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Aktive Bevölkerungspolitik wider den demographischen Wandel

Kann Familienpolitik (Fertilitätspolitik) reproduktives Handeln beeinflussen?

Titel: Aktive Bevölkerungspolitik wider den demographischen Wandel

Hausarbeit , 2009 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Schader (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wenn man den in jüngster Vergangenheit immer zahlreicher werdenden Beiträgen in renommierten Medien Glauben schenken darf, dann sehen sich insbesondere die modernen, westlichen Gesellschaften in Zukunft einer gespenstischen Herausforderung gegenüber: dem zunehmenden Rückgang und der Überalterung ihrer Bevölkerungen. Die Geburtenrate liegt nach Angaben des Statistischen Bundesamts für Deutschland derzeit bei knapp 1,4 und somit weit unter der für die Reproduktion der Gesellschaft erforderlichen Höhe von 2,1. Der Bedarf, dem demographischen Wandel mit bevölkerungspolitischen Maßnahmen zu begegnen, wird zusehends auch in den politisch-administrativen Systemen der meisten OECD-Staaten gesehen. Unbestritten ist die niedrige Fertilitätsrate eine der Hauptursachen für den prognostizierten Bevölkerungsrückgang und somit Ziel politischer Maßnahmen. Gesellschaftliche Notwendigkeit ist nur eine Seite der Medaille; biographische Entscheidungen für oder gegen Kinder werden im Privaten getroffen. Diese Arbeit will der Frage nachgehen, welche Möglichkeiten die Politik besitzt um diese individuellen Entscheidungen in eine für die Gesellschaft positive Richtung zu lenken.
Kann Familienpolitik reproduktives Handeln des Einzelnen beeinflussen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Demographische Ausgangssituation

1.1. Ausmaß und Ursachen des demographischen Wandels

1.2. Ökonomische und soziale Konsequenzen

2. Familienpolitisches Instrumentarium

2.1. Infrastrukturelle Maßnahmen

2.2. Monetäre Transferleistungen

3. Bedeutung und Wirkung politischer Maßnahmen

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit familienpolitische Maßnahmen als Instrumente einer aktiven Bevölkerungspolitik in der Lage sind, das reproduktive Verhalten des Einzelnen zu beeinflussen und damit dem demographischen Wandel entgegenzuwirken.

  • Analyse der demographischen Ausgangssituation in OECD-Staaten und Deutschland.
  • Untersuchung ökonomischer und sozialer Folgen der Bevölkerungsüberalterung.
  • Systematisierung familienpolitischer Instrumente (infrastrukturell vs. monetär).
  • Kritische Bewertung der Wirksamkeit familienpolitischer Maßnahmen auf die Fertilitätsrate.

Auszug aus dem Buch

1.1. Ausmaß und Ursachen des demographischen Wandels

Seit den 1970er Jahren lässt sich für die meisten OECD-Staaten ein teils beträchtlicher Rückgang der zusammengefassten Geburtenziffer beobachten. Bei einigen Ländern, wie etwa den Niederlanden und den USA, setzt dieser Trend sogar schon in den 1960er Jahren ein. Vergleicht man die Entwicklung, so lässt sich für alle betrachteten Länder (vgl. Tabelle 1) ein Absinken der Geburtenrate um etwa die Hälfte von Beginn der Betrachtung bis zum Tiefpunkt feststellen. Zudem ist in einigen Ländern, darunter Frankreich, Schweden und den Niederlanden, seit den 1990er Jahren ein gegenläufiger Trend und ein leichter Anstieg der Geburtenhäufigkeit zu beobachten.

Wenn sich auch die Abnahme der Geburtenrate in Höhe und Zeitrahmen, hinsichtlich aller OECD-Staaten, als heterogen präsentiert, so ist man sich in der wissenschaftlichen Diskussion (siehe Birg 2001; Castles 2003; Kaufmann 2005) über die Liberalisierung der Gesellschaft als generelle Ursache des zweiten demographischen Übergangs (van der Kaa 1987) einig. Darunter zusammengefasst werden Aspekte sozialen Wandels mit wesentlichem Einfluss auf die Fertilität, etwa die Einführung präventiver Verhütungsmittel. Diese ermöglichen es Paaren, entgegen sozialer Normen und Rollenvorstellungen und im Einklang mit den eigenen Präferenzen, eine individuelle Entscheidung für Kinder zu treffen (Bertram 2006). Auch das Familienbild und die Lebensverhältnisse haben sich im betrachteten Zeitraum einschneidend geändert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik des demographischen Wandels und die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der familienpolitischen Steuerbarkeit des reproduktiven Handelns.

1. Demographische Ausgangssituation: Darstellung des Ausmaßes und der Ursachen des Geburtenrückgangs in OECD-Staaten sowie Analyse der ökonomischen und sozialen Folgen für die Gesellschaft.

2. Familienpolitisches Instrumentarium: Kategorisierung der Maßnahmen in infrastrukturelle Angebote und monetäre Transferleistungen im Kontext der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

3. Bedeutung und Wirkung politischer Maßnahmen: Kritische Untersuchung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen auf die Fertilitätsrate unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen und kulturellen Einflüssen.

4. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse mit der Erkenntnis, dass Familienpolitik eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für den demographischen Wandel ist.

Schlüsselwörter

Demographischer Wandel, Familienpolitik, Fertilitätsrate, Bevölkerungsentwicklung, Reproduktives Handeln, OECD-Staaten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Infrastrukturelle Maßnahmen, Monetäre Transferleistungen, Sozialstaat, Geburtenrückgang, Überalterung, Politikfeldanalyse, Elterngeld, Kinderbetreuung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen familienpolitischen Maßnahmen und dem demographischen Wandel, insbesondere der niedrigen Fertilitätsrate in westlichen Gesellschaften.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, ob und wie staatliche Familienpolitik das reproduktive Verhalten von Menschen beeinflussen kann, um eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die demographische Ausgangssituation, das Spektrum familienpolitischer Instrumente (infrastrukturell und monetär) sowie die Wirksamkeit politischer Interventionen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten zu Bevölkerungsentwicklung und Sozialleistungen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, welche staatlichen Instrumente – wie Kinderbetreuung, Elterngeld oder Mutterschutz – existieren und ob deren Wirkung auf die Geburtenhäufigkeit empirisch belegbar ist.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Demographischer Wandel, Familienpolitik, Fertilitätsrate, Sozialstaat und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Warum ist das Rentensystem besonders von der demographischen Entwicklung betroffen?

Aufgrund des Umlageverfahrens führt eine alternde Bevölkerung bei gleichzeitigem Rückgang der Beitragszahler zu einem Anstieg der Beitragssätze oder zu einer notwendigen Reduzierung der Versorgungsleistungen.

Welche Rolle spielen individuelle Lebensmodelle bei der Entscheidung für Kinder?

Moderne Lebensmodelle, die oft keinen linearen Erwerbsverlauf mehr vorsehen, machen Kinder zunehmend zu einer Frage von Opportunitätskosten, was politische Maßnahmen zur Flexibilisierung der Arbeitswelt erforderlich macht.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aktive Bevölkerungspolitik wider den demographischen Wandel
Untertitel
Kann Familienpolitik (Fertilitätspolitik) reproduktives Handeln beeinflussen?
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Kultur- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Politikfeldanalyse
Note
1,7
Autor
Christian Schader (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V142294
ISBN (eBook)
9783640517107
ISBN (Buch)
9783640516940
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fertilität Fertilitätspolitik Bevölkerungspolitik demographischer Wandel Demographie Familienpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Schader (Autor:in), 2009, Aktive Bevölkerungspolitik wider den demographischen Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142294
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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