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Wissenschaftler-Motivation zur Partizipation in regionalen Cluster-Initiativen

Eine Conjoint-analytische empirische Untersuchung

Title: Wissenschaftler-Motivation zur Partizipation in regionalen Cluster-Initiativen

Diploma Thesis , 2009 , 93 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: John Beckmann (Author)

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Universitäten sind ein elementarer Bestandteil regionaler Cluster. Zum Erhalt der Leistungsfähigkeit und zur langfristigen Sicherung von Wettbewerbsvorteilen ist die Einbeziehung der "richtigen" Wissenschaftler notwendig. Doch was genau veranlasst Wissenschaftler dazu, sich aktiv an regionalen Cluster-Initiativen zu beteiligen? Und welche Möglichkeiten bestehen seitens einer Cluster-Initiative, die für sie passenden Wissenschaftler zu einer Teilnahme zu motivieren?
Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist es, differenzierte Antworten auf diese Fragen zu geben. Auf Grundlage von motivations- und verhaltenstheoretischen Ansätzen und unter Berücksichtigung der bestehenden Forschung werden verschiedene Hypothesen hinsichtlich der Anreizwirkung von Cluster-Parametern und des Einflusses individueller Charakteristiken formuliert. Zur Bestimmung der spezifischen Motivationspotentiale wird eine Conjoint-Analyse durchgeführt. Die Auswertung der Daten von 103 Ingenieurwissenschaftlern und Physikern deutscher Universitäten und Hochschulen zeigt, dass vier der fünf untersuchten Cluster-Parameter zur Motivation von Wissenschaftlern genutzt werden können. Die finanzielle Entlohnung der Teilnahme, die Auswahl des Forschungsthemas, die Reputation und der geographische Standort einer Cluster-Initiative besitzen einen Einfluss auf die Teilnahmebereitschaft von Wissenschaftlern. Weiterführende Analysen zeigen Unterschiede in der Wirkung der untersuchten Anreize auf. Darüber hinaus werden Interaktionseffekte zwischen den Cluster-Parametern festgestellt.
Um ein tiefergehendes Verständnis hinsichtlich des Kooperationsverhaltens von Wissenschaftlern zu erlangen, werden die allgemeinen Kooperationsbereitschaften verschiedener Charakteristikgruppen miteinander verglichen. Der Vergleich liefert Hinweise darauf, dass Wissenschaftler, deren Forschungsbereich den angewandten Wissenschaften zuzurechnen ist, allgemein eine höhere Kooperationsbereitschaft aufweisen als Wissenschaftler, deren Forschungsbereich der Grundlagenforschung entstammt. Als weitere relevante Charakteristiken werden die Kooperationserfahrung, die Beständigkeit innerhalb von Kooperationen, die Forschungsleistungen und das Vertrauen von Wissenschaftlern identifiziert.
Die Ergebnisse der Untersuchung ermöglichen es, verschiedene Implikationen hinsichtlich der Gestaltung von regionalen Cluster-Initiativen und der gezielten Motivierung von Wissenschaftlern zu formulieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretisches Grundgerüst

2.1 Anreiz-Beitrags-Theorie

2.2 Intrinsische Anreize

2.3 Extrinsische Anreize

2.4 Reputation

2.5 Geographischer Standort

2.6 Art der Bindung

2.7 Individuelle Charakteristiken

2.7.1 Forschungsbereich

2.7.2 Kooperationserfahrung

3 Methodologie

3.1 Conjoint-Analyse

3.1.1 Attribute und Attributsausprägungen

3.1.2 Erhebungsdesign

3.1.3 Bewertung der Stimuli

3.1.4 Schätzung und Aggregation der Nutzenwerte

3.2 Messung der individuellen Charakteristiken

3.2.1 Persönlichkeitsattribute

3.2.2 Forschungsleistungen

3.3 Pilot-Studie

3.4 Durchführung der Befragung

4 Empirische Ergebnisse

4.1 Haupteffekte

4.2 Individuelle Unterschiede

4.2.1 Anreizwirkung und Forschungsleistungen

4.2.2 Anreizwirkung und Beständigkeit

4.2.3 Allgemeine Kooperationsbereitschaft

4.3 Interaktionseffekte

4.4 Interpretation der Ergebnisse

5 Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die spezifischen Motivationsfaktoren zu identifizieren, die Wissenschaftler dazu bewegen, sich aktiv an regionalen Cluster-Initiativen zu beteiligen, und basierend darauf Handlungsempfehlungen für deren Gestaltung abzuleiten.

  • Identifikation relevanter Anreize (intrinsisch und extrinsisch)
  • Analyse des Einflusses individueller Wissenschaftler-Charakteristiken
  • Anwendung einer Conjoint-Analyse zur Bestimmung von Motivationspotentialen
  • Evaluation von Interaktionseffekten zwischen verschiedenen Cluster-Parametern

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Im Zuge der Globalisierung haben viele traditionelle Standortfaktoren, wie die Infrastruktur und der Zugang zu Absatz- und Faktormärkten, zunehmend an Bedeutung verloren. Trotzdem sind die Fundamente eines dauerhaften Wettbewerbsvorteils mehr denn je lokaler Natur. Die neuen Standortfaktoren bestehen in den Cluster-Initiativen einer Region. Maßgeblich geprägt wurde der Begriff des regionalen Clusters von Porter (1998), welcher ihn wie folgt definiert: "Clusters are geographic concentrations of interconnected companies and institutions in a particular field."

