Thema der Unterrichtstunde sind die positiven und negativen Auswirkungen der industriellen Regenwaldnutzung in Brasilien. Durch die Abwägung der Chancen und Risiken sollen die SuS der siebten Klasse verstehen, dass die kommerzielle Verwertung des Regenwaldes langfristige Folgen für das Ökosystem und die dort lebenden Menschen hat. Um den Lerngegenstand zu erschließen, befassen sich die SuS mit folgender Stundenfrage: „Soll der tropische Regenwald in Brasilien durch große Unternehmen genutzt oder vor diesen geschützt werden?“. Die Unterrichtsstunde ist gemäß dem Hamburger Bildungsplan sowie dem schulinternen Curriculum konzipiert, da dieser geographische Unterrichtsinhalt in der siebten Klasse verbindlich ist.
Die natürlichen Ressourcen, darunter die tropischen Regenwälder, sind endlich, während die Ziele und Bedürfnisse der Menschen unendlich scheinen. Die rasant voranschreitende kommerzielle Nutzung der Regenwälder seitens diverser Konzerne und Großhändler, die von der nationalen Politik bewilligt wird, hat eine Reihe sowohl regionaler als auch globaler Auswirkungen. Bei gleichbleibendem Tempo der Zerstörung wird der Regenwald in Brasilien in 40 Jahren vollständig verschwunden sein.
Für die Unterrichtsstunde wurde der Unterrichtsinhalt unter Berücksichtigung der Lerngruppe didaktisch reduziert, sodass der Fokus nur auf den Folgen für die dort lebenden Menschen, das Ökosystem und im Besonderen für die Flora und Fauna liegt.
Zur Aktivierung der Lerngruppe wird der Lerngegenstand den SuS enaktiv zugänglich gemacht, indem sie sich mit vier Interessensgruppen (Umweltexperte, Unternehmerin, Ureinwohner und Kleinbauer) und deren Meinungen zur Nutzung anhand der drei Beispiele Viehwirtschaft, Plantagenwirtschaft und Holzwirtschaft befassen. Dazu sollen sie die Vor- und Nachteile aus den Standpunkten der verschiedenen Akteure herausfiltern und der jeweiligen Vor- und Nachteilsspalte in einer Tabelle zuordnen. Anschließend sollen sie die Vor- und Nachteile gewichten und beurteilen, ob der tropische Regenwald in Brasilien geschützt oder durch Unternehmen genutzt werden sollte.
Inhaltsverzeichnis
1. Unterrichtsreihe
2. Begründung der didaktischen Entscheidungen inkl. Klärung des Lerngegenstandes
3. Lernziele
4. Begründung der methodischen Entscheidungen
5. Verlaufsplanung in tabellarischer Form
Zielsetzung und Themen der Unterrichtseinheit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Schülern der siebten Jahrgangsstufe die komplexen Spannungsfelder zwischen der kommerziellen Nutzung des tropischen Regenwaldes und dessen notwendigem Schutz am Beispiel des Amazonasgebietes in Brasilien näherzubringen.
- Analyse der ökologischen und ökonomischen Auswirkungen der Regenwaldnutzung.
- Einnahme multiperspektivischer Standpunkte durch verschiedene Akteure (Umweltexperten, Unternehmen, Ureinwohner, Kleinbauern).
- Förderung der Urteilsfähigkeit durch abwägende Bewertung von Interessenkonflikten.
- Verständnis für globale Zusammenhänge und die Bedeutung individueller Konsumentscheidungen.
- Erarbeitung von Handlungsmöglichkeiten für den Schutz der Regenwälder.
Auszug aus dem Buch
2. Begründung der didaktischen Entscheidungen inkl. Klärung des Lerngegenstandes
Die natürlichen Ressourcen, darunter die tropischen Regenwälder, sind endlich, während die Ziele und Bedürfnisse der Menschen unendlich scheinen. Die rasant voranschreitende kommerzielle Nutzung der Regenwälder seitens diverser Konzerne und Großhändler, die von der nationalen Politik bewilligt wird, hat eine Reihe sowohl regionaler als auch globaler Auswirkungen. Bei gleichbleibendem Tempo der Zerstörung wird der Regenwald in Brasilien in 40 Jahren vollständig verschwunden sein (vgl. AMIGO o.J.).
