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Die Rentenlücke - gestiegenes Erfordernis und Lösungsansätze privater Vorsorge

Title: Die Rentenlücke - gestiegenes Erfordernis und Lösungsansätze privater Vorsorge

Term Paper , 2009 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Michael Peter Hufschmidt (Author)

Business economics - Economic Policy
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Summary Excerpt Details

Das System der gesetzlichen Rentenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland
wurde vor mehr als 100 Jahren als eines der ersten staatlichen Rentensysteme der
Welt eingeführt und galt für viele Staaten als Vorbild. Zwischenzeitlich wird die BRD für
das bestehende System nicht mehr beneidet. Während andere Staaten das System
erfolgreich reformierten, hinkt die Entwicklung hierzulande stark hinterher. Das
hauptsächliche Problem liegt in der Finanzierbarkeit des sogenannten
Umlageverfahrens. Im Wesentlichen stehen die hohe Beitragsbelastung der jüngeren
Bevölkerung, die demographische Verschiebung und eine steigende Arbeitslosenquote
im Vordergrund. Bereits Mitte der 80er Jahre wurden die Gefahren des sogenannten
Generationenvertrages erkannt, jedoch wurde - obwohl allgemein ein breiter Konsens
in der Bevölkerung hinsichtlich des Reformbedarfes besteht - eine Reform bisher nicht
durchgeführt.
Um die steigenden Kosten zu decken, waren und sind mehr Zuschüsse aus
Bundesmitteln erforderlich. Lag der Zuschuss im Jahre 1985 noch bei ca. 12 Prozent
sind es heute nahezu ein Drittel des gesamten Etats. Kurz gesagt, die eigene private
Vorsorge gewinnt an Bedeutung; die Ausgaben hierfür steigen.
Am Markt sind unzählige Angebote vorhanden, die sowohl von öffentlich-rechtlichen
Zusatzversorgseinrichtungen als auch von privaten Versicherern angeboten werden.
Die folgende Arbeit beginnt mit einer Definition der grundlegenden Begriffe und einem
geschichtlichen Überblick über das System und die Entwicklung der gesetzlichen
Rentenversicherung. Im Folgenden wird dann auf die Problematik der Renten-/
Versorgungslücke näher eingegangen, die das Erfordernis einer erhöhten privaten
Vorsorge nachsichzieht. Hieran schließt sich ein Überblick über die Möglichkeiten
betrieblicher und privater Vorsorge sowie der staatlichen Förderung an. Im
abschließenden Fazit der Arbeit werden Konsequenzen für die private Vorsorge
aufgezeigt und ein Ausblick für mögliche Entwicklungen in der Zukunft gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Problemdarstellung

2 Das Drei-Säulen-Konzept

3 Die gesetzliche Rentenversicherung

3.1 Definition

3.1.1 Ursprung

3.1.2 historische Entwicklung

3.2 Umlageverfahren

3.3 Kapitaldeckungsverfahren

4 Die Rentenlücke

4.1 Entwicklung und Status quo

4.2 Berechnung und Prognose

5 Möglichkeiten der Vorsorge

5.1 betrieblich

5.1.2 staatliche Förderung

5.1.3 Riester-Förderung

5.2 privat

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das zunehmende Problem der Rentenlücke im deutschen Alterssicherungssystem vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen und der abnehmenden Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung. Ziel ist es, die Notwendigkeit ergänzender privater Vorsorge zu verdeutlichen und verschiedene Lösungsansätze sowie staatliche Förderinstrumente darzustellen.

  • Strukturelle Herausforderungen des Umlageverfahrens
  • Methodik zur Berechnung der Rentenlücke
  • Betriebliche Altersversorgung und ihre Durchführungswege
  • Staatliche Förderungen wie die Riester-Rente
  • Private Anlagemöglichkeiten zur Altersvorsorge

Auszug aus dem Buch

3.2 Umlageverfahren

Mit der Rentenreform im Jahre 1957 erfolgte der Übergang zum heute noch gültigen Umlageverfahren. Das Umlageverfahren bedeutet, dass die Beitragszahler nicht jeweils einen individuellen Kapitalstock für ihre eigene Renten aufbauen, sondern durch ihre laufenden Beitragszahlungen die Bezüge der aktuellen Rentenempfänger finanzieren. Mit der Beitragszahlung wird ein Anspruch auf eine spätere Rente erworben, die von den später zahlenden Versicherten getragen werden soll. Mithin soll die erwerbstätige Generation auf einen Teil ihres Lohns verzichten, um so die Rentenansprüche der im Ruhestand befindlichen Generation zu decken. Dies wird umgangssprachlich auch als sog. „Generationenvertrag“ bezeichnet, wenngleich dieses Modell keinem juristischem Vertrag im eigentlichen Sinne entspricht.

