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Windkraftausbau im Bundesländervergleich

Welche Gebiete sind für das Leben und die Natur und welche für die Bereitstellung erneuerbarer Energien vorzusehen? Welche Standorte kommen hierbei in Frage?

Título: Windkraftausbau im Bundesländervergleich

Tesis (Bachelor) , 2023 , 43 Páginas

Autor:in: Alexander Schmidt (Autor)

Politíca - Otros temas
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Im Hinblick auf den Klimawandel erscheinen Erneuerbare Energien zunehmend an Bedeutung zu gewinnen. Die Windkraft stellt hierbei mit ihrem großem Ausbaupotenzial gerade in Deutschland einen wichtigen Bestandteil der Energiewende dar, bei deren Durchsetzung den Bundesländern ein erheblicher Spielraum zur Verfügung steht. Diesbezüglich spielt jedoch wie bei keiner anderen regenerativen Energiequelle die Flächennutzung eine entscheidende Rolle. Welche Gebiete sind für das Leben und die Natur und welche für die Bereitstellung erneuerbarer Energien vorzusehen? Welche Standorte kommen hierbei in Frage? Eine wesentliche Eigenschaft regenerativer Energien ist, dass sie im Gegensatz zu zentralen Versorgungsstrukturen – wie etwa bei Großraftwerken – dezentral produziert werden. Vor allem die Windkraft stellt dabei ein erhöhten Flächenverbrauch dar, wodurch Nutzungskonflikte entstehen, die für diese Arbeit von Interesse sind.

Der gewählte Untersuchungszeitraum erstreckt sich von 2000 bis 2021. Diese Zeitspanne umfasst den Beginn des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes im Jahr 2000, das als wegweisend für die Förderung von Windenergie an Land in Deutschland angesehen wird und markiert den Auftakt zur umfassenden Entwicklung der erneuerbaren Energien hierzulande. Ebenso schließt der Zeitraum die bedeutende Debatte um den Ausstieg aus der Atomkraft im Jahr 2011 ein, die durch die Nuklearkatastrophe in Japan ausgelöst wurde. Diese führte zu politischen Veränderungen und stellt einen maßgeblichen Einflussfaktor für die Entwicklung der Windenergie in den verschiedenen Bundesländern dar. Um einen angemessenen Abschlusspunkt für die Untersuchung zu setzen, wird das Jahr 2021 ausgewählt. Ab 2022 veränderten nämlich die Ereignisse rund um die russische Invasion der Ukraine maßgeblich die energiepolitische Landschaft und führten zur Einführung zahlreicher neuer Gesetze, wie etwa dem Zwei-Prozent-Flächenziel, welche den, in letzten Jahren in Stocken geratenen Ausbau zukünftig wieder vorantreiben sollen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie und Methode

2.1 Parteiendifferenz

2.2 Policy-Vergleich

2.3 Quellen

3. Windkraft als Policy

3.1 Energiepolitische Entwicklungen

3.2 Rechtliche Rahmenbedingungen und Landesplanung

3.3 Flächenpotenzial

3.4 Akzeptanz

3.5 Waldschutz

4. Bundesländervergleich

4.1 Begründung der Fallauswahl

4.2 Baden-Württemberg

4.3 Bayern

4.4 Hessen

4.5 Rheinland-Pfalz

5. Policy-Vergleich der Landesverbände

6. Fazit

7. Literatur und Quellen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die parteipolitischen Präferenzen und deren Auswirkungen auf den Windkraftausbau in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz im Zeitraum von 2000 bis 2021, wobei insbesondere Konflikte um Waldflächen und Akzeptanzfragen analysiert werden.

  • Parteiendifferenz und Policy-Ausrichtung bei der Windkraft
  • Einfluss von Standortfragen wie Waldnutzung auf den Ausbau
  • Bedeutung der Akzeptanz in der Bevölkerung als politisches Steuerungselement
  • Vergleichende Analyse der Landespolitik und Genehmigungsverfahren
  • Rolle der Landesplanung versus kommunale Entscheidungshoheit

Auszug aus dem Buch

3.2 Rechtliche Rahmenbedingungen und Landesplanung

Die Rahmenbedingungen für den Windkraftausbau setzt der Bund durch eine länderübergreifend geltende Gesetzgebung und finanzielle Förderungen wie dem EEG. Dadurch gehen von ihm die ausschlaggebenden Impulse aus, die sich maßgeblich auf den Ausbau in den Bundesländern auswirken. Die Standortsteuerung und planerische Umsetzung der Windenergie liegt jedoch in der Zuständigkeit der jeweiligen Landesregierungen, die sie mittels der Landesplanung, -politik und Erlässen gestalten. Diesen tragen wiederum die Kommunen, welche überwiegend die Standorte für die Anlagen bereitstellen und hierfür auch die Bauleitplanung übernehmen.

