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Kommunikation von Gehörlosen

Title: Kommunikation von Gehörlosen

Term Paper , 2002 , 14 Pages , Grade: sehr gut (1)

Autor:in: Friederike Schubert (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Wenn wir uns im Zug von jemanden verabschieden wollen und durch ein geschlossenes
Fenster kommunizieren möchten, merken wir bald, wie beschränkt unsere Möglichkeiten
sind, uns dem anderen mitzuteilen. Da wird gewunken, lautlos gerufen, mit dem Kopf
genickt, oder eine Kusshand gemacht, aber trotz gutem Sichtkontakt kommt nur eine
behelfsmäßige Verständigung zustande.Wenn uns die gesprochene Sprache nicht zur
Verfügung steht, fällt unser Austausch an Informationen sehr rudimentär aus.
Wie sieht das aber bei Menschen aus, die von Geburt an oder durch eine Krankheit gehörlos
sind? Welche Ursachen gibt es dafür und welche Auswirkungen hat das auf die
Verständigung?
In meiner Hausarbeit möchte ich zunächst allgemein über Gehörlosigkeit schreiben und dann
zur Gebärdensprache übergehen- auf ihre Merkmale, Grenzen und eventuelle
Anerkennungsschwierigkeiten. „Bezeichnung für die vollständige Unfähigkeit, Höreindrücke zu empfangen oder zu
registrieren. Die Gehörlosigkeit ist entweder angeboren oder geht auf Ertaubung zurück. Sie
wird verursacht durch organische Schäden des Ohres oder durch Schäden derjenigen
Gehirnbereiche, die die Sinnesempfindungen des Ohres auswerten.“ ¹
Als gehörlos gelten also Menschen, die infolge einer schweren Schädigung des Gehörs auch
bei Einsatz technischer Hörhilfen keine oder nur sehr begrenzte Höreindrücke haben
In Deutschland leben etwa 60.000 Gehörlose. Das sind ca. 0,1% der Bevölkerung. Jedes Jahr
werden in Deutschland ca. 600 Kinder taub geboren. (vgl. medicine worldwide, 2002)

1 Vgl. Fachgebärdenlexikon Psychologie, Stichwort: Gehörlosigkeit

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Gehörlosigkeit“

2.1 Definition

2.2 mögliche Ursachen

2.3 Auswirkungen der Gehörlosigkeit

3. Die Kommunikation von Gehörlosen

3.1 Einteilung unterschiedlicher Kommunikationsmöglichkeiten

3.2 Die Deutsche Gebärdensprache

4. Pro und Kontra der Gebärdensprache

4.1 Gebärden in der Geschichte der Gehörlosenpädagogik

4.2 Vorteile der Deutschen Gebärdensprache

4.3 Ihre Grenzen

4.4 Bilinguale Gehörlosenpädagogik

5. Zusammenfassung/ Fazit

6. Anhang

6.1 Deutsches Fingeralphabet

7. Quellenverzeichnis

6.1 Bücher

6.2 URLs

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kommunikationsmöglichkeiten gehörloser Menschen mit dem primären Ziel, die Vor- und Nachteile der Gebärdensprache gegenüber rein oralistischen Ansätzen kritisch zu beleuchten und bilinguale Konzepte in der Gehörlosenpädagogik zu erörtern.

  • Definition und Ursachen von Gehörlosigkeit
  • Einteilung und Merkmale verschiedener Kommunikationssysteme (DGS, LBG, Fingeralphabet)
  • Historische Entwicklung der Gehörlosenpädagogik und deren Einfluss auf die Gebärdensprache
  • Gegenüberstellung von Lautsprache und Gebärdensprache (Vorteile, Grenzen, soziale Integration)
  • Bilinguale Konzepte als Lösungsansatz für die pädagogische Arbeit

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Deutsche Gebärdensprache

Die DGS ist ein visuelles Zeichensystem, die Übertragung erfolgt auf dem gestisch-visuellen Kanal. Hier werden verschiedene Gebärdenzeichen gebildet, wobei dabei jede Gebärde Träger einer bestimmten Bedeutung ist.

