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Arbeitsmarktpolitische Konzepte gegen Jugendarbeitslosigkeit

Title: Arbeitsmarktpolitische Konzepte gegen Jugendarbeitslosigkeit

Intermediate Diploma Thesis , 2003 , 25 Pages , Grade: gut (2)

Autor:in: Bernd Meiritz (Author)

Politics - Miscellaneous
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„Es ist schlimm genug, rief Eduard, dass man jetzt nichts mehr für sein ganzes Leben lernen kann. Unsere Vorfahren hielten sich an den Unterricht, den sie in ihrer Jugend empfangen; wir aber müssen jetzt alle fünf Jahre umlernen, wenn wir nicht ganz aus der Mode kommen wollen“ (Goethe, 1809).

Zu Beginn der Hausarbeit sollen zunächst die zentralen inhaltlichen Begriffe Arbeitslosigkeit Jugendarbeitslosigkeit definiert werden.

„Arbeitslos ist, wer vorübergehend in keinem Beschäftigungsverhältnis steht und eine Beschäftigung sucht. Arbeitslos ist auch, wer nur eine weniger als 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung oder Tätigkeit als Arbeitnehmer, Selbständiger oder mithelfender Familienangehöriger ausübt. Die Woche in diesem Sinne ist nicht mit der Kalenderwoche identisch, sondern umfasst sieben aufeinanderfolgende Tage, beginnend mit dem ersten Tag der Beschäftigung bzw. Tätigkeit“ (...) Ferner muss man jünger als 65 Jahre alt und arbeitsfähig sein. Ebenso muss eine Meldung beim Arbeitsamt erfolgen (vgl. Bundesanstalt für Arbeit, 2003).

Zu den Jugendarbeitslosen gehören Menschen, die im Sinne der vorangegangenen Definition als arbeitslos beim Arbeitsamt gemeldet sind und ihr 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (vgl. Bundesanstalt für Arbeit, 2003).

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Die schulische Ausbildung und Benachteiligtenförderung

3. Das duale System der beruflichen Bildung in Deutschland

4. „Hürden an der zweiten Schwelle“: Probleme beim Übergang von der Erstausbildung in die Beschäftigung

5. Soziale Ausgrenzung

6. Arbeitsbeschaffungs- und Qualifizierungsmaßnahmen

6.1 Die Träger der Maßnahmen

6.2 Subventionen und Sonderprogramme in Ostdeutschland

7. Ein Rückblick auf „JUMP“ und eine Vorschau auf „Hartz“

7.1 „JUMP“, das Sofortprogramm gegen Jugendarbeitslosigkeit

7.2 Das „Hartz-Papier“: Neue Ideen und neue Konzepte

8. Ein Blick über die Grenzen: Auch andere Nationen haben Probleme

8.1 Arbeitsmarktpolitik in den Niederlanden

8.2 Arbeitsmarktpolitik in Dänemark

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland, analysiert die Ursachen und Auswirkungen auf die betroffenen Jugendlichen und bewertet aktuelle arbeitsmarktpolitische Konzepte zur Bekämpfung dieses Phänomens.

  • Analyse des deutschen Bildungs- und Ausbildungssystems
  • Untersuchung der sozialen Folgen von Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen
  • Bewertung nationaler Programme wie JUMP und Konzepte der Hartz-Kommission
  • Vergleichende Analyse der Arbeitsmarktpolitiken in den Niederlanden und Dänemark

Auszug aus dem Buch

5. Soziale Ausgrenzung

Im folgenden Abschnitt sollen nun die aus längerer Arbeitslosigkeit resultierenden sozialen Probleme für Jugendliche herausgearbeitet werden. Dies ist ein wichtiger Punkt, da eine mangelnde soziale Integration den erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben behindert oder gar unmöglich machen kann. Insofern ist diese Thematik nicht nur sozialpolitisch sondern auch arbeitsmarktpolitisch relevant. Mögliche Konsequenzen für die Erwerbslosen sind fehlende soziale Kontakte, ein knappes Budget, das die Konsumwünsche der Jugendlichen nicht abdeckt, Verschuldung und ein sinkendes Selbstwertgefühl bis hin zu psychischen Problemen, Gewaltbereitschaft und Suizidgedanken. Doch es sind nicht alle Erwerbslosen gleichermaßen von sozialer Ausgrenzung betroffen. Aber wieso ist dies so und wie kann man soziale Ausgrenzung vermeiden? Dieser Frage gingen die Sozialwissenschaftler Gert Beelmann und Ute Traiser sowie der Psychologe Thomas Kieselbach nach. Die Analyse der Wissenschaftler stützt sich auf 50 problemzentrierte qualitative Interviews mit Jugendlichen aus Bremen und Rostock, wobei aus Gründen eines späteren internationalen Vergleichs mit anderen Studien nur deutsche Staatsangehörige berücksichtigt wurden. Alle Befragten waren weiterhin zwischen 20 und 24 Jahren alt und als Langzeitarbeitslose registriert (vgl. Beelmann/Kieselbach/Traiser S.134-136).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition der Begriffe Arbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit sowie Einordnung des gesellschaftlichen Stellenwerts und der Problemlage in Deutschland.

