Alle wichtigen Schemata zum Strafrecht in folgende Kategorien gegliedert:
I. Täterschaft;
II. Teilnahme;
III. Versuch;
IV. Rücktritt Vom Versuch;
V. Rechtfertigungsgründe;
VI. Entschuldigungsgründe;
VII. Irrtümer;
VIII. Erfolgsqualifiziertes Begehungsdelikt;
IX. Unterlassungsdelikt;
X. Teilnahme am Begehungsdelikt durch Unterlassen;
XI. Fahrlässigkeitsdelikt;
XII. Besondere persönliche Merkmale, § 28 StGB;
XIII. Vorsatz und Fahrlässigkeit;
Inhaltsverzeichnis
I. Täterschaft
II. Teilnahme
III. Versuch
IV. Rücktritt Vom Versuch
V. Rechtfertigungsgründe
VI. Entschuldigungsgründe
VII. Irrtümer
VIII. Erfolgsqualifiziertes Begehungsdelikt
IX. Unterlassungsdelikt
X. Teilnahme am Begehungsdelikt durch Unterlassen
XI. Fahrlässigkeitsdelikt
XII. Besondere persönliche Merkmale, § 28 StGB
XIII. Vorsatz und Fahrlässigkeit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit bietet einen strukturierten Überblick über die wesentlichen Lehren und dogmatischen Strukturen des deutschen Strafrechts Allgemeiner Teil, um Studierenden und Anwendern eine präzise Orientierung in der Fallprüfung zu ermöglichen.
- Grundlagen der Täterschaft und Teilnahmeformen
- Strukturen des Versuchs und Rücktrittslehre
- Systematik der Rechtfertigungs- und Entschuldigungsgründe
- Dogmatik der Irrtumslehre bei Straftaten
- Besonderheiten bei Unterlassungs- und Fahrlässigkeitsdelikten
Auszug aus dem Buch
MITTELBARE TÄTERSCHAFT, § 25 I ALT. 2 STGB
A. Strafbarkeit des Tatnächsten (Vordermann / Werkzeug): Normale StGB-Prüfung
I. Verantwortungsdefizit
traditionellen Bild der Verwirklichung einer Tat durch einen anderen: geschieht, indem der mittelbare Täter den Ausführungstäter steuern kann, weil dieser ein Verantwortlichkeitsdefizit aufweist, d. h. die Tatbeherrschung des Hintermannes erwächst aus der Beherrschung des Verantwortlichkeitsdefizits; je nach Konstellation: Verantwortlichkeitsdefizit auf:
TB-
RWK-
Schuld-Ebene
oder: in Fällen des „Täters hinter dem Täter“ Feststellung der Vollverantwortlichkeit des Vordermanns
II. Konstellationen mittelbarer Täterschaft mit Verantwortungsdefizit
tatbestandslos handelndes Werkzeug (Siriusfall; vorgetäuschter Selbstelbstmord)
Selbstverletzung / fehlende Sondereigenschaft / fehlende besondere Absicht
vorsatzlos handelndes Werkzeug
Hervorrufen eines Tatbestandsirrtums, § 16 I StGB / Hervorrufen eines Erlaubnistatbestandsirrtums (beachte: eingeschränkte / strenge Schuldtheorien)
Folge: Wissensherrschaft → mittelbare Täterschaft möglich
rechtmäßig handelndes Werkzeug
Provokation / Beherrschung einer Rechtfertigungslage
schuldlos handelndes Werkzeug
§§ 19 f. StGB
schuldausschließender Irrtum / schuldausschließender Nötigungsgegenstand
Folge: Willensherrschaft → Anstiftung möglich
Zusammenfassung der Kapitel
I. Täterschaft: Behandelt die Abgrenzung zwischen Täterschaft und Teilnahme sowie die dogmatische Einordnung bei Vorsatz- und Fahrlässigkeitsdelikten.
II. Teilnahme: Erläutert die Voraussetzungen der Anstiftung und Beihilfe nach §§ 26 f. StGB.
III. Versuch: Thematisiert die Voraussetzungen der Versuchsstrafbarkeit sowie die Abgrenzung zum vollendeten Delikt.
IV. Rücktritt Vom Versuch: Analysiert die strafbefreiende Wirkung des Rücktritts gemäß § 24 StGB unter Berücksichtigung verschiedener Theorien.
V. Rechtfertigungsgründe: Gibt einen Überblick über die Systematik gesetzlicher und übergesetzlicher Rechtfertigungsgründe.
VI. Entschuldigungsgründe: Befasst sich mit den Umständen, die ein schuldhaftes Handeln ausschließen.
VII. Irrtümer: Erörtert die Auswirkungen von Tatbestands- und Verbotsirrtümern in verschiedenen Konstellationen.
VIII. Erfolgsqualifiziertes Begehungsdelikt: Erläutert die Struktur und den Aufbau bei Delikten mit schwerer Folge.
IX. Unterlassungsdelikt: Behandelt die Voraussetzungen des echten und unechten Unterlassungsdelikts.
X. Teilnahme am Begehungsdelikt durch Unterlassen: Analysiert die spezifische Abgrenzung der Beteiligungsformen beim Unterlassen.
XI. Fahrlässigkeitsdelikt: Behandelt die Lehre von der objektiven Sorgfaltspflichtverletzung und Zurechnung.
XII. Besondere persönliche Merkmale, § 28 StGB: Erörtert die strafrechtliche Behandlung von tatbezogenen Merkmalen der Beteiligten.
XIII. Vorsatz und Fahrlässigkeit: Definiert die psychologischen und normativen Elemente von Vorsatzstufen und Fahrlässigkeitsformen.
Schlüsselwörter
Strafrecht AT, Täterschaft, Teilnahme, Versuch, Rücktritt, Rechtfertigung, Entschuldigung, Irrtumslehre, Erfolgsqualifikation, Unterlassungsdelikt, Fahrlässigkeit, Kausalität, Schuldlehre, Tatbestandsirrtum, Verbotsirrtum
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient der strukturierten Darstellung und Erläuterung der prüfungsrelevanten Dogmatik des Strafrechts Allgemeiner Teil.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen zählen die Täterschafts- und Teilnahmedogmatik, das Versuchsstadium, die Rechtfertigungs- und Entschuldigungslehre sowie Irrtümer und Unterlassungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Bereitstellung eines übersichtlichen Schemas und der wesentlichen dogmatischen Diskurse für die juristische Ausbildung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische juristische Darstellung nach dem Gutachtenstil, die aktuelle Lehrmeinungen und Rechtsprechung einbezieht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich kapitelweise von der Täterschaft über die Versuchsthematik bis hin zu spezifischen Deliktsformen wie Unterlassungs- und Fahrlässigkeitsdelikten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Täterschaft, Versuch, Rücktritt, Rechtfertigung, Irrtum und Fahrlässigkeit stehen im Zentrum der Erörterungen.
Wie unterscheidet die Rechtsprechung zwischen Täterschaft und Teilnahme?
Die Rechtsprechung orientiert sich primär an der subjektiven Theorie, insbesondere am Willen des Beteiligten (Animus-Theorie) sowie der Tatherrschaft.
Wann ist ein Rücktritt nach § 24 StGB möglich?
Ein Rücktritt ist möglich, solange das Delikt noch nicht beendet ist und die Tat vom Täter trotz Vollendungsmöglichkeit freiwillig aufgegeben wird.
- Citation du texte
- Fabian Kremers (Auteur), 2024, Strafrecht Allgemeiner Teil. Alle wichtigen Schemata, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1438162