Thema der Unterrichtsstunde sind deshalb die positiven und negativen Auswirkungen der industriellen Regenwaldnutzung in Brasilien. Durch die Abwägung der Chancen und Risiken sollen die SuS verstehen, dass die kommerzielle Verwertung des Regenwaldes langfristige Folgen für das Ökosystem und die dort lebenden Menschen hat. Um den Lerngegenstand zu erschließen, befassen sich die SuS mit folgender Stundenfrage: „Soll der tropische Regenwald in Brasilien durch große Unternehmen genutzt oder vor diesen geschützt werden?“
Für die Unterrichtsstunde habe ich diesen Unterrichtsinhalt unter Berücksichtigung der Lerngruppe didaktisch reduziert, sodass der Fokus nur auf den Folgen für die dort lebenden Menschen, das Ökosystem und im Besonderen über die Flora und Fauna liegt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Unterrichtsreihe: Diese Übersicht stellt den zeitlichen Verlauf der gesamten Unterrichtseinheit dar, inklusive der jeweiligen Leitfragen, Termine und inhaltlichen Schwerpunkte für die Schüler.
2. Begründung der didaktischen Entscheidungen inkl. Klärung des Lerngegenstandes: Hier wird der theoretische Rahmen abgesteckt, indem die Problematik der industriellen Regenwaldnutzung erläutert und die didaktische Reduktion für die siebte Klasse begründet wird.
3. Lernziele: Dieser Abschnitt definiert die angestrebten Kompetenzen, unterteilt in die kognitiven Anforderungen der Anforderungsbereiche I bis III.
4. Begründung der methodischen Entscheidungen: Hier werden die Wahl des problemorientierten Einstiegs sowie die Phasen der kooperativen Gruppenarbeit und Sicherung detailliert methodisch hergeleitet.
5. Verlaufsplanung in tabellarischer Form: Dies ist eine detaillierte Aufschlüsselung der Unterrichtsstunde in Zeitphasen, inklusive der Lehrer- und Schülertätigkeiten, Sozialformen und benötigten Materialien.
Schlüsselwörter
Regenwald, Amazonas, Brasilien, kommerzielle Nutzung, Raubbau, Umweltschutz, Multiperspektivität, indigene Völker, Plantagenwirtschaft, nachhaltige Entwicklung, Globales Lernen, Urteilsfähigkeit, Ökosystem, Waldzerstörung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit grundsätzlich?
Die Einheit beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen der wirtschaftlichen Nutzung des tropischen Regenwaldes in Brasilien durch große Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die ökologischen Zerstörungen, die wirtschaftlichen Interessen (z. B. Viehwirtschaft, Plantagen), die Lebenssituation indigener Völker sowie die ethische Frage nach dem Schutz des Regenwaldes.
Was ist die Forschungsfrage der Unterrichtsstunde?
Die zentrale Stundenfrage lautet: „Soll der tropische Regenwald in Brasilien durch große Unternehmen genutzt oder vor diesen geschützt werden?“
Welche wissenschaftliche Didaktik wird angewandt?
Es wird ein problemorientierter Ansatz verfolgt, der durch multiperspektivische Fallbeispiele die Urteilsbildung der Schüler im Sinne des Globalen Lernens fördert.
Was wird primär im Hauptteil vermittelt?
Schüler analysieren in kooperativen Gruppenarbeiten Texte verschiedener Interessengruppen, um die Auswirkungen der Regenwaldnutzung sachgerecht abzuwägen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Neben dem zentralen Begriff Regenwald sind Multiperspektivität, ökologische Folgen, indigene Bevölkerung und nachhaltige Handelsentscheidungen die prägenden Charakteristika.
Warum wird die Methode des kooperativen Lernens bevorzugt?
Dadurch werden die Schüler in die Verantwortung genommen, voneinander zu profitieren, soziale Kompetenzen zu stärken und aktiv am Unterricht teilzunehmen.
Welche Rolle spielt die "Didaktische Reserve"?
Sie dient als Puffer und zur Vertiefung für schnellere Schüler, beispielsweise durch das Verfassen eines Briefes an den brasilianischen Präsidenten, um das Gelernte zu transferieren.
Warum wurde eine didaktische Reduktion auf die siebte Klasse vorgenommen?
Um die komplexe Problematik auf die Lebenswelt der Schüler zu beziehen, wurde der Fokus gezielt auf die unmittelbaren Folgen für Mensch, Tier und Umwelt in den gewählten Fallbeispielen gelegt.
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- Anonym (Author), Die industrielle Regenwaldnutzung in Brasilien (7. Klasse Geographie), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1430347