Die hier vorliegende Arbeit stellt eine Ausarbeitung des Referats „Stoffgeschichte und literarischer Anspielungshorizont“ dar und ist im Rahmen des Seminars „Wolframs von Eschenbach `Willehalm`“ entstanden. Sie beschäftigt sich mit den literarischen Anspielungen auf den `Parzival`-Roman, die Wolfram in seine `Willehalm`-Erzählung hat einfließen lassen.
Im Folgenden wird zunächst der Prolog des `Willehalm` näher beleuchtet werden. Hiernach stehen die einzelnen Textstellen, die einen literarischen Bezug auf den `Parzival`-Roman erkennen lassen, im Fokus dieser Ausarbeitung. Vor diesem Hintergrund soll schließlich die Frage geklärt werden, welches Konzept von Bezüglichkeit der `Willehalm` in Bezug auf den `Parzival´ aufweist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Prolog (1,1-5,14)
- Besprechung der einzelnen Stellen
- Literarische Anspielungen auf die Figur des Feirefiz
- Literarische Anspielungen auf die Figur des Anfortas
- Literarische Anspielungen auf die Figur des Parzival
- Sonstige literarische Anspielungen auf Figuren, Motive und Themen aus dem `Parzival`-Roman
- Schluss: Das Konzept der literarischen Bezüglichkeit im Willehalm`
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die literarischen Anspielungen, die Wolfram von Eschenbach in seinem `Willehalm`-Epos auf seinen früheren Text, den `Parzival`-Roman, eingebaut hat. Die Analyse untersucht zunächst den Prolog des `Willehalm` und anschließend konkrete Textstellen, die auf den `Parzival` verweisen. Das Ziel der Arbeit ist es, die Art und Weise der literarischen Bezüglichkeit im `Willehalm` zu erforschen und zu beleuchten, wie dieser Bezug zum früheren Werk aufgebaut ist.
- Der Einfluss des `Parzival`-Romans auf den `Willehalm`
- Die literarische Bezüglichkeit als Gestaltungsmittel
- Die Beziehung zwischen den Figuren und Motiven in beiden Werken
- Die Unterschiede in der Erzählstruktur und -welt zwischen den beiden Epen
- Die Rolle der Minne in beiden Werken
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit vor und erläutert die Ziele der Untersuchung. Der Prolog des `Willehalm` wird im zweiten Kapitel näher beleuchtet, wobei insbesondere die Unterschiede im Aufbau und der erzählten Welt im Vergleich zum `Parzival` hervorgehoben werden.
Das dritte Kapitel widmet sich der Analyse einzelner Stellen im `Willehalm`, die auf den `Parzival` verweisen. Es werden dabei die Figuren des Feirefiz, des Anfortas und der Sekundille sowie weitere Motive und Themen aus dem `Parzival`-Roman untersucht. Die Analyse zeigt, wie diese literarischen Anspielungen den `Parzival` im `Willehalm` präsent halten und einen Vergleich beider Werke ermöglichen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen `Willehalm`, `Parzival`, Wolfram von Eschenbach, literarische Anspielungen, Bezüglichkeit, Figurenvergleich, Motivvergleich, Erzählstruktur, Minne, Orient-Motive.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Bezug hat Wolframs „Willehalm“ zum „Parzival“?
Wolfram von Eschenbach baute zahlreiche literarische Anspielungen auf seinen früheren „Parzival“-Roman in den „Willehalm“ ein, um beide Werke in Beziehung zu setzen.
Welche Figuren aus dem „Parzival“ werden im „Willehalm“ erwähnt?
Die Arbeit analysiert Anspielungen auf Figuren wie Feirefiz, Anfortas und Parzival selbst, die im Text des „Willehalm“ präsent gehalten werden.
Was ist das Ziel des Prologs im „Willehalm“?
Der Prolog etabliert die erzählte Welt und zeigt bereits erste Unterschiede in der Struktur und Thematik im Vergleich zum „Parzival“ auf.
Welche Rolle spielen Orient-Motive in beiden Werken?
Die Arbeit untersucht, wie Motive und Themen, die bereits im „Parzival“ (z.B. durch Feirefiz) eingeführt wurden, im „Willehalm“ weitergeführt oder variiert werden.
Was versteht man unter „literarischer Bezüglichkeit“?
Es beschreibt das gestalterische Konzept, durch das ein Autor bewusst Verweise auf ein anderes Werk schafft, um Vergleiche und tiefere Bedeutungsebenen zu ermöglichen.
- Citation du texte
- Kevin Kappel (Auteur), 2007, Stoffgeschichte und literarischer Anspielungshorizont im 'Willehalm' von Wolfram von Eschenbach, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142361