Das Thema dieser Hausarbeit ist die Entwicklung der Krankheitskosten von Endokrinen-, Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen über die Jahre 2002, 2008 und 2015. Als Datengrundlage wurden die Zahlen aus Gesundheit, Grunddaten der Krankenhäuser: Fachserie 12 Reihe 7.2 und Reihe 7.2.1 des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden verwendet. Die Daten geben Aufschluss darüber wie sich die Krankheitskosten von Endokrinen-, Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen über die Jahre verändert haben.
In dieser Hausarbeit wird zunächst der theoretische und methodische Hintergrund geklärt, die genauen nach Krankheit, Geschlecht, Alter und Einrichtung genannten Ergebnisse ausgewertet, mögliche Gründe kurz angeschnitten und danach ein kleiner prognostischer Ausblick gewährt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Fragestellung
3. Theoretischer Hintergrund
4. Methodischer Hintergrund
5. Ergebnisse
6. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht die Entwicklung der Krankheitskosten für Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten in Deutschland über die Jahre 2002, 2008 und 2015, um Aufschluss über Kostenveränderungen nach verschiedenen Faktoren zu geben und präventive Ansätze zu diskutieren.
- Analyse der Krankheitskosten für Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen sowie Adipositas
- Untersuchung der Kostenverteilung nach Geschlecht, Altersgruppen und Einrichtungsarten
- Vergleich zwischen ambulanten und stationären/teilstationären Sektoren
- Statistische Auswertung von Daten des Statistischen Bundesamtes
- Diskussion von Präventionsmaßnahmen als Mittel zur Kostensenkung
Auszug aus dem Buch
Die Kostenentwicklung der stationären bzw. teilstationären Einrichtungen
Die Kostenentwicklung der stationären bzw. teilstationären Einrichtungen unterscheidet sich von der Entwicklung der ambulanten. Die Kosten der stationären/teilstationären sind deutlich geringer als die der ambulanten Einrichtungen. Die ambulanten Einrichtungen erreichten einen Spitzenwert von 15609 Millionen Euro. Der Höchstwert der stationären/teilstationären Einrichtungen lag bei 2114 Millionen. Auch in der Kostenentwicklung zeigt sich ein Unterschied. Im stationären/teilstationären Bereich konnten die Kosten zunächst von 2153 Millionen leicht auf 2084 Millionen gesenkt werden. Sie stiegen im Jahr 2015 aber wieder auf 2590 Millionen Euro an. Die Aufwendungen für Schilddrüsenerkrankungen konnten über die Jahre insgesamt von 589 auf 354 Millionen Euro gesenkt werden. Diabetes mellitus ist auch in dieser Gruppe der größte Kostenfaktor. Die Aufwendungen dafür stiegen über die Jahre an. Adipositas und andere Überernährung verursachten in 2008 geringere Kosten als in 2002. Bis 2015 wurden allerdings wieder mehr Kosten als zu Anfang verursacht.
Der größte Kostenfaktor in diesem Bereich sind die Krankenhäuser. In 2002 wurden 1745 Millionen Kosten in deutschen Krankenhäusern verursacht. In 2015 waren es schon 2114 Millionen. Die Kosten in Vorsorge und Rehabilitationseinrichtungen konnten gesenkt werden. Die Kosten für die stationäre bzw. teilstationäre Pflege sind dafür weiter angestiegen. Außerhalb der medizinischen Kosten verursachten die Verwaltungen auch Kosten. Diese beliefen sich in 2002 auf 643 Millionen Euro und stiegen aufn 778 Millionen Euro in 2015.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstandes, der Datengrundlage und der Relevanz der betrachteten Krankheitsgruppe im deutschen Gesundheitswesen.
2. Fragestellung: Formulierung der zentralen Forschungsfrage zur Entwicklung der Krankheitskosten im Zeitverlauf (2002, 2008, 2015).
3. Theoretischer Hintergrund: Definition und Abgrenzung der Diagnosen (E00-E90 nach ICD-10) sowie Erklärung der einbezogenen Einrichtungen.
4. Methodischer Hintergrund: Erläuterung der sekundärstatistischen Datenbasis und der Vorgehensweise bei der Kostenzuordnung bei multimorbiden Patienten.
5. Ergebnisse: Deskriptive Auswertung der Kostenentwicklung differenziert nach Krankheiten, Geschlecht, Alter und Versorgungssektoren.
6. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf Präventionsansätze und zukünftige Prognosen zur Diabetes-Entwicklung.
Schlüsselwörter
Krankheitskosten, Endokrine Erkrankungen, Stoffwechselkrankheiten, Diabetes mellitus, Adipositas, Schilddrüsenerkrankungen, Gesundheitsökonomie, Statistische Daten, Kostenentwicklung, Prävention, Ambulante Versorgung, Stationäre Versorgung, Demografie, Gesundheitswesen, Kostenfaktoren
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Analyse der Krankheitskosten für Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselstörungen in Deutschland über drei ausgewählte Zeitpunkte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen Diabetes mellitus, Adipositas und Schilddrüsenerkrankungen sowie deren Kostenbelastung für das Gesundheitssystem je nach Versorgungsbereich.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Kostenentwicklung dieser spezifischen Krankheitsgruppe nachzuvollziehen und Ursachen für Anstiege oder Rückgänge in der Behandlungsstatistik zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine sekundärstatistische Analyse, bei der Daten des Statistischen Bundesamtes (Fachserie 12) ausgewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, die Erläuterung der methodischen Vorgehensweise und die detaillierte Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich Alter, Geschlecht und Einrichtungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Krankheitskosten, Diabetes mellitus, Prävention und Gesundheitsstatistik charakterisiert.
Warum steigen die Kosten trotz Präventionspotenzials weiter an?
Die Arbeit verdeutlicht den Zusammenhang zwischen dem Anstieg von Adipositas und der Neuerkrankungsrate an Typ-2-Diabetes, was den allgemeinen Kostenanstieg vorantreibt.
Welchen Einfluss hat das Alter auf die Kostenverteilung?
Die Kosten steigen in fast allen Altersgruppen an; besonders bei den 65- bis 85-Jährigen und bei den Über-85-Jährigen sind enorme Kostensteigerungen im Zeitverlauf zu beobachten.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Entwicklung der Krankheitskosten für Endokrine und Stoffwechselerkrankungen in Deutschland. Eine Analyse der Jahre 2002, 2008 und 2015, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1436117