Da Turnen in der heutigen Schülerlandschaft wenig Begeisterungsstürme auslöst, kann der Parkour-Sport als attraktive Alternative im Unterricht verwendet werden. Wie das in einer neunten Klasse aussehen kann bzw. welche Elemente des Parkour-Sports mit den normalen Turngeräten realisiert werden können, soll dieser Unterrichtsentwurf zeigen. darin ist natürlich auch die gesamte Unterrichtseinheit kurz dargestellt. Viel Spaß beim selber testen!
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse
2. Sachanalyse
3. Didaktische Überlegung
4. Didaktisches Zentrum und Lernziele
5. Methodische Überlegung
6. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit
7. Strukturierter Verlaufsplan
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die Konzeption und methodische Gestaltung einer Sportstunde zum Thema „Le Parkour“, in der Schüler durch die selbstständige Entwicklung individueller Bewegungsabfolgen (Runs) und gezielte Partnerrückmeldung ihre motorischen Fähigkeiten sowie ihre soziale Kompetenz verbessern sollen.
- Integration von Trendsportarten in den Schulsport
- Entwicklung individueller „Runs“ aus Grundbewegungen
- Förderung der Selbstständigkeit durch Lerntrios
- Kriterienorientierte Beobachtung und Partnerrückmeldung
- Sicherheitsaspekte und verantwortungsbewusster Umgang
Auszug aus dem Buch
2. Sachanalyse
„Le Parkour ist eine Sportart zur schnellen und effizienten Fortbewegung ohne Hilfsmittel. Dabei bewegt [...] sich [der Traceur] mit Eleganz, effizient durch den urbanen und natürlichen Raum. [Die Frage, wie man die Hindernisse, die man auf dem Weg von A nach B überwinden muss, bewältigt], entspringen den eigenen Ideen, vorhandenen Möglichkeiten und dem eigenen Können. Le Parkour setzt Kreativität voraus und sucht sein Ziel in der Perfektion [...]“ (INTERNET 1).
Diese Trendsportart, die sich aus einer militärischen Trainingsform des Franzosen G. HÉBERT Anfang des 20. Jahrhunderts gebildet hat (HEINLIN 2008:25), begeistert seit etwa zwei Jahren vor allem Jugendliche und junge Erwachsene durch die Bewältigung selbst gewählter Hindernisse. Le Parkour beansprucht sowohl die Ausdauer und Kraft als auch die Beweglichkeit und Koordination. Aber auch geistige Fähigkeiten werden fordert, durch das Abschätzen der Hindernisse und der entsprechenden Wahl der Überwindung. Diese Trendsportart ist demzufolge als Ganzkörperschulung anzusehen.
Le Parkour kommt mit etwa 14 Grundbewegungen aus (siehe Tabelle 1 im Anhang), die Techniken aus der Leichtathletik (Springen, Laufen) oder dem Turnen (Rollen, Kehren, Wenden, Kippen, Stützen) ähnlich sind. Durch diese Vielfältigkeit an Bewegungen können die Schüler ihre unterschiedliche Vorerfahrungen nutzen (siehe Bedingungsanalyse) und ihren ganz persönlichen Zugang zu dieser Sportart finden (siehe didaktische Überlegung).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel erläutert die Rahmenbedingungen des Sportunterrichts der Klasse G9c und stellt die positive Einstellung der Lerngruppe zum Thema Parkour dar.
2. Sachanalyse: Hier werden Ursprung und Philosophie des Parkoursports definiert sowie die sportmotorischen Anforderungen an den sogenannten Traceur erläutert.
3. Didaktische Überlegung: Dieses Kapitel begründet die Entscheidung für die Trendsportart Parkour als Alternative zum normgebundenen Gerätturnen im Rahmen des hessischen Lehrplans.
4. Didaktisches Zentrum und Lernziele: Es werden die motorischen, sozial-affektiven und kognitiven Lernziele für die Unterrichtsstunde definiert, die auf Partnerrückmeldung basieren.
5. Methodische Überlegung: Hier wird die Sozialform „Lerntrio“ und der Einsatz von Beobachtungsbögen zur kriterienorientierten Rückmeldung detailliert begründet.
6. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel bietet einen tabellarischen Überblick über die gesamte Unterrichtsreihe von der Einführung bis zur finalen Bewertung.
7. Strukturierter Verlaufsplan: Ein detaillierter Ablaufplan der Unterrichtsstunde mit den entsprechenden Phasen, Inhalten, Sozialformen und benötigten Materialien.
Schlüsselwörter
Le Parkour, Schulsport, Traceur, Grundbewegungen, Bewegungsabfolge, Run, Lerntrio, Partnerdiagnose, Beobachtungsbogen, Bewegungsfluss, Gerätekombination, Sicherheit, Sportpädagogik, Ganzkörperschulung, Bewegungsausführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf?
Die Arbeit behandelt die Durchführung einer Sportstunde für die neunte Klasse zum Thema „Le Parkour“, in der Schüler eigene Parcours-Runs entwickeln und verbessern.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf der motorischen Bewegungsschulung, dem eigenständigen Entwerfen von Hinderniskombinationen und der sozialen Interaktion innerhalb der Schülerschaft.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Das Hauptziel ist die Verbesserung der individuellen Bewegungsausführung bei der Überwindung von Hindernissen durch kriteriengeleitete Beobachtung und Rückmeldung der Mitschüler.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Lehrkraft setzt die Sozialform des „Lerntrios“ ein, in der Schüler sich gegenseitig mittels Beobachtungsbögen konstruktives Feedback zu ihrem „Run“ geben.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungs- und Sachanalyse, didaktische Begründungen, die methodische Vorgehensweise sowie einen strukturierten Verlaufsplan.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie „Le Parkour“, „Run“, „Lerntrio“, „Bewegungsfluss“ und „kriterienorientierte Beobachtung“ aus.
Wie unterscheidet sich dieser Ansatz vom klassischen Gerätturnen?
Im Gegensatz zum normgebundenen Turnen steht hier die individuelle Gestaltung des Laufs durch den Schüler (Traceur) und die Nutzung verschiedener Grundbewegungen im Vordergrund.
Warum spielt die Sicherheit eine so zentrale Rolle?
Da es für Parkour noch keine standardisierten Vorgaben wie im Gerätturnen gibt, ist die bewusste Thematisierung von Gefahren und ein verantwortungsvoller Umgang mit den Geräten essenziell.
- Citation du texte
- Annegret Bäßler (Auteur), 2009, Mitgestalten eins individuellen Geräteparcours nach dem Vorbild von "Le Parkour", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142542