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Darstellung und Funktionen der Mutterrollen in Irmgard Keuns "Gilgi – eine von uns"

Titel: Darstellung und Funktionen der Mutterrollen in Irmgard Keuns "Gilgi – eine von uns"

Hausarbeit , 2022 , 27 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Selina Krebs (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit sollen die drei Mutterfiguren in "Gilgi - eine von uns" von Irmgard Keun genauer beleuchtet werden, um zu zeigen, wie die drei Mütter jeweils dargestellt werden und welche Funktionen sie innerhalb des Romans individuell und als Kollektiv erfüllen. Im ersten Teil wird zunächst nur die Darstellung der drei Frauen analysiert. Die Reihenfolge folgt hierbei dem Auftreten im Roman: Zunächst Frau Kron, dann Frau Täschler und zum Schluss Frau Greif. Im Anschluss an diesen Teil werden dann die Funktionen näher betrachtet. Dabei werden zunächst die individuellen Funktionen herausgestellt und anschließend die Funktionen, die die Mütter als Kollektiv einnehmen. In einem abschließenden Fazit werden die Ergebnisse dann noch einmal zusammengetragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Darstellung der Mutterrollen

2.1 Die Adoptivmutter: Berta Kron

2.2 Die Übergangsmutter: Margarethe Täschler

2.3 Die leibliche Mutter: Magdalene Greif

3. Die Funktionen der drei Mütter

3.1 Individuelle Funktionen

3.2 Kollektive Funktionen

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Funktionen der drei Mutterfiguren in Irmgard Keuns Roman „Gilgi – eine von uns“. Ziel ist es zu analysieren, wie die Adoptivmutter Berta Kron, die Übergangsmutter Margarethe Täschler und die leibliche Mutter Magdalene Greif charakterisiert werden und welche individuellen sowie kollektiven Rollen sie in Bezug auf die Entwicklung der Protagonistin Gilgi innerhalb der Klassengesellschaft der Zwischenkriegszeit einnehmen.

  • Analyse der optischen Darstellung und des Wohnumfelds der drei Mutterfiguren
  • Untersuchung der individuellen Funktionen der Mütter für den Handlungsverlauf und Gilgis Identitätsfindung
  • Betrachtung der Mütter als Kollektiv zur Abbildung der Klassengesellschaft
  • Einfluss der Mutterrollen auf Gilgis Transition zur eigenen Mutterschaft
  • Thematisierung von „Schein und Sein“ als verbindendes Element der Mutterfiguren

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Adoptivmutter: Berta Kron

Die erste im Roman auftretende Mutter ist Berta Kron, Gilgis Adoptivmutter, die sie zunächst noch für ihre leibliche Mutter hält. Frau Kron repräsentiert im Roman den Typus der durchschnittlichen mittelständigen Mutter und Hausfrau, die schon etwas in die Jahre gekommen ist und im Schein ihres stabilen Familienalltags lebt. Dies zeigt sich bei der Protagonistin sowohl optisch als auch charakterlich und überträgt sich ebenfalls auf die Umgebung, in der sie lebt.

Äußerlich wird Berta als dicke blasse Frau beschrieben, der man die vielen Jahre der Kindererziehung und Arbeit im Haushalt ansieht: „Sie ist breit und zerflossen. Das Fleisch ihrer Arme und Brüste ist ehrbar schlaff und müde. Sie ist grau und reizlos und hat nicht den Wunsch, anders zu sein. Sie kann es sich leisten zu altern.“ Der auktoriale Erzähler beschreibt außerdem, dass sie einen fetten Rücken, blasse volle Lippen und raue Hausfrauenhände hat, was erneut auf die häusliche Arbeit verweist, die sie seit Jahren verrichtet. Mit ihrer optischen Erscheinung steht Frau Kron im starken Kontrast zu ihrer Tochter Gilgi, was die gegensätzlichen Einstellungen zu Körper und Leben demonstriert.

Ebenfalls anders als ihre Tochter, steht Frau Kron nicht in einem Angestelltenverhältnis und arbeitet außer Haus, sondern kümmert sich um die Familie und den Haushalt. Sie sieht das Haus als ihre persönliche und auch einzige Aufgabe an, mit der sie zum Familienleben beiträgt und durch die sie sich nützlich macht. Dies wird deutlich, als die Verwandtschaft zu Besuch kommt und für ein paar Tage im Hause Kron übernachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den Roman „Gilgi – eine von uns“ ein, beleuchtet das Forschungsinteresse an den vernachlässigten Mutterfiguren und erläutert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Die Darstellung der Mutterrollen: Dieses Kapitel analysiert detailliert die äußeren Merkmale, das Wohnumfeld und die sozioökonomische Einordnung von Berta Kron, Margarethe Täschler und Magdalene Greif.