„Die Handzeichen oder die Gebärden sind die kleinsten selbständigen bedeutungstragenden Einheiten in der Gebärdensprache. Sie sind nicht einfache Abbildungen von dem, was sie bezeichnen.“ (Prillwitz 1991, S. 149), sondern sie werden durch verschiedene Einzelmerkmale folgender vier Ebenen kombiniert:

Handform Ausführungsstelle
Handstellung Bewegung

Wird ein Element von Handform, Ort, Handstellung oder Bewegung geändert, ändert sich auch die Bedeutung einer Gebärde. Die Gebärdensprache bedient sich aber auch nichtmanueller Mittel, zu denen Kopf- und Oberkörperhaltung, Gesichtsausdruck, Blick sowie Mundbild zu rechnen sind (vgl. Ruoß 1994, S. 96).

Gebärden werden innerhalb eines gewissen Raumes ausgeführt (Gebärdenraum), dagegen erfolgt die Pantomime (um sie von der Gebärdensprache abzugrenzen) in einem ganzheitlichen Handlungsverlauf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten der Kommunikation bei Gehörlosigkeit und stellt das Ziel der Arbeit vor, die Gebärdensprache hinsichtlich ihrer Merkmale und pädagogischen Anerkennung zu untersuchen.

2. „Gehörlosigkeit“: Dieses Kapitel definiert Gehörlosigkeit medizinisch, erläutert mögliche pränatale bis postnatale Ursachen und thematisiert die Auswirkungen auf die Kommunikation sowie die soziale Entwicklung.

3. Die Kommunikation von Gehörlosen: Hier werden verschiedene Kommunikationsformen wie die Deutsche Gebärdensprache (DGS), lautsprachbegleitende Gebärden (LBG) und das Fingeralphabet differenziert und strukturell beschrieben.

4. Pro und Kontra der Gebärdensprache: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Gehörlosenpädagogik, diskutiert die Vor- und Nachteile der Gebärdensprache im Vergleich zur Lautsprache und führt bilinguale Bildungskonzepte ein.

5. Zusammenfassung/ Fazit: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass rein oralistische Erziehungsansätze unzureichend sind und eine Akzeptanz der Gebärdensprache als vollwertige Sprache in der Pädagogik notwendig ist.

6. Anhang: Der Anhang bietet eine visuelle Darstellung des deutschen Fingeralphabets.

7. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Online-Ressourcen zur weiteren Recherche.

Schlüsselwörter

Gehörlosigkeit, Gebärdensprache, DGS, Lautsprache, Gehörlosenpädagogik, Kommunikation, Bilingualismus, Oralismus, Fingeralphabet, soziale Integration, Handzeichen, Gebärdenraum, Sprachentwicklung, Gehörlosenschule, pädagogische Ansätze.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten für Gehörlose und bewertet die Rolle der Gebärdensprache in der Gehörlosenpädagogik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Definition und Ursachen der Gehörlosigkeit, die Analyse verschiedener Kommunikationsformen (DGS, LBG) und die historische sowie aktuelle Debatte zwischen Gebärden- und Lautsprache.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Nachteile einer rein oralistischen Erziehung aufzuzeigen und die Vorteile sowie die Notwendigkeit der Integration der Gebärdensprache in die pädagogische Arbeit zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Analyse bestehender Fachliteratur, pädagogischer Konzepte und historischer Entwicklungen der Gehörlosenpädagogik.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Gehörlosigkeit, die Beschreibung der Gebärdensprache als visuelles System, eine historische Analyse der pädagogischen Methoden sowie die Vorstellung bilingualer Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Gebärdensprache (DGS), Gehörlosenpädagogik, Bilingualismus, Lautsprache und soziale Integration.

Was unterscheidet die Gebärdensprache von lautsprachbegleitenden Gebärden?

Während die Deutsche Gebärdensprache (DGS) eine eigenständige, visuelle Sprache ist, dienen lautsprachbegleitende Gebärden (LBG) lediglich als visuelle Unterstützung für das gesprochene Wort.

Welche Rolle spielt die Elternarbeit in bilingualen Programmen?

Die Elternarbeit ist essenziell, um Eltern gehörloser Kinder bei der Bewältigung der Lebenssituation zu unterstützen und ihnen Gebärdensprachkenntnisse zur Sicherung der frühen Kommunikation zu vermitteln.

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Details

Title
Kommunikation von Gehörlosen
College
Dresden Technical University  (Institut für Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie)
Course
Pädagogische Psychologie
Grade
sehr gut (1)
Author
Friederike Schubert (Author)
Publication Year
2002
Pages
14
Catalog Number
V14232
ISBN (eBook)
9783638196956
Language
German
Tags
Kommunikation Gehörlosen Pädagogische Psychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friederike Schubert (Author), 2002, Kommunikation von Gehörlosen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14232
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