Das Umlageverfahren erfordert zwangsläufig, dass Einnahmen und Ausgaben im Gleichgewicht sein müssen. Da dies nur schwer erreichbar ist, halten die gesetzlichen Rentenversicherungsträger eine Schwankungsreserve bereit, die es ermöglicht, kurzfristige Liquiditätsschwankungen auszugleichen. Vorteil ist, dass die Beitragszahlungen sofort für Rentenzahlungen verwandt werden können, ohne dass es einen vorhandenen Kapitalstock gibt, der durch Krieg oder Wirtschaftskrisen vernichtet werden kann. Da allerdings keine Rücklagen gebildet werden, setzt dieses System zwingend das Vorhandensein einer jüngern Beitragszahlergeneration voraus, deren Angehörige der Versicherungspflicht unterliegen und vor allem ausreichende Beitragszahlungen leisten. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, langsam steigender Löhne und zurückgehender Ewerbstätigenzahlen sowie steigender Lebenserwartung kommen solche Systeme jedoch unter enormen Finanzierungsdruck.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Problemdarstellung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung und die aktuelle Finanzierungsproblematik des deutschen Rentensystems, die eine private Vorsorge unumgänglich macht.

2 Das Drei-Säulen-Konzept: Dieses Kapitel erläutert das Grundmodell der Alterssicherung in Deutschland, das aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge besteht.

3 Die gesetzliche Rentenversicherung: Es wird die Definition, der historische Ursprung und die Funktionsweise des Umlage- sowie des Kapitaldeckungsverfahrens analysiert.

4 Die Rentenlücke: Dieses Kapitel widmet sich der Entwicklung der Rentenlücke, ihrer Berechnung mittels Entgeltpunkten und der prognostizierten Absenkung des Rentenniveaus.

5 Möglichkeiten der Vorsorge: Hier werden Wege der betrieblichen Altersversorgung inklusive staatlicher Förderung sowie diverse private Anlagemöglichkeiten, wie Versicherungen oder Finanzprodukte, aufgezeigt.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit privater Vorsorge zusammen und betont, dass individuelle Berechnungen angesichts sinkender gesetzlicher Leistungen essenziell sind.

Schlüsselwörter

Rentenlücke, gesetzliche Rentenversicherung, Umlageverfahren, Generationenvertrag, Altersvorsorge, betriebliche Altersversorgung, Riester-Förderung, Rentenniveau, Kapitaldeckungsverfahren, private Vorsorge, Demografie, Alterseinkünftegesetz, Rentenreform, Lebensversicherung, Rentenanspruch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland, insbesondere die Finanzierungslücken, und zeigt die Notwendigkeit privater Vorsorgestrategien auf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das Umlageverfahren der Rente, die demografische Entwicklung, das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge sowie spezifische Instrumente wie die betriebliche Altersvorsorge und die Riester-Rente.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Lesern die steigende Notwendigkeit einer eigenen privaten Altersvorsorge zu verdeutlichen, da die staatliche Rente allein zukünftig nicht mehr ausreichen wird, um den Lebensstandard im Alter zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse des bestehenden Rentensystems, rechtlicher Rahmenbedingungen sowie der Auswertung aktueller Prognosen und Statistiken zur Rentenentwicklung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Rentensystems, die mathematische Herleitung der Rentenlücke sowie eine Übersicht über diverse Vorsorgemöglichkeiten vom Betrieb bis hin zu privaten Spar- und Anlagemodellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Rentenlücke, Umlageverfahren, Rentenniveau, Drei-Säulen-Modell, betriebliche Altersversorgung und staatliche Förderung.

Wie unterscheidet sich das Umlageverfahren vom Kapitaldeckungsverfahren?

Beim Umlageverfahren finanzieren die aktuellen Beitragszahler die Renten der aktuellen Rentner, während beim Kapitaldeckungsverfahren die Beiträge individuell für den jeweiligen Einzahler angelegt und verzinst werden.

Warum sinkt das Rentenniveau laut der Arbeit?

Das Rentenniveau sinkt aufgrund des demografischen Wandels, einer steigenden Lebenserwartung bei gleichzeitig sinkenden Geburtenzahlen sowie struktureller Arbeitsmarktprobleme, die den Finanzierungsdruck auf die gesetzliche Rentenversicherung erhöhen.

Was ist unter dem Begriff „Eckrentner“ zu verstehen?

Der „Eckrentner“ ist eine statistische Modellfigur, die 45 Beitragsjahre mit durchschnittlichem Einkommen in der gesetzlichen Rentenversicherung zurückgelegt hat und als Referenzpunkt für Rentenberechnungen dient.

Welche Rolle spielt die Riester-Förderung bei der Altersvorsorge?

Die Riester-Förderung unterstützt Versicherte durch staatliche Zulagen und steuerliche Vergünstigungen, um den Aufbau einer privaten, kapitalgedeckten Altersvorsorge zu fördern und so die drohende Versorgungslücke zu schließen.

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Details

Title
Die Rentenlücke - gestiegenes Erfordernis und Lösungsansätze privater Vorsorge
College
Private University of Applied Sciences Goettingen
Grade
2,3
Author
Michael Peter Hufschmidt (Author)
Publication Year
2009
Pages
20
Catalog Number
V143832
ISBN (eBook)
9783640531622
ISBN (Book)
9783640531905
Language
German
Tags
Rentenlücke Erfordernis Lösungsansätze Vorsorge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Peter Hufschmidt (Author), 2009, Die Rentenlücke - gestiegenes Erfordernis und Lösungsansätze privater Vorsorge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/143832
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