Infolge zunehmender Globalisierung kommen Unternehmen in verstärktem Maße mit ausländischen Rechtspersonen und damit ausländischem Recht in Kontakt. Die internationale Verflechtung auf den Waren- und Kapitalmärkten begründen Vertragsverhältnisse, die sich auf Rechtsordnungen anderer Staaten beziehen. Auch Private können von grenzüberschreitendem Recht betroffen sein. Ein nicht unerheblicher Anteil der in der Bundesrepublik geschlossenen Ehen ist „international“. Der internationale Tourismus nimmt stetig zu. Angesichts einer stagnierenden Geburtenhäufigkeit gewinnt Migration weiter an Bedeutung. Bei derartigen Sachverhalten mit Auslandsberührung übernimmt das Internationale Privatrecht (IPR) die Aufgabe, darüber zu befinden, „welchen Staates Privatrecht“ im Streitfalle anzuwenden ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Vorbemerkungen
- Ausgangslage
- Rechtsquellen des deutschen IPR
- Autonomes Recht
- Europäisches Gemeinschaftsrecht
- Staatsverträge
- Internationales Zivilverfahrensrecht
- Allgemeiner Teil des Internationalen Privatrechts
- Kollisionsnormen
- Begriff
- Struktur
- Arten
- Qualifikation
- Rück- und Weiterverweisung
- Ordre public
- Anknüpfungsmomente
- Staatsangehörigkeit
- Wohnsitz, gewöhnlicher und schlichter Aufenthalt
- Andere Anknüpfungsmomente
- Der Besondere Teil des Internationalen Privatrechts
- Personenrecht
- Rechtsgeschäfte
- Form
- Stellvertretung
- Verjährung und Verwirkung
- Schuldrecht
- Vertragliche Schuldverhältnisse
- Außervertragliche Schuldverhältnisse
- Sachenrecht
- Familienrecht
- Erbrecht
- Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der Einführung in das Internationale Privatrecht (IPR). Das Ziel ist es, die grundlegenden Prinzipien und Regelungen des IPR zu erläutern und deren Anwendung in verschiedenen Rechtsgebieten zu verdeutlichen.
- Die Rechtsquellen des deutschen IPR
- Die Struktur und Funktion von Kollisionsnormen
- Die Bedeutung von Anknüpfungsmomenten im IPR
- Die Anwendung des IPR in verschiedenen Rechtsgebieten wie Personenrecht, Rechtsgeschäften, Schuldrecht und Familienrecht
- Die Rolle des Ordre public im IPR
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung bietet einen Überblick über das Thema Internationale Privatrecht und stellt die Relevanz des IPR in der heutigen globalisierten Welt heraus. Anschließend wird die Ausgangslage des deutschen IPR betrachtet, indem die wichtigsten Rechtsquellen, wie das autonome Recht, europäisches Gemeinschaftsrecht und Staatsverträge, vorgestellt werden.
Der allgemeine Teil des IPR widmet sich den Kollisionsnormen und deren Bedeutung im IPR. Dabei werden die verschiedenen Arten von Kollisionsnormen, die Qualifikation und die Rück- und Weiterverweisung behandelt. Weiterhin werden wichtige Anknüpfungsmomente wie Staatsangehörigkeit, Wohnsitz und andere Anknüpfungspunkte erläutert.
Der besondere Teil des IPR behandelt die Anwendung des IPR in verschiedenen Rechtsgebieten, wie Personenrecht, Rechtsgeschäften, Schuldrecht, Sachenrecht, Familienrecht und Erbrecht.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Internationales Privatrecht, Kollisionsnormen, Anknüpfungsmomente, Rechtsquellen, Qualifikation, Rück- und Weiterverweisung, Ordre public, Personenrecht, Rechtsgeschäfte, Schuldrecht, Sachenrecht, Familienrecht, Erbrecht.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Aufgabe des Internationalen Privatrechts (IPR)?
Das IPR entscheidet bei Sachverhalten mit Auslandsberührung, welches nationale Privatrecht im Streitfall anzuwenden ist.
Was sind die Rechtsquellen des deutschen IPR?
Zu den Quellen gehören das autonome deutsche Recht (EGBGB), europäisches Gemeinschaftsrecht und internationale Staatsverträge.
Was versteht man unter einer Kollisionsnorm?
Eine Kollisionsnorm ist eine Regel, die bestimmt, welches Recht auf einen Fall mit internationalem Bezug anzuwenden ist (Verweisungsnorm).
Was bedeutet "Ordre public"?
Der Ordre public ist ein Vorbehalt, der die Anwendung ausländischen Rechts verhindert, wenn dieses gegen wesentliche Grundsätze des deutschen Rechts verstoßen würde.
Was sind typische Anknüpfungsmomente im IPR?
Häufige Anknüpfungspunkte sind die Staatsangehörigkeit, der Wohnsitz oder der gewöhnliche Aufenthalt einer Person.
- Citation du texte
- Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) Steffen Salutzki (Auteur), 2008, Einführung in das Internationale Privatrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143101