2. Die schulische Ausbildung und Benachteiligtenförderung: Erörterung des Zusammenhangs zwischen Bildungsniveau und Beschäftigungschancen sowie Darstellung der spezifischen Problematik benachteiligter Jugendlicher.

3. Das duale System der beruflichen Bildung in Deutschland: Analyse der Bedeutung der dualen Ausbildung für den Übergang in den Arbeitsmarkt und die Herausforderungen durch konjunkturelle Schwankungen.

4. „Hürden an der zweiten Schwelle“: Probleme beim Übergang von der Erstausbildung in die Beschäftigung: Betrachtung der Schwierigkeiten bei der Anschlussbeschäftigung nach abgeschlossener Ausbildung und notwendige Übergangshilfen.

5. Soziale Ausgrenzung: Untersuchung der verschiedenen Dimensionen sozialer Ausgrenzung bei langzeitarbeitslosen Jugendlichen und deren psychosoziale Folgen.

6. Arbeitsbeschaffungs- und Qualifizierungsmaßnahmen: Darstellung der Instrumente aktiver Arbeitsmarktpolitik, der beteiligten Träger und der speziellen Maßnahmen für Ostdeutschland.

7. Ein Rückblick auf „JUMP“ und eine Vorschau auf „Hartz“: Bewertung des Sofortprogramms JUMP sowie Vorstellung der neuen Ansätze der Hartz-Kommission.

8. Ein Blick über die Grenzen: Auch andere Nationen haben Probleme: Internationaler Vergleich der Arbeitsmarktpolitik am Beispiel der Niederlande und Dänemark.

9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Situation und notwendige Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Jugendarbeitslosigkeit, Deutschland, duales Ausbildungssystem, soziale Ausgrenzung, Arbeitsmarktpolitik, Qualifizierungsmaßnahmen, JUMP-Programm, Hartz-Kommission, internationale Vergleiche, Niederlande, Dänemark, Langzeitarbeitslosigkeit, Berufsintegration, Benachteiligtenförderung, Beschäftigungsquote.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Situation von arbeitslosen Jugendlichen in Deutschland, beleuchtet die Ursachen für ihre schwierige Arbeitsmarktsituation und bewertet verschiedene politische Maßnahmen, um diese zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen das deutsche Schul- und duale Ausbildungssystem, die sozialen Konsequenzen von Arbeitslosigkeit, verschiedene Förderprogramme sowie ein internationaler Vergleich der Arbeitsmarktpolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Effizienz bisheriger Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit zu prüfen und aufzuzeigen, welche Strategien – unter anderem durch den Vergleich mit anderen Ländern – erfolgreich sein können, um Jugendliche nachhaltig in Arbeit zu bringen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Studien und Berichten (wie z.B. Beelmann/Kieselbach/Traiser und Hartz-Kommission), um ein umfassendes Bild der Lage und der Lösungsansätze zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das Bildungssystem, soziale Ausgrenzungsprozesse, staatliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (JUMP, Hartz-Papier) und die Arbeitsmarktmodelle in den Niederlanden und Dänemark detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Jugendarbeitslosigkeit, duales System, soziale Ausgrenzung, Arbeitsmarktpolitik, Qualifizierung und berufliche Integration.

Welche Rolle spielt die „soziale Ausgrenzung“ in der Analyse?

Soziale Ausgrenzung wird als multidimensionales Problem beschrieben, das durch Arbeitslosigkeit entsteht und die betroffenen Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Zukunftsfähigkeit stark beeinträchtigt.

Was zeichnet die Arbeitsmarktpolitik in Dänemark im Vergleich zu Deutschland aus?

Dänemark setzt erfolgreich auf Aktivierungsmaßnahmen, die Jugendlichen verpflichtende Jobangebote unterbreiten, verbindet dies jedoch mit einem weniger radikalen Umgang mit tariflichen Löhnen als andere europäische Reformmodelle.

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Details

Title
Arbeitsmarktpolitische Konzepte gegen Jugendarbeitslosigkeit
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Politik/Soziologie)
Grade
gut (2)
Author
Bernd Meiritz (Author)
Publication Year
2003
Pages
25
Catalog Number
V14261
ISBN (eBook)
9783638197199
Language
German
Tags
Arbeitsmarktpolitische Konzepte Jugendarbeitslosigkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernd Meiritz (Author), 2003, Arbeitsmarktpolitische Konzepte gegen Jugendarbeitslosigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14261
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