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Der 11. September 2001 - Ein Extremereignis

Title: Der 11. September 2001 - Ein Extremereignis

Seminar Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Martina Vorbuchner (Author)

Communications - Ethics in the Media
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Das Attentat vom 11. September 2001 auf die Zwillingstürme des World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington D.C. führte zu einer Berichterstattung in einem noch kaum gesehenen Ausmaß. Die durchaus Krisen erprobten Medien standen vor einer bisher einzigartigen Herausforderung. Denn was an diesem 11. September 2001 geschah war ein medienhistorisches Ereignis, dass als Tag des Terrors in die Weltgeschichte eingegangen ist. So unvorhersehbar wie die Anschläge kamen, sollten die Medien die Öffentlichkeit umfangreich und der Medienethik entsprechend über das Ereignis informieren. Wie die Deutschen Medien mit dieser Herausforderung fertig wurden, werde ich nachfolgend genauer analysieren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was passierte am 11. September 2001?

3. Definition des 11. September als eine Krise beziehungsweise als ein Extremereignis

4. Die wichtigsten Nachrichtenwertfaktoren

5. Reaktion der Medien

5.1 Reaktion der Medien in mehreren Phasen

5.1.1 Schockzustand

5.1.2 Begriffssuche

5.1.3 Solidarität

5.1.4 Normalisierung

5.2 Reaktionen im Internet

5.3 Reaktionen in Zeitungen

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Berichterstattung der deutschen Medien über die Terroranschläge vom 11. September 2001. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie die Medien auf dieses medienhistorische Ereignis reagierten, welche Herausforderungen sie bewältigen mussten und wie sich die journalistische Arbeit im Kontext von Krisen und "Extremereignissen" gestaltete.

  • Analyse der Medienberichterstattung unter extremem Zeitdruck.
  • Anwendung von Nachrichtenwertfaktoren auf die Berichterstattung über den 11. September.
  • Vergleich der medialen Phasen von Schock bis Normalisierung.
  • Evaluierung der Leistungsfähigkeit von Internet und Zeitungen in der Krisenkommunikation.
  • Diskussion medienethischer Standards und der Rolle der Selbstkontrolle.

Auszug aus dem Buch

5.1.1. Schockzustand

„Nur acht Minuten, nachdem das erste Flugzeug in einen der Türme einschlug, meldete die AP (Associated Press) von der Katastrophe. Nur wenig später sendete der deutsche Nachrichtensender n-tv Live-Bilder des US-Nachrichtensenders CNN.“ (Hammer 2001, S. 2) Dies waren die ersten Meldungen, die in Deutschland auf die Katastrophe aufmerksam machten. Etwa zur selben Zeit meldete die ARD in ihrer Tagesschau um drei, wobei ein Bericht über Rudolph Scharping um exakt 15.04 Uhr und 20 Sekunden unterbrochen wurde: „... und soeben erreichen uns folgende Informationen und folgende Bilder. Aus dem World Trade Center in New York steigt dichter Rauch auf. Nach Berichten US-amerikanischer Fernsehsender ist eine zweimotorige Kleinmaschine in einen der beiden Türme des Wolkenkratzers gestürzt. Wir werden uns bemühen, daß wir Ihnen weitere Informationen noch im Lauf dieser Sendung nahe bringen können. Aber zunächst weiter mit der Haushaltsdebatte in Berlin...“ (ARD Achiv 2001, Tagesschau um drei)

Dieser Bericht war mit Live-Bildern aus New York unterlegt, die den Einschlag der zweiten Maschine zeigten. Doch wurde auf diese Bilder nicht eingegangen, was am besten mit der schockierenden Wirkung der eben gezeigten Bilder zu erklären ist. Die Journalisten fanden es wohl zu diesem Zeitpunkt noch zu unwahrscheinlich, dass eine zweite Maschine in die Tower geflogen sein könnte. Aber auch durch die Kameraeinstellung konnte auch nicht klar festgestellt werden, dass der zweite Flug in den Südturm schlug, weil dieser durch den Nordturm verdeckt wurde. Allerdings war bei den Aufnahmen eindeutig zuerkennen, dass es sich definitiv um kein Kleinflugzeug handelte. Als ca. 5 min. später die erste Live-Schaltung nach Washington statt fand, sprach der Korrespondent Claus Kleber immer noch von einer „Cessna“, die in den Nordturm stürzte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema und Formulierung der Fragestellung bezüglich der Herausforderungen für die deutschen Medien durch die Anschläge vom 11. September.

