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„Ihre Stimme zählt!“

SMS-basierte Mehrwertdienste im deutschen Unterhaltungsfernsehen

Título: „Ihre Stimme zählt!“

Trabajo de Seminario , 2009 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Pinar Emre (Autor)

Medios / Comunicación - Películas y television
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Was würden die „Superstars“, „Popstars“, „Container-Stars“, „Stars im Dschungel“, „Stars auf dem Tanzparkett“ und „Stars auf dem Eis“ – Kandidaten dieser Welt nur ohne die Mithilfe des aktiven Zuschauers vor dem Fernseher tun? Man stelle sich vor er würde nicht selbstlos zum Telefon greifen um seinen Favoriten vor dem obligatorischen „Rauswurf“ zu bewahren. Wie würde die Sendung weitergehen? Man möchte es sich gar nicht ausmalen und so nimmt man als Zuschauer seine Verantwortung, den Programmverlauf in die gewünschte Richtung zu dirigieren, natürlich ernst.
Diese etwas polemisch anmutende Aussage über Sinn und Zweck von Zuschauerabstimmungen in Fernsehunterhaltungsshows soll deutlich machen, dass die Einbindung von Mehrwertdiensten als Partizipationsmöglichkeit immer auch zwei Seiten der Medaille hat: Zum einen ist da der ökonomische Anlass für Medienanbieter vermehrt Mehrwertdienste einzusetzen und zum anderem sind es die Mediennutzer, die dieses Angebot einer kostenpflichtigen Interaktion häufiger denn je annehmen. Ob dies Folge aus einem verstärkten Angebot, oder aber einer verstärkten Nachfrage darstellt, lässt sich nur bedingt sagen und soll auch nicht Ziel dieser Arbeit sein. Vielmehr zielt diese Ausarbeitung darauf ab die Motivationen, für sowohl Medienanbieter als auch Mediennutzer, zu beleuchten und so den außerordentlichen Erfolg der so genannten “Call Media“ Angebote verständlich zu machen. Dabei soll dem Segment der mobilen Mehrwertdienste, die in nur sehr kurzer Zeit einen starken Aufwärtstrend erfahren haben, besondere Beachtung geschenkt werden: Ein personalisiertes Handy mit aktuellen Klingeltönen, Hintergrundbildern und Spielen gehört, zumindest bei Jugendlichen zum „guten Ton“ und sind – an Erlöszahlen gemessen – das lukrativste Segment der mobilen Mehrwertdienste. Das Mobiltelefon gehört, wie nach wie vor auch der Fernseher, zu den beliebtesten Alltagsmedien der Deutschen. Die Programmmacher haben genau diesen Trend zur Mobilkommunikation erkannt und einen Weg gefunden, Mobil- mit Massenkommunikation zu verbinden: Die Premium SMS. Sie wird zunehmend als Interaktionsinstrument in Unterhaltungssendungen eingesetzt und bietet eine Alternative zur herkömmlichen Partizipation der Konsumenten per Telefon. Es etablieren sich jedoch auch zunehmend Formate, die ausschließlich auf eine SMS-Interaktion setzen...

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mehrwertdienste und Call Media – Eine Einführung

2.1 Begriffsdefinitionen und Einschränkungen

2.2 Motivationen für den Einsatz von Call Media seitens der Medienanbieter

2.3 Mobile Mehrwertdienste und die Premium SMS als Teilbereich von Call Media

3. Zuschauerpartizipation mittels Premium SMS als Folge von Modernisierungsprozessen

3.1 Medienkonvergenz und Zuschaueremanzipation

3.2 Die Premium SMS als Brücke zwischen Zuschauer und Fernsehen

4. Anwendungsbeispiele für Premium (SMS-) Dienste im deutschen Unterhaltungsfernsehen

4.1 Votings

4.1.1 Sonderfall SMS-Voting: „Get the Clip (Viva)

4.2 Gewinnspiele

4.2.1 Sonderfall SMS-Gewinnspiel: „Wer wird Millionär?“ (RTL)

4.2.2 Sonderfall SMS-Gewinnspiel: “WINPIN“ (ProSieben)

5. Ein kritischer Blick auf Call Media Anwendungen

5.1 Schuldenfalle Premium SMS?

5.2 Betrugsvorwürfe gegen 9Live

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Motivationen von Medienanbietern und -nutzern beim Einsatz von kostenpflichtigen SMS-Mehrwertdiensten im deutschen Unterhaltungsfernsehen und analysiert deren Rolle als Instrument der Zuschauerpartizipation im Kontext von Medienkonvergenz und Modernisierungsprozessen.

  • Wirtschaftliche und kommunikationswissenschaftliche Hintergründe von Call Media.
  • Die Rolle der Premium SMS als Brücke zwischen Fernsehzuschauern und Sendern.
  • Analyse konkreter Anwendungsformen wie SMS-Votings und Gewinnspiele.
  • Kritische Reflexion der Missbrauchsproblematik und verbraucherpolitischer Aspekte.

Auszug aus dem Buch

3.1 Medienkonvergenz und Zuschaueremanzipation

Der Begriff Medienkonvergenz beschreibt ein im Zuge der fortschreitenden Globalisierung und Digitalisierung ein „Zusammenwachsen“ oder auch „Verschmelzen“ von bisher als getrennt betrachteten Kommunikations- und/oder Medienbereichen (vgl. Schuegraf 2008, S. 18). Dabei lassen sich verschiedene Ebenen der Konvergenz differenzieren: Zum einen bezieht sich die Medienkonvergenz auf die technische Ebene, d.h. ein Zusammenwachsen verschiedener Einzelmedien zu einem multimediafähigen Endgerät. Mit einem Mobiltelefon lässt sich zum Beispiel telefonieren, aber auch gleichzeitig im Internet surfen. Zum anderen lässt sich eine inhaltliche Konvergenz erkennen, wenn sich Angebote verschiedener Medienplattformen aufeinander beziehen. So stellt in der heutigen Zeit jeder Fernsehsender seine Inhalte gleichzeitig auf einer mehr oder weniger umfangreichen Website im Internet zur Verfügung (vgl. Schuegraf 2008, S. 20).

