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Wie stark war der Einfluss der Spanier auf die Sprache und Schrift der Azteken im Zeitraum von 1525 bis 1600?

Titel: Wie stark war der Einfluss der Spanier auf die Sprache und Schrift der Azteken im Zeitraum von 1525 bis 1600?

Hausarbeit , 2023 , 30 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Hausarbeit soll die Frage geklärt werden, welcher Teil der Azteken Bildung erhielt und auf welche Weise er sein Wissen von Sprache und Schrift nutzte. Eingegangen wird hierbei auf die Frage nach der Selbstbehauptung gegenüber den Konquistadoren, der Überlieferung des Wissens über die eigene Kultur und auf welche Art Sprache und Schrift zur Vorteilsnahme gegenüber der eigenen Gemeinschaft eingesetzt wurden.

In Kapitel 1 wird ein Einblick in die präkolumbische Welt der Azteken gegeben. Nach der Beschreibung des Staates und der Definition des Aztekenreiches sowie des Volkes wird auf den Aufbau der Gesellschaft eingegangen, bevor sich der Sprache, dem Schriftsystem und der Nutzung der Schrift zugewandt wird.

Kapitel 2 widmet sich den Eroberern. Es sollen nicht nur die Ziele der jeweiligen Gruppen (spanische Krone, Konquistadoren und Missionare) in Bezug auf die Bildung der aztekischen Bevölkerung dargelegt, sondern auch deren Beweggründe verdeutlicht werden. Im Anschluss wird der für die Hausarbeit gewählte Zeitabschnitt definiert und dessen Wahl begründet, bevor im anschließenden Kapitel die Fragestellung beantwortet wird.

In drei Unterkapiteln wird auf die Bedeutung von Schrift und Sprache für die Indigenen in Bezug auf die Selbstbehauptung gegenüber den Eroberern, als Mittel der Überlieferung der eigenen Kultur und zuletzt als Mittel zur Vorteilsnahme gegenüber anderen Indigenen eingegangen. Im letzten Kapitel wird ein Fazit der untersuchten Fragestellung gezogen und ein Ausblick auf mögliche weitere Untersuchungen gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die präkolumbische Kultur der Azteken

2.1 Staat, Macht- und Einflussbereich

2.2 Die gesellschaftliche Ordnung

2.3 Schrift und Sprache

3. Die Eroberer

3.1 Die Krone, Kolonisten und Mönche

3.2 Ziele der Konquistadoren in Bezug auf die Bildung

3.3 Ziele der Missionare in Bezug auf die Bildung

4. Definition untersuchter Zeitraum

5. Klärung der Fragestellung

5.1 Schrift und Sprache als Mittel zur Selbstbehauptung

5.2 Schrift und Sprache als Mittel zur Überlieferung der eigenen Kultur

5.3 Schrift und Sprache als Mittel zur Vorteilsnahme

6. Schluss/ Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der spanischen Eroberung auf die Sprache und Schrift der Azteken im Zeitraum von 1525 bis 1600. Dabei wird analysiert, inwieweit die indigene Bevölkerung durch die Aneignung europäischer Schriftsysteme und Sprachen eigene politische Ziele verfolgen, ihre Kultur bewahren oder individuelle Vorteile erlangen konnte.

  • Strukturen der aztekischen Kultur und Gesellschaft vor der Eroberung
  • Die Rolle der spanischen Akteure und deren bildungspolitische Ziele
  • Schrift und Sprache als Instrumente der indigenen Selbstbehauptung
  • Methoden der Dokumentation und Bewahrung aztekischen Wissens
  • Strategien zur Instrumentalisierung neuer Kompetenzen zur Vorteilsnahme

Auszug aus dem Buch

2.3 Schrift und Sprache

Obwohl die Azteken die Nutzung des Nahuatl nicht explizit förderten und als offizielle Sprache in den von ihnen beherrschten Gebieten verpflichtend machten, war es in Mesoamerika weit verbreitet und wurde um 1500 herum, wenn nicht von allen Bewohnern des Aztekenreiches gesprochen, so doch zumindest von der Elite in anderssprachigen Gebieten verstanden.

Bei der aztekischen Schrift handelte es sich um eine logographische Schrift, die aus Piktogrammen und Hieroglyphen bestand. Eine logographische Schrift orientiert sich am Inhalt des zu Schreibenden (von griechisch logos= Gedanke und graphein=schreiben). In solchen Schriftsystemen steht ein bestimmtes Zeichen für ein Wort, so wie es zum Beispiel auch in der chinesischen Schrift der Fall ist.

