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Zwischen Individualisierung und gesellschaftlicher Abhängigkeit. Soziologische Reflexionen im Kontext der Sozialen Arbeit nach Bommes und Scherr

Titel: Zwischen Individualisierung und gesellschaftlicher Abhängigkeit. Soziologische Reflexionen im Kontext der Sozialen Arbeit nach Bommes und Scherr

Hausarbeit , 2019 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Kathrin Müller (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die moderne Gesellschaft zeichnet sich durch eine paradoxale Entwicklung aus, in der die Lebensführung der Menschen zunehmend individualisiert wird, während gleichzeitig die Abhängigkeit von gesellschaftlichen Teilsystemen stetig wächst. Dieses Paradoxum bildet den Ausgangspunkt für die vorliegende Arbeit, die sich mit dem Modell von Michael Bommes und Albert Scherr auseinandersetzt, welches Soziale Arbeit als Inklusionsvermittlung, Exklusionsvermeidung und Exklusionsverwaltung definiert.

Die Grundlage für diese Arbeit besteht in der Bestimmung der Sozialen Arbeit unter Berücksichtigung soziologischer Aspekte, wobei das Modell von Bommes und Scherr als Leitfaden dient. Neben den Beiträgen von Merten, Baeker und Hillebrand, die sich ebenfalls mit dieser Thematik auseinandergesetzt haben, liegt der Fokus der vorliegenden Arbeit auf den Ansichten der Vertreter Bommes und Scherr.

Die Darstellung beginnt mit geschichtlichen Hintergründen, um die Entwicklung des Modells im Kontext der Geschichte zu beleuchten. Anschließend erfolgt eine detaillierte Beschreibung des Modells der Sozialen Arbeit von Bommes und Scherr. Zum Abschluss wird die eigene Lernbiografie verdeutlicht, um Erfahrungen und Erkenntnisse zu thematisieren und so einen praxisnahen Bezug herzustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Soziale Arbeit als Inklusionsvermittlung, Exklusionsvermeidung und Exklusionsverwaltung

2.1 Zeitgeschichtlicher Hintergrund

2.2 Modellentwicklung unter Berücksichtigung des geschichtlichen Kontextes

2.3 Modellbeschreibung

3 Eigene Lernerfahrungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Fundierung der Sozialen Arbeit auf Basis des Modells von Michael Bommes und Albert Scherr. Ziel ist es, die Rolle der Sozialen Arbeit als Organisation von Hilfe innerhalb einer modernen Gesellschaft zu beleuchten, die durch Inklusionsanforderungen und Exklusionsrisiken geprägt ist.

  • Zeitgeschichtliche Einordnung der Sozialen Arbeit in den 1990er Jahren
  • Integration sozialer Probleme in moderne Systemtheorien
  • Funktionsweise des Modells der Inklusionsvermittlung und Exklusionsverwaltung
  • Diskurs zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit
  • Reflexion der erarbeiteten theoretischen Zusammenhänge

Auszug aus dem Buch

2.3 Modellbeschreibung

Im Modell von Bommes und Scherr wird Soziale Arbeit als Inklusionsvermittlung, Exklusionsvermeidung und Exklusionsverwaltung beschrieben (vgl. Hammerschmidt u.a. 2017, S. 156). Demnach wird Soziale Arbeit als Organisation von Hilfe verstanden (vgl. ebd., S.156).

Zu den Aufgaben der Sozialen Arbeit zählt die Beobachtung von Individuen und Gruppen im Hinblick auf die Gefährdung von Inklusion (vgl. ebd., S. 159). Diese Tätigkeiten gehen über rein administrative Fall- nicht Fall-Unterscheidungen hinaus. So steht die Konstruktion eines umfassenden Hilfeverständnisses im Vordergrund. Zudem stellt die umfangreiche und gleichzeitig unspezifische Hilfebereitschaft ein Charakteristikum dar. Die Soziale Arbeit identifiziert den Hilfebedarf der Klienten, verfügt jedoch nicht über die Entscheidungen von Inklusion. Diese stehen nicht im Ermessen der Sozialen Arbeit, da sie an rechtliche und politische Regelungen gebunden sind. Um Exklusionsrisiken zu minimieren, werden standardisierte Leistungen aufgrund der Inklusion in bestimmte Teilsysteme, z.B. Arbeitslosen- und Krankenversicherung gewährt, sofern die hierfür erforderlichen Zugangsvoraussetzungen erfüllt sind (vgl. ebd., S. 159).

Zusammenfassend kann gesagt werden: „In der Sozialen Arbeit (Sozialarbeit und Sozialpädagogik) geht es also um die Beobachtung und Bearbeitung von Inklusions und Exklusionsthemen im Allgemeinen sowie um stellvertretende Exklusionsvermittlung, Exklusionsvermeidung und Exklusionsverwaltung im Besonderen“ (Lambers 2015, S.197).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die soziologische Paradoxie moderner Lebensführung dar und führt in das Modell von Bommes und Scherr ein, welches die Grundlage der Arbeit bildet.

