Das Ziel der Hausarbeit ist es, den Zusammenhang zwischen potenziellen sozioökonomischen Einflussfaktoren, Indikatoren zu ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen und der ASK-Rate mit der Hauptdiagnose Hypertonie auf Kreisebene zu untersuchen. Zudem werden in diesem Zusammenhang die Kosten auf Ebene der Bundesländer bestimmt, die sich durch eine Senkung der ASK-Rate potenziell erreichen lassen.
Die Gesundheitsausgaben Deutschlands fallen vor allem im stationären Sektor hoch aus und steigen von Jahr zu Jahr weiter an. 2020 wurden 114,2 Milliarden Euro für die Behandlung in Krankenhäusern ausgegeben. Einsparungen könnten unter anderen durch die Vermeidung von ambulant-sensitiven Krankenhausfällen (ASK) erreicht werden. Bei ASK handelt es sich um Krankenhausaufenthalte, die “durch eine effektive und rechtzeitige ambulante Versorgung verhindert werden können“ . Hierzu zählen akute Erkrankungen, die beispielsweise durch eine Impfung oder Präventionsangebote verhindert oder angemessen kontrolliert werden könnten sowie chronische Erkrankungen, bei denen ein Krankenhausaufenthalt durch angemessene Kontrolle der Erkrankung und somit ausbleibender Verschlechterung des Gesundheitszustandes vermieden werden könnten.
Die Häufigkeit von ASK dient zudem als Indikator für die Qualität der ambulanten Versorgung. Die Hypertonie ist eine der ambulant-sensitiven Erkrankungen, bei der ein Krankenhausaufenthalt durch eine bedarfsgerechte ambulante Versorgung vermieden werden kann. Erhöhter Blutdruck ist eine der häufigsten Erkrankungen. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts liegt die 12-Monats-Prävalenz für den Bluthochdruck in Deutschland bei 28%. Mit zunehmendem Alter steigt auch der Anteil der an Bluthochdruck Erkrankten. Mehr als die Hälfte der über 65-jährigen in Deutschland sind an Bluthochdruck erkrankt. Da jährlich weltweit ca. 9,4 Millionen Menschen an Hypertonie versterben, wird die Hypertonie als der wichtigste veränderbare Risikofaktor für Mortalität angesehen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 METHODIK
2.1 DATENBESCHREIBUNG UND -HERKUNFT
2.2 DATENAUFBEREITUNG
2.3 STATISTISCHE DATENANALYSE
2.4 EINSPARPOTENZIALE
3 ERGEBNISSE
3.1 DESKRIPTIVE STATISTIK
3.2 LINEARE REGRESSIONSANALYSE
3.3 LOGISTISCHE REGRESSIONSANALYSE
3.4 EINSPARPOTENTIALE
4 DISKUSSION
5 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Faktoren, Versorgungsstrukturen und der Rate an ambulant-sensitiven Krankenhausfällen (ASK) bei der Hauptdiagnose Hypertonie. Ziel ist es, Determinanten für diese Krankenhausaufenthalte auf Kreisebene zu identifizieren und potenziell vermeidbare Kosten für die Bundesländer zu berechnen.
- Analyse sozioökonomischer Einflussfaktoren mittels Regressionsmodellen
- Untersuchung von ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen
- Vergleich der Hypertonie-ASK-Rate mit der Gesamtheit aller ASK
- Quantifizierung von Einsparpotenzialen durch eine bedarfsgerechte Primärversorgung
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Die Gesundheitsausgaben Deutschlands fallen vor allem im stationären Sektor hoch aus und steigen von Jahr zu Jahr weiter an. 2020 wurden 114,2 Milliarden Euro für die Behandlung in Krankenhäusern ausgegeben (Destatis, 2022). Einsparungen könnten unter anderen durch die Vermeidung von ambulant-sensitiven Krankenhausfällen (ASK) erreicht werden. Bei ASK handelt es sich um Krankenhausaufenthalte, die “durch eine effektive und rechtzeitige ambulante Versorgung verhindert werden können“ (IGES Institut, 2015). Hierzu zählen akute Erkrankungen, die beispielsweise durch eine Impfung oder Präventionsangebote verhindert oder angemessen kontrolliert werden könnten sowie chronische Erkrankungen, bei denen ein Krankenhausaufenthalt durch angemessene Kontrolle der Erkrankung und somit ausbleibender Verschlechterung des Gesundheitszustandes vermieden werden könnten (Burgdorf & Sundmacher, 2014).
