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Ist Deutschland eine kreative Ökonomie im Sinne Richard Floridas?

Titel: Ist Deutschland eine kreative Ökonomie im Sinne Richard Floridas?

Seminararbeit , 2016 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Melcher (Autor:in)

Soziologie - Wohnen und Stadtsoziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter den aktuellen Gegebenheiten macht es Sinn, zu untersuchen, ob Deutschland als „kreativ“ im Sinne Floridas zu beschreiben ist. Herrscht in Deutschland ein tolerantes Umfeld, in dem sich Kreativität ihren Weg in den Wertschöpfungsprozessbahnen kann? So lautet die wesentliche Forschungsfrage der vorliegenden Arbeit konsequenterweise: Ist Deutschland eine kreative
Ökonomie?

Um diese und die anderen Fragen abschließend beantworten zu können, werden im ersten Teil dieser Arbeit die Grundannahmen der Creative Capital Theory nach Richard Florida dargelegt. Im Fokus stehen an dieser Stelle notwendige Definitionen und Begrifflichkeiten der Theorie, bevor sie kritisch beleuchtet wird. In der Diskussion werden die aufgestellten Fragen, anhand zuvor präsentierten Daten, Fakten und Studienergebnisse für Deutschland, differenziert beantwortet. Abschließen wird diese Arbeit mit einem Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. The Creative Capital Theory

2.1 Kritik an der Creative Capital Theory

2.2 Forschungsergebnisse

3. Diskussion

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der Creative Capital Theory von Richard Florida, ob Deutschland als kreative Ökonomie charakterisiert werden kann und inwieweit die dort postulierten wirtschaftlichen Zusammenhänge auf den deutschen Kontext übertragbar sind.

  • Analyse der theoretischen Grundannahmen nach Richard Florida
  • Kritische Beleuchtung der Creative Capital Theory in der Fachliteratur
  • Empirische Einordnung der deutschen Kultur- und Kreativwirtschaft
  • Vergleich zwischen regionalen Wirtschaftsstrukturen und dem Konzept der 3 T's
  • Diskussion kultureller und struktureller Standortfaktoren

Auszug aus dem Buch

2. The Creative Capital Theory

Das Buch „The Rise of the Creative Class and how it´s transforming Work, Leisure, Community and Everyday Life” erschien im Jahr 2002 erstmals in den USA und erfuhr danach weltweite Aufmerksamkeit. Darin erläutert Richard Florida die von ihm aufgestellte Creative Capital Theory, die besagt, dass menschliche Kreativität als Schlüsselkompetenz für Ökonomien und deren erfolgreiche Entwicklung zu begreifen sei.

Ausgangspunkt für die Herleitung dieser Theorie ist, dass Wohlstand in industrialisierten Gesellschaften nicht mehr aus der Verarbeitung von Ressourcen, Arbeit und Kapital entstehe, sondern vielmehr eine kreative Wirtschaft das Wachstum vorantreibe (Wiesand 2006, S.8.).

„In my formulation `knowledge´ and `information´ are the tools and materials of creativity. `Innovation´, whether in the form of a new technological artifact or a new business model or method, is its product” (Florida 2002, S.44). In einer postindustriellen, kreativen Wirtschaft entstehe Wertschöpfung aus intellektuellen Fähigkeiten, also Probleme zu lösen und Wissen neu zu kombinieren. Das Produkt der Kreativität, die Innovation, schaffe dabei neue Arbeitsplätze wodurch laut Florida Wirtschaftskraft generiert werde. So ist Kreativität von Wissen abzugrenzen. Letzteres ist in modernen Ökonomien a priori vorhanden, beispielsweise in Form von allgemein zugänglichen Informationen im Internet. Eine kreative Ökonomie zeichne sich jedoch dadurch aus, dass dieses vorhandene Wissen ökonomisch nutzbar gemacht werde (vgl. Kröhnert et al 2007, S. 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein und definiert die zentrale Forschungsfrage, ob Deutschland als kreative Ökonomie im Sinne Floridas gelten kann.

2. The Creative Capital Theory: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der sogenannten "Kreativen Klasse" und die Bedeutung der 3 T's (Technologie, Talent, Toleranz) für das regionale Wirtschaftswachstum.

2.1 Kritik an der Creative Capital Theory: Es werden wissenschaftliche Gegenpositionen beleuchtet, die unter anderem die Vermischung von Kreativität und Humankapital sowie die prekären Arbeitsbedingungen in der Kreativbranche kritisieren.

2.2 Forschungsergebnisse: Dieser Abschnitt ordnet bestehende Studien und Daten über die deutsche Kultur- und Kreativwirtschaft in den theoretischen Rahmen ein.

3. Diskussion: Das Kapitel vergleicht die empirischen Befunde und prüft die Übertragbarkeit des US-amerikanischen Konzepts auf die deutschen Wirtschaftsstrukturen unter Berücksichtigung interventionierender Variablen.

4. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das Modell keine universelle Patentlösung darstellt, aber wichtige Impulse für eine wirtschaftspolitische Debatte liefert.

Schlüsselwörter

Creative Capital Theory, Richard Florida, Kreative Ökonomie, Kreative Klasse, Deutschland, Wirtschaftswachstum, Kulturwirtschaft, 3 T's, Innovation, Standortwahl, Humankapital, Toleranz, Kreative Industrien, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der "Creative Capital Theory" des US-Autors Richard Florida auf den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle von Kreativität als Wirtschaftsmotor, die Bedeutung von Toleranz und Offenheit in Regionen sowie die Struktur der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die primäre Forschungsfrage lautet: Ist Deutschland eine kreative Ökonomie im Sinne Floridas?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse basierend auf bestehenden Studien, empirischen Abgleichtests und der kritischen Reflexion theoretischer Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Theorie, deren wissenschaftliche Kritik, die Präsentation von Forschungsergebnissen zur Kreativwirtschaft in Deutschland sowie eine zusammenführende Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Kreative Klasse, 3 T's, Standortpolitik, Innovationskraft und kulturelle Standortfaktoren aus.

Warum lässt sich das Modell von Florida nur schwer auf Deutschland übertragen?

Aufgrund unterschiedlicher industrieller Strukturen, anderer Methoden zur Datenerfassung von Kreativberufen und signifikant abweichender Arbeitsmarktregularien ist ein direkter Vergleich methodisch schwierig.

Welche Rolle spielen die sogenannten 3 T's in der Argumentation?

Die 3 T's (Technologie, Talent, Toleranz) bilden für Florida das identifizierende Set an Bedingungen, die eine Region erfüllen muss, um für die Kreative Klasse attraktiv zu sein und wirtschaftliches Wachstum zu generieren.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist Deutschland eine kreative Ökonomie im Sinne Richard Floridas?
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Pfade lokaler und regionaler Neupositionierung in Europa
Note
1,3
Autor
Anna Melcher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
20
Katalognummer
V1431885
ISBN (PDF)
9783346984395
ISBN (Buch)
9783346984401
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Richard Florida kreative Ökonomie creative captial theory Kreativität Kreativität als Resource Flüchtlinge
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Melcher (Autor:in), 2016, Ist Deutschland eine kreative Ökonomie im Sinne Richard Floridas?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1431885
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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