Auf Länderebene setzen die landesweiten Raumordnungspläne Ziele und Grundsätze für die Raumordnung auf den Landesgebieten fest. In Baden-Württemberg und Hessen tragen sie die Bezeichnung Landesentwicklungsplan und in Bayern und Rheinland-Pfalz Landesentwicklungsprogramm, bedeuten jedoch das gleiche. Ihre Aufgabe ist es, die unterschiedlichen Anforderungen an den Raum aufeinander abzustimmen und die, auf der jeweiligen Planungsebene auftretenden Konflikte gegebenenfalls auszugleichen. Diese Pläne steuern entscheidend die Nutzung der Windenergie über räumliche Festlegungen.

Darüber hinaus haben einige Bundesländer auch Windenergieerlässe verabschiedet, welche zur Standardisierung der Genehmigungsverfahren dienen sollen. Auch wieder mit unterschiedlichen Namen, außer in Bayern, wo dieser auch als Erlass bezeichnet wird: In Hessen heißt er Handlungsempfehlung und in Rheinland-Pfalz Rundschreiben. In Baden-Württemberg wurde der 2012 beschlossene Erlass durch ein Themenportal ersetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Windkraftausbaus im Kontext des Klimawandels und der Energiewende in Deutschland ein und skizziert den Untersuchungszeitraum von 2000 bis 2021.

2. Theorie und Methode: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Parteiendifferenzlehre sowie die methodische Vorgehensweise des qualitativen Policy-Vergleichs dargelegt.

3. Windkraft als Policy: Dieses Kapitel behandelt die energiepolitischen Rahmenbedingungen, rechtliche Aspekte der Landesplanung sowie die Spannungsfelder Waldschutz und Akzeptanz bei Windenergieanlagen.

4. Bundesländervergleich: Die spezifischen Strategien, politischen Debatten und Ausbauzahlen der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz werden detailliert gegenübergestellt.

5. Policy-Vergleich der Landesverbände: Eine systematische Gegenüberstellung der parteipolitischen Ausrichtungen der Landesverbände in Bezug auf Windkraftausbau und Waldnaturschutz.

6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zu den parteipolitisch geprägten Konfliktlinien und den Mustern im Umgang mit Windkraft und Akzeptanz zusammen.

7. Literatur und Quellen: In diesem Kapitel werden alle verwendeten wissenschaftlichen Werke, Parlamentsdokumente und Quellen sowie Wahlprogramme vollständig aufgelistet.

Schlüsselwörter

Windkraft, Energiewende, Parteiendifferenz, Policy-Vergleich, Bundesländervergleich, Waldnutzung, Akzeptanz, Raumordnung, Landesplanung, Klimaschutz, EEG, Bürgerbeteiligung, Windenergieanlagen, Politikanalyse, Dezentralisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Windkraftausbau in Deutschland und analysiert, inwiefern parteipolitische Präferenzen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz zwischen 2000 und 2021 die Umsetzung dieses Vorhabens beeinflusst haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte sind die parteipolitische Steuerung, die Nutzung von Waldflächen für Windkraftanlagen, die Rolle der Akzeptanz in der Bevölkerung sowie das Zusammenspiel zwischen Landesplanung und kommunalen Interessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, in einem qualitativen Policy-Vergleich herauszuarbeiten, wie sich Landesparteien in öffentlichen Diskussionen zu Nutzungskonflikten wie Windkraft im Wald und der fehlenden Akzeptanz positionieren, und ob sich parteipolitische Differenzen ausmachen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen qualitativen Policy-Vergleich, der auf einem "most-similar-system design" basiert, um Unterschiede im politischen Handeln bei ähnlichen topographischen Voraussetzungen zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Analyse der energiepolitischen Rahmenbedingungen und eine detaillierte Untersuchung der vier ausgewählten Bundesländer hinsichtlich ihrer spezifischen Windkraftstrategien und parteipolitischen Agenden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Windkraft, Parteiendifferenz, Energiewende, Akzeptanz, Waldnutzung und Landesplanung.

Welche Besonderheit weist der Windkraftausbau im Wald auf?

Der Ausbau im Wald stellt einen besonderen "intraökologischen" Konflikt dar, bei dem Naturschutzinteressen und Klimaschutzziele bei der Rodung von Waldflächen für Windkraftanlagen gegeneinander abgewogen werden müssen.

Wie unterscheidet sich die Haltung der Parteien zur Landesplanung?

Die Arbeit zeigt unterschiedliche Tendenzen auf: Während einige Parteien die Entscheidungshoheit und Planungskompetenz verstärkt auf der Ebene der Regionalverbände konzentrieren wollen, bevorzugen andere eine dezentrale Steuerung durch die Kommunen mittels Bauleitplanung.

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Detalles

Título
Windkraftausbau im Bundesländervergleich
Subtítulo
Welche Gebiete sind für das Leben und die Natur und welche für die Bereitstellung erneuerbarer Energien vorzusehen? Welche Standorte kommen hierbei in Frage?
Universidad
University of Freiburg  (Wissenschaftliche Politik)
Autor
Alexander Schmidt (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
43
No. de catálogo
V1437098
ISBN (PDF)
9783346991218
ISBN (Libro)
9783346991225
Idioma
Alemán
Etiqueta
Windkraft Bundesländer Vergleich Policy Parlament Parteien Erneuerbare Energien EEG Kommunalpolitik Landespolitik Bund
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexander Schmidt (Autor), 2023, Windkraftausbau im Bundesländervergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1437098
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