Neben Unternehmen und staatlichen Institutionen beteiligen sich auch Universitäten und Forschungsinstitute an regionalen Clustern. Die geographische Konzentration der Teilnehmer und die Vernetzung zwischen ihnen bilden die Grundlage für die aus einer Cluster-Teilnahme resultierenden Wettbewerbsvorteile. Der Zugang zu Informationen und Ressourcen, die damit einhergehende Flexibilitätssteigerung, die engen Bindungen zwischen den Teilnehmern und die Koordination gemeinsamer Aktionen bewirken eine Produktivitätssteigerung und unterstützen die Innovations-Aktivitäten aller Beteiligten. Regionale Cluster fördern somit die wirtschaftliche Entwicklung einer Region – gleichzeitig vergrößert sich mit jedem neuen Teilnehmer der Ressourcen-Pool des Clusters.

Untersuchungen zu regionalen Clustern in Deutschland unterstreichen die Bedeutung von geographischer Nähe zwischen den Mitgliedern. Kontinuierliche Innovationen sind eine wichtige Voraussetzung für die Sicherung eines dauerhaften Wettbewerbsvorteils. Aufgrund ihrer innovationsfördernden Wirkung sieht Porter (1998) regionale Cluster als das Zentrum von Innovationen in den nächsten Jahrzehnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung regionaler Cluster für Wettbewerbsvorteile ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Motivation von Wissenschaftlern zur aktiven Partizipation.

2 Theoretisches Grundgerüst: Hier werden auf Basis der Anreiz-Beitrags-Theorie verschiedene Hypothesen über die Anreizwirkung von Cluster-Parametern und individuellen Wissenschaftler-Charakteristiken hergeleitet.

3 Methodologie: Dieses Kapitel erläutert den Einsatz der Conjoint-Analyse, das Design der Befragung von Wissenschaftlern sowie die Messmethoden für die relevanten Attribute und Kovariaten.

4 Empirische Ergebnisse: Hier werden die durchgeführten Analysen der Befragungsdaten präsentiert, die Hypothesen überprüft und die gefundenen Haupteffekte und Interaktionen interpretiert.

5 Abschlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und diskutiert Implikationen für die Gestaltung von Cluster-Initiativen sowie Ansatzpunkte für zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Cluster-Initiativen, Wissenschaftler-Motivation, Conjoint-Analyse, Regionale Cluster, Anreiz-Beitrags-Theorie, Wissens-Spillover, Kooperationsbereitschaft, Innovationsmanagement, Forschungskooperation, Technologie-Transfer, Forschungsleistungen, Reputation, Geographische Nähe, Motivation, Akademische Kooperation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Faktoren Wissenschaftler motivieren, sich aktiv an regionalen Cluster-Initiativen zu beteiligen, und wie Cluster-Initiativen gestaltet sein müssen, um diese Wissenschaftler gezielt zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Motivationsforschung im Kontext von Universität-Industrie-Kooperationen, der Theorie der sozialen Identität sowie der praktischen Anwendung von Conjoint-Analysen zur Identifikation von Anreizstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, welche Faktoren eine aktive Partizipation motivieren und wie regionale Cluster-Initiativen gestaltet werden müssen, um die passende Wissenschaftler-Unterstützung zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Conjoint-Analyse, um die Präferenzen von 100 Ingenieurwissenschaftlern und Physikern hinsichtlich verschiedener Cluster-Parameter (wie Standort, Reputation und Incentivierung) empirisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung von Hypothesen zu intrinsischen und extrinsischen Anreizen, die methodische Dokumentation der empirischen Befragung sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der Ergebnisse unter Einbezug von Interaktionseffekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Cluster-Initiativen, Wissenschaftler-Motivation, Conjoint-Analyse, Kooperationsbereitschaft, Anreiz-Beitrags-Theorie und Technologietransfer.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen angewandter Forschung und Grundlagenforschung eine Rolle?

Die Untersuchung identifiziert, dass Wissenschaftler aus der angewandten Forschung eine grundsätzlich höhere Kooperationsneigung zeigen, was für die gezielte Ansprache durch Cluster-Initiativen von strategischer Bedeutung ist.

Welche Bedeutung hat der finanzielle Anreiz laut den Studienergebnissen?

Überraschenderweise stellt die finanzielle Entlohnung bei der befragten Stichprobe einen der einflussreichsten Anreize dar, insbesondere bei hochqualifizierten Wissenschaftlern mit hohen Forschungsleistungen, was im Kontrast zu manchen früheren Annahmen über eine Verdrängung intrinsischer Motivation steht.

Wie beeinflusst der geographische Standort die Teilnahmebereitschaft?

Die Studie zeigt, dass eine räumliche Nähe zum Universitätsstandort die Teilnahmebereitschaft tendenziell fördert, während ein Standort im Ausland bei der befragten Gruppe eher eine demotivierende Wirkung entfaltet.

Welches Fazit zieht der Autor zur Gestaltung von Cluster-Initiativen?

Cluster-Initiativen sollten eine Kombination aus intrinsischen Anreizen (z.B. forschungsnahe Themen) und monetären Anreizen bieten, wobei die Ansprache selektiv an den individuellen Forschungsleistungen und Kooperationsabsichten der Zielgruppe ausgerichtet sein sollte.

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Details

Title
Wissenschaftler-Motivation zur Partizipation in regionalen Cluster-Initiativen
Subtitle
Eine Conjoint-analytische empirische Untersuchung
College
University of Hamburg
Grade
1,3
Author
John Beckmann (Author)
Publication Year
2009
Pages
93
Catalog Number
V143783
ISBN (eBook)
9783640536054
Language
German
Tags
Motivation Cluster Cluster-Initiativen Conjoint Conjoint-Analyse Empirie empirisch Clusterinitiative Hypothesen Wissenschaftler
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
John Beckmann (Author), 2009, Wissenschaftler-Motivation zur Partizipation in regionalen Cluster-Initiativen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143783
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