablehnung unter Bismarck bis zur aggressiven Weltmachtpolitik unter Bülow zu erklären und die zugrundeliegenden Strategien nachzuweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Primärquellen wie Reden, Verträgen, Berichten und zeitgenössischen Dokumenten, um die Motive der Akteure nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Analyse der inneren Motive (Wirtschaft, Bevölkerung), die außenpolitischen Strategien der verschiedenen Kanzler sowie eine Fallstudie zur „Musterkolonie Togo“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Imperialismus, Kolonialpolitik, Deutsches Reich, Weltgeltung, Auswanderung, Schutzgebiete und die spezifische Politik der Kanzler Bismarck, Caprivi und Bülow.

Warum wird Togo als Beispiel für die Umsetzung der Strategien gewählt?

Togo galt zeitgenössisch als „Musterkolonie“; die Arbeit nutzt dieses Beispiel, um Diskrepanzen zwischen dem offiziellen Bild, der tatsächlichen Verwaltungspraxis und dem begrenzten wirtschaftlichen Nutzen aufzuzeigen.

Welche Rolle spielten die Kolonialgesellschaften?

Sie fungierten als einflussreiche Lobbygruppen, die durch agitative Arbeit den öffentlichen Druck auf die Reichsregierung erhöhten, um eine aktivere koloniale Expansionspolitik zu erzwingen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der deutschen Flottenpolitik?

Die Flottenpolitik wird als Instrument der kaiserlichen Expansionspolitik gesehen, das dazu dienen sollte, dem Deutschen Reich international mehr Gewicht zu verleihen und es als Weltmacht zu etablieren.

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Detalles

Título
Kolonialpolitische Strategien des Deutschen Reiches im Zeitalter des Imperialismus
Universidad
University of Rostock  (Historisches Institut)
Calificación
1,8
Autor
Stephan Porath (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
67
No. de catálogo
V142286
ISBN (Ebook)
9783640514588
ISBN (Libro)
9783640511945
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kolonialpolitik Kolonialismus Deutsches Reich Imperialismus Strategien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephan Porath (Autor), 2008, Kolonialpolitische Strategien des Deutschen Reiches im Zeitalter des Imperialismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142286
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