2.1 Die Adoptivmutter: Berta Kron: Berta Kron wird als Inbegriff der mittelständischen Hausfrau dargestellt, deren Leben durch Routine, unhinterfragten Patriotismus und den angestrengten Erhalt einer perfekten Fassade geprägt ist.

2.2 Die Übergangsmutter: Margarethe Täschler: Die Figur der Margarethe Täschler verkörpert das verarmte Proletariat, wobei ihre Identitätslosigkeit und physische Verwahrlosung durch Armut und Isolation unterstrichen werden.

2.3 Die leibliche Mutter: Frau Magdalene Greif: Magdalene Greif steht für das wohlhabende Bürgertum, dessen prunkvolle Fassade und Reichtum ihre innere Leere und familiäre Probleme sowie ein gescheitertes Lebensmodell kaschieren.

3. Die Funktionen der drei Mütter: Hier werden die Rollen der Mütter in Bezug auf den Handlungsverlauf und Gilgis persönlichen Entwicklungsprozess vergleichend betrachtet.

3.1 Individuelle Funktionen: Dieses Unterkapitel untersucht, wie die drei Mütter jeweils Wendepunkte in Gilgis Leben markieren und als Katalysatoren für ihre Selbstfindung und Emanzipation fungieren.

3.2 Kollektive Funktionen: Die Mütter werden hier gemeinsam als Abbild der verschiedenen sozialen Klassen der Zwischenkriegszeit interpretiert, die Gilgi als Orientierungspunkte oder zur Abgrenzung dienen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und betont die Unabkömmlichkeit der drei Mutterfiguren für das Werk und für Gilgis Reifeprozess zur Mutterschaft.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Irmgard Keun, Gilgi – eine von uns, Mutterrollen, soziale Klassen, Proletariat, Kleinbürgertum, Bürgertum, Identitätsfindung, Weiblichkeitsbild, Neue Frau, Schein und Sein, Generationenkonflikt, literarische Analyse, Zwischenkriegszeit, Mutterschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung und soziologische Bedeutung der drei Mutterfiguren in Irmgard Keuns Roman „Gilgi – eine von uns“ und deren Einfluss auf die Protagonistin.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die soziale Schichtung (Proletariat, Kleinbürgertum, Bürgertum), die Thematik von Schein und Sein, sowie die Prozesse der Identitätsbildung und Reifung der Protagonistin Gilgi.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie die drei Frauen trotz unterschiedlicher Hintergründe als essenzielle Funktionen für Gilgis Entwicklung und als Spiegelbilder der gesellschaftlichen Zustände ihrer Zeit dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die Textstellen aus dem Primärwerk mit soziologischen und literaturkritischen Forschungsbeiträgen kontrastiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Charakterisierung der drei Mütter hinsichtlich ihres Aussehens und Lebensstils sowie eine funktionale Analyse ihrer Einflüsse auf Gilgis Lebensweg.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den prägenden Begriffen gehören Mutterrolle, soziale Herkunft, Identitätslosigkeit, Emanzipation und das Frauenbild der Zwischenkriegszeit.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Berta Kron von der von Magdalene Greif?

Berta Kron verkörpert das bäuerlich-kleinbürgerliche Ideal der stabilen Hausfrau, während Magdalene Greif das wohlhabende, jedoch moralisch hohle Bürgertum repräsentiert.

Warum spielt die Figur der Margarethe Täschler eine so wichtige Rolle für Gilgi?

Täschler dient Gilgi als Abschreckung und Mahnung vor den sozialen Folgen von Armut, trägt jedoch maßgeblich zur Selbstreflexion der Protagonistin bei.

Was bedeutet der „Rollentausch“ am Ende des Romans zwischen Gilgi und Frau Greif?

Der Rollentausch symbolisiert Gilgis Reifung zur eigenständigen Frau und Mutter, während die leibliche Mutter emotional zusammenbricht und die Rolle des bedürftigen Kindes einnimmt.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Darstellung und Funktionen der Mutterrollen in Irmgard Keuns "Gilgi – eine von uns"
Hochschule
Universität Mannheim  (Philosophisches Institut)
Veranstaltung
Roaring Twenties
Note
2,0
Autor
Selina Krebs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
27
Katalognummer
V1431890
ISBN (PDF)
9783346984371
ISBN (Buch)
9783346984388
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Irmgard Keun Gilgi Gilgi - eine von uns Zwanziger Jahre Zwanziger Jahre Roman Mutterrollen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Selina Krebs (Autor:in), 2022, Darstellung und Funktionen der Mutterrollen in Irmgard Keuns "Gilgi – eine von uns", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1431890
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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