Die Bachelorarbeit untersucht den Einfluss von freizeitlichem Sportverhalten sowie dem freizeitlichen Sitzverhalten von Schülerinnen und Schülern auf das schulische Leistungsniveau. Zu der Arbeit wird folgende Forschungsfrage gestellt: "Welche Auswirkungen haben sportliche Freizeitaktivitäten und das freizeitliche Sitzverhalten auf das schulische Leistungsniveau von Schülerinnen und Schülern?" Für die Untersuchung der Forschungsfrage wurde ein quantitativer Ansatz gewählt. Mittels eines Fragebogens wurden Schülerinnen und Schüler der vierten bis zehnten Jahrgangsstufe einer Grund- und Oberschule in Brandenburg befragt.
Der Begriff Bildung geht oft synonym mit dem Begriff "Wissen" einher. Wissen sei die Grundlage für Bildung, welches allgemein bekannt, in der Schule erlernt wird. Dabei wird versucht innerhalb der Schule ein möglichst hohes allgemeines Wissen aufzubauen. Allgemeines Wissen kann definiert werden als Informationsmengen, welche für viele umfangreiche Aufgaben und deren Bewältigung interessant sind oder welche sich auf viele diverse Situationen anwenden lassen. Bekanntermaßen fällt es nicht jeder Schülerin oder jedem Schüler gleich leicht, ein universelles Wissen aufzubauen, dass zum einen auf den späteren Lebensweg vorbereitet, welches sozusagen als "Pass für die Zukunft" dient und welches zum anderen maßgebend für gute Zensuren ist. Ohne einen ausreichenden Notenschnitt ist es nicht möglich, die nächste Klassenstufe zu erreichen oder einen Schulabschluss zu absolvieren.
Thematischer Schwerpunkt und Forschungsgegenstand der vorliegenden Untersuchung soll es sein, die Variable "schulisches Leistungsniveau" mit der Variable "Sport" zu verbinden und zu analysieren. Hierbei wird an die bestehende britische Forschung "Associations between objectively measured physical activity and academic attainment in adolescents from a UK cohort" aus dem Jahr 2013 konzeptuell angeknüpft. Folgender Untersuchungsgegenstand wurde erforscht: Insgesamt wurden 2627 Mädchen und 2128 Jungs hinsichtlich ihres sportlichen Verhaltens in Abhängigkeit mit dem schulischen Leistungsniveau untersucht. Durch die Forscher der Untersuchung wurde angemerkt, dass innerhalb zukünftiger Erhebungen besondere konzentrierte Rücksicht auf die Diversität der Sportarten genommen werden soll, da dies nicht umfangreich berücksichtigt worden ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Portrait des Sports
2.1.1 Leistungssport
2.1.2 Freizeitsport
2.2 Das Schulsystem in Deutschland
2.2.1 Entstehungsgeschichtlicher Hintergrund des deutschen Schulsystems
2.2.2 Definition des schulischen Leistungsniveaus
2.3 Sitzverhalten
2.3.1 Physiologische Auswirkungen
2.3.2 Psychische Auswirkungen
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Quantitatives Forschungsdesign und Gütekriterien
3.2 Hypothesen
3.3 Illustration der quantitativen Untersuchung
3.3.1 Darstellung des Datenerhebungsinstruments
3.3.2 Untersuchungsmethode
3.4 Datenerhebung
3.4.1 Profil der Bauhausschule Cottbus
3.4.2 Probandenauswahl und -zugang
3.5 Datenauswertung
3.5.1 Digitalisierung der Daten
3.5.2 Datenaufbereitung
3.5.3 Prinzip der digitalen Auswertung
4 Darstellung der Untersuchungsergebnisse
5 Diskussion
6 Orientierung für die praktische Arbeit
7 Zusammenfassung
8 Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen wissenschaftlich fundierten Zusammenhang zwischen dem sportlichen Freizeitverhalten sowie dem Sitzverhalten in der Freizeit und dem schulischen Leistungsniveau von Schülern zu identifizieren. Dabei wird die Forschungsfrage untersucht, welche Auswirkungen sportliche Freizeitaktivitäten und das freizeitliche Sitzverhalten konkret auf die schulischen Noten von Schülerinnen und Schülern haben, um daraus praxisnahe Handlungsempfehlungen abzuleiten.