Schließlich lassen sich auch Konvergenzen zwischen Medienproduzenten und -konsumenten erkennen, welche beispielsweise eine Annäherung zwischen Fernsehanbieter und Fernsehzuschauer zur Folge hat. Während in der klassischen Medienwirkungsforschung das (Massen-)Medium – in diesem Falle das Fernsehen – und seine Wirkung auf den Rezipienten – also den Fernsehzuschauer – im Fokus der Untersuchungen stand, geht man in der zeitgenössischen Rezipientenforschung, wie in dem Uses-and-Gratifications-Ansatz (Katz), von aktiven Mediennutzern aus, deren Nutzungsverhalten als soziales Handeln verstanden wird. Rezipienten werden damit nicht mehr als Objekt von Medienwirkung, sondern als selbstbestimmende Individuen betrachtet, die in Abhängigkeit ihrer Bedürfnisse zielgerichtet bestimmte Medien selektieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Einbindung von Mehrwertdiensten in Fernsehunterhaltungsshows und stellt die Forschungsfrage nach den Motivationen für diesen Trend.

2. Mehrwertdienste und Call Media – Eine Einführung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, grenzt das Themenfeld ein und erläutert die wirtschaftlichen Anreize für Sender, Call Media zur Erlösgenerierung und Zuschauerbindung einzusetzen.

3. Zuschauerpartizipation mittels Premium SMS als Folge von Modernisierungsprozessen: Das Kapitel betrachtet die kommunikationswissenschaftlichen Hintergründe, wie Medienkonvergenz und den Wandel vom passiven Zuschauer hin zum emanzipierten, partizipierenden Individuum.

4. Anwendungsbeispiele für Premium (SMS-) Dienste im deutschen Unterhaltungsfernsehen: Anhand von Fallbeispielen wie Votings bei Viva oder Gewinnspielen bei RTL und ProSieben werden verschiedene Formen der SMS-Interaktion und deren Erfolgsfaktoren analysiert.

5. Ein kritischer Blick auf Call Media Anwendungen: Hier werden Risiken thematisiert, insbesondere die Kostenfalle für Jugendliche sowie Vorwürfe irreführender Programmgestaltung, illustriert am Beispiel des Senders 9Live.

6. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die zukünftige Bedeutung der Integration mobiler Mehrwertdienste als Brücke zwischen Fernsehen und Lebenswelt.

Schlüsselwörter

Call Media, Mehrwertdienste, Premium SMS, Medienkonvergenz, Zuschauerpartizipation, Zuschaueremanzipation, Unterhaltungsfernsehen, Mobilkommunikation, Gewinnspiele, Votings, Medienanbieter, Nutzerakzeptanz, Verbraucherschutz, 9Live, interaktives Fernsehen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von kostenpflichtigen SMS-Mehrwertdiensten in deutschen TV-Unterhaltungssendungen und untersucht deren Rolle in der modernen Medienlandschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den wirtschaftlichen Motivationen der Sender, den Möglichkeiten zur Nutzerinteraktion durch SMS und den damit verbundenen gesellschaftlichen sowie medienkritischen Aspekten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für den Erfolg von „Call Media“-Angeboten sowohl aus Sicht der Medienanbieter als auch der Zuschauer zu beleuchten und deren Funktion als Instrument der Partizipation zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit kommunikationswissenschaftlichen Ansätzen, wie der Medienkonvergenz und dem Uses-and-Gratifications-Ansatz, ergänzt durch die Analyse von Anwendungsbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung der Partizipation, die Analyse konkreter Praxisbeispiele (Votings, Gewinnspiele) und eine kritische Diskussion zu Themen wie Verbraucherschutz und Transparenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Call Media, Premium SMS, Medienkonvergenz, Zuschauerpartizipation, Unterhaltungsfernsehen und Nutzerakzeptanz.

Welche Rolle spielt die „Anonymität“ bei der SMS-Teilnahme?

Die Anonymität, die durch den Verzicht auf unmittelbare Sprachkommunikation entsteht, wird als ein Anreiz für Nutzer genannt, da sie den Prozess der Interaktion enthemmt.

Welche Bedenken werden bezüglich 9Live geäußert?

Die Arbeit thematisiert Vorwürfe hinsichtlich der Transparenz der Gewinnspiele, der aggressiven Zuschaueransprache und der Irreführung, die in der Vergangenheit zu staatsanwaltlichen Ermittlungen führten.

Was zeichnet die „WINPIN“-Aktion von ProSieben aus?

Es handelt sich um eine Form des Crossmedia-Gewinnspiels ohne direkten Sendungsbezug, das durch das „Watch & Win“-Prinzip Zuschauer motivieren soll, das gesamte Tagesprogramm zu verfolgen.

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Detalles

Título
„Ihre Stimme zählt!“
Subtítulo
SMS-basierte Mehrwertdienste im deutschen Unterhaltungsfernsehen
Universidad
University of Bremen
Curso
Mobilkommunikation im Alltag
Calificación
1,7
Autor
Pinar Emre (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
19
No. de catálogo
V142582
ISBN (Ebook)
9783640535439
ISBN (Libro)
9783640535644
Idioma
Alemán
Etiqueta
Stimme SMS-basierte Mehrwertdienste Unterhaltungsfernsehen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Pinar Emre (Autor), 2009, „Ihre Stimme zählt!“ , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142582
Leer eBook
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