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Ist Sucht (k)ein Thema im Alter? Epidemiologie, Diagnostik und Therapie

Titel: Ist Sucht (k)ein Thema im Alter? Epidemiologie, Diagnostik und Therapie

Diplomarbeit , 2012 , 115 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Diplomarbeit liegt in der Zusammenstellung und Bündelung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Altersabhängigkeit von Alkohol bzw. Medikamenten. Dabei wird die vorhandene Fachliteratur gesichtet und auf ihre wesentlichen Erkenntnisse zur Abhängigkeit im Alter von diesen psychotropen Substanzen hin untersucht. Um die Problematik umfassend darzustellen, sollen auch Erkenntnisse historischer, medizinisch-psychologischer, biochemischer und neurobiologischer Studien einbezogen werden.

Leitfragen sind unter anderem: Wie stellt sich die Lebensphase Alter und Alterungsprozesse heute dar? Welche Einstellungen zum Alter lassen sich heute beobachten? Welche entwicklungspsychologischen, medizinischen und gerontopsychiatrischen Aspekte sind zu beachten? Wie verbreitet ist Altersabhängigkeit in Deutschland? Was ist bei der Behandlung und Therapie von Altersabhängigkeit zu beachten und welche Konzepte liegen vor?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Relevanz des Themas: Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit im Alter

1.2 Problem- und Fragestellung der Arbeit

1.3 Zielsetzung und Methodik

1.4 Aufbau der Arbeit

2. Gerontologische und gerontopsychiatrische Kontexte

2.1 Der Altersbegriff – Alter und Altern

2.2 Demografische Entwicklungen

2.3 Einstellungen zum Altern und ihr Wandel

2.4 Lebenssituationen älterer Menschen heute

2.5 Entwicklungspsychologische Kontexte

2.6 Medizinische Kontexte: Gesundheit und Altern

2.7 Gerontopsychiatrische Erkrankungen

3. Sucht im Alter

3.1 Suchttheorie

3.1.1 Definitionen „Sucht“ und „Abhängigkeit“

3.1.2 Diagnostik und Kriterien

3.1.3 Theorien der Suchtentstehung und neurowissenschaftliche Erkenntnisse

3.2 Alkoholabhängigkeit im Alter

3.2.1 Substanz Alkohol

3.2.1.1 Geschichtliche Aspekte

3.2.1.2 Pharmakologische Aspekte der Substanz Alkohol

3.2.1.3 Neurobiologische Wirkungen des Alkohols

3.2.1.4 Alkoholrausch und Entzugssymptome

3.2.2 Alkoholwirkungen im Alter

3.2.3 Ursachen der Alkoholabhängigkeit im Alter

3.2.4 Erscheinungsbild von Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit im Alter

3.2.5 Epidemiologie

3.2.6 Diagnostik

3.2.7 Therapie und Behandlung von Alkoholabhängigkeit im Alter

3.3 Medikamentenabhängigkeit im Alter

3.3.1 Medikamente als Suchtmittel: Benzodiazepine, Schlaf und Beruhigungsmittel

3.3.1.1 Pharmakologische Aspekte

3.3.1.2 Neurobiologische Aspekte

3.3.1.3 Suchtpotenzial

3.3.1.4 Entzug bei Medikamentenabhängigkeit

3.3.2 Medikamentenwirkungen im Alter

3.3.3 Ursachen von Medikamentenabhängigkeit im Alter

3.3.4 Erscheinungsbild von Medikamentenabhängigkeit im Alter

3.3.5 Epidemiologie

3.3.5 Diagnostik

3.3.6 Therapie und Behandlung

4. Soziale Arbeit mit älteren alkohol- und medikamentenabhängigen Menschen

4.1 Der Wandel im Umgang mit Abhängigkeit und Sucht

4.2 Problemfelder

4.2.1 Hilfebedarf und Versorgungslage

4.2.2 Stigmatisierung

4.2.3 Aufbau sozialer Netze

4.2.4 Abhängigkeit und Missbrauch in der stationären und ambulanten Altenhilfe

4.2.5 Abhängigkeitserkrankungen und Demenz

4.3 Soziale Arbeit mit älteren Alkohol- und Medikamentenabhängigen in der Praxis

4.4 Praxisbeispiel: Klinik Fredeburg

5. Sucht – (k)ein Thema im Alter?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Bündelung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten im Alter, um die Versorgungssituation kritisch zu beleuchten und Ansätze für eine altersgerechte Handlungsweise in der Sozialen Arbeit zu entwickeln. Die Arbeit untersucht, wie sich die Lebensphase Alter sowie spezifische suchttheoretische und medizinische Kontexte auf die Entstehung und Behandlung dieser Erkrankungen bei Senioren auswirken.

  • Phänomenologie und Ursachen von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit im Alter
  • Entwicklungspsychologische und gerontopsychiatrische Grundlagen
  • Diagnostische Herausforderungen und Besonderheiten der Therapie bei Senioren
  • Sozialarbeit als Schnittstelle für altersgerechte Versorgung und Netzwerkarbeit
  • Herausforderungen durch Stigmatisierung und gesellschaftliche Altersbilder
  • Praxisbeispiele für stationäre Behandlungsmodelle bei älteren Suchterkrankten

Auszug aus dem Buch

Die Sucht als "stille Sucht"

In den letzten Jahren rückt allmählich ein Thema in den Fokus der Öffentlichkeit, dessen Existenz lange Zeit nur Fachleuten bekannt war und kaum öffentliche Aufmerksamkeit erregte: Abhängigkeitserkrankungen bzw. Sucht im Alter. Hatte die Forschung noch in den 1980er-Jahren angenommen, dass Suchterkrankungen im Alter von selbst verschwinden würden oder nur bei Abhängigen mit Erkrankung im frühen Erwachsenenalter dann auch im höheren Alter auftreten, so zeigen empirische Studien und die Erkenntnisse der Fachleute aus Suchthilfe und Gerontopsychiatrie ein anderes Bild: „Sucht kennt keine Altersgrenzen“ (Giebel 2008, S. 3).

