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Alltag und Lebenswelt als Gegenstand von Wissenschaft und Praxis

Title: Alltag und Lebenswelt als Gegenstand von Wissenschaft und Praxis

Seminar Paper , 2008 , 26 Pages , Grade: 2

Autor:in: Bachelor Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (Uni) Heike Meyer (Author)

Social Work
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Überall in der Sozialpädagogik spricht man vom Alltag. Der Alltag Drogenabhängiger, Kinder, Schüler, Jugendlicher, der der Familien wird diskutiert. In der Gemeinwesenarbeit wird um einen menschenwürdigeren Alltag gekämpft und Bürgerinitiativen versuchen Alltag zu strukturieren und politisieren. Sozialpädagogische Praxis versucht alltagsorientiert zu sein. Was also meint das „Reden vom Alltag“? Wie lässt sich ein so weitläufiger und unterschiedlich besetzter Begriff definieren? Thiersch unterscheidet zwischen Alltag und Alltäglichkeit. Handlungsforschung will am Alltag der Betroffenen partizipieren und aufklären. Alltagsorientierung – ist Indiz einer Sozialpädagogik die Lebenswirklichkeit so, wie sie gegeben ist, ernst nimmt und sich von da aus orientiert. In diesem Abschnitt möchte ich auf die unterschiedlichen Aspekte von Alltag und Alltäglichkeit eingehen als Gegenstand von Wissenschaft und Praxis darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Wie ist Alltag definiert?

2. Wie ist Lebenswelt definiert?

3. Wir wird das Verhältnis von Theorie und Praxis in der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit gesehen?

4. Was bedeuten diese theoretischen Aussagen für die Praxis Sozialer Arbeit? (allgemein und exemplarisch an einem Beispiel verdeutlicht)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit den zentralen Begriffen „Alltag“ und „Lebenswelt“ innerhalb der Sozialen Arbeit auseinander. Ziel ist es, das Konzept der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit theoretisch zu fundieren und aufzuzeigen, wie dieses Modell eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Theoriebildung und professioneller, alltagsnaher Praxis schlägt.

  • Theoretische Definition und Abgrenzung der Begriffe Alltag und Alltäglichkeit.
  • Rekonstruktion des Lebenswelt-Konzepts anhand zentraler Dimensionen.
  • Analyse des Spannungsverhältnisses zwischen wissenschaftlicher Theorie und praktischem Handeln.
  • Konkretisierung von Handlungsmaximen (Prävention, Dezentralisierung, Partizipation, etc.) für die Soziale Arbeit.
  • Reflexion des sozialpädagogischen Professionalitätsprofils im Kontext der Lebensweltorientierung.

Auszug aus dem Buch

Die fünf Aspekte der Lebenswelt

„Lebenswelt wird als Gegenwelt zu gesellschaftlichen Enteignungsprozessen gesehen, als Ort eigensinniger und zu respektierender Lebensarrangements, als Ort einer notwendigen Destruktion pseudokonkreter Bewältigungsmuster und als Ort von Autonomie und Selbstgestaltung des Alltags“ (GRUNWALD/THIERSCH 2001: 1138).

Das Konzept Lebensweltorientierte Soziale Arbeit stellt in den Vordergrund einen speziellen Zugang zur Strukturierung der Aufgaben der Sozialen Arbeit. Dieser spezielle Zugang ergibt sich aus der Rekonstruktion der Lebenswelt, die sich in fünf Aspekten darstellen lässt.