Die Häufigkeit von ASK dient zudem als Indikator für die Qualität der ambulanten Versorgung (Burgdorf & Sundmacher, 2014). Die Hypertonie ist eine der ambulant-sensitiven Erkrankungen, bei der ein Krankenhausaufenthalt durch eine bedarfsgerechte ambulante Versorgung vermieden werden kann. Erhöhter Blutdruck ist eine der häufigsten Erkrankungen. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts liegt die 12-Monats-Prävalenz für den Bluthochdruck in Deutschland bei 28%. Mit zunehmendem Alter steigt auch der Anteil der an Bluthochdruck Erkrankten. Mehr als die Hälfte der über 65-jährigen in Deutschland sind an Bluthochdruck erkrankt (Robert-Koch-Institut, 2012).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik steigender Gesundheitskosten und die Relevanz von ambulant-sensitiven Krankenhausfällen (ASK) als Qualitätsindikator, insbesondere bei Hypertonie.
2 METHODIK: Darstellung der Datengrundlage (INKAR, GISD), der durchgeführten Datenaufbereitung mittels SPSS sowie der eingesetzten bivariaten und multivariaten Regressionsverfahren.
3 ERGEBNISSE: Präsentation der statistischen Befunde zur Verteilung der Hypertonie-Raten und Identifikation signifikanter Einflussfaktoren durch lineare und logistische Regression sowie Berechnung der Einsparpotenziale.
4 DISKUSSION: Interpretation der Ergebnisse im Kontext bisheriger Forschung sowie kritische Reflexion der methodischen Limitationsfaktoren der Arbeit.
5 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Einflussfaktoren auf ASK und Betonung der Notwendigkeit einer optimierten ambulanten Versorgung zur Senkung vermeidbarer Klinikaufenthalte.
Schlüsselwörter
Ambulant-sensitive Krankenhausfälle, Hypertonie, Gesundheitsökonomie, Versorgungssteuerung, Epidemiologie, sozioökonomischer Status, Regressionsanalyse, Prävention, Krankenhausvermeidung, Gesundheitswesen, Inanspruchnahme, Versorgungsqualität, Demografie, Kreisebene, Einsparpotenziale
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert, welche sozialen und strukturellen Faktoren dazu führen, dass Patienten mit der Diagnose Bluthochdruck (Hypertonie) im Krankenhaus behandelt werden müssen, obwohl dies bei guter ambulanter Versorgung oft vermeidbar wäre.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die Versorgungsforschung, die regionale Gesundheitsberichterstattung, sozioökonomische Deprivation und die gesundheitsökonomische Bewertung von Krankenhausvermeidungspotenzialen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen sozioökonomischen Bedingungen, der ärztlichen Versorgungsdichte und der Häufigkeit von vermeidbaren Hypertonie-Krankenhauseinweisungen auf Kreisebene.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden deskriptive Statistiken sowie zweistufige Regressionsanalysen (lineare und logistische Regression) angewendet, um Prädiktoren für die ASK-Rate zu identifizieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil erfolgen die Datenauswertung, die Vorstellung der multivariablen Modelle zur Varianzaufklärung sowie die konkrete Berechnung der finanziellen Einsparpotenziale für verschiedene deutsche Bundesländer.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie "ambulant-sensitive Krankenhausfälle", "Hypertonie", "sozioökonomischer Status" und "Versorgungsstrukturen" geprägt.
Welche Rolle spielt der sozioökonomische Deprivationsindex (GISD)?
Der GISD dient als zentraler Prädiktor, um den Einfluss des sozialen Status auf die Krankheitslast und die Inanspruchnahme des stationären Sektors vergleichbar zu machen.
Warum zeigt sich bei höherer Facharztdichte ein Einfluss auf die Krankenhauseinweisungen?
Die Autorin argumentiert, dass eine höhere Facharztdichte zwar zu mehr Diagnosen führen kann, eine gute ambulante Anbindung jedoch als protektiver Faktor für die Vermeidung von Krankenhausaufenthalten bei chronischen Erkrankungen wie Hypertonie fungiert.
- Quote paper
- Daria Kozica (Author), 2022, Einflussfaktoren auf ambulant-sensitive Krankenhausfälle mit der Hauptdiagnose Hypertonie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1436376