Neuere Publikationen sprechen sogar von einer neuen stillen Epidemie. So geht die Forschung davon aus, dass in Deutschland mehrere Hunderttausende Menschen über 60 Jahre von einer Abhängigkeit von psychotropen Stoffen betroffen sein können. Auffallend ist das überwiegende Fehlen eines öffentlich-gesellschaftlichen Diskurses über Altersabhängigkeit. Somit stellt sie sich zurzeit tatsächlich noch als eine stille Sucht dar, die zwar unmittelbar die Erkrankten, ihre Familien und die Mitarbeiter der Suchthilfe betrifft, im gesellschaftlichen Bewusstsein aber nicht vorhanden ist bzw. in ihren spezifischen Behandlungskonzepten noch weiter ausgebaut werden muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel führt in die Relevanz der Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit im Alter ein und definiert die Problemstellung sowie die wissenschaftliche Methodik der Untersuchung.

2. Gerontologische und gerontopsychiatrische Kontexte: Es werden demografische, psychologische und medizinische Aspekte des Alterns erörtert, um eine Basis für das Verständnis von Suchtentwicklung bei Senioren zu schaffen.

3. Sucht im Alter: Dieser umfangreiche Hauptteil analysiert Suchttheorien, Diagnostik und spezifische Behandlungskonzepte für Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit bei älteren Patienten.

4. Soziale Arbeit mit älteren alkohol- und medikamentenabhängigen Menschen: Das Kapitel beleuchtet Versorgungsstrukturen, Rollen der Sozialen Arbeit und präsentiert mit der Klinik Fredeburg ein praktisches Behandlungsbeispiel.

5. Sucht – (k)ein Thema im Alter?: Eine abschließende Diskussion über das Tabuthema Sucht im Alter und die Herausforderungen für die zukünftige psychosoziale Versorgung.

6. Fazit: Die Arbeit resümiert die Notwendigkeit konzertierter Handlungen und partizipativer Ansätze in der Suchthilfe für ältere Menschen.

Schlüsselwörter

Altersabhängigkeit, Alkoholmissbrauch, Medikamentenabhängigkeit, Suchthilfe, Gerontopsychiatrie, Soziale Arbeit, Benzodiazepine, Demenz, Suchttheorie, Altersarmut, Stigmatisierung, Prävention, Lebenszufriedenheit, Entzug, psychosoziale Versorgung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten bei älteren Menschen, ein Thema, das in der öffentlichen Wahrnehmung bislang weitgehend als "stille Sucht" vernachlässigt wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den gerontologischen Lebensbedingungen, den spezifischen Abhängigkeitsursachen im Alter, der diagnostischen Problematik sowie den Einsatzmöglichkeiten der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist die Bündelung aktueller Erkenntnisse, um die Versorgungssituation zu bewerten und ein Verständnis für eine altersgerechte Intervention zu schaffen, die über das starre Paradigma der reinen Abstinenz hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine sozialwissenschaftliche Analyse, die den vorhandenen Forschungsstand sichtet und durch Erkenntnisse historischer, medizinisch-psychologischer und neurobiologischer Studien ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Theorien zur Suchtentstehung, differenzierte Analysen zu Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit bei Senioren sowie ein spezifisches Praxisbeispiel für deren Behandlung.

Welche Schlüsselwörter kennzeichnen die Arbeit?

Wichtige Fachbegriffe sind Altersabhängigkeit, Suchthilfe, Gerontopsychiatrie, Benzodiazepine, Stigmatisierung und psychosoziale Versorgung.

Wie unterscheidet sich die Behandlung älterer Abhängiger von jüngeren?

Ältere Patienten erfordern einen motivierenden Interaktionsstil statt reiner Konfrontation, da ihre Lebenssituation (z. B. Multimorbidität, Verlusterlebnisse) spezifische Bedürfnisse bei der Zielhierarchie der Therapie bedingt.

Warum gelten Medikamentenabhängigkeiten bei Senioren als besonders schwierig zu diagnostizieren?

Die Symptome verschleiern sich oft hinter alterstypischen Anzeichen wie Vergesslichkeit oder Müdigkeit, und die Patienten sind oft in hausärztlicher Langzeitbehandlung, was eine wahllose Einnahme zunächst verschleiert.

Ende der Leseprobe aus 115 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist Sucht (k)ein Thema im Alter? Epidemiologie, Diagnostik und Therapie
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
115
Katalognummer
V1431941
ISBN (PDF)
9783346985613
ISBN (Buch)
9783346985620
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie Gerontologie Medikamentenabhängigkeit Alkoholabhängigkeit demografischer Wandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2012, Ist Sucht (k)ein Thema im Alter? Epidemiologie, Diagnostik und Therapie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1431941
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Leseprobe aus  115  Seiten
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