2. Was passierte am 11. September 2001?: Chronologische Rekonstruktion der Ereignisse des Anschlagstages in New York, Washington und Pennsylvania.

3. Definition des 11. September als eine Krise beziehungsweise als ein Extremereignis: Theoretische Abgrenzung des Ereignisses von herkömmlichen Krisen hin zur Definition als „Extremereignis“ aufgrund der Nachrichtenwertfaktoren.

4. Die wichtigsten Nachrichtenwertfaktoren: Anwendung der Kriterien von Galtung und Ruge, um die hohe mediale Aufmerksamkeit für die Anschläge zu erklären.

5. Reaktion der Medien: Untersuchung der verschiedenen medialen Phasen, sowie spezifische Analysen der Berichterstattung im Internet und in Zeitungen.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der journalistischen Leistung und medienethischen Selbstkontrolle der deutschen Medien während und nach den Ereignissen.

Schlüsselwörter

11. September 2001, Extremereignis, Medienberichterstattung, Krisenjournalismus, Nachrichtenwertfaktoren, Schockzustand, Solidaritätsjournalismus, Internet, Tageszeitungen, Medienethik, Terroranschlag, World Trade Center, Nachrichtenwerte, Medienkrise, Journalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Reaktion der deutschen Medien auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 und untersucht, wie Journalisten mit dieser historischen Ausnahmesituation umgingen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Einordnung als "Extremereignis", die Anwendung von Nachrichtenwertfaktoren sowie die mediale Bewältigung in verschiedenen Phasen von der ersten Meldung bis zur Normalisierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie die deutschen Medien vor die Herausforderung gestellt wurden, ein derart unvorhersehbares und historisch bedeutendes Ereignis unter Einhaltung medienethischer Standards umfassend zu begleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine kommunikationswissenschaftliche Analyse, die einschlägige Fachliteratur (z.B. Galtung/Ruge, Löffelholz) mit der praktischen Beobachtung der Medienberichterstattung an diesem Tag verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition des Extremereignisses, die Analyse der Nachrichtenwerte und eine detaillierte Untersuchung der Medienreaktion in Phasen sowie einen Vergleich zwischen dem Internet und klassischen Printmedien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Extremereignis, Krisenjournalismus, Nachrichtenwertfaktoren, mediale Phasen, Medienethik und die spezifische mediale Reaktion im Jahr 2001.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Internets während des Ereignisses?

Die Autorin stellt fest, dass das Internet den Anforderungen als Informationsmedium zum damaligen Zeitpunkt nicht gerecht werden konnte, da Server unter dem Ansturm zusammenbrachen und die Nutzer schließlich auf klassische Medien auswichen.

Welche Bedeutung wird dem Begriff "Solidaritätsjournalismus" beigemessen?

Der Begriff beschreibt eine Phase, in der viele Medien ihre kritische Distanz aufgaben und sich stark mit den Opfern identifizierten, was zeitweise zu einer Einseitigkeit in der Berichterstattung führte.

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Details

Title
Der 11. September 2001 - Ein Extremereignis
College
LMU Munich  (Institut für Kommunikationswissenschaften)
Grade
2
Author
Martina Vorbuchner (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V14229
ISBN (eBook)
9783638196925
Language
German
Tags
September Extremereignis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Vorbuchner (Author), 2003, Der 11. September 2001 - Ein Extremereignis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14229
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