- Quantitatives Forschungsdesign zur statistischen Überprüfung von Hypothesen
- Einflussanalyse von körperlicher Aktivität auf akademische Leistungen
- Zusammenhang zwischen Sitzdauer, Konzentration und schulischer Leistung
- Empirische Fallstudie an einer Grund- und Oberschule in Brandenburg
- Entwicklung von pädagogischen Lösungsansätzen zur Bewegungsförderung im Schulalltag
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Physiologische Auswirkungen
Circa 50 – 65 % aller Schüler leiden in Deutschland bereits unter Haltungsschwächen und (teilweise unter) Rückenschmerzen (vgl. Hollmann, Hettinger, 2000, passim). Rückenschwerden sind die häufigste Ursache für einen Arztbesuch und eine damit verbundene Krankschreibung (vgl. Buskies, Demski, 2003, S. 6). Um eine normale Entwicklung des Körpers zu gewährleisten, ist eine physiologische Reizsetzung von Nöten. Diese Reizsetzung kann in Form von Bewegungen und/oder körperlichen Beanspruchungen geschehen, denn nicht das Sitzen (beispielswiese in der Schule) ist das Problem, sondern der mangelnde Ausgleich schafft das Dilemma (vgl. Schoberth, 1989, S. 207). Ein ausgeprägter sitzender Lebensstil ohne ausreichende Reizsetzung für einen adäquaten Ausgleich ist ein ernstzunehmender Risikofaktor für etliche Gesundheitsbeschwerden.
Dazu zählen zum Beispiel kardiovaskuläre Erkrankungen (Herz-Kreislauf Erkrankungen), ein erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 sowie für kolorektale und Mammakarzinome (Darm- sowie Brustkrebs) (vgl. Schüler, Wegner, Plessner, 2020, S. 356). „Aus dem Gesagten geht unschwer hervor, daß [sic] Sitzschäden nicht allein die Folge einer Überlastung ... sind“ (Schoberth, 1989, S. 207). Wie bereits erwähnt, können körperliche Aktivitäten Sitzschäden entgegenwirken. Laut der World Health Organization (WHO) sollen Kinder und Jugendliche rund 60 Minuten mit moderater Intensität in überwiegend aeroben Bewegungsformen aktiv sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Bildung und Leistung ein und stellt die forschungsleitende Frage nach dem Einfluss von Sport und Sitzverhalten auf das schulische Leistungsniveau.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Sport, schulische Leistungsfähigkeit und untersucht die physiologischen sowie psychischen Folgen des Sitzverhaltens.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird der quantitative Forschungsansatz erläutert, inklusive der Beschreibung des Fragebogens, der Stichprobenauswahl an der Bauhausschule Cottbus und der Datenverarbeitung.
4 Darstellung der Untersuchungsergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten mittels verschiedener Statistiken zur Alters- und Geschlechterverteilung sowie zum Sport- und Sitzverhalten.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden hier kritisch diskutiert, indem sie mit den aufgestellten Hypothesen verknüpft und auf ihre Signifikanz geprüft werden.
6 Orientierung für die praktische Arbeit: Basierend auf den empirischen Ergebnissen werden praktische Handlungsempfehlungen zur Bewegungsförderung im schulischen Alltag vorgeschlagen.
7 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die wesentlichen Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und schulischen Leistungen.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Bedeutung der Sportförderung für eine leistungsstarke und gesunde Schülerschaft zusammen.
Schlüsselwörter
Sportliches Freizeitverhalten, Sitzverhalten, Schulisches Leistungsniveau, Quantitative Untersuchung, Bewegungsförderung, Schulerfolg, Sportpsychologie, Gesundheitsprävention, Schulnoten, Physische Entwicklung, Lernleistung, Bauhausschule Cottbus, Körperliche Aktivität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Sportverhalten, dem Sitzverhalten und den schulischen Leistungen von Kindern und Jugendlichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Bereiche Sportwissenschaft, Schulpädagogik, Physiologie des Sitzens sowie die quantitative empirische Sozialforschung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu beantworten, welche Auswirkungen sportliche Freizeitaktivitäten und das freizeitliche Sitzverhalten auf das schulische Leistungsniveau haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde ein quantitativer Ansatz gewählt, bei dem 103 Schülerinnen und Schüler einer Grund- und Oberschule mittels eines standardisierten Fragebogens untersucht wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Kontext über Sport und Sitzverhalten sowie eine umfassende Darstellung und Diskussion der empirisch erhobenen Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind schulisches Leistungsniveau, sportliches Freizeitverhalten, Sitzverhalten, quantitative Datenerhebung und Gesundheitsprävention im Schulalltag.
Welben Einfluss hat das Alter auf die sportliche Aktivität laut Studie?
Die Studie zeigt einen signifikanten geringen negativen Zusammenhang auf; das bedeutet, dass die zeitliche Investition in sportliche Aktivitäten mit zunehmendem Alter eher abnimmt.
Welche Auswirkungen hat ein langes Sitzverhalten auf die Notengebung?
Es wurde festgestellt, dass ein langes tägliches Sitzverhalten bei den untersuchten Schülern tendenziell mit schlechteren Leistungen in den Hauptfächern (Deutsch, Mathematik, Englisch) korreliert.
Welche Rolle spielt der Schultyp bei den Ergebnissen?
Die Untersuchung konzentriert sich auf das Fallbeispiel der Bauhausschule Cottbus, einer integrierten Grund- und Oberschule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt.
- Arbeit zitieren
- Niklas Firmer (Autor:in), 2024, Sportliches Freizeitverhalten und schulisches Leistungsniveau. Der Einfluss von sportlichen Aktivitäten in der Freizeit auf das schulische Leistungsniveau von Schülern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1438371