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Evaluation der Schulqualität

Die Instrumente des IQSH im Spiegel der Kritik

Title: Evaluation der Schulqualität

Seminar Paper , 2009 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Bodenstein (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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In den letzten Jahren hat der Wunsch nach einer Verbesserung der Qualität in Bildungseinrichtungen stark an Bedeutung gewonnen. Dazu haben sowohl externe Institutionen Maßnahmen eingeleitet als auch Schulen ihrerseits Maßnahmen ergriffen, um die Schul-qualität zu sichern und zu verbessern. Dabei wird vor allem der externen Evaluation eine hohe Bedeutung beigemessen. Dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) obliegt die Aufgabe, die Schulqualität für sämtliche Schulen in Schleswig-Holstein zu evaluieren und zu verbessern. Die Evaluation im Team (EVIT) ist das Hauptinstrument zur Analyse der bestehenden Schulqualität. Das IQSH intendiert mit EVIT und mit Hilfe weiterer Instrumente wie z. B. Lehrerfortbildungen oder der Erstellung eines Schulporträts eine Steigerung der Qualität in der Schule. Diese Maßnahmen sollen sich positiv auf die Erziehungs- und Bildungseffekte auswirken und so zu einem höheren Bildungsniveau beitragen. Demnach ist es Ziel dieser Seminararbeit, zu untersuchen, ob EVIT und die anderen Instrumente des IQSH zu einer Verbesserung der Schulqualität beitragen. Eine Verbesserung der Schulqualität setzt eine Förderung der Schulentwicklung voraus. Diesbezüglich soll auf folgende Frage eingegangen werden: Ist das Instrument EVIT eher eine Förderung oder eine Kontrolle der Schulqualität? Da das IQSH eine staatliche Institution ist und unter Aufsicht des Ministeriums für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein (MBF) steht, stellt sich zudem die Frage, welche Probleme sich aus diesem Verhältnis für die Bildungsqualität ergeben können.
Zur Beantwortung dieser Fragen werden zunächst unterschiedliche Qualitätsdefinitionen vorgestellt und mit der Qualifikationsdefinition der Schule laut IQSH verglichen. Im zweiten Teil werden die Instrumente des IQSH zur Qualitätssicherung erläutert und das Verfahren EVIT als Hauptinstrument der Qualitätsentwicklung entsprechend der Quali-tätsdefinition erörtert. Im dritten Teil werden die Instrumente kritisch analysiert sowie untersucht, ob EVIT ein geeignetes Instrument zur Verbesserung der Schulqualität ist. Es wird zudem beschrieben, wie das IQSH die Qualität an den Schulen sichert und ob die Instrumente eine Kontrolle der Schulqualität sind oder ob sie die Schulqualität fördern. Zudem wird aufgezeigt, welche Probleme sich aus großer staatlicher Einflussnahme auf die Schulqualität ergeben können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Abgrenzung und Definition des Qualitätsbegriffs

1.1.1 Der Qualitätsbegriff im Allgemeinen

1.1.1.1 Interessenorientierte Qualitätsdefinitionen

1.1.1.2 Qualitätsdimensionen nach Donabedian

1.1.2 Der Begriff der Qualität im speziellen Umfeld der Schule

1.2 Kompatibilität der einzelnen Definitionen

2. Die Qualitätssicherung der Schule durch das IQSH

2.1 Instrumente der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung des IQSH

2.1.1 Evaluation im Team

2.1.1.1 Zielsetzung von EVIT

2.1.1.2 Verlauf der Evaluation

2.1.2 Weitere Instrumente zur Qualitätssicherung der Schulen

2.2 Analyse der Qualitätsdimensionen in der Schule

2.2.1 Prozess- und Strukturqualität

2.2.2 Ergebnisqualität

2.2.3 Wechselwirkung unter den Qualitätsbereichen

3. Die Instrumente des IQSH im Spiegel der Kritik

3.1 standardisierte Vergleichstests als Grundlage einer ökonomisch ausgerichteten Evaluation

3.2 EVIT: Kontrolle oder Förderung der Schulqualität?

3.3 Eingrenzung der Bildungsmöglichkeiten

4. Fazit

4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

4.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht kritisch, inwieweit das Evaluationsverfahren EVIT sowie weitere Instrumente des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) tatsächlich zur Verbesserung der Schulqualität beitragen oder ob sie primär als Kontrollinstrumente staatlicher Aufsicht fungieren.