2 Soziale Arbeit als Inklusionsvermittlung, Exklusionsvermeidung und Exklusionsverwaltung: Dieses Kapitel analysiert die historischen Rahmenbedingungen der 1990er Jahre, die theoretische Entwicklung auf Basis der Systemtheorie und die konkrete Beschreibung der Aufgaben von Sozialer Arbeit als strukturierte Hilfeleistung.

2.1 Zeitgeschichtlicher Hintergrund: Der Abschnitt skizziert prägende Ereignisse wie die Wiedervereinigung, neue gesetzliche Rahmenbedingungen wie das Kinder- und Jugendhilfegesetz sowie die ökonomische Steuerung sozialer Dienste.

2.2 Modellentwicklung unter Berücksichtigung des geschichtlichen Kontextes: Dieses Kapitel erläutert die Unzulänglichkeit bisheriger Reflexionstheorien und die Notwendigkeit, Soziale Arbeit durch eine systemtheoretische soziologische Brille zu betrachten.

2.3 Modellbeschreibung: Hier wird die Soziale Arbeit als Organisation von Hilfe definiert, deren Kernaufgaben in der Inklusionsvermittlung und der verwaltungstechnischen Bearbeitung von Exklusionsrisiken liegen.

3 Eigene Lernerfahrungen: Ein persönlicher Reflexionsteil, der den Prozess der Texterarbeitung, die Herausforderungen bei der Literaturrecherche und den Erkenntnisgewinn über die Systemtheorie beschreibt.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Inklusionsvermittlung, Exklusionsrisiken, Exklusionsverwaltung, Systemtheorie, Michael Bommes, Albert Scherr, Professionalisierung, Organisation von Hilfe, Kinder- und Jugendhilfegesetz, Moderne Gesellschaft, Soziologie, Lebensführung, KlassikerInnen-Debatte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das soziologische Modell von Bommes und Scherr, das Soziale Arbeit als notwendiges Instrument zur Vermittlung von Inklusion in einer zunehmend differenzierten Gesellschaft definiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Sozialen Arbeit in den 1990er Jahren, die soziologische Systemtheorie nach Luhmann und das Konzept der organisierten Hilfe.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die theoretische Darlegung und Einordnung der Sozialen Arbeit unter den Aspekten der Inklusionsvermittlung und Exklusionsvermeidung.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit soziologischen Fachpublikationen sowie einer reflexiven Lernbiografie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Kontextualisierung, die theoretische Herleitung des Modells und die detaillierte Beschreibung der administrativen und fachlichen Aufgaben der Sozialen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Ausarbeitung?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Inklusionsvermittlung, Systemtheorie, Exklusionsverwaltung, Professionalisierung und Soziale Hilfe.

Wie unterscheiden Bommes und Scherr Soziale Arbeit von anderen Funktionssystemen?

Sie definieren Soziale Arbeit eben nicht als eigenständiges Funktionssystem, sondern als eine Form der organisierten Hilfe, da ihr kein exklusiver Wissensbestand zugrunde liegt, der ein eigenes System konstituieren würde.

Was bedeutete die Einführung des "Kontraktmanagements" für die Soziale Arbeit?

Es führte zur Privatisierung und Wettbewerbserhöhung, was sozialen Trägern Kosteneinsparungen und eine stärkere Orientierung am Sozialmanagement abverlangte.

Warum war der erste Entwurf der Arbeit laut Eigenreflexion lückenhaft?

Es fehlte zunächst das Verständnis für die Unterscheidung zwischen einer "Theorie der Sozialen Arbeit" und einer "Modellbeschreibung", welches erst durch die zusätzliche Lektüre von Helmut Lambers gewonnen wurde.

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Details

Titel
Zwischen Individualisierung und gesellschaftlicher Abhängigkeit. Soziologische Reflexionen im Kontext der Sozialen Arbeit nach Bommes und Scherr
Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten  (Fakultät Soziales und Gesundheit)
Note
1,0
Autor
Kathrin Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
10
Katalognummer
V1438515
ISBN (PDF)
9783346996565
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusionsvermittlung Exklusionsvermeidung Exklusionsvermittlung Geschichte der Sozialen Arbeit Theorien der Sozialen Arbeit Lambers Michael Bommes Albert Scherr Hammerschmidt Zeitgenössische Theorien Sozialer Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kathrin Müller (Autor:in), 2019, Zwischen Individualisierung und gesellschaftlicher Abhängigkeit. Soziologische Reflexionen im Kontext der Sozialen Arbeit nach Bommes und Scherr, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1438515
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Leseprobe aus  10  Seiten
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