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Assimilation - Was kommt nach der Wanderung?

Ausreise, Anpassung, Identitäten

Title: Assimilation - Was kommt nach der Wanderung?

Term Paper , 2009 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Manuel Berg (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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In dieser Arbeit möchte ich mich besonders aufgrund der Aktualität des Themas der A.1 in Deutschland und anderen europäischen Ländern (Türkei, Polen u.a.) beschäftigen. Ich frage mich, was der Begriff der A. bedeutet, wer ist davon betroffen und wie vollzieht sich A.? Ich möchte diese Arbeit in einer Struktur abhandeln, die bei der Auswanderung beginnt, und im Weiteren erläutern soll, warum Menschen überhaupt auswandern, d.h. also, welche Vorstellungen Menschen dazu treiben, und was das anfangs für die Identität des Menschen bedeutet. Der weitere Ablauf handelt dann ausgewählte Konzepte der A. ab, damit wir uns daraufhin der Ankunft des Migranten im neuen Land zuwenden können. Hier wollen wir besonders die biographische Situation des Migranten beleuchten. Ich frage mich, was die Wanderung mit dem Menschen „anstellt“, was geht dabei in ihm vor? Wie schafft es ein Migrant sich zu sozialisieren? Was ist diesbezüglich eine Diaspora und wie entstehen hybride Identitäten? Im Weiteren gehe ich dann auf die psycho-soziale Befindlichkeit der Migranten ein, und frage mich, ob die Migration nicht nur als Problem zu sehen ist, sondern warum sie auch eine Chance sein kann...Ich denke eine reine Assimilation trägt einem Miteinander in der heutigen Zeit der Globalisierung nicht ausreichend Rechnung. Denn Menschen sind mehr denn je durch Technik mit ihrer Heimat verbunden und können ihre Wurzeln nicht so einfach aufgeben. Früher war das anders. Da gab es kaum ein zurück. Andererseits müssen sie sich bis zu einem gewissen Grad dem neuen Land anpassen, da sie sonst keinen Boden finden, um ihre Urwurzeln dort in den Boden zu schlagen. Sie könnten einen Teil ihrer Identität aufrechterhalten – was ohne Zweifel ihrem Selbstbewusstsein und damit ihrem Wertgefühl zugute kommt – und versuchen, durch eine Art der Veredelung neue Varianten von Lebensstilen, Werte und Normen in sich aufzunehmen, und mit der alten gelebten Teilidentität eine weltoffene, eigene, überzeugende und nicht zuletzt mit sich selbst identische Lebensauthentizität schaffen. Würde von Menschen verlangt, ihre Wurzeln gänzlich aufzugeben, sie sich quasi selbst leugnen, dann wären sie nichts weiter als wandelnde Hülsen ohne menschlichen Kern. Niemand von uns will sich selbst verlieren...Und da sich jeder seine eigene Realität baut und daraus seine Identität schafft, was dann wiederum zu eigenen Lebensstilen, Ausdrucksformen und Persönlichkeiten führt, so ist für mich dieses Bild von ihnen ein Beispiel möglicher...

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriff

3 Die Auswanderung

3.1 Warum überhaupt auswandern?

3.2 Vollzug der Ausreise

3.3 Identitätstypen

4 Konzepte der Assimilation

4.1 Klassische Assimilation nach Park/Burgess

4.2 Wie kann man mangelnde Assimilation erklären?

4.3 Klassische Assimilation zwischen Erweiterung und Verabschiedung

4.3.1 Modell nach Eisenstadt

4.3.2 Modell nach Gordon

4.3.3 Modell nach Esser

4.3.4 Modell nach Trube

4.3.5 Modell nach Taft

4.3.6 Modell nach Meister

4.4 Neuere Tendenzen

5 Zwischenfazit

6 Ankunft des Migranten

6.1 Besonderheit der biographischen Situation

6.1.1 Optionen Jugendlicher zur Glättung biographischer Brüche

6.2 Migranten in der Diaspora

6.2.1 Transformation kultureller Identität

6.3 Selbstsozialisation und Hybridisierung von Identitäten

6.4 Die psycho-soziale Befindlichkeit der Migranten der zweiten Generation

6.4.1 Migration als Chance?

6.5 Die Bedeutung von Medien und kulturellem Wandel

6.5.1 Doch nur halbe Integration durch Medien?

6.5.2 Die halbierte Zwangsindividualisierung

6.6 Die allmähliche Anerkennung der Unumkehrbarkeit

7 Was ist die Lösung? Betrachtung der Aktualität des Themas.

7.1 Neo-Assimilationismus

8 Eigene Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Phänomen der Assimilation von Migranten unter Berücksichtigung von Identitätsentwicklung, biographischen Herausforderungen und der Rolle von Medien. Das primäre Ziel besteht darin, den Prozess von der Auswanderung bis zur Ankunft und möglichen Integration zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, ob Assimilation als einseitige Anforderung oder als gegenseitiger Prozess zu verstehen ist.