  • Grundlagen des Qualitätsbegriffs im schulischen Kontext
  • Strukturen und Verfahren der externen Evaluation durch das IQSH
  • Kritische Analyse ökonomisch ausgerichteter Evaluationsmethoden
  • Das Spannungsfeld zwischen Förderung der Schulqualität und staatlicher Kontrolle
  • Problematiken staatlicher Einflussnahme auf Bildungschancen und Freiheit

Auszug aus dem Buch

3.1 standardisierte Vergleichstests als Grundlage einer ökonomisch ausgerichteten Evaluation

Die Vergleichstests, die sich an den Bildungsstandards orientieren, sind als Grundlage für die Evaluation auf Grund ihres gesamtsystemischen Geltungsanspruchs nicht geeignet für eine Bewertung der Ergebnisqualität im Schulbereich. Eine Ausrichtung an Standards, die für alle Schulen gleichermaßen gültig sind, berücksichtigt nicht die situativen Unterschiede der Schulen und Schüler und stellt damit die Qualität der Gütekriterien der Methodenlehre in Frage. Auf Grund der Standardisierung der Tests kann keine hohe Validität der Ergebnisse erreicht werden. Damit ein Leistungstest valide ist, müssten sämtliche Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensmerkmale eines Schülers und die „komplexe und systemische Natur der Schulwirklichkeit“ (Böttcher et al. 2006, S. 105) ermittelt werden.

Da Schulleistungen aber von unendlich vielen Faktoren (Migrationshintergrund, Motivation, familiäre Situation, Verhältnis zu Lehrer und Klasse etc.) abhängen, ist es nicht möglich, mit einem an Bildungsstandards ausgerichteten normierten Test valide Lernprozessergebnisse zu erzielen. Somit ist der vom IQSH angenommene kausale Zusammenhang zwischen Prozessqualität und Ergebnisqualität der Lern- und Lehreffekte nicht valide.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des Wunsches nach Schulqualitätsverbesserung in Schleswig-Holstein und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage zum Verhältnis von Kontrolle und Förderung durch das IQSH.

2. Die Qualitätssicherung der Schule durch das IQSH: Detaillierte Erläuterung der Instrumente des IQSH, insbesondere des Verfahrens „Evaluation im Team“ (EVIT), sowie der Qualitätsdimensionen nach Donabedian im Schulkontext.

3. Die Instrumente des IQSH im Spiegel der Kritik: Kritische Analyse der Vergleichstests und des EVIT-Verfahrens hinsichtlich ihrer Validität, ihres ökonomischen Fokus sowie der Gefahr einer Einschränkung schulischer Bildungsmöglichkeiten.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse mit der Schlussfolgerung, dass trotz der Potenziale zur Effizienzsteigerung ein Spannungsfeld zwischen staatlicher Kontrolle und der Förderung echter Bildungsqualität besteht.

Schlüsselwörter

Schulqualität, IQSH, EVIT, externe Evaluation, Bildungsstandards, Qualitätssicherung, Schulentwicklung, Leistungsbewertung, Bildungspolitik, ökonomische Evaluation, Prozessqualität, Ergebnisqualität, Strukturqualität, Prinzipal-Agent-Ansatz, Kontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Instrumente zur Qualitätssicherung an Schulen in Schleswig-Holstein, welche durch das IQSH angewendet werden, und hinterfragt deren Wirksamkeit und Auswirkungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der Qualitätsbegriff im Bildungssektor, die Methoden der externen Evaluation, die ökonomische Ausrichtung von Schulentwicklung sowie das Verhältnis von staatlicher Aufsicht und pädagogischer Autonomie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob Instrumente wie EVIT eher eine echte Förderung der Schulqualität darstellen oder ob sie als Kontrollinstrumente staatlicher Institutionen fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Principal-Agent-Ansatz, um das Handeln staatlicher Akteure und deren Einfluss auf Schulen zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Evaluationsinstrumente (EVIT), die Qualitätsdimensionen nach Donabedian und eine kritische Reflexion der ökonomischen Evaluierungspraktiken diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Schulqualität, IQSH, EVIT, externe Evaluation, Bildungsstandards, Kontrolle und Schulentwicklung.

Warum zieht die Autorin einen Vergleich zur DDR-Bildungspolitik?

Der Vergleich dient dazu, die Gefahren einer zu starken staatlichen Einflussnahme und die Instrumentalisierung von Bildungssystemen zur Reproduktion politischer Systeme aufzuzeigen.

Wie bewertet die Arbeit die Verwendung von Vergleichstests?

Die Arbeit bewertet Vergleichstests kritisch, da sie aufgrund der komplexen und systemischen Natur der Schule keine hohe Validität erreichen können und situative Unterschiede vernachlässigen.

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Details

Title
Evaluation der Schulqualität
Subtitle
Die Instrumente des IQSH im Spiegel der Kritik
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Pädagogik Philosophische Fakultät)
Course
Thematische Zentren der Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Grade
1,0
Author
Christian Bodenstein (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V143343
ISBN (eBook)
9783640520008
ISBN (Book)
9783640521296
Language
German
Tags
Schulqualität EVIT Evaluation im Team Strukturqualität Prozessqualität Ergebnisqualität IQSH Qualitätssicherung an Schulen Qualitätsdimensionen nach Donabedian Qualitätsdefinition Qualitätssicherung Qualitätsentwicklung Messung der Schulqualität Bildung und Ideologie Principal Agent Staatliche Kontrolle Bildungspolitik Schulentwicklung Prinzipal Evaluation der Schulqualität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Bodenstein (Author), 2009, Evaluation der Schulqualität , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143343
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