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"Binge-Drinking" und Komasaufen von Kindern und Jugendlichen

Titel: "Binge-Drinking" und Komasaufen von Kindern und Jugendlichen

Referat (Ausarbeitung) , 2010 , 23 Seiten

Autor:in: Patricia Behr (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ob in Zeitungsberichten, Radiosendungen, Fernsehreportagen, Nachrichten, oder Talkshows: Komasaufen wurde in den letzten Jahren zum medialen Brennpunkt schlechthin – Nicht zuletzt wegen erschütternden Schlagzeilen, welche zum Beispiel den Tod eines 16-Jährigen Schülers aus Berlin, der nach 45 2-cl-Gläsern Tequila mit 4,8 Promille ins Koma gefallen war, oder die Einlieferung eines erst 7-jährigen Jungen ins Krankenhaus beinhalteten, der durch die Anstiftung von Jugendlichen bis hin zur Vergiftung Alkohol konsumiert hatte .

In Anbetracht des wachsenden Interesses von Seiten der Politik, der Eltern, des Gesundheitswesens, der Polizei, usw. an der Verhinderung und Prävention des weiter ansteigenden „Exzesstrinkens“ der nächsten Generation, muss jedoch zunächst erforscht werden, welche Umstände überhaupt dazu führen und welche Faktoren dieses Verhalten bestärken oder verstärken, um anschließend durch gezielte, präventive Maßnahmen eine Ausweitung des Problems einschränken zu können.

Die folgende Arbeit soll einen Überblick über das moderne Phänomen Komasaufen geben, welcher verschiedene Forschungsergebnisse diverser Studien, sowie ärztliche und persönliche Recherchen beinhaltet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition und Abgrenzung: Binge-Drinking, Rauschtrinken, Komasaufen

3. Zahlen und Fakten

3.1. Die „Drogenaffinitätsstudie 2008“ der BZgA

3.2. Regionale Studie zum Trinkverhalten Jugendlicher durch die Aktion „Jugend an der Flasche“

3.3. Interne Statistik zur Einlieferung Jugendlicher aufgrund von Alkoholintoxikation der Techniker Krankenkasse (TK) 2003-2008

3.4. Lerneffekt nach Komasaufen ? – eine Studie des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung (ISEG) 2008

4. Risikofaktoren für Rauschtrinken von Jugendlichen

5. Die Studie „Einflussfaktoren, Motivation und Anreize zum Rauschtrinken bei Jugendlichen“ der BZgA (2009)

6. Folgen, Risiken und Schäden von Rauschtrinken

7. Moderne Trends des Wett- und Komatrinkens

8. Warum Jugendliche komasaufen – Standpunkte von Experten

9. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Komasaufens bei Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, die Beweggründe, die soziokulturellen Einflussfaktoren und die Rolle der Peergroups zu verstehen, um präventive Handlungsansätze in einer Gesellschaft aufzuzeigen, in der Alkoholkonsum weitgehend akzeptiert ist.

  • Definition und Abgrenzung von Binge-Drinking, Rauschtrinken und Komasaufen.
  • Analyse aktueller Studienergebnisse zum Trinkverhalten Heranwachsender.
  • Identifikation psychologischer und sozialer Risikofaktoren für exzessiven Alkoholkonsum.
  • Untersuchung medialer Einflüsse und digitaler Trends wie Wetttrinken oder "Trichtern".
  • Diskussion von Expertenstandpunkten zur Entstehung und Prävention.

Auszug aus dem Buch

7. Moderne Trends des Wett- und Komatrinkens

Um die Standpunkte von Kindern und Jugendlichen zum Thema Komasaufen genauer zu erörtern, bietet sich eine Recherche im Schuelervz, dem größten deutschen Online-Netzwerk an, welches für Schüler ab 12 Jahren konzipiert ist und Erwachsenen durch ein eingeschränktes Anmeldeverfahren keinen Zutritt gewährt. Im Jahr 2009 zählt die Webseite 4 Millionen Nutzer, was 60% der ca. 7 Millionen deutschen SchülerInnen ausmacht.

Bei einer Recherche nach dem Begriff `Alkohol` in den unterschiedlichen Interessensgruppen, die von den Jugendlichen selbst gegründet werden und in die sie nach Belieben eintreten können, traf ich auf 300 Gruppen, die den Begriff `Alkohol` beinhalteten, was auf eine hohen Bedeutungswert für die Jugendlichen schließen lässt. `Komasaufen` ergab `nur` 44 Treffer bei unterschiedlich inhaltlicher Bewertung. Auffallend war jedoch, dass vor allem männliche Jugendliche Gründer und Mitglieder extremer Gruppen waren. Auch Bilder von Alkoholika auf persönlichen Avataren konnte man hier und da finden, was zeigt, wie sehr sich die Jugendlichen selbst auch über Alkohol und dessen Konsum definieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert das mediale Interesse an Komasaufen und verdeutlicht die Notwendigkeit, Ursachen für das exzessive Trinkverhalten junger Menschen zu erforschen.