  • Prozesse und Motive der Auswanderung
  • Theoretische Modelle der Assimilation
  • Biographische Bewältigungsstrategien von Migranten
  • Die Rolle der Medien bei der Ich-Findung und Integration
  • Kritische Analyse aktueller politischer Diskurse zur Assimilation

Auszug aus dem Buch

6.1.1 Optionen Jugendlicher zur Glättung biographischer Brüche

Jugendliche bis 16 Jahre (bei Einreise) verlängern retrospektiv ihre Kindheitsphase auf ihre frühere Lebensphase, und glätten damit den Einschnitt durch die Migration. Der frühen Kindheit wird auch oft eine glückliche Kindheit angehaftet, was für sie Vertrautheit sinnhaft macht, welches zudem die Funktion einer Ortsidentität einnimmt. Gleichzeitig eröffnet ein solches Vorgehen, sich auf Gegenwart und Zukunft konzentrieren zu können, und zugleich dem neuen Lebensabschnitt Offenheit und Entwicklungsmöglichkeit zu geben. Folgender Bericht von Leopold (14 Jahre, Migrant aus Polen) soll dies veranschaulichen:

„Die Kindheit, die ich in Polen verbracht habe ist schon entfernt. Ja, die ist eigentlich schon fast vergessen. Ich muss aber sagen, dass meine Kindheit in Polen sehr glücklich war […] Ich habe wirklich tolle Erinnerungen mit nach Deutschland genommen. Hier ist vieles anders. Ich habe hier nicht so viele Freunde. […] Und in Polen waren es immer sehr viele. Also, ich bin froh, dass ich meine Kindheit in Polen verlebt habe.“

Jugendliche schließen also oftmals mit ihrer alten Lebenswelt und Biographie ab, und haben mehr Kraft für die diesseitigen Herausforderungen. Daraus kann geschlussfolgert werden, dass, je vollständiger eine Ablösung von der alten Ortsidentität erfolgt, umso problemloser dann die Anpassung an die neue Umgebung erfolgen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage hinsichtlich des Begriffs der Assimilation und der Struktur der Arbeit von der Auswanderung bis hin zu aktuellen politischen Stellungnahmen.

2 Begriff: Definition der Assimilation als individueller oder kollektiver Angleichungsprozess in kultureller, struktureller, sozialer und emotionaler Hinsicht.

3 Die Auswanderung: Analyse der Beweggründe für eine Auswanderung sowie der biographischen Bedeutung und Identitätsbildungsprozesse beim Verlassen des Herkunftslandes.

4 Konzepte der Assimilation: Detaillierte Vorstellung klassischer theoretischer Modelle zur Assimilation, darunter Park/Burgess, Eisenstadt, Gordon, Esser, Trube, Taft und Meister.

5 Zwischenfazit: Reflektion der theoretischen Ansätze und Vorbereitung auf die Analyse der Ankunftssituation von Migranten.

6 Ankunft des Migranten: Untersuchung der biographischen Situation, der Bildung hybrider Identitäten, der Rolle der Medien und der psycho-sozialen Befindlichkeit der zweiten Generation.

7 Was ist die Lösung? Betrachtung der Aktualität des Themas.: Kritische Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Debatten und Diskursen über Assimilation und Neo-Assimilationismus.

8 Eigene Stellungnahme: Persönliche Reflektion des Autors über das Spannungsfeld zwischen Assimilation, kultureller Identität und der Notwendigkeit eines respektvollen gesellschaftlichen Miteinanders.

Schlüsselwörter

Assimilation, Migration, Identität, Akkulturation, Integration, Diaspora, hybride Identitäten, Medien, Sozialisation, biographische Brüche, kulturelle Anpassung, Neo-Assimilationismus, Fremdheit, Selbstbehauptung, Interkulturelle Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Prozess der Assimilation von Migranten, ausgehend von den Gründen der Auswanderung bis hin zu den Identitätskrisen und Integrationsbemühungen im Aufnahmeland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die soziologischen und psychologischen Aspekte der Identitätsbildung, die Rolle von Medien bei der Integration und die politische Diskussion über Assimilationsanforderungen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, den Prozess der Migration als Chance zu verstehen, ohne die damit verbundenen Identitätskonflikte und die Notwendigkeit zur beidseitigen Annäherung zu vernachlässigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse verschiedener soziologischer Modelle zur Assimilation sowie auf exemplarische Fallberichte, um theoretische Konzepte mit der Lebensrealität zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert diverse theoretische Konzepte zur Assimilation, untersucht die biographische Situation nach der Ankunft und analysiert die Bedeutung von Medien sowie soziale Herausforderungen der zweiten Migrantengeneration.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Assimilation, Akkulturation, hybride Identitäten, soziale Integration und biographische Selbstsozialisation.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Medien bei der Integration?

Der Autor sieht Medien als Hilfsmittel zur Ich-Findung und zum Weltverständnis, betont jedoch, dass sie soziale Beziehungsarbeit im Sinne einer tieferen sozialen Assimilation nicht ersetzen können.

Was versteht man unter der "biographischen Unsicherheit" bei Jugendlichen?

Dies ist der Zustand, in dem durch die Migration bislang sicher geglaubte Lebenskonstrukte als Fiktion hervortreten, was Jugendliche zwingt, Sinnzusammenhänge und Handlungspläne neu zu definieren.

Welche Rolle spielt die Diaspora für die Identität der Migranten?

In der Diaspora können Migranten ein verstärktes Nationalempfinden entwickeln, was als Schutzmechanismus dienen kann, aber gleichzeitig den Prozess der Integration durch die Bildung von Parallelgesellschaften erschweren kann.

Wie steht der Autor zum Thema Assimilationszwang?

Der Autor lehnt einen reinen Zwang als nicht zielführend ab und plädiert stattdessen für ein Modell der gegenseitigen Anpassung, das den Migranten den Nährboden für eine gleiche Lebensautonomie bereitet.

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Details

Title
Assimilation - Was kommt nach der Wanderung?
Subtitle
Ausreise, Anpassung, Identitäten
College
University of Osnabrück  (Erziehungswissenschaften)
Course
BA Seminar: Einführung in die Interkulturelle Pädagogik
Grade
1,7
Author
Manuel Berg (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V143323
ISBN (eBook)
9783640519989
ISBN (Book)
9783640521203
Language
German
Tags
Assimilation Wanderung Ausreise Anpassung Identitäten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Berg (Author), 2009, Assimilation - Was kommt nach der Wanderung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143323
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