Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philosophie - Philosophie du XXe siècle

Merleau-Pontys innerweltliches und zeitliches Cogito

Titre: Merleau-Pontys innerweltliches und zeitliches Cogito

Dossier / Travail de Séminaire , 2003 , 19 Pages , Note: sehr gut

Autor:in: Nils Ramthun (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XXe siècle
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeit ist so angelegt, daß in einem ersten grundlegenden und vorbereitenden Teil die Notwendigkeit einer Korrektur des Cogito nachvollzogen werden soll. Sie betrifft vor allem die Probleme der Wahrnehmung, der Evidenz und Existenz als ein denkendes Wesen, und das der Zeit. Der zweite Teil baut darauf auf und widmet sich Merleau-Pontys eigenen Thesen zur Subjektivität. Zentrale Bedeutung kommt dabei der Formulierung eines schweigenden Cogito zu, das in der Welt und doch bei sich sein soll. Einige abschließende Bemerkungen gelten Merleau-Pontys kritischer Auseinandersetzung mit Husserl, im besonderen Husserls transzendental-idealistischer Reduktion.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Prolog

I. Grundlegung: Eine Korrektur des Cogito

1.1. Das Cogito und die Wahrnehmung der Welt oder das problematische Zu-sehen-denken des ‚Aschbechers‘

1.2. Das Cogito und die Existenz oder die Äquivalenz des ‚Ich denke‘ und ‚Ich bin‘

1.3. Das Cogito und die Zeit und der Erwerb als das Zeitlose

II. Entfaltung: Das „schweigende Bewußtsein“ und Subjektivität als Zur-Welt-sein

2.1. Evidenzen „auf den ersten Blick“ und die vorgestellten Marsmenschen

2.2. Jenseits des ausgesprochenen Cogito: Das „stillschweigendes Cogito“

2.3. Das ursprüngliche Subjekt und der Zusammenhang der Lebens: was passiert, wenn ich und mein Freund Paul eine Landschaft betrachten

Epilog

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Merleau-Pontys kritische Auseinandersetzung mit dem cartesianischen „Cogito“ und entwickelt daraus ein Verständnis von Subjektivität, das das Bewusstsein als leiblich fundiert, innerweltlich und zeitlich begreift.

  • Kritik an der cartesianischen Trennung von Bewusstsein und Welt
  • Die Rolle der Wahrnehmung für die Konstitution des Selbst
  • Verhältnis von Sprache, Ausdruck und dem „schweigenden Cogito“
  • Integration des Subjekts in den Zusammenhang der Lebenswelt
  • Auseinandersetzung mit Husserls transzendentaler Phänomenologie

Auszug aus dem Buch

1.1 Das Cogito und die Wahrnehmung der Welt oder das problematische Zu-Sehen-Denken des ‚Aschbechers‘

Merleau-Ponty nimmt das cartesianische Cogito selbst zum Anlaß, sich eingehend mit den Problemen der Bewußtseinsphilosophie auseinanderzusetzen. Eins würde am cartesianischen Cogito wahr bleiben: Die Vorstellung eines subjektiven Bewußtseins, das einerseits die umgebenden Dinge durch sich selbst zur Existenz bringt und bestimmbar ist „durch ein seltsames Vermögen, sich selbst vorweg zu sein, sich selbst auf den Weg zu bringen, und wo immer auch seiend bei sich selbst zu sein – mit einem Wort durch seine Autonomie.“ Denn, so gibt Merleau Ponty zu verstehen, „legte das Denken nicht selbst in die Dinge hinein, was es je in ihnen zu finden vermag, es wäre ohne Zugang zu den Dingen, es vermöchte sie nicht zu denken, es wäre nur Illusion des Denkens.“

Ein solches konstitutives und autonomes Bewußtsein, so wendet Merleau-Ponty ein, wäre ohne Offenheit – die Gesamtheit des Seins und seine eigene Gegenwart selbst konstituierend und umfassend – ohne Zuwendung zu einem „Anderen“ und letztlich ein zeitloses Bewußtsein. Man sieht leicht ein, daß Merleau-Ponty, wenn es ihm ernst ist, Subjektivität als Zeitlichkeit und Zur-Welt-Sein zu verstehen, nicht an einem autonomen Bewußtsein festhalten kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Prolog: Einführung in die Problematik des cartesianischen „Ich denke“ und Darstellung der kritischen Ausgangslage gegenüber einer dualistischen Philosophie.

I. Grundlegung: Eine Korrektur des Cogito: Kritische Analyse des Cogito im Hinblick auf Wahrnehmung, Existenz und Zeit, um die Autonomie des Bewusstseins in Frage zu stellen.

