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Das Staatsverständnis in Carl Schmitts "Begriff des Politischen"

Titel: Das Staatsverständnis in Carl Schmitts "Begriff des Politischen"

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2003 , 29 Seiten

Autor:in: Sebastian Pella (Autor:in)

Politik - Geschichte der politischen Systeme
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Ausarbeitung bietet in Kapitel 1 („Der Begriff des Politischen“ – Inhaltliche Aspekte) eine ausführliche, inhaltlich- kritische Beschäftigung mit der Schrift Schmitts, die sich vorwiegend auf die Primärliteratur (Text von 1932) sowie Reinhard Mehrings (Anm. 2) und Volker Neumanns (Anm. 5) Arbeiten stützt. Auf den im ersten Kapitel herausgearbeiteten, essentiellen Textstellen basieren die Darstellungen in Kapitel 2 (Resümee: Das Staatsverständnis im „Begriff des Politischen“), die hauptsächlich auf Christoph Schönebergers und Henrique Ricardo Ottens Schriften als sekundärliterarischer Hintergrund rekurrieren. Die Unterkapitel in Abschnitt 2 beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten von Staatlichkeit im „Begriff des Politischen“ (Krise der Staatlichkeit; Zweideutigkeit in Schmitts Werk; innenpolitische Darlegungen; zum Begriff des Politischen), zeigen aber allesamt erstens die Ambivalenz und Doppeldeutigkeit dieses Werkes auf und führen letztlich zur Fragestellung nach möglichen Erkenntnissen aus den sich vom Staatsbegriff lösenden Ansätzen in Schmitts Schrift, der in den abschließenden Betrachtungen nachgegangen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. „Der Begriff des Politischen“ – Inhaltliche Aspekte

2. Resümee: Das Staatsverständnis im „Begriff des Politischen“

2.1. Krise der Staatlichkeit und Schmitts Folgerungen

2.2. Die Zweideutigkeit im „Begriff des Politischen“: Veränderung und Kontinuität in Schmitts Staatsverständnis

2.3. Die inneren Verhältnisse des Staates im „Begriff des Politischen“

2.4. Vom Staatsbegriff zum Begriff des Politischen

Abschließende Betrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Staatsverständnis in Carl Schmitts grundlegendem Werk „Der Begriff des Politischen“. Ziel ist es, die in dem Werk angelegte Ambivalenz und Doppeldeutigkeit in Bezug auf das Verhältnis von Staat und Politik aufzuzeigen sowie die Ablösung des Politischen vom klassischen Staatsbegriff kritisch zu analysieren.

  • Analyse der inhaltlichen Aspekte von Schmitts „Begriff des Politischen“
  • Untersuchung der Krise der Staatlichkeit in Schmitts Denken
  • Erörterung der Zweideutigkeit zwischen staatlicher Tradition und politischer Dynamik
  • Betrachtung der inneren Verhältnisse des Staates und der Freund-Feind-Unterscheidung
  • Reflektion über die Entwicklung vom Staatsbegriff zum Begriff des Politischen

Auszug aus dem Buch

2.1. Krise der Staatlichkeit und Schmitts Folgerungen

Eine latente Intention im „Begriff des Politischen“ stellt nicht die Überwindung, sondern die Erneuerung des Staatsbegriffes dar, so daß Schmitt in seiner Staatsvorstellung den staatsrechtlichen Positivismus des Kaiserreichs – durch Paul Labands homogene, exekutivistisch- antiparlamentarische Staatsauffassung repräsentiert – fortführt und von Schönberger als „der eigentliche Erbe Labands in der Weimarer Staatsrechtslehre“ tituliert wird.

Der Staatbegriff des Kaiserreichs orientierte sich an einem auf Monarchie und Beamtentum begründeten monolithischen sowie homogenen Staatswillen, der den Erhalt der politischen Einheit gewährleistete. Gleichsam war der monarchisch- bürokratische Staat seit den 1890er Jahren ersten Krisenerscheinungen in Gestalt von komplexen Mobilisierungs und Demokratisierungsprozessen ausgesetzt.

Charakteristisch für Labands Staatsrecht war die Vorstellung eines dem positiven Recht vorgelagerten Staates, an die Schmitt anknüpfte und deren Erneuerung er anstrebte sowie forcierte. Im Gegensatz zu den Ansätzen Jellineks und Kelsens versuchte Schmitt in dieser Phase nun „der Laband- Tradition des von oben und außen kommenden Staatswillens das fehlende rechtsphilosophische Fundament zu verschaffen, indem er sie transzendentalphilosophisch radikalisiert“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung skizziert die theoretischen Ausgangspunkte und die verschiedenen Ausgaben von Carl Schmitts Werk „Der Begriff des Politischen“.

