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Auf verlorenem Posten? Aufgaben und Befugnisse der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder

Title: Auf verlorenem Posten? Aufgaben und Befugnisse der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder

Term Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christian Pudell (Author)

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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit den Aufgaben und Befugnissen der
Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder. Dabei ist zu klären, ob sich
die Datenschutzbeauftragten mit ihren Befugnissen durchsetzen können und
welchen Einfluss sie auf den Datenschutz und die Politik ausüben können. Als
zentrale Fragestellung ist zu klären, ob sie sich dabei auf einem verlorenen Posten
befinden. Welchen Einfluss hat hierbei die Politik oder andere Institutionen? Um
einen Einstieg in die Thematik zu erlangen ist es zunächst notwendig einen
Überblick über das Bundesdatenschutzgesetz zu gewinnen. Es soll geklärt werden,
was in dem Gesetz geregelt wird, wie es aufgebaut ist und für wem es Anwendung
findet. Anschließend wird noch der Kontext zur EU-Datenschutzrichtlinie hergestellt.
Anschließend werden die Landesdatenschutzgesetze betrachtet. Dabei wird auf
das Landesdatenschutzgesetz vom Bundesland Niedersachsen genauer
eingegangen. Nachdem Bundes- und Landesgesetze betrachtet wurden, folgt die
Kompetenzverteilung zwischen Bund und den Ländern. Hier wird ein kleiner
Überblick gegeben, wann die Länder bzw. der Bund in datenschutzrechtlichen
Belangen zuständig ist. Im nächsten Abschnitt werden die Aufgaben und
Befugnisse des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die
Informationsfreiheit erläutert, sowie die ihm zur Verfügung stehenden Mittel und
Instrumente dargestellt. Hierbei ist zu überprüfen, ob diese ausreichen, um den
Datenschutz der Bürger in der Bundesrepublik zu schützen? Anschließend wird in
der Ausarbeitung noch der Bezug zur Politik hergestellt. Hier werden aktuelle Fälle
der Politik und Wirtschaft genauer betrachtet und Beispiele erläutert.
Durch diesen Punkt kann der Kontext mit der Eingangsfrage hergestellt werden.
Durch das Wissen über die Bundes- und Landesdatenschutzgesetze und den
Einfluss der Politik kann mit dem abschließenden Fazit geklärt werden, ob sich die
Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder auf verlorenem Posten
befinden, oder einen starken Einfluss auf den Datenschutz in der Bundesrepublik
Deutschland haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bundesdatenschutzgesetz

2.1 Aufbau, Aufgaben, Schutzbereich und Grundprinzipien des Bundesdatenschutzgesetzes

2.1.1 EU-Richtlinien im Bereich des Datenschutzes

3. Landesdatenschutzgesetze

3.1 Aufbau und Aufgaben des niedersächsischen Landesdatenschutzgesetzes

3.2 Aufgaben, Rechte und Pflichten der/des Landesdatenschutzbeauftragten

3.3 Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern beim Datenschutz

4. Aufgaben und Befugnisse des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit

4.1 Welche Instrumente und Mittel stehen dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit zur Verfügung?

4.2 Politischer Einfluss im Datenschutz

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Aufgaben, Befugnisse und den tatsächlichen Einfluss von Datenschutzbeauftragten auf Bundes- und Landesebene, um zu klären, ob diese Institutionen angesichts aktueller Datenskandale über ausreichende Handlungsspielräume verfügen oder auf verlorenem Posten stehen.

  • Analyse der gesetzlichen Grundlagen (BDSG und LDSG)
  • Gegenüberstellung der Kompetenzen von Bund und Ländern
  • Evaluation der Instrumente der Datenschutzaufsicht
  • Diskussion des Einflusses politischer Entscheidungen auf den Datenschutz
  • Beurteilung der Effektivität von Datenschutzbeauftragten in der Praxis

Auszug aus dem Buch

4.1 Welche Instrumente und Mittel stehen dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit zur Verfügung?

Im vorherigen Abschnitt wurden die Aufgaben und Befugnisse des BfDI erläutert. Welche Instrumente stehen ihm jedoch zur Verfügung, um sein Amt durchsetzen zu können? Bei Verstößen gegen das BDSG hat er zunächst die schon erwähnte Möglichkeit der Beanstandung bei den obersten Bundesbehörden und Vorständen. Eine weiteres Instrument ist der auch schon erwähnte Tätigkeitsbericht. In diesem kann er Bedenken oder mögliche Änderungen im Datenschutz äußern.

Es folgen zur Verdeutlichung exemplarische Beispiele aus dem Datenschutzbericht 2007/2008. Peter Schaar beschreibt im Datenschutzbericht zunächst die Lage des Datenschutzes der letzten zwei Jahre in Deutschland. Die Bilanz ist laut Schaar eher als gemischt zu betrachten.