Piktogramme bilden die einfachste Form und erste Stufe logographischer Schriften. Sie stellen bildlich nur den benannten Gegenstand dar. So steht die Zeichnung einer Feder nur für eine Feder. In der zweiten Entwicklungsstufe werden aus Piktogrammen ideographische Zeichen. Es wird nicht mehr nur der gemeinte Gegenstand abgebildet, sondern eine Idee dargestellt. Der Leser assoziiert die Bedeutung der Glyphe. So steht das Bild eines brennenden Tempels für die Idee „Zerstörung“.

In der dritten Stufe erhalten die Piktogramme eine phonetisierende Bedeutung. Namen lassen sich wie Bilderrätsel aus einzelnen Piktogrammen zusammensetzen, weshalb diese Stufe auch als Rebusprinzip bezeichnet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die grundlegende Bedeutung von Sprache und Schrift als Machtinstrumente dar und formuliert die Forschungsfrage zur Nutzung europäischer Bildung durch die Azteken.

2. Die präkolumbische Kultur der Azteken: Dieses Kapitel beschreibt das Reich der Mexica, die gesellschaftliche Gliederung sowie die Entwicklung des aztekischen Schriftsystems vor der Ankunft der Spanier.

3. Die Eroberer: Hier werden die unterschiedlichen Ziele der spanischen Krone, der Konquistadoren und der christlichen Missionare hinsichtlich der Bildung der indigenen Bevölkerung beleuchtet.

4. Definition untersuchter Zeitraum: Dieser Abschnitt unterteilt die spanische Kolonialzeit in Mexiko in drei Phasen und begründet die Fokussierung auf den Zeitraum von 1521 bis 1600.

5. Klärung der Fragestellung: Das Hauptkapitel analysiert die Rolle von Schrift und Sprache als Instrumente zur Selbstbehauptung, zur kulturellen Überlieferung sowie zur Wahrnehmung individueller oder städtischer Interessen.

6. Schluss/ Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Beherrschung von Schrift und Sprache den Indigenen sowohl Widerstand als auch die Bewahrung ihrer Kultur ermöglichte, gleichzeitig aber auch zur Machtausübung innerhalb der eigenen Gruppe genutzt wurde.

Schlüsselwörter

Azteken, Nahuatl, Konquista, Missionierung, Schriftsystem, Bilderhandschriften, Kolonialgeschichte, Selbstbehauptung, Bildungspolitik, Indigene, Tenochtitlán, Schriftkultur, Kulturwandel, politische Macht, soziale Ordnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den kulturellen und sprachlichen Transformationsprozess der aztekischen Bevölkerung infolge der spanischen Eroberung Mexikos im 16. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die präkolumbische Schriftsprache, die pädagogischen Vorhaben der spanischen Siedler und Missionare sowie die indigenen Reaktionen und Strategien in einer neuen kolonialen Umgebung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, welcher Teil der Azteken Zugang zu Bildung erhielt und in welcher Form dieses Wissen über Schrift und Sprache für eigene Interessen genutzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung aktueller Fachpublikationen und historischer Quellen sowie von Kodizes basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Schrift und Sprache als Mittel zur Selbstbehauptung, als Instrument der kulturellen Überlieferung und abschließend als Werkzeug zur Vorteilsnahme in Rechtsstreitigkeiten.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Nahuatl, Kolonisation, Indigene, Bilderhandschriften und der soziokulturelle Wandel innerhalb der kolonialen Machtstrukturen.

Welche Rolle spielten die Missionare bei der Erhaltung aztekischen Wissens?

Die Missionare nutzten indigene Sprachen und Helfer, um christliche Texte zu übersetzen und aztekische Geschichte und Religion zu dokumentieren, oft unter Verwendung von Bilder- oder alphabetischer Schrift.

Wie nutzten indigene Eliten das Rechtssystem?

Adelige Indigene nutzten die audiencias, um mittels Schriftsprache und Strategemen Konflikte um Landbesitz oder Privilegien zu ihren Gunsten zu entscheiden, da die spanischen Richter in indigenen Angelegenheiten oft unerfahren waren.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie stark war der Einfluss der Spanier auf die Sprache und Schrift der Azteken im Zeitraum von 1525 bis 1600?
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Geschichte der Schriftkultur
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
30
Katalognummer
V1430645
ISBN (PDF)
9783346981301
ISBN (Buch)
9783346981318
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Azteken Spanier Sprache Mittelamerika Kulturwissenschaften Geschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Wie stark war der Einfluss der Spanier auf die Sprache und Schrift der Azteken im Zeitraum von 1525 bis 1600?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1430645
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Leseprobe aus  30  Seiten
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