1. „Der Begriff des Politischen“ – Inhaltliche Aspekte: Dieses Kapitel bietet eine inhaltlich-kritische Untersuchung der Primärliteratur und beleuchtet die Definition des Politischen durch die Freund-Feind-Unterscheidung.

2. Resümee: Das Staatsverständnis im „Begriff des Politischen“: Das Kapitel fasst die zentralen Argumente zur ambivalenten Beziehung zwischen Staat und Politik zusammen.

2.1. Krise der Staatlichkeit und Schmitts Folgerungen: Hier wird Schmitts Versuch der Erneuerung des Staatsbegriffes im Kontext der Weimarer Staatsrechtslehre analysiert.

2.2. Die Zweideutigkeit im „Begriff des Politischen“: Veränderung und Kontinuität in Schmitts Staatsverständnis: Dieses Kapitel untersucht den dualistischen Ansatz Schmitts, der den tradierten Staatsbegriff mit dem modernen Volksbegriff verknüpft.

2.3. Die inneren Verhältnisse des Staates im „Begriff des Politischen“: Hier steht die Fokussierung auf die staatliche Exekutive und das Gewaltmonopol im Vordergrund der Untersuchung.

2.4. Vom Staatsbegriff zum Begriff des Politischen: Dieses Kapitel betrachtet die Loslösung des Politischen von der notwendigen Bindung an den Staat als Ausdruck eines Wandels.

Abschließende Betrachtungen: Das Fazit reflektiert die Aktualität von Schmitts Überlegungen für moderne Herausforderungen wie suprastaatliche Ordnungen und asymmetrische Konflikte.

Schlüsselwörter

Carl Schmitt, Begriff des Politischen, Staat, Freund-Feind-Unterscheidung, Souveränität, Staatlichkeit, Politikmonopol, Politische Einheit, Weimarer Staatsrechtslehre, Liberalismus, Bürgerkrieg, Rechtsphilosophie, Anthropologie, Politische Theologie, Gewaltmonopol.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Staatsverständnis innerhalb von Carl Schmitts Werk „Der Begriff des Politischen“ und untersucht, wie Schmitt das Verhältnis von Staat, Politik und Gesellschaft konzeptualisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Krise der Staatlichkeit, die Freund-Feind-Unterscheidung, das Politikmonopol des Staates sowie die Spannung zwischen staatlicher Ordnung und der Dynamik der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ambivalenz in Schmitts Denken aufzuzeigen, die sowohl an einem klassischen Staatsbegriff festhält als auch die Loslösung des Politischen vom Staat impliziert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine inhaltlich-kritische Auseinandersetzung mit der Primärliteratur (Schmitt 1932) sowie führender Sekundärliteratur zu Schmitts Staatsrechtslehre.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Schmitts historische Standortbestimmungen, sein pessimistisches Menschenbild, die Rolle der innenpolitischen Krisen und die Transformation des Politikbegriffs systematisch dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Carl Schmitt, Begriff des Politischen, Freund-Feind-Unterscheidung, Souveränität, Staatlichkeit und das Politikmonopol.

Wie bewertet der Autor Schmitts Kritik am Liberalismus?

Die Arbeit arbeitet heraus, dass Schmitt den Liberalismus aufgrund seines anti-staatlichen Charakters und seiner Unfähigkeit zur Freund-Feind-Bestimmung ablehnt, da dieser die politische Einheit gefährde.

Inwiefern beeinflusste die Weimarer Staatsrechtslehre das Werk?

Schmitt wird als Erbe der Laband-Tradition gesehen, der versucht, den positivistischen Staatsbegriff durch eine transzendentalphilosophische Fundierung zu erneuern.

Warum ist das Werk trotz seiner Entstehungszeit aktuell?

Laut dem Autor liefert Schmitts Analyse Ansätze für heutige Problemstellungen wie das humanitäre Interventionsvölkerrecht und die Theorie suprastaatlicher Strukturen.

Was bedeutet Schmitts "Rückbezug auf das Politische"?

Es bezeichnet den Versuch, einen Staat, dessen traditionelles Monopol erodiert, durch eine neue Verankerung in der politischen Einheit des Volkes zu revitalisieren.

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Details

Titel
Das Staatsverständnis in Carl Schmitts "Begriff des Politischen"
Autor
Sebastian Pella (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
29
Katalognummer
V143719
ISBN (eBook)
9783640530748
ISBN (Buch)
9783640531028
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Carl Schmitt Begriff des Politischen Freund-Feind
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Pella (Autor:in), 2003, Das Staatsverständnis in Carl Schmitts "Begriff des Politischen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143719
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Leseprobe aus  29  Seiten
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