So beschreibt z.B. das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 27. Februar 2008 (1BvR370/07;1BvR595/07) zur Online-Durchsuchung nach dem Verfassungsschutzgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen als Erfolg zum Schutz privater Daten auf Privatcomputern. Durch dieses Urteil wurde die teils heftig geführte Debatte um die Zulässigkeit und Ausgestaltung solcher Online-Durchsuchungen zu einem gewissen Ende gebracht. Das Bundesverfassungsgericht hat darüber hinaus weitere Vorgaben und den wichtigen Antrieb für einen besseren Datenschutz gegeben, der bis in die Zukunft reichen und Auswirkungen haben wird, die weit über den eigentlich entschiedenen Fall hinausreichen. So ist es für Schaar ein großer Erfolg, da gerade auf Personalcomputern und anderen informationstechnischen Systemen eine Vielzahl persönlicher Informationen und Datenspuren gespeichert werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Datenschutzbeauftragte in Deutschland angesichts politischer Rahmenbedingungen tatsächlich wirksamen Einfluss ausüben können.

2. Bundesdatenschutzgesetz: Das Kapitel erläutert die Entstehung, den Aufbau sowie die Grundprinzipien des BDSG und den Kontext europäischer Richtlinien für den nationalen Datenschutz.

3. Landesdatenschutzgesetze: Hier werden die Struktur der Landesdatenschutzgesetze am Beispiel Niedersachsens, die Aufgaben der Landesbeauftragten und die Kompetenzabgrenzung zwischen Bund und Ländern analysiert.

4. Aufgaben und Befugnisse des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit: Dieses Kapitel untersucht die spezifischen Befugnisse des BfDI, seine Kontrollinstrumente sowie den Einfluss politischer Entscheidungen auf den Datenschutz.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die bisherigen Befugnisse der Datenschutzbeauftragten nicht ausreichen, um bei massiven Datenskandalen wirksam zu intervenieren, und fordert dringenden politischen Handlungsbedarf.

Schlüsselwörter

Datenschutz, Bundesdatenschutzgesetz, Landesdatenschutzgesetz, Datenschutzbeauftragter, BfDI, Informationsfreiheit, Grundrechte, informationelle Selbstbestimmung, politische Kontrolle, Datenskandale, Arbeitnehmerdatenschutz, Online-Durchsuchung, Aufsichtsbehörde, Compliance, Überwachung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle und der Wirksamkeit der Datenschutzbeauftragten in Deutschland, insbesondere damit, ob diese ihre rechtlichen Aufgaben gegenüber Unternehmen und staatlichen Stellen durchsetzen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die gesetzlichen Rahmenbedingungen (BDSG und Landesgesetze), die Kontrollbefugnisse der Aufsichtsbehörden und die Interaktion zwischen Datenschutz, Politik und wirtschaftlicher Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, ob Datenschutzbeauftragte durch ihre Befugnisse echten Einfluss auf den Datenschutz nehmen können oder ob sie in der Praxis auf einem „verlorenen Posten“ stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftlich orientierte Analyse, die sich auf Gesetzestexte, aktuelle Tätigkeitsberichte der Datenschutzbeauftragten und die Auswertung von Fallbeispielen und Presseberichten stützt.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert den Aufbau der Datenschutzgesetze, die spezifischen Befugnisse von Bundes- und Landesbeauftragten sowie das Spannungsfeld zwischen gesetzlichem Auftrag und der politischen Realität.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselbegriffen gehören Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung, Aufsichtsinstrumente, politische Einflussnahme und die Analyse von Datenskandalen im deutschen Kontext.

Warum wird das Beispiel des „Computer-Grundrechts“ angeführt?

Es dient dazu zu illustrieren, wie das Bundesverfassungsgericht neue Vorgaben für den Datenschutz schafft, die über die bestehenden, teils veralteten Gesetze hinausgehen und den Datenschutzbeauftragten als Argumentationshilfe dienen.

Welches Fazit zieht der Autor zur Wirksamkeit der Beauftragten?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die derzeitigen Möglichkeiten der Datenschutzbeauftragten nicht ausreichen und die Gesetzgebung modernisiert werden muss, um Skandale und Rechtsverstöße wirksam zu verhindern.

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Details

Title
Auf verlorenem Posten? Aufgaben und Befugnisse der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder
College
Leuphana Universität Lüneburg
Course
Seminar Digital Me
Grade
1,7
Author
Christian Pudell (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V142948
ISBN (eBook)
9783640519651
ISBN (Book)
9783640521272
Language
German
Tags
Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder Auf verlorenem Posten? Datenschutz Digital me
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Pudell (Author), 2009, Auf verlorenem Posten? Aufgaben und Befugnisse der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142948
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