1. Lebenswelt ist zunächst ein beschreibender, phänomenologisch orientierter Begriff: d.h. dass der Mensch in der Erfahrung einer Wirklichkeit, in der er sich immer schon vorfindet, verstanden wird und nicht als ein abstraktes Individuum. Die Erfahrung des Raumes (geschlossene und offene Räume), der Zeit (perspektivlose, chaotische oder attraktive Zeit) und der sozialen Beziehungen (belastende oder stützende Beziehungen) sind materielle und symbolische Ressourcen in der Erfahrung präsenten Wirklichkeit. In dieser Lebenswelt erscheint der Mensch zugleich „als bestimmt und als fähig“ sich mit den Strukturen auseinanderzusetzen und sie zu verändern. Menschen werden gesehen in pragmatischen Anstrengungen vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Es geht um „Geschicklichkeit des Sich Arrangierens“ im Überleben, um „Selbstdarstellung und Selbstinzinierung“, aber auch um Überanpassung und Kompensation. Auch abweichendes Verhalten wird in diesen Kontext als Ergebnis einer Anstrengung, sich in den gegebenen Verhältnissen behaupten zu müssen, verstanden (vgl. GRUNWALD/THIERSCH 2001: 1139).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wie ist Alltag definiert?: Dieses Kapitel differenziert zwischen Alltag und Alltäglichkeit und begründet, warum die Auseinandersetzung mit dem Alltag als unmittelbarer Lebenswirklichkeit eine notwendige Basis für sozialpädagogisches Handeln darstellt.

2. Wie ist Lebenswelt definiert?: Hier wird die Lebensweltorientierung als wissenschaftliches Konzept vorgestellt, das in fünf spezifischen Aspekten rekonstruiert wird, um das Verständnis für die komplexe Lebenssituation von Adressaten zu schärfen.

3. Wir wird das Verhältnis von Theorie und Praxis in der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit gesehen?: Dieses Kapitel beleuchtet das Spannungsfeld zwischen theoretischem Wissen und professioneller Praxis und definiert Handlungsmaximen, die eine fachlich fundierte Unterstützung in komplexen Lebensverhältnissen ermöglichen.

4. Was bedeuten diese theoretischen Aussagen für die Praxis Sozialer Arbeit? (allgemein und exemplarisch an einem Beispiel verdeutlicht): Abschließend werden die theoretischen Erkenntnisse in konkrete Handlungsprinzipien überführt und exemplarisch anhand der Jugendhilfe verdeutlicht, wie eine lebensweltorientierte Sozialarbeit in der Realität agieren sollte.

Schlüsselwörter

Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, Alltag, Alltäglichkeit, Sozialpädagogik, Handlungsmaximen, Theorie-Praxis-Verhältnis, Empowerment, Prävention, Partizipation, Professionalität, Lebenswelt, Strukturierte Offenheit, Jugendhilfe, Adressaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und der praktischen Umsetzung der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit sowie der Bedeutung der Begriffe Alltag und Lebenswelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Definition von Alltag, die theoretischen Konzepte der Lebenswelt, die Beziehung zwischen Theorie und professioneller Praxis sowie die Ableitung von Handlungsmustern für Sozialarbeiter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine wissenschaftlich fundierte Soziale Arbeit durch Lebensweltorientierung den Adressaten in ihrer spezifischen Situation besser unterstützen und stärken kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer hermeneutisch-pragmatischen Analyse und nutzt die kritische Alltagstheorie, um aktuelle Handlungsmaximen für die Soziale Arbeit zu strukturieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Alltag und Lebenswelt definiert, das Theorie-Praxis-Verhältnis analysiert und konkrete Maximen wie Prävention, Integration und Partizipation ausführlich diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, Alltag, Handlungsmaximen und Professionalität.

Was bedeutet „strukturierte Offenheit“ in diesem Kontext?

Der Begriff beschreibt ein professionelles Handeln, das trotz notwendiger Planung und Strukturierung offen für die unvorhersehbaren und komplexen Lebenssituationen der Klienten bleibt.

Warum wird die „Aushandlung“ als zentrales Medium hervorgehoben?

Aushandlung ist essentiell, weil Ziele und Hilfemaßnahmen nicht einseitig vom Sozialarbeiter bestimmt werden sollten, sondern gemeinsam mit den Adressaten unter Anerkennung ihrer Sichtweisen entwickelt werden müssen.

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Details

Title
Alltag und Lebenswelt als Gegenstand von Wissenschaft und Praxis
College
University of Lüneburg  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
Seminar
Grade
2
Author
Bachelor Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (Uni) Heike Meyer (Author)
Publication Year
2008
Pages
26
Catalog Number
V142695
ISBN (eBook)
9783640537990
ISBN (Book)
9783640537761
Language
German
Tags
Alltag Lebenswelt Gegenstand Wissenschaft Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (Uni) Heike Meyer (Author), 2008, Alltag und Lebenswelt als Gegenstand von Wissenschaft und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142695
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