2. Begriffsdefinition und Abgrenzung: Binge-Drinking, Rauschtrinken, Komasaufen: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Unschärfe und die verschiedenen wissenschaftlichen sowie umgangssprachlichen Deutungen des Phänomens.

3. Zahlen und Fakten: Hier werden verschiedene Studien und Statistiken zusammengetragen, die das Trinkverhalten und dessen Entwicklung bei Jugendlichen über Jahre hinweg belegen.

4. Risikofaktoren für Rauschtrinken von Jugendlichen: Das Kapitel identifiziert sozioökonomische Faktoren, mediale Einflüsse und das familiäre Umfeld als zentrale Treiber für gefährliches Trinkverhalten.

5. Die Studie „Einflussfaktoren, Motivation und Anreize zum Rauschtrinken bei Jugendlichen“ der BZgA (2009): Eine tiefgehende Analyse der BZgA-Studie, die das Rauschtrinken als Instrument der Identitätsarbeit und Gruppenintegration beschreibt.

6. Folgen, Risiken und Schäden von Rauschtrinken: Hier werden die körperlichen, psychischen und sozialen Konsequenzen, wie Organschäden, Unfälle oder Kriminalität, beleuchtet.

7. Moderne Trends des Wett- und Komatrinkens: Dieses Kapitel untersucht die digitalen Räume und Subkulturen, in denen Wetttrinken und "Trichtern" inszeniert und verherrlicht werden.

8. Warum Jugendliche komasaufen – Standpunkte von Experten: Experten äußern sich hier zur Rolle von Leistungsdruck, Einsamkeit und der gesellschaftlichen Normalisierung von Alkohol.

9. Schluss: Der Autor resümiert, dass Prävention nicht nur bei den Jugendlichen, sondern verstärkt in der medialen Aufklärung und in den gesellschaftlichen Vorbildfunktionen ansetzen muss.

Schlüsselwörter

Komasaufen, Rauschtrinken, Binge-Drinking, Jugend, Alkoholintoxikation, Prävention, Peergroups, Medienkonsum, Identitätsarbeit, Trichtern, Sozialer Druck, Suchtfragen, Alkoholmissbrauch, Jugendkultur, Gesellschaftliche Toleranz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem modernen Phänomen des Komasaufens bei Jugendlichen, untersucht dessen Ursachen und analysiert, wie soziale Medien und gesellschaftliche Faktoren dazu beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Begriffs, der Auswertung empirischer Studien, der Rolle von Peergroups und der kritischen Auseinandersetzung mit der medialen Verherrlichung von Alkoholexzessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Hintergründe für das exzessive Trinken zu identifizieren, um effektive präventive Maßnahmen zu entwickeln, die über bloße Verbote hinausgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse bereits existierender Studien (z.B. BZgA, ISEG) und einer qualitativen Recherche in sozialen Netzwerken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die statistische Aufarbeitung des Trinkverhaltens, die Identifikation von Risikofaktoren und eine detaillierte Analyse der jugendlichen Subkultur, inklusive Internetphänomenen wie dem "Trichtern".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Binge-Drinking, Identitätsarbeit, Prävention, Peergroups und soziale Akzeptanz.

Wie wirkt sich die Peergroup auf das Trinkverhalten aus?

Laut der untersuchten BZgA-Studie dient Alkohol innerhalb der Gruppe als "Eintrittskarte" und Mittel zur sozialen Integration, wobei häufig Gruppenzwang das exzessive Trinken befeuert.

Welche Rolle spielen die Medien beim Komasaufen?

Medien und Vorbilder beeinflussen Jugendliche durch die Normalisierung und teilweise Verherrlichung von Alkoholexzessen, was durch die Analyse von Trinkvideos und Internetgruppen verdeutlicht wird.

Wie bewerten Experten das Komasaufen?

Experten sehen das Problem in einer Kombination aus gesellschaftlicher Toleranz, einem Mangel an Bindungen bei Jugendlichen und einer wachsenden Leistungsgesellschaft, in der Alkohol als Ventil dient.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin?

Die Autorin fordert ein konsequenteres Vorgehen gegen die mediale Verherrlichung von Alkoholkonsum, ähnlich den Werbeverboten für Tabak, um den gesellschaftlichen Nährboden für dieses Verhalten zu entziehen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Binge-Drinking" und Komasaufen von Kindern und Jugendlichen
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Autor
Patricia Behr (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V142640
ISBN (eBook)
9783656911999
ISBN (Buch)
9783656912002
Sprache
Deutsch
Schlagworte
binge-drinking komasaufen kindern jugendlichen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patricia Behr (Autor:in), 2010, "Binge-Drinking" und Komasaufen von Kindern und Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142640
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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