1.1. Das Cogito und die Wahrnehmung der Welt oder das problematische Zu-sehen-denken des ‚Aschbechers‘: Diskussion der Unmöglichkeit, Wahrnehmung vom wahrgenommenen Ding zu trennen, anhand des Beispiels eines Aschbechers.

1.2. Das Cogito und die Existenz oder die Äquivalenz des ‚Ich denke‘ und ‚Ich bin‘: Untersuchung der Beziehung zwischen Denken und Sein, wobei die Existenz als Grundlage für die Gewissheit des Denkens identifiziert wird.

1.3. Das Cogito und die Zeit und der Erwerb als das Zeitlose: Reflexion über Zeitlichkeit und den Prozess des Denkens als ständigen Rückgriff auf bereits Erworbenes.

II. Entfaltung: Das „schweigende Bewußtsein“ und Subjektivität als Zur-Welt-sein: Weiterführung der Untersuchung, wie Merleau-Ponty das Bewusstsein innerhalb der Welt und der Zeit positiv bestimmt.

2.1. Evidenzen „auf den ersten Blick“ und die vorgestellten Marsmenschen: Erklärung, wie trotz des Verzichts auf absolute Wahrheiten Evidenzen im Rahmen der Lebenswelt möglich bleiben.

2.2. Jenseits des ausgesprochenen Cogito: Das „stillschweigendes Cogito“: Unterscheidung zwischen dem expliziten, in Sprache gefassten Cogito und einem vorsprachlichen, schweigenden Bewusstsein.

2.3. Das ursprüngliche Subjekt und der Zusammenhang der Lebens: was passiert, wenn ich und mein Freund Paul eine Landschaft betrachten: Erläuterung der intersubjektiven Verbundenheit und der Weltzugehörigkeit des Subjekts.

Epilog: Kritische Einordnung von Merleau-Pontys Position gegenüber Husserls transzendentaler Phänomenologie und Ausblick auf die Aporien der Bewusstseinsphilosophie.

Schlüsselwörter

Merleau-Ponty, Cogito, Phänomenologie, Bewusstsein, Wahrnehmung, Subjektivität, Zur-Welt-sein, Zeitlichkeit, Cartesianismus, Husserl, Existenz, Ausdruck, Lebenswelt, schweigendes Cogito, Fundierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer phänomenologischen Neuinterpretation des cartesianischen „Cogito“ durch Maurice Merleau-Ponty, mit dem Ziel, das Subjekt aus seiner Isolation zu lösen und in die Welt zu integrieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Kritik des klassischen, dualistischen Bewusstseinsbegriffs, der Bedeutung der Wahrnehmung sowie der zeitlichen und leiblichen Verankerung des Subjekts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass ein „schweigendes Cogito“ existiert, welches das Subjekt als in der Welt verwurzelt begreift, ohne dabei in die Fallen eines konstitutiven oder absoluten Bewusstseins zu tappen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die phänomenologische Methode angewandt, die durch eine kritische Dekonstruktion klassischer philosophischer Positionen (insbesondere Descartes und Husserl) das Wesen der direkten Erfahrung erforscht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die cartesianischen Voraussetzungen korrigiert, gefolgt von einer detaillierten Ausarbeitung eines schweigenden Bewusstseins, das Subjektivität als „Zur-Welt-sein“ definiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Merleau-Ponty, Wahrnehmung, Cogito, Phänomenologie, Zeitlichkeit, Intersubjektivität und das „schweigende Bewusstsein“.

Wie unterscheidet sich das „schweigende Cogito“ vom herkömmlichen Verständnis?

Im Gegensatz zum ausgesprochenen, rationalistischen Cogito, das sich über Sprache und Reflexion definiert, beschreibt das „schweigende Cogito“ eine unmittelbare, vorsprachliche Erfahrung des Subjekts in der Welt.

Warum bezieht sich Merleau-Ponty in seiner Analyse kritisch auf Husserl?

Merleau-Ponty distanziert sich von Husserls Festhalten an einer „transzendentalen Subjektivität“, da er diese als eine Rückkehr zu einem Bewusstsein sieht, dem die Welt in absoluter Transparenz gegenübersteht, was seiner Auffassung der Weltzugehörigkeit widerspricht.

Fin de l'extrait de 19 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Merleau-Pontys innerweltliches und zeitliches Cogito
Université
University of Cologne  (Philosophisches Seminar)
Cours
Hauptseminar: Merleau-Pontys Phänomenologie der Wahrnehmung
Note
sehr gut
Auteur
Nils Ramthun (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
19
N° de catalogue
V14318
ISBN (ebook)
9783638197540
ISBN (Livre)
9783638758116
Langue
allemand
mots-clé
Merleau-Pontys Cogito Hauptseminar Merleau-Pontys Phänomenologie Wahrnehmung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nils Ramthun (Auteur), 2003, Merleau-Pontys innerweltliches und zeitliches Cogito, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14318
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint