Im vorliegenden Buch wird mitgeteilt, daß das Erzgebirge eine Region mit einer traditionsreichen Vergangenheit ist, und, daß die Geschichte und Tradition des Bergbaus sowie der Eisenverarbeitung dieser Gegend in Museen dargestellt werden, insbesondere in dem Technischen Museum Frohnauer Hammer. Zum Ausdruck gebracht wird in dieser Veröffentlichung außerdem, daß früher im Erzgebirge das Eisen zu den niederen Metallen zählte, weshalb da seine Förderung auch nicht dem Bergregal unterstand und deshalb die jeweiligen Grubenherren diese Schürfrechte verliehen. Zu erfahren ist in diesem Werk auch, daß es spektakuläre Eisenerzfunde im Erzgebirge nie gegeben hat, aber dennoch da zahlreiche Erzöfen und Hammerwerke entstanden, die vor allem Werkzeuge an die erzgebirgischen Grubenbetriebe lieferten sowie daneben auch Eisengeräte in der Agrarwirtschaft zum Einsatz kamen. Eingebunden in dieses Abhandlung ist auch eine Beschreibung über das technische Denkmal Frohnauer Hammer, welches das älteste und attraktivste Museum der Berg- und Adam-Ries-Stadt Annaberg-Buchholz ist und hervorging aus einer 1436 errichteten Getreidemühle, die später als Münze und Hammerschmiede diente, wo bis 1904 Werkzeuge für Bergbau und Landwirtschaft hergestellt wurden. Dieses Elaborat macht den Leser außerdem aufmerksam, über den Museumsrundgang im Frohnauer Hammer. Zur Kenntnis gebracht werden in dieser Auflegung auch das Anliegen, die Satzung und Tradition wie auch die Vereinschronik des Hammerbundes e. V. Mit einer Literaturübersicht und zahlreichen Internetadressen werden ihm weitere interessante Informationsquellen zum geschichtlichen Überblick zum Eisen im Erzgebirge und insbesondere zum technischen Denkmal Frohnauer Hammer gegeben.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort.
Ein geschichtlicher Überblick zum Eisen im Erzgebirge.
Literatur zum Teil - Ein geschichtlicher Überblick zum Eisen im Erzgebirge.
Der Frohnauer Hammer – 570 Jahre Herrenhaus und 350 Jahre Eisenhammer.
Einleitung zum technischen Denkmal Frohnauer Hammer.
Beschreibung des technischen Denkmals Frohnauer Hammer.
Zeittafel zur Geschichte des Frohnauer Hammers.
Informationen & Service zum Frohnauer Hammer.
Informationen zur Anreise zum Frohnauer Hammer.
Der Museumsrundgang im Frohnauer Hammer.
Das historische Hammerwerk Frohnauer Hammer mit Produktionssammlung.
Die Technologie des Frohnauer Hammerwerkes.
Die Volkskunstgalerie im Frohnauer Hammer.
Technikgeschichte auf dem Freigelände vor der Volkskunstgalerie.
Der Frohnauer Hammerbund - Hammerbund Frohnau e. V.
Die Satzung des Frohnauer Hammerbundes e. V.
Die Beitragsordnung des Hammerbundes Frohnau.
Die Vereinschronik des Hammerbundes Frohnau e. V.
Literatur zum Teil - Der Frohnauer Hammer – 570 Jahre Herrenhaus und 350 Jahre Eisenhammer.
Vita des Autors.
Veröffentlichungen des Autors.
Abstract.
Zielsetzung & Themen der Publikation
Dieses Werk dokumentiert die historische Bedeutung der Eisenverarbeitung im Erzgebirge sowie die Entwicklung und Erhaltung des Frohnauer Hammers als technisches Denkmal. Es beleuchtet den Übergang von handwerklichen Produktionsmethoden hin zur industriellen Fertigung und stellt die sozioökonomischen Bedingungen der Hammerwerksgesellen in den Kontext der regionalen Geschichte.
- Historische Entwicklung der Eisenindustrie im Erzgebirge
- Geschichte und Bedeutung des Frohnauer Hammers als technisches Denkmal
- Technologische Verfahren der Schmiedeeisenerzeugung und Metallverarbeitung
- Lebens- und Arbeitsbedingungen der historischen Hammermeister und Gesellen
- Strukturen, Satzungen und Chronik des Hammerbundes Frohnau e. V.
Auszug aus dem Buch
Beschreibung des Technischen Denkmals Frohnauer Hammer.
Zur Herstellung von Schwertern, Sensen, Hufeisen, Pflügen, Ketten, Gittern, Nägeln und Waffen bzw. Werkzeugen genügte bis ins 13. Jahrhundert der muskelschwingende Hammer des Schmieds. Und im zu Ende gehenden Mittelalter wurde zunehmend der durch das Wasserrad angetriebene Hammer eingesetzt.
Erste Hammerwerke des Erzgebirges sind nachweislich seit dem 12. Jahrhundert erwähnt. Wie bereits 1168 auf dem Gebiet der heutigen Bergstadt Freiberg, 1380 in Erla und 1470 um Schneeberg.
Sowohl im 13. und 14. Jahrhundert wie auch am Ende des 15. Jahrhunderts ertönte in der Gegend des späteren Annabergs der mächtige Ruf um das „Bergkgeschrey“ weit ins Land und lockte Bergleute, Bauern wohlhabende Bürger, Kaufleute und Abendteuerer – vom Silberfieber gepackt – ins Erzgebirge.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Einleitende Worte zur traditionsreichen Bergbau- und Eisenverarbeitungsgeschichte des Erzgebirges und der Rolle der Museen, allen voran der Frohnauer Hammer.
Ein geschichtlicher Überblick zum Eisen im Erzgebirge: Detaillierte Darstellung der 800-jährigen Eisenverarbeitung, vom "Eisenbergbau" bis hin zur industriellen Produktion und den spezifischen Produktionsbedingungen des Erzgebirges.
Literatur zum Teil - Ein geschichtlicher Überblick zum Eisen im Erzgebirge: Verzeichnis der herangezogenen Quellen für das erste Hauptkapitel.
Der Frohnauer Hammer – 570 Jahre Herrenhaus und 350 Jahre Eisenhammer: Umfassendes Kapitel zur Anlage, das den gesamten Prozess von der Getreidemühle zur Münzstätte bis hin zur industriellen Hammerschmiede und dem heutigen Museumsbetrieb nachzeichnet.
Der Frohnauer Hammerbund - Hammerbund Frohnau e. V.: Darstellung der Vereinsgeschichte, seiner Ziele zur Denkmalerhaltung sowie der rechtlichen und finanziellen Grundlagen (Satzung/Beitragsordnung).
Literatur zum Teil - Der Frohnauer Hammer – 570 Jahre Herrenhaus und 350 Jahre Eisenhammer: Bibliografische Referenzen für die Dokumentation zum Frohnauer Hammer.
Vita des Autors: Biografische Informationen zum Werdegang von Dr.-Ing. Wolfgang Piersig.
Veröffentlichungen des Autors: Auflistung der bisherigen wissenschaftlichen Beiträge des Autors zur Technikgeschichte.
Abstract: Zusammenfassende Kurzübersicht der gesamten Publikation in deutscher Sprache.
Schlüsselwörter
Frohnauer Hammer, Erzgebirge, Eisenverarbeitung, Hammerwerk, Bergbau, Technikgeschichte, Industriegeschichte, Schmiedetechnik, Denkmalschutz, Hammerbund, Annaberg-Buchholz, Metallurgie, Industriekultur, Museum, Regionalgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch bietet einen geschichtlichen Überblick über die Bedeutung der Eisenverarbeitung im Erzgebirge und stellt den Frohnauer Hammer als bedeutendes technisches Denkmal in den Fokus.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?
Neben der allgemeinen Technikgeschichte des Eisens im Erzgebirge stehen die technologische Entwicklung des Frohnauer Hammers, die Lebensbedingungen der Arbeiter und die Vereinsgeschichte des Hammerbundes im Mittelpunkt.
Was ist das primäre Ziel des Werkes?
Das Ziel ist die Bewahrung und Vermittlung der regionalen Technikgeschichte sowie die Unterstützung des technischen Denkmals Frohnauer Hammer durch eine wissenschaftlich fundierte Dokumentation.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus historischer Quellenanalyse, Aktenstudium und technikhistorischer Beschreibung.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Beschreibung des Denkmals, seiner historischen Einordnung, der technologischen Ausrüstung wie Schwanzhämmern und dem Betrieb bis hin zur heutigen musealen Nutzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Erzgebirge, Frohnauer Hammer, Bergbau, Eisenverarbeitung und Industriegeschichte.
Welche Rolle spielten Wasserräder für den Frohnauer Hammer?
Sie waren die zentrale Antriebskraft für die Schwanzhämmer und Blasebälge, die den handbetriebenen Hammer des Schmieds ablösten und eine effizientere Metallverarbeitung ermöglichten.
Wann und warum wurde der Frohnauer Hammer als technisches Denkmal gesichert?
Nach der vollständigen Stilllegung 1904 setzte sich der 1907 gegründete Hammerbund dafür ein, die Gebäude zu retten, was 1908 zum Kauf und zur anschließenden Erhaltung als erstes technisches Denkmal in Sachsen führte.
- Citation du texte
- Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing., Dr.-Ing. Wolfgang Piersig (Auteur), 2010, Ein geschichtlicher Überblick zum Eisen im Erzgebirge: Der Frohnauer Hammer – 570 Jahre Herrenhaus und 350 